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RADIO - HR2/1360: Woche vom 05.02. bis 11.02.2024


Radioprogramm hr - Hessen 2 - 6. Woche vom 05.02. bis 11.02.2024


Montag, 5. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Max Bruch: Romanze F-Dur, op. 85 (Janine Jansen, Viola; Gewandhausorchester Leipzig: Riccardo Chailly); Felix Mendelssohn Bartholdy: Tema con variazioni E-Dur, op. 81, Nr. 1 (Leipziger Streichquartett); Arvo Pärt: Passacaglia (Anne Akiko Meyers, Violine; MDR-Sinfonieorchester: Kristjan Järvi); Edward Elgar: "The Dream of Gerontius", op. 38 (Sarah Connolly, Mezzosopran; Paul Groves, Tenor; Sächsischer Staatsopernchor Dresden; Staatskapelle Dresden: Colin Davis)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Benjamin Britten: "Matinées musicales", op. 24 (National Philharmonic Orchestra: Richard Bonynge); Heinrich von Herzogenberg: Quintett, op. 43 (Oliver Triendl, Klavier; Orsolino Quintett); Claudio Monteverdi: "Tirsi e Clori" (I Fagiolini: Robert Hollingworth); Robert Schumann: Sonate f-Moll, op. 14 (Andrea Kauten, Klavier); Franz Danzi: Violoncellokonzert e-Moll (Aurélien Pascal, Violoncello; Münchener Kammerorchester: Howard Griffiths)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jean-Philippe Rameau: Sixième Concert (Les Talens Lyriques: Christophe Rousset); Heino Eller: "Lyrische Suite" (Kammerorchester Tallinn: Tõnu Kaljuste); Muzio Clementi: Sinfonie D-Dur, op. 18, Nr. 2 (London Mozart Players: Matthias Bamert)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Liszt: Etüde f-Moll - "Appassionata" (André Watts, Klavier); Johann Baptist Vanhal: Konzert F-Dur (Annika Wallin, Arne Nilsson, Fagott; The Umeå Sinfonietta: Jukka-Pekka Saraste); Richard Strauss: Romanze F-Dur (Jan Vogler, Violoncello; Staatskapelle Dresden: Fabio Luisi); Clara Schumann: Klaviertrio g-Moll, op. 17 (Abegg Trio); Carl Philipp Emanuel Bach: Cembalokonzert E-Dur, Wq 14 (Sebastian Knauer, Klavier; Zürcher Kammerorchester: Roger Norrington); Johann Evangelist Brandl: Quintett C-Dur, op. 61 (Calamus Ensemble)


06:00 Am Morgen (210 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:30 Frühkritik
8:40 Uhr Buch- bzw. Hörbuch-Tipp
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


Lesung
09:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


10:00 Am Vormittag (120 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Schubert: Moments musicaux D 780 Nr. 4 - 6 (Till Fellner, Klavier)
•Beethoven: Streichquartett f-Moll op. 95 (Juilliard String Quartet)
•Vivaldi: Konzert a-Moll op. 3 Nr. 6 RV 356 (Fabio Biondi, Violine und Leitung / Europa Galante)
•Smetana: Ouvertüre zur Oper "Die verkaufte Braut" (Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
•Hummel: Trompetenkonzert E-Dur (Gábor Boldoczki / Zürcher Kammerorchester / Howard Griffiths)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: Violinkonzert a-Moll BWV 1041 (Kati Debretzeni / English Baroque Soloists / John Eliot Gardiner)
•Liszt: Réminiscences de "Don Juan" (Klavierduo Genova und Dimitrov)
•Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur (Collegium Musicum 90 / Richard Hickox)
•Offenbach: Hommage à Rossini (Raphaela Gromes / hr-Sinfonieorchester / Felix Mildenberger)


Lesung
14:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven - Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich


20:00 Das Orchester des Rumänischen Rundfunks in Bukarest (150 Min.)

Zwei Wiener, ein liebeskranker Komponist, Don Juan und weitere Abenteuer - so ließe sich dieser Abend mit den Musikerinnen und Musikern des Rumänischen Rundfunks zusammenfassen.

Liviu Holender, Bariton
Orchester des Rumänischen Rundfunks
Leitung: Sascha Goetzel
Strauss: Don Juan op. 20
Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen
Tschaikowsky: 5. Sinfonie e-Moll op. 64
(Aufnahme vom 27. Oktober 2023 aus dem Sendesaal des Rumänischen Rundfunks)

An deren Pult steht der österreichische Dirigent Sascha Goetzel, der seine Karriere als Geiger der berühmten Wiener Philharmoniker begann. Auch die Laufbahn von Liviu Holender hat in Wien ihren Anfang genommen: An der Opernschule für Kinder an der Wiener Staatsoper. Heute ist der Bariton Ensemblemitglied der Oper Frankfurt und gibt bei diesem Abend aus Bukarest Gustav Mahlers Fahrenden Gesellen. Bekanntschaft mit Don Juan macht das Publikum in Richard Strauss' gleichnamiger Tondichtung, bevor sich Peter Tschaikowsky in seiner Fünften seinem Schicksal ergibt - er habe sich "ausgeschrieben" urteilte der Komponist über eine seiner heute beliebtesten Sinfonien.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen


23:00 - 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Dienstag, 6. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Michael Haydn: Violinkonzert B-Dur (Thomas Zehetmair, Violine; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ton Koopman); Lars Danielsson: "Corazôn Celeste" (Leszek Mozdzer, Klavier; Lars Danielsson und Band; Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt: Lukasz Borowicz); Nikolaj Rimskij-Korsakow: "Scheherazade", op. 35 (Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus: Evan Christ); Francesco Maria Veracini: Sonate (Spirit of Musicke); Gustav Mahler: Sinfonisches Präludium (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Vladimir Jurowski)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Es-Dur, KV 271 (Christian Zacharias, Klavier; Polnisches Kammerorchester: Jerzy Maksymiuk); Charles Koechlin: Sonate, op. 58 (Lajos Lencsés, Oboe; Shoshana Rudiakow, Klavier); Georg Friedrich Händel: "Partenope", Arie der Partenope (Christiane Karg, Sopran; Il Complesso Barocco: Alan Curtis); Johannes Brahms: Streichsextett B-Dur, op. 18 (Roland Glassl, Viola; Wolfgang Emanuel Schmidt, Violoncello; Mandelring Quartett); Johann Gottlieb Naumann: "Te Deum" (Chor der Staatsoper Dresden; Staatskapelle Dresden: Herbert Blomstedt)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jean-Baptiste-Aimé Joseph Janson: Violoncellokonzert D-Dur (Valentin Radutiu, Violoncello; Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: Ruben Gazarian); Francis Poulenc: Acht Nocturnes (Alexandre Tharaud, Klavier); Leopold Carl Wolf: Streicherserenade F-Dur, op. 30 (Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim: Vladislav Czarnecki)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Domenico Gallo: Sonate Nr. 8 Es-Dur (Parnassi Musici); Gioacchino Rossini: Canzonetta C-Dur - "La Venitienne" (Stefan Irmer, Klavier); Isabella Leonarda: Triosonate, op. 16, Nr. 11 (Ensemble Giardino di Delizie); Camille Saint-Saëns: Havanaise E-Dur, op. 83 (Renaud Capuçon, Violine; Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Daniel Harding); Ludwig van Beethoven: Sonate C-Dur, op. 53 - "Waldsteinsonate" (Igor Levit, Klavier); Georg Christoph Wagenseil: Sinfonia C-Dur zu "Vincislao" (L'Orfeo Barockorchester: Michi Gaigg); Carl Friedrich Zelter: Violakonzert Es-Dur (Hariolf Schlichtig, Viola; Münchener Kammerorchester)


06:00 Am Morgen (210 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:30 Frühkritik
8:40 Uhr Buch- bzw. Hörbuch-Tipp
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


Lesung
09:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


10:00 Am Vormittag (120 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Chabrier: España (hr-Sinfonieorchester / Alain Altinoglu)
•Bach: Präludien und Fugen cis-Moll BWV 873 und D-Dur BWV 874 (Daniel Barenboim, Klavier)
•Haydn: Sinfonie Nr. 93 D-Dur (Chamber Orchestra of Europe / Claudio Abbado)
•Dvorák: Violinromanze f-Moll op. 11 (Arabella Steinbacher / RSO Berlin / Marek Janowski)
•Fux: Sinfonia à 3 (Berliner Barock-Compagney)
•Weber: Ouvertüre zur Oper "Der Freischütz" (Berliner Philharmoniker / Nikolaus Harnoncourt)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Vivaldi: Violinkonzert F-Dur op. 8 Nr. 3 "Der Herbst" (Janine Jansen und Ensemble)
•Beethoven: Klaviersonate c-Moll op. 10 Nr. 1 (Lars Vogt)
•Wagner: "Meistersinger" - Monolog des Sachs "Was duftet doch der Flieder" (Michael Volle, Bariton / Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Georg Fritsch)
•Schumann: 1. Sinfonie B-Dur op. 38 "Frühlingssinfonie" (Tonhalle-Orchester / David Zinman)


Lesung
14:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven - Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich


20:00 Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt (120 Min.)

Der Tanz steht im Zentrum dieses Programms. Der Dirigent Constantinos Carydis setzt sich selbst ans Klavier. Und es gibt ein Violinkonzert, das völlig gegen die Norm angeht. Robert Schumanns d-Moll-Konzert ist ein besonderer Fall.

Sayaka Shoji, Violine
Leitung und Klavier: Constantinos Carydis
Béla Bartók und György Kurtág: Miniaturen für Violine und Klavier
Robert Schumann: Violinkonzert
György Ligeti: Balada si joc - für zwei Violinen
Robert Schumann: 3. Sinfonie "Rheinische"
Zoltán Kodály: Tänze aus Galanta
(Aufnahme vom 25. und 26. Januar aus dem Großen Saal)

Feierte der Komponist mit seiner "Rheinischen Sinfonie" noch die pure Lebensfreude, lässt er drei Jahre später mit dem Violinkonzert in Tiefen, vielleicht in Abgründe blicken. Ein völlig unangepasstes, ja visionäres Spätwerk ist es, eine exotische Insel inmitten der allzu einschmeichelnden Schönklangkonzerte jener Zeit. Nur wenige Geiger:innen wagen diesen Tanz auf dem Vulkan - die Japanerin Sayaka Shoji ist eine von ihnen. Ihre Karriere begann mit 16, als sie 1999 den Paganini-Wettbewerb in Genua gewann. Sie ist die jüngste Preisträgerin bis heute. In Italien und Japan aufgewachsen, hat sie in Köln studiert und lebt heute in Paris. Und sie wollte nie Tänzerin werden, allerdings Opernsängerin - "aber ich hatte eine sehr leise Stimme. In gewisser Weise war das Erlernen der Geige eine Alternative, weshalb der Gesang ein sehr wichtiges Element in meinem Spiel geworden ist."


22:00 Spätlese (30 Min.)


22:30 Jazz and More (30 Min.)
An den Rändern des Jazz


23:00 - 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Mittwoch, 7. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Leopold Anton Kozeluch: Klavierkonzert B-Dur (Kölner Klavier-Duo; Kölner Rundfunkorchester: Florian Merz); E.T.A. Hoffmann: "Arlequin", Ballettmusik (Deutsche Kammerakademie Neuss: Johannes Goritzki); Astor Piazzolla: "Las cuatro estaciones porteñas" (Trio d'Anches de Cologne); Robert Schumann: Fünf Albumblätter, op. 99 (Matthias Kirschnereit, Klavier); Sergej Rachmaninow: Sinfonische Tänze, op. 45 (WDR Sinfonieorchester: Semyon Bychkov)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 6 D-Dur (Staatskapelle Weimar: Arthur Fagen); Jean Cras: Légende (Henry Demarquette, Violoncello; Orchestre Philharmonique du Luxembourg: Jean-François Antonioli); Alfred Schnittke: "Die Glasharmonika", Suite (Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Frank Strobel); Wolfgang Amadeus Mozart: Litaniae Lauretanae D-Dur, KV 195 (Barbara Bonney, Sopran; Elisabeth von Magnus, Alt; Uwe Heilmann, Tenor; Gilles Cachemaille, Bass; Arnold Schoenberg Chor; Concentus Musicus: Nikolaus Harnoncourt); Karl Goldmark: Violinkonzert a-Moll, op. 28 (Joshua Bell, Violine; Los Angeles Philharmonic Orchestra: Esa-Pekka Salonen)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Franz Berwald: Großes Septett B-Dur (Nicolas Baldeyrou, Klarinette; Bence Bogányi, Fagott; Markus Maskuniitty, Horn; Peter Matzka, Violine; Hariolf Schlichtig, Viola; Jan-Erik Gustafsson, Violoncello; Niek de Groot, Kontrabass); Alexander von Zemlinsky: Vier Balladen (Silke Avenhaus, Klavier); Georg Friedrich Händel: Concerto F-Dur, HWV 334 (The English Concert: Trevor Pinnock)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Frédéric Chopin: Impromptu Ges-Dur, op. 51 (Evgeny Kissin, Klavier); Antonín Dvorák: Violinkonzert a-Moll, op. 53 (Hilary Hahn, Violine; hr-Sinfonieorchester: Andrés Orozco-Estrada); Emilie Mayer: Klaviertrio D-Dur, op. 13 (Trio Vivente); Vicente Martin y Soler: Bläserdivertimento Nr. 3 B-Dur (Moonwinds); Johann Wilhelm Hertel: Sinfonia B-Dur (Sergio Azzolini, Fukui.Miho, Fagott; Capriccio Barock-Orchester: Dominik Kiefer); Arthur Sullivan: "The Mikado", Ouvertüre (Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner)


06:00 Am Morgen (210 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:30 Frühkritik
8:40 Uhr Buch- bzw. Hörbuch-Tipp
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


Lesung
09:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


10:00 Am Vormittag (120 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Vivaldi: Concerto d-Moll RV 565 (Manfredo Kraemer und Pablo Valetti, Violine / Jordi Savall, Viola da gamba und Leitung / Le Concert des Nations)
•Bonis: La cathédrale blessée op. 107 (François Dumont, Klavier)
•Händel: 2. Suite aus der "Wassermusik" (Akademie für Alte Musik Berlin)
•Suk: Meditation über den altböhmischen Choral "Der heilige Wenzel" (Signum Quartett)
•Bach: 3. Cembalokonzert D-Dur BWV 1054 (Richard Egarr / Academy of Ancient Music / Andrew Manze)
•Schumann: Kinderszenen op. 15 (Irina Georgieva, Klavier)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Chopin: Walzer As-Dur op. 42 (Alice Sara Ott, Klavier)
•Mozart: Fagottkonzert B-Dur KV 191 (Peter Whelan / Arcangelo / Jonathan Cohen)
•Mendelssohn: 4. Sinfonie A-Dur op. 90 "Italienische" (Wiener Philharmoniker / Christoph von Dohnányi)
•Haydn: Sinfonia, Rezitativ und Arie der Amaranta aus "La fedeltà premiata" (Anna Bonitatibus / Il Complesso Barocco / Alan Curtis)
•Sibelius: Finlandia op. 26 (hr-Sinfonieorchester / Michael Nesterowicz)


Lesung
14:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven - Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich


20:00 Kaisers Klänge - Musikalische Entdeckungsreisen (60 Min.)
Mehr als nur Jedermann - Musik für Hugo von Hofmannsthal

Als Librettist von Richard Strauss-Opern ist Hugo von Hofmannsthal ohnehin ein Mann der Musik. Aber auch andere Komponisten erkennen das Musikalische in den Werken des Dichters und Dramatikers, der vor 150 Jahren geboren wurde. Arnold Schönberg und Egon Wellesz vertonen seine Gedichte, Alexander von Zemlinsky macht aus Hofmannsthals Stoffen ein Ballett. Und eine der ersten Bühnenmusiken zu seinem bekanntesten Schauspiel "Jedermann" schreibt kein Geringerer als Jean Sibelius.


21:00 Stimmenreich - Vokalmusik aus fünf Jahrhunderten (90 Min.)
im Fokus: Voicemade und Mendelssohn

Die neue CD des Ensembles Voicemade steht am Anfang dieser Sendung. Einen großen Raum nimmt auch Felix Mendelssohn mit einigen seiner bedeutenden Chorkompositionen ein.

•Byrd: Sing joyfully (Voicemade)
•Pohlers: Ach Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn (Voicemade)
•Kehoe: Flow water (Voicemade)
•Chilcott: Lobgesang des Simeon (Voicemade)
•Schütz: Herr, nun lässest du deinen Diener in Friede fahren (ChorWerk Ruhr / Florian Helgath)
•Bernhard: Herr, nun lässest du deinen Diener in Friede fahren (Freiburger BarockConsort / Lionel Meunier)
•Pärt: Nunc dimittis (Philharmonischer Kammerchor Estland / Paul Hillier)
•Mendelssohn: Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren (MDR-Rundfunkchor / Philipp Ahmann)
•Mendelssohn: Jauchzet dem Herrn, alle Welt (MDR-Rundfunkchor / Philipp Ahmann)
•Mendelssohn: Zum Abendsegen (MDR-Rundfunkchor / Philipp Ahmann)
•Mendelssohn: Zwei geistliche Männerchöre (MDR-Rundfunkchor / Philipp Ahmann)
•Mendelssohn: Der Jäger Abschied (SWR Vokalensemble Stuttgart / Frieder Bernius)
•Mendelssohn: Wanderlied (SWR Vokalensemble Stuttgart / Frieder Bernius)
•Mendelssohn: Musikantenprügelei (SWR Vokalensemble Stuttgart / Frieder Bernius)
Am Mikrofon: Martin Grunenberg


22:30 Jazzfacts (30 Min.)
What's going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt


23:00 - 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Donnerstag, 8. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Frédéric Chopin: Grande Polonaise brillante précédée d'un Andante spianato Es-Dur, op. 22 (Jan Lisiecki, Klavier; NDR Elbphilharmonie Orchester: Krzysztof Urbanski); Felix Mendelssohn Bartholdy: "Hora est" (NDR Chor: Philipp Ahmann); Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur (NDR Sinfonieorchester: Günter Wand); Dmitrij Schostakowitsch: Streichquartett c-Moll, op. 110 (Mitglieder des NDR Sinfonieorchesters); Joaquín Rodrigo: Concierto in modo galante (Sebastian Hess, Violoncello; NDR Radiophilharmonie: Israel Yinon)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Edouard Dupuy: Flötenkonzert d-Moll (Ginevra Petrucci, Flöte; Orchestra I Pomeriggi Musicali Mailand: Maurizio Ciampi); Benjamin Godard: Klaviertrio g-Moll, op. 32 (Trio Parnassus); Ethel Smyth: "The Wreckers", Ouvertüre (Scottish National Orchestra: Alexander Gibson); Johann Sebastian Bach: Englische Suite Nr. 6 d-Moll, BWV 811 (András Schiff, Klavier); Nino Rota: Divertimento concertante (Michinori Bunya, Kontrabass; Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken: Marcello Viotti)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Antonio Lolli/Olivier Fourés: Violinkonzert C-Dur, op. 2 a (Giuliano Carmignola, Violine; Venice Baroque Orchestra: Andrea Marcon); Anonymus: "Tarentella del Gargano" (Cappella de' Turchini: Antonio Florio); Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur, KV 452 (Linos Ensemble)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Giovanni Paisiello: Flötenquartett G-Dur, op. 23, Nr. 5 (Musica Petropolitana); Adolf Schulz-Evler: Arabesken über "An der schönen blauen Donau" (Benjamin Grosvenor, Klavier); Josef Myslivecek: Streichquartett F-Dur (Suk-Kammerorchester: Josef Vlach); Philippe Gaubert: "Pièce romantique" (Trio Cantabile); Jean Baptiste Accolay: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll (Itzhak Perlman, Violine; Juilliard Orchestra: Lawrence Foster); Anton Arenskij: Klavierkonzert f-Moll, op. 2 (Konstantin Scherbakov, Klavier; Russisches Philharmonisches Orchester: Dmitrij Jablonskij)


06:00 Am Morgen (210 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:30 Frühkritik
8:40 Uhr Buch- bzw. Hörbuch-Tipp
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


Lesung
09:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


10:00 Am Vormittag (120 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Chopin: Fantaisie-Impromptu cis-Moll op. 66 (Gabriela Montero, Klavier)
•Haydn: Sinfonie Nr. 7 C-Dur (hr-Sinfonieorchester / Hugh Wolff)
•Brahms: Klarinettensonate Es-Dur op. 120 Nr. 2 (Michel Portal / Mikhail Rudy)
•Mozart: "Zauberflöte" - Arie des Papageno aus dem 2. Akt "Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich" (Bryn Terfel, Bariton / Scottish Chamber Orchestra / Charles Mackerras)
•Ewald: 2. Quintett Es-Dur op. 6 (Wien-Berlin Brass Quintett)
•Händel: Konzert F-Dur HWV 293 (Dorothee Oberlinger, Blockflöte / Ensemble 1700)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Rossini: La danza (Raphaela Gromes, Violoncello / Julian Riem, Klavier)
•Hasse: "Demetrio" - Duett "Dal mio ben che tanto amai" (Terry Wey, Countertenor / Vivica Genaux, Mezzosopran / Bach Consort Wien / Rubén Dubrovsky)
•Britten: Simple symphony op. 4 (Orpheus Chamber Orchestra)
•Fauré: Masques et bergamasques op. 112 (RSO Wien / Bertrand de Billy)
•Telemann: 2. Pariser Quartett a-Moll (Wilbert Hazelzet, Flöte / Trio Sonnerie)
•Salieri: Ouvertüre zur Oper "Catilina" (Mannheimer Mozartorchester / Thomas Fey)


Lesung
14:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven - Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich


20:00 Arnold Schönberg 150 (1) - Vorgefühle und Vergangenheit (90 Min.)
Moderation: Stefan Fricke

Radikal und revolutionär, evolutionär und epochal. Der Komponist Arnold Schönberg, der am 13. September 2024 hundertfünfzig Jahre alt würde, hat die Musikgeschichte nachhaltig verändert. Und das mit Nachhall - bis heute.

Arnold Schönberg (1874-1951):
"Verklärte Nacht" op. 4 (1899) für Streichsextett.
1. Fassung für Streichorchester (1917)
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Eliahu Inbal
(Live-Aufnahme 12. Januar 1995, Alte Oper, Frankfurt am Main)
Fünf Orchesterstücke op. 16 (1909)
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Lothar Zagrosek
(Studioproduktion, 8. März 1996, hr-Sendesaal, Frankfurt am Main)

Begleitmusik zu einer Lichtspielszene für Orchester op. 34 (1929/30)
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Brad Lubman
(Live-Aufnahme 27. November 2015 Kurhaus Wiesbaden)

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Präludium und Fuge Es-Dur (BWV 552)
Instrumentation für Orchester 1928 durch Arnold Schönberg (1874-1951)
hr-Sinfonieorchester
Leitung: Hugh Wolff
(Live-Aufnahme 24. Juni 2000, Kloster Eberbach )

Die jahrhundertelange Entwicklung der mitteleuropäischen Musik - von Gregorianik bis zu Johannes Brahms - führte den 1874 in Wien geborenen Schönberg zu der Einsicht, dass sich in ihrem künftigen Fortgang so manches ändern müsse, wenn sie ihrer eigenen Geschichte treu bliebe. Seine Konzeption von atonalen Klangfolgen, die keinem Zentrum mehr folgen müssen, die nicht mehr die eine Haupttonart umspielen, führte ihn zur "Emanzipation der Dissonanz" und zur gestalterischen Gleichberechtigung aller Töne: zur Zwölftontechnik. Als Komponist Autodidakt hat Schönberg um 1910 mit dieser und mit anderen Ideen das wohl gewichtigste Fundament für die Neue Musik gelegt. Der fleißige Essayist, engagierte Hochschullehrer - u.a. in Wien, Berlin und Los Angeles -, Erfinder von Kartenspielen und Schachvarianten, gelegentliche Maler gehört mit seinen Anregungen und ästhetischen Umsetzungen zu den einflussreichsten Musikdenkern des 20. Jahrhunderts. Seine Kompositionen aber, wiewohl sie überaus starke Wirkungen auf die ebenfalls musikdenkenden Zeitgenossen und klangerfindenden Generationen nach ihm hatten und haben, sind gar nicht mal so vertraut. Durchgesetzt ist Arnold Schönberg, der am 13. Juli 1951 in Los Angeles starb, längst noch nicht. Vielleicht, weil vieler seine Werke und Gedanken immer noch piksen, zu viele Stacheln besitzen. Grund genug, den Jubilar posthum zu würdigen, mit Aufnahmen des hr-Sinfonieorchesters und des Ensemble Modern sowie namhafter Solisten und Solistinnen.


Neue Musik
21:30 Mal Hit, mal Shit (Teil 1 von 4) (60 Min.)
Was ich in der Neuen Musik liebe und was ich verabscheue
Vier Sendungen von Werner Klüppelholz

Das eine Stück ist toll, ein anderes ganz furchtbar. Wie entstehen Vorlieben und Abneigungen in der Neuen Musik? Vorlieben und Abneigungen entstehen kraft unterschiedlicher Faktoren, die in der Musik selbst, aber auch in den gesellschaftlichen Verhältnissen und nicht zuletzt in der individuellen Biografie angelegt sind. Rund dreißig Werke in dieser Sendereihe sollen das illustrieren. Geniale, die fraglos mitkommen auf die "Einsame Insel" und solche, die wegen ihrer Blödheit unverzichtbar sind.


22:30 Jazz Now (30 Min.)
Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen


23:00 - 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

*

Freitag, 9. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Georges Bizet: Sinfonie C-Dur (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Marc Minkowski); Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur, op. 44 (Edna Stern, Klavier; Quatuor Ebéne); Veljo Tormis: "Autumn Landscapes" (Chor des Bayerischen Rundfunks: Gustaf Sjökvist); Karl Goldmark: "Sakuntula", Ouvertüre (Bamberger Symphoniker: Fabrice Bollon); Albert Franz Doppler: Fantaisie pastorale hongroise, op. 26 (Sonja Meinl, Flöte; Münchner Rundfunkorchester: Robert Hanell); Arnold Schönberg: "Friede auf Erden", op. 13 (Chor des Bayerischen Rundfunks: Eric Ericson)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Bohuslav Martinu: Oboenkonzert (Lajos Lencsés, Oboe; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner); Heinrich Wilhelm Ernst: Fantaisie brillante sur la "Marche et la Romance d'Otello" de Rossini, op. 11 (Yuki Manuela Janke, Violine; Ayumi Janke, Klavier); Ferdinand Ries: Konzert Es-Dur, WoO 19 (Jack Meredith, Olaf Klamand, Horn; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Wilhelm Loibner); Johann Sebastian Bach: Partita d-Moll, Chaconne, BWV 1004 (Benjamin Engeli, Klavier); Mieczyslaw Weinberg: Sinfonie Nr. 1 g-Moll (Göteborger Sinfoniker: Thord Svedlund)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Johannes Brahms: Klarinettentrio a-Moll, op. 114 (Richard Hosford, Klarinette; Paul Watkins, Violoncello; Ian Brown, Klavier); Philippe Gaubert: "Trois aquarelles" (Shawnigan-Trio); Joaquín Turina: "Primavera Sevillana" (Städtisches Orchester Granada: Juan de Udaeta)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Amanda Maier: "Nachmittags-Potpourri" (Bengt Forsberg, David Huang, Klavier); François Devienne: Flötenkonzert Nr. 2 D-Dur (András Adorján, Flöte; Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair); Ermanno Wolf-Ferrari: "L'amore medico", Ouvertüre (Oviedo Filarmonia: Friedrich Haider); Johann Friedrich Fasch: Bläserquartett d-Moll (Camerata Köln); Frederic Chopin: Fantasie f-Moll, op. 49 (Alexander Schimpf, Klavier); Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett D-Dur, op. 44, Nr. 1 (Mandelring Quartett)


06:00 Am Morgen (210 Min.)

Inspiriert und entspannt in den Tag mit dem Besten aus der klassischen Musik, mit neuen Buch- und Hörbuchideen und mit einem Überblick über die Kulturthemen des Tages.
6:30 Zuspruch
7:30 Frühkritik
8:40 Uhr Buch-Tipp
Nachrichten und Wetter jeweils zur vollen Stunde.


Lesung
09:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


10:00 Am Vormittag (120 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Mozart: Hornkonzert D-Dur KV 412 (Alan Civil / Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
•Jaëll: Sept pièces faciles (Cora Irsen, Klavier)
•Rossini/Curtis/Leoncavallo: Drei neapolitanische Lieder (Vittorio Grigolo, Tenor / Orchestra del Teatro Regio di Parma / Pier Giorgio Morandi)
•Smetana: Ouvertüre zur Oper "Das Geheimnis" (BBC Philharmonic / Gianandrea Noseda)
•Platti: Oboenkonzert g-Moll (Albrecht Mayer / New Seasons Ensemble)
•Grieg: Aus Holbergs Zeit op. 40 (Philharmonisches Orchester Bergen / Ole Kristian Ruud)
•Beethoven: Klaviersonate g-Moll op. 49 Nr. 1 (Stephen Kovacevich)


12:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast


13:00 Am Mittag (90 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
Außerdem: Tipps und Aktuelles aus der Welt der Kultur.
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Bach: Klavierkonzert BWV 1056 (Anna Vinnitskaya / Kammerakademie Potsdam)
•Bernstein: Sinfonische Tänze aus der West Side Story (hr-Sinfonieorchester / Vassilis Christopoulos)
•Lanner: Orchesterwalzer "Die Schönbrunner" (Concentus Musicus Wien / Nikolaus Harnoncourt)
•Mozart: Hornkonzert Es-Dur KV 495 (Barry Tuckwell, Solist und Leitung / English Chamber Orchestra)


Lesung
14:30 Sylvie Schenk: Maman (30 Min.)

Das Rätsel um ihre Herkunft hat das Leben von Sylvie Schenks Mutter "ausgehöhlt". So schreibt es die Tochter in den Vorbemerkungen zu ihrem Roman "Maman". Diesem Rätsel will sie darin nachgehen, denn sie hat ihre Mutter Renée "geliebt, wie man ein seltsames Wesen liebt, das zu einem gehört, ein Geheimnis, das man bewahrt". Das große Geheimnis, das die Mutter umgab, war deren Herkunft. Sie sprach nicht darüber, und überhaupt sprach sie meist nur mit der Wäsche. So konnte die Autorin nur wenige Fakten über ihre Mutter in Erfahrung bringen: Renée Gagnieux wurde am 29.12.1916 geboren, deren Mutter Cécile wiederum starb nur eine Stunde nach der Geburt. Auf dem Totenschein wird Cécile als "Ménagère" bezeichnet, was sowohl Hausfrau bedeuten kann als auch Putzfrau, Wäscherin oder Hilfsweberin. Überleben, so reimt es sich Sylvie Schenk heute zusammen, konnte sie wahrscheinlich nur, indem sie sich auch prostituierte. Fakt ist also auch, dass ihre Mutter als Waise zurückblieb, überlebte und zunächst in eine gewalttätige Bauernfamilie gelangte, bevor sie von einem Apotheker-Ehepaar adoptiert wurde, zur Schule ging und später einen Zahnarzt heiratete. Doch in den bourgeoisen Kreisen ihres Mannes, dem Vater von Sylvie Schenk, blieb die Mutter Renée zeitlebens ein Fremdkörper. Viel beigebracht habe ihre Mutter ihr und den Geschwistern nicht, erinnert sich Sylvie Schenk. Auch Moralvorstellungen habe ihnen Renée nicht vermittelt, aber zwei Prinzipien: Nicht zu spät zum Essen kommen, und vor allem: Nicht ungewollt schwanger werden. Ansonsten habe sie sie aufwachsen lassen wie Unkraut - was viele Vorzüge gehabt habe… Sylvie Schenks "Maman" ist 2023 im Hanser Verlag erschienen. Im Herbst stand der Roman auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, und Schenk galt vielen als Favoritin der Herzen. Das literarische Werk der 1944 im französischen Chambéry geborenen Autorin, die seit 1966 in Deutschland lebt und im kommenden Jahr 80 Jahre alt wird, fand spät Würdigung. Einem größeren Publikum wurde Sylvie Schenk erst 2016 mit ihrer Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb bekannt, bei dem sie aus dem ebenfalls autobiografisch geprägten Roman "Schnell, dein Leben" las. Dörte Lyssewski hat Sylvie Schenks Auseinandersetzung mit "Maman" in der Regie von Ulrich Lampen für SWR2 und hr2-kultur gelesen. Die 1966 in Winsen a. d. Luhe geborene Schauspielerin, ist nach zahlreichen Filmrollen und Engagements u. a. an der Schaubühne Berlin und am Schauspielhaus Zürich seit 2009 festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. Daneben arbeitet Lyssewski auch für Hörproduktionen und wurde schon vielfach ausgezeichnet.

Produktion: SWR/hr 2024


15:00 Am Nachmittag (180 Min.)

Gut informiert mit dem aktuellen Kulturgespräch und entspannter Musik durch den Nachmittag.


18:00 Der Tag (60 Min.)
Ein Thema, viele Perspektiven - Tagesgeschehen um die Ecke gedacht


19:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich


20:00 LIVE - Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt (150 Min.)

Eine 3.500 Jahre alte chinesische Mundorgel, drei Altarbilder aus dem frühen 16. Jahrhundert und ein mythologischer Feuervogel, mehr ein magisch-göttliches Prinzip als eine reale Gestalt: Aus diesen sphärisch-archaischen Zutaten ist dieses Konzertprogramm zusammengesetzt.

Wu Wei, Sheng
Leitung: Susanna Mälkki
Paul Hindemith: Sinfonie "Mathis der Maler"
Unsuk Chin: Šu für Sheng und Orchester
Igor Strawinsky: Der Feuervogel - Suite (1919)
(Übertragung aus dem Großen Saal)

Die Sheng ist ein ungemein facettenreiches Instrument aus dem Reich der Mitte. Die Komponistin Unsuk Chin hatte lange vermieden, Musik für die Sheng zu schreiben, denn Folklore oder Exotismus waren nicht ihre Sache. Doch die Kunst des Sheng-Virtuosen Wu Wei änderte ihre Meinung - und so entstand 2009 "Šu" für Sheng und Orchester, mit einem Solo-Instrument, das für die "Sehnsucht nach dem fernen Klang" steht. Von kräftigen Klangfarben der klassischen Moderne, von plastischen Tonbildern und historischen Assoziationen wird das Sheng-Konzert hier eingerahmt, erdacht von zwei Meistern der orchestralen Wirkmächtigkeit, die ihresgleichen suchen. Die finnische Dirigentin Susanna Mälkki sieht im fast uferlosen Orchesterrepertoire "eine riesige Schatzkammer". Diese drei Werke sind darin besonders schillernde Schmuckstücke.


22:30 Blues'n'Roots (30 Min.)
Blue Notes in vielen Farben
Am Mikrofon: Dagmar Fulle


23:00 - 24:00 Doppelkopf (60 Min.)
Am Tisch mit einem Überraschungsgast

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Samstag, 10. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Arthur Seymour Sullivan: Violoncellokonzert D-Dur (Martin Ostertag, Violoncello; Rundfunkorchester des Südwestfunks: Klaus Arp); Franz Liszt: "Liebesträume" (Fabio Martino, Klavier); Franz Xaver Schnizer: "Semiramis", Auszüge (Annette Ruoff, Sopran; Birgit Huber, Alt; Hans-Jürgen Schöpflin, Tenor; Daniel Kaleta, Bass; Camerata vocalis der Universität Tübingen; SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Alexander Sumski); Johann Martin Friedrich Nisle: Quintett C-Dur, op. 26 (Consortium Classicum); Béla Bartók: Klavierkonzert Nr. 2 (Géza Anda, Klavier; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR: Hans Müller-Kray)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Albert Heinrich Zabel: Harfenkonzert c-Moll, op. 35 (Emmanuel Ceysson, Harfe; Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Hannu Lintu); Barbara Strozzi: "L'amante modesto", op. 1 (Capella Mediterranea: Leonardo García Alarcón); Igor Strawinsky: "Apollon musagète", Ballett (Orchestre de Chambre de Lausanne: Joshua Weilerstein); Sergej Rachmaninow: Sechs Stücke, op. 11 (Piano-Duo Tal & Groethuysen); Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 3 C-Dur (Berliner Philharmoniker: Simon Rattle)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: "Regina coeli", KV 127 (Barbara Bonney, Sopran; Arnold Schoenberg Chor; Concentus Musicus: Nikolaus Harnoncourt); Charles Gounod: Streichquartett Nr. 3 F-Dur (Quatuor Cambini-Paris); Sergej Prokofjew: Sinfonie Nr. 1 D-Dur - "Symphonie classique" (New York Philharmonic: Leonard Bernstein)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Jean Sibelius: "Suite Champêtre", op. 98 b (Budapest Strings: Károly Botvay); Gioacchino Rossini: "Valse anti-dansante" (Stefan Irmer, Klavier); Valborg Aulin: "Tableaux Parisiens", op. 15 (Göteborger Sinfoniker: Johannes Gustavsson); Claude Debussy: Klaviertrio Nr. 1 G-Dur (Trio Fontenay); Johann Baptist Vanhal: Sinfonie D-Dur (Toronto Camerata: Kevin Mallon); Johann Sebastian Bach: Aus Französische Suite Nr. 6 E-Dur, BWV 817 (Murray Perahia, Klavier)


06:00 Musik am Morgen (210 Min.)

Musik aus Barock, Klassik und Romantik - zum Genießen und Entspannen.
06:30 Zuspruch
08:00 Nachrichten
Unser Musikprogramm:
(eine Auswahl)
•Vivaldi: Concerto a-Moll RV 522 (Café Zimmermann)
•Schubert: Ungarische Melodie h-Moll D 817 (Olga Scheps, Klavier)
•Weber: Ouvertüre zur Oper "Euryanthe" (hr-Sinfonieorchester / Paavo Järvi)
- - - - - ZUSPRUCH - - - - -
•Mozart: Motette "Exsultate, jubilate" KV 165 (Robin Johannsen, Sopran / Orchestra Ghislieri / Giulio Prandi)
•Quantz: Flötenkonzert d-Moll (Frank Theuns, Traversflöte / Les Buffardins)
•Donizetti: 10. Streichquartett g-Moll (The Revolutionary Drawing Room)
•Albinoni: Adagio g-Moll, bearbeitet für Trompete und Orgel (Håkan Hardenberger / Simon Preston)
•Gutmann: Nocturne As-Dur op. 8 Nr. 1 (Cyprien Katsaris, Klavier)
•Tartini: Violinsonate g-Moll "Teufelstriller" (Nicola Benedetti / Christian Curnyn, Cembalo)
•Saint-Saëns: Vocalise "Le rossignol et la rose" (Edita Gruberova, Sopran / Tokyo Philharmonic Orchestra / Friedrich Haider)
•Myslivecek: 4. Sinfonie D-Dur (L'Orfeo Barockorchester / Michi Gaigg)
- - - - - NACHRICHTEN - - - - -
•Beethoven: 2. Violinromanze F-Dur op. 50 (Sarah Chang / Berliner Philharmoniker / Plácido Domingo)
•Puccini: Preludio sinfonico A-Dur op. 1 (Sinfonieorchester des WDR / Andris Nelsons)
•Bach: 3. Partita für Klavier a-Moll BWV 827 (Glenn Gould)
•Berlioz: "La chasse royale et orage" aus der Oper "Les Troyens" (SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg / Sylvain Cambreling)
•Telemann: Konzert für drei Trompeten, Streicher und Basso continuo D-Dur TWV 54 (Reinhold Friedrich, Jeroen Berwaerts und Felix Wilde / Cappella Istropolitana / Holger Speck)
•Sibelius: Karelia-Suite op. 11 (hr-Sinfonieorchester / Sakari Oramo)
•Scarlatti: Klaviersonate G-Dur K 13 (Yundi Li)
•Rossini: "Wilhelm Tell" - Ballettmusik (London Symphony Orchestra / Richard Bonynge)
•Fauré: Après un rêve, bearbeitet für Singstimme und Orchester (Olga Peretyatko, Sopran / Sinfonieorchester Basel / Ivor Bolton)


09:30 hr2-kultur - kompakt (30 Min.)

Aktuelle Kulturthemen und Hintergründe aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.


10:00 Treffpunkt hr-Sinfonieorchester (120 Min.)
Moderation: Christoph Werkhausen

Mit aktuellen und historischen Aufnahmen des hr-Sinfonieorchesters.
Lebrun: 1. Oboenkonzert d-Moll (François Leleux)
Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 467 (Lars Vogt / Paavo Järvi)
Sibelius: 2. Sinfonie D-Dur op. 43 (Herbert Blomstedt)


12:00 Hörbuchzeit (60 Min.)

In der Hörbuchzeit stellen wir Ihnen jede Woche Neuerscheinungen und Klassiker des Hörbuchmarkts im Gespräch vor.


13:00 Hörbar (60 Min.)

Musik grenzenlos und global - Chanson, Folk, Jazz, Singer/Songwriter, Klassik oder Filmmusik - hier ist alles möglich


14:00 Archivschätze (60 Min.)
Das Beste aus (fast) 100 Jahren Radio


15:00 Musikland Hessen (180 Min.)

Aktuelle Berichte, Konzertmitschnitte und Hintergründe aus dem hessischen Musikleben.


17:00 Nachrichten


18:00 Literaturland Hessen (60 Min.)

Wir sind da, wo etwas los ist: Diskussionen, Gespräche, öffentliche Veranstaltungen.


19:00 Live Jazz (60 Min.)

Konzerte, die es (noch) nicht oder nie auf Platte gibt.


20:00 "Il Trittico" von Giacomo Puccini aus Wien (180 Min.)

Ein tödliches Eifersuchtsdrama im Arbeitermilieu, ein Selbstmord im Kloster mit mystisch-verklärter Quasi-Himmelfahrt und eine spitzbübische Erbschleicherkomödie - Puccini hat mit seinem "Trittico" drei denkbar disparate Einakter in einen Abend gepackt.

Il tabarro
Michele - Michael Volle
Giorgetta - Anja Kampe
Luigi - Joshua Guerrero
Tinca - Andrea Giovannini
Talpa - Dan Paul Dumitrescu
Frugola - Monika Bohinec
Liedverkäufer - Katleho Mokhoabane
Liebespärchen - Florina Ilie, Ted Black
Suor Angelica
Angelica - Eleonora Buratto
Fürstin - Michaela Schuster
Äbtissin - Monika Bohinec
Lehrmeisterin - Patricia Nolz
Schwester Eiferin - Daria Sushkova
Schwester Pflegerin - Isabel Signoret
Genoveva - Florina Ilie
Almosensucherinnen - Anna Bondarenko, Anna Yasiutina
Novizin - Antigoni Chalkia
Laienschwestern - Svenja Kallweit, Arina Holecek
Gianni Schicchi
Gianni Schicchi - Ambrogio Maestri
Lauretta - Serena Sáenz
Rinuccio - Bogdan Volkov
Zita - Michaela Schuster
Gherardo - Andrea Giovannini
Nella - Anna Bondarenko
Gherardino - Moritz Israiloff
Betto di Signa - Clemens Unterreiner
Simone - Dan Paul Dumitrescu
Ciesca - Daria Sushkova
Spinelloccio - Hans-Peter Kammerer
Amantio di Nicolao - Simonas Strazdas
Pinellino - Konrad Huber
Guccio - Jaroslav Pehal
Chor und Orchester der Wiener Staatsoper
Leitung: Philippe Jordan
(Aufnahme vom 7. Oktober 2023 aus der Staatsoper)

"Wie ich sie hasse, diese drei Opern! Das können Sie sich gar nicht vorstellen - aber nicht durch meine Schuld!". Worauf Puccini hier anspielt, ist die bald schon nach der Uraufführung einsetzende Praxis, seine drei Einakter auch einzeln zu präsentieren, womit er keineswegs einverstanden war. Schon bei der Premiere 1918 in der New Yorker "Met" gefiel vor allem der gutgelaunte "Gianni Schicchi" am Ende. Eine Tendenz, die sich fortsetzen sollte, und so war insbesondere die "Suor Angelica" immer weniger zu erleben - das Stück, das der Komponist für das beste hielt. Der Einakter hatte sich zwar sowohl in Italien wie auch im übrigen Europa schon seit längerem etabliert, die Zusammenstellung von drei Werken aber war in dieser Form in der Operngeschichte bislang ohne Vorbild. Dabei ist ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen den drei Stücken schwer auszumachen: schon allein zeitlich ist es eine Reise von Puccinis Gegenwart bis zurück ins hohe Mittelalter. Und so sind es wohl gerade die Kontraste, die ästhetischen Extreme, die hier auf die Bühne gestellt werden sollen: das Verismo-nahe handfeste Drama trifft auf die sakral-überhöhte Nonnengeschichte, beides in krassem Gegensatz zur bitterbös-gewitzten Komödie. Von Puccini mit jeweils passender und entsprechend divergenter Musik versehen. Die erste Inszenierung von Tatjana Gürbaca für die Wiener Staatsoper konnte auf eine vorzügliche Besetzung zurückgreifen, allen voran der Wagner-erprobte Michael Volle als mordender Schiffer Michele und der Buffo-Routinier Ambrogio Maestri in einer seiner Paraderollen als Gianni Schicchi. Am Pult stand mit Philippe Jordan der Musikdirektor der Oper, ein eifriger Befürworter der Gesamtaufführung des Dreiakters in eben der vorgeschriebenen Reihenfolge - und dementsprechend hoch erfreut, dass nach über 40 Jahren in Wien endlich wieder einmal das komplette "Trittico" zu hören und zu sehen war.


The Artist's Corner
23:00 - 24:00 Juan Bermúdez: Kartoffgraphien (60 Min.)
hr 2024
40 Min.

Von den über 3500 verschiedenen Kartoffelarten weltweit werden in Deutschland derzeit etwa 210 Sorten angebaut. Die aus den Anden Südamerikas stammende Knolle begriff man dort als eine Schöpfung der Götter und Dämonen. Und hierzulande gehört sie - seit Friedrich der Große den Anbau auf den Feldern forderte und förderte - zu den beliebtesten Nahrungsmitteln. In seinem Hörstück "Kartoffgraphien" zeichnet der kolumbianische Klangkünstler Juan Bermúdez (*1994), der seit einigen Jahren im Rhein-Main-Gebiet lebt, Wege und Arten der Kartoffeln nach; nutzt ihre so verschiedenen Formen als architektonische Klangräume, in denen Gesänge von Ernteritualen in den Anden und Fragmente aus Kompositionen Friedrich des Großen gemeinsam resonieren. "Kartoffgraphien" feiert Vielfalt, vereint unterschiedliche Kulturen in einem einzigen Gesang und sagt Danke: Danke an die Kartoffel.

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Sonntag, 11. Februar 2024


00:00 Nachrichten und Wetter (3 Min.)


00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I) (117 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Claude Debussy: "Prélude à l'après-midi d'un faune" (hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff); Paul Hindemith: "Trauermusik" (Antoine Tamestit, Viola; hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi); Alma Maria Mahler-Werfel: "In meines Vaters Garten" (Lan Rao, Sopran; Micaela Gelius, Klavier); Anton Webern: Langsamer Satz (hr-Sinfonieorchester: Paavo Järvi); Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 8 Es-Dur - "Sinfonie der Tausend" (Faye Robinson, Teresa Cahill, Hildegard Reichele, Sopran; Livia Budai, Jane Henschel, Alt; Kenneth Riegel, Tenor; Hermann Prey, Bariton; Harald Stamm, Bass; Chor des Bayerischen Rundfunks; hr-Sinfonieorchester: Eliahu Inbal)


02:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II) (117 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Darius Milhaud: "Le boeuf sur le toit", op. 58 (Orchestre National de France: Leonard Bernstein); Johann Sebastian Bach: Partita a-Moll, BWV 827 (Richard Goode, Klavier); Georg Friedrich Händel: "Giulio Cesare in Egitto", Arie des Giulio Cesare aus dem 1. Akt (Andreas Scholl, Countertenor; Akademie für Alte Musik Berlin); Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur, op. 59, Nr. 1 - "Rasumowsky-Quartett Nr. 1" (Quartetto di Cremona); Robert Schumann: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur - "Rheinische" (Schwedisches Kammerorchester: Thomas Dausgaard)


04:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Es-Dur, KV 132 (Sinfonietta des Dänischen Rundfunks: Adam Fischer); Franz Schubert: Sonate a-Moll, D 784 (Lucas Debargue, Klavier); Maurice Ravel: "Le tombeau de Couperin" (London Symphony Orchestra: Claudio Abbado)


05:00 Nachrichten, Wetter (3 Min.)


05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV) (57 Min.)

Mit den großen Orchestern der Welt, bedeutenden Dirigenten und Solisten durch die Nacht Paul Peuerl: Suite Nr. 6 (Armonico Tributo); Charles Avison: Konzert A-Dur, op. 6, Nr. 12 (Avison Ensemble: Pavlo Beznosiuk); Henri Herz: Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll (Tasmanian Symphony Orchestra, Klavier und Leitung: Howard Shelley); Jenö Hubay: Violinkonzert Nr. 1 a-Moll - "Concerto dramatique" (Chloë Hanslip, Violine; Bournemouth Symphony Orchestra: Andrew Mogrelia); Friedrich Kuhlau: "Die Zauberharfe", Ouvertüre (Sinfonieorchester des Dänischen Rundfunks: Michael Schønwandt); Louise Farrenc: Klaviertrio, Finale, op. 12 (Abegg Trio)


06:00 Geistliche Musik (90 Min.)
Moderation: Meinolf Bunsmann

Unter anderem mit der Bachkantate BWV 22 "Jesus nahm zu sich die Zwölfe"
•Gletle: Motette "Benedic anima mea" für Singstimme, Instrumente und Basso continuo (Musica Fiorita / Daniela Dolci)
•Mozart: Kirchensonate C-Dur KV 328 (Daniel Chorzempa, Orgel / Deutsche Bachsolisten)
•Kraus: Miserere c-Moll (Annemei Blessing-Leyhausen, Sopran / Carmen Schüller, Alt / Paul Gerhard Adam, Countertenor / Julian Prégardien, Tenor / Ekkehard Abele, Bass / Deutscher Kammerchor / La Stagione Frankfurt / Michael Schneider)
•Lampel: "Ma tovu" aus "Kol Sch'muel. Synagogengesänge für Kantor und gemischten Chor mit und ohne Begleitung der Orgel" (Kantor Assaf Levitin, Bassbariton / Ivo Mrvelj, Orgel / Leipziger Synagogalchor / Philipp Goldmann)
•Reger: Präludium und Fuge h-Moll op. 56 Nr. 5 (Bernhard Buttmann, Orgel)
Etwa ab 7:10 Uhr:
•Bach: Kantate BWV 22 "Jesus nahm zu sich die Zwölfe" (Stefan Kahle, Altus / Patrick Grahl, Tenor / Matthias Weichert, Bass / Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester / Georg Christoph Biller)


07:30 Morgenfeier (30 Min.)


08:00 Lauschinsel (60 Min.)
Sendungstitel


09:00 Am Sonntagmorgen (150 Min.)
Mit dem Interessantesten der Woche und viel Musik


Camino
11:30 Nachgefragt - Das aktuelle Gespräch (30 Min.)

Welt der Kirchen und Religionen ist in Bewegung. Kirchenvertreter sorgen für Schlagzeilen, die Globalisierung schafft Begegnungen und Konflikte zwischen den Religionen. Auch Kirchenferne lässt das Thema Religion nicht kalt. Hinter den Schlagzeilen stehen oft tiefer gehende Fragen und Entwicklungen. Alle zwei Monate greift die hr-Kirchenredaktion deshalb ein aktuelles Thema auf und fragt genauer nach. Wir nehmen uns Zeit, mit einem Experten oder einer Expertin in Ruhe die Fragen zu stellen, die in der Kurzatmigkeit der Aktualität leicht untergehen. Nachgefragt liefert Hintergründe und Orientierung. Das aktuelle Gespräch führen die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister.


12:00 Literaturland Hessen (60 Min.)

Wir sind da, wo etwas los ist: Diskussionen, Gespräche, öffentliche Veranstaltungen.


13:00 Kaisers Klänge - Musikalische Entdeckungsreisen (60 Min.)
Rhapsody & Co. - Klassik meets Jazz

Vor 100 Jahren schreibt George Gershwin die "Rhapsody In Blue". Sie ist wie ein Startschuss. Danach entsteht immer mehr Musik, die Klassik und Jazz miteinander verbindet. Kurt Weill besetzt die "Dreigroschenoper" mit einer Jazzband. Strawinsky und Schostakowitsch schreiben gleich fürs große Jazzorchester. Und schon von Debussy gibt es frühe Ragtimes. Kaisers Klänge sind dabei, wenn Klassik und Jazz in lustvollen Sessions aufeinandertreffen.


14:00 Menschen und ihre Musik (120 Min.)

Von Bach bis Beatles, ausgewählt und präsentiert von prominenten Gästen. Die erste vom Taschengeld gekaufte Platte, ein unvergessliches Konzert-Erlebnis oder eine persönliche Begegnung: Wenn unsere Gäste im Studio "ihre" Musik präsentieren, dann dürfen sie ins Plaudern kommen. Jeden Sonntag zum Kaffee.


16:00 Klassikzeit mit dem hr-Sinfonieorchester (120 Min.)

Ausgewählte Aufnahmen mit dem hr-Sinfonieorchester
•Telemann: Flötenkonzert D-Dur TWV 51:D1 (Sebastian Wittiber / Richard Egarr)
•Chausson: Poème (Emmanuel Tjeknavorian, Violine / Alain Altinoglu)
•Haydn: Sinfonie Nr. 100 G-Dur "Militär-Sinfonie" (Jean-Christophe Spinosi)
•Brahms: 1. Klavierkonzert d-Moll op. 15 (Lise de la Salle / Andrés Orozco-Estrada)
•Dvorák: Bläserserenade d-Moll op. 44, zwei Sätze (Christopher Hogwood)


Feature
18:00 Welcome Home Dr. Marco (60 Min.)
Identitätssuche zwischen Karl-Marx-Stadt und Kenia
Ute Lieschke

Marco wächst als eines der wenigen schwarzen Kinder in Karl-Marx-Stadt auf. Es fehlt ihm an nichts: Er wird geliebt, hat eine Mutter, einen Stiefvater und Geschwister. Wären da nicht die gelegentlichen, abwertenden Kommentare über seine Hautfarbe. Nach seiner Geburt trafen die Ressentiments Marcos Mutter, später ihn. Eine konkrete Antwort auf die Frage "Wieso sehe ich eigentlich anders aus?", gab es vorerst nicht. Erst als Marcos Töchter, die eine weiß, die andere schwarz, Fragen stellen, macht er sich auf die Suche nach seiner Geschichte …


19:00 hr-Bigband (60 Min.)
Konzerte und Produktionen u.a.


20:00 Andreas Bauer Kanabas und Daniel Heide - Liederabend in Bensheim (120 Min.)

Die Kunstfreunde Bensheim veranstalten seit nunmehr 75 Jahren Konzerte in der Stadt an der Bergstraße. Die Konzertreihe im Bensheimer Parktheater ist eine der traditionsreichsten in Hessen und hat sich hohes Renommee in der Region und weit über sie hinaus erworben. In der Jubiläumssaison war im vergangenen Herbst der Bass Andreas Bauer Kanabas mit Liedern von Johannes Brahms und Robert Schumann in Bensheim zu Gast.

Andreas Bauer Kanabas, Bass
Daniel Heide, Klavier
Brahms: Vier ernste Gesänge op. 121
Brahms: Fünf Lieder op. 94
Schumann: Dichterliebe op. 48
(Aufnahme vom 21. Oktober 2023 aus dem Parktheater)

Als Opernsänger hat Andreas Bauer Kanabas mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Claudio Abbado und Simon Rattle zusammengearbeitet. Seit 2013 ist er Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Mit ihm gemeinsam musiziert der Pianist und hochkonzentrierte Liedbegleiter Daniel Heide.


Hörspiel-Premiere
22:00 - 24:00 Kriminal-Akte 15: Der gestiefelte Kater (120 Min.)
Hochemotionales Staffel-Finale: Werden die Brüder Grimm auf eine Südsee-Insel auswandern?

Grimm nur als die berühmten Märchensammler, doch wer weiß schon, dass sich hinter ihrer Sammlung grausame Geheimnisse verstecken… Die Grimms leben in einer bewegten Zeit. In Kassel regiert seit 1807 Jérôme Bonaparte als König von Westphalen. Jacob Grimm wird sein Privatbibliothekar und arbeitet mit seinem Bruder Wilhelm an einer deutschen Märchensammlung. In Paris wird gleichzeitig der Grundstein für die moderne Kriminalistik gelegt - eine wichtige Rolle spielt hier der ehemalige Dieb und Betrüger Eugène François Vidocq. Was wäre, wenn die Grimms mit ihrer besonderen Beobachtungsgabe und Vidocq mit seinem Insider-Wissen im französisch besetzten Kassel zusammengetroffen wären und hier erste Ansätze klassischer Detektivarbeit entwickelt hätten? Das konnten und können Sie in den bisherigen Folgen 1-10 hören, die online in der Audiothek zur Verfügung stehen.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
hr2 - Programminformationen
6. Woche - 05.02. bis 11.02.2024
Hessischer Rundfunk
60222 Frankfurt am Main
Tel. 069/155-1, Fax: 069/155-290
Internet: www.hr-online.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 26. Januar 2024

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