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RADIO - MDR KULTUR/1316: Woche vom 28.01. bis 03.02.2023


Radioprogramm MDR KULTUR – Das Radio – 5. Woche vom 28.01. bis 03.02.2023


Samstag, 28. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Nachrichten
* 00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 – "Italienische"
(SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Roger Norrington)
* Richard Strauss: "Till Eulenspiegels lustige Streiche", op. 28
(SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: François-Xavier Roth)
* Ludwig van Beethoven: Klaviertrio D-Dur, op. 70, Nr. 1 – "Geister-Trio"
(Oberon Trio)
* Ralph Vaughan Williams: "Bucolic Suite"
(Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Karl-Heinz Steffens)
* Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 1 C-Dur, BWV 1066
(Balthasar-Neumann-Ensemble: Thomas Hengelbrock)

* 02:00 Nachrichten, Wetter
* 02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Bernhard Crusell: Klarinettenkonzert Nr. 2 f-Moll, op. 5
(Schwedisches Kammerorchester Örebro, Klarinette und Leitung: Michael Collins)
* Marc-Antoine Charpentier: Missa "Assumpta est Maria"
(Les Arts Florissants: William Christie)
* Jean-Louis Duport: Violoncellokonzert Nr. 5 D-Dur
(Hofkapelle Weimar, Violoncello und Leitung: Peter Hörr)
* Robert Schumann: "Fantasiestücke", op. 88
(Hyperion-Trio)
* Henriette Renie: Harfenkonzert c-Moll
(Emmanuel Ceysson, Harfe; Orchestre régional Avignon-Provence: Samuel Jean)

* 04:00 Nachrichten, Wetter
* 04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Lili Boulanger: "D'un soir triste"
(The Women's Philharmonic: Jo Ann Falletta)
* Ludwig van Beethoven: Sonate E-Dur, op. 109
(Igor Levit, Klavier)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 85 B-Dur – "La Reine"
(Le Concert de la Loge: Julien Chauvin)

* 05:00 Nachrichten, Wetter
* 05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* George Gershwin: Prélude Nr. 1
(Andreas Ottensamer, Klarinette; Philharmonisches Orchester Rotterdam: Yannick Nézet-Séguin)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert h-Moll, RV 389
(Giuliano Carmignola, Violine; Venice Baroque Orchestra: Andrea Marcon)
* Francis Poulenc: Suite française d'après Claude Gervaise
(Orchestre National de France)
* Jean Sibelius: Drei Humoresken
(Vilde Frang, Violine; WDR Sinfonieorchester Köln: Thomas Søndergård)
* Georg Friedrich Händel: Concerto grosso B-Dur, op. 3, Nr. 2
(Christian Moreaux, Jean-Philippe Thiebaut, Oboe; Alice Pierot, Nicolas Mazzoleni, Violine; Marion Middeway, Marion Middenway, Violoncello; Les Musiciens du Louvre: Marc Minkowski)
* Antonín Dvorák: Legende cis-Moll, op. 59, Nr. 6
(Budapest Festival Orchestra: Iván Fischer)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Eine Mutter kämpft (35 Min.)
Irmgard Litten und ihr Sohn im KZ / von Lorenz Hoffmann und Tobias Barth

In "Babylon Berlin" taucht die Figur des linken Anwalts Hans Litten auf – damit würdigt die Serie einen Mann, den es wirklich gegeben hat und dessen Schicksal bis heute berührt. Dass er 1906 in Halle geboren ist, daran gemahnt am Geburtshaus eine Gedenktafel, von der Straße aus ist sie kaum zu lesen weil ein Zaun davor vom Efeu überwuchert ist. Und falsch ist sie auch noch, weil sie aus DDR-Zeiten stammt und aus Littens tragischem Selbstmord im KZ Dachau 1938 einen Mord macht. Berühmt wurde der Jurist, als er am 8. Mai 1931 Hitler in den Zeugenstand zitierte, im Edenpalast-Prozess, um zu belegen, dass der Überfall auf das Tanzlokal Eden in Berlin von der NS-Parteiführung organisiert und inhaltlich mitgetragen wurde, dass es sich folglich bei der NSDAP nicht um eine demokratische, legitime und sich im Rahmen des Legalen bewegende Partei handelte. Nach der Machtübertragung an die Nazis im Januar vor 90 Jahren war Hans Litten einer der ersten, die verhaftet wurden. Seine Mutter Irmgard – eigentlich eine unpolitische Frau – versuchte auf vielen Wegen, ihren Sohn zu befreien oder wenigstens seine Haftbedingungen zu erleichtern. Vergeblich. Hans Litten musste Folter erleiden und nahm sich im Februar 1938 völlig resigniert das Leben. Irmgard Litten ging ins Exil und schrieb das Buch "Eine Mutter kämpft" – eine hochspannende Geschichte – nicht nur historisch.

Regie: Lorenz Hoffmann und Tobias Barth
Mitwirkende:
Petra Hartung
Hans Henrik Wöhler
Lutz Harder


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (85 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


11:00 MDR KULTUR trifft (60 Min.)
MDR KULTUR trifft – Menschen von hier

Unsere Gäste fühlen sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (120 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


16:00 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)
Eine Sendung von Jan Kubon

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik.


16:30 MDR KULTUR am Nachmittag (90 Min.)
Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


18:00 MDR KULTUR Unter Büchern (60 Min.)

Die wöchentliche Literartursendung soll informieren, unterhalten, anregen. Eine Mischung aus Aktualität und Anregung: ein aktuelles Buchmarktthema der Woche wird anhand eines Gesprächs dargestellt, dazu drei oder vier Beiträge in einem Mix aus Literaturtipp und Blick auf wichtige Neuerscheinungen.


19:00 MDR KULTUR Diskurs (30 Min.)
Philosophie, Religion, Kulturgeschichte

Gespräche mit führenden deutschsprachigen Intellektuellen über die essentiellen Fragen unserer Zeit. Das Themenspektrum reicht von Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, über Kulturgeschichte bis hin zu Naturwissenschaften und Lebenshilfe.


19:30 MDR KULTUR Jazz Lounge (30 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Opernmagazin (60 Min.)

Spannende Musiktheater-Produktionen aus den Häusern in Mitteldeutschland, interessante Künstler und ihre Neuerscheinungen, sowie alles was in der Welt der Oper und Operette wichtig ist.


21:00 MDR KULTUR Hoffmeisters Empfehlungen – Fischers Empfehlungen (60 Min.)

Jede Woche stellen Martin Hoffmeister und Claus Fischer im Programm von MDR KULTUR und MDR Klassik neue Aufnahmen vor, hellen Hintergründe auf, sprechen mit Künstlern und anderen Branchenprofis, kommentieren Nachrichten und werfen Blicke zurück auf die Geschichte klassischer Tonträger.


22:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Sonntag, 29. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Antonín Dvorák: Serenade d-Moll, op. 44
(hr-Sinfonieorchester: Christopher Hogwood)
* Franz Schubert: Rondo h-Moll, D 895
(Itamar Zorman, Violine; Kwan Yi, Klavier)
* Hector Berlioz: Aus "Roméo et Juliette", op. 17
(hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff)
* Franz Danzi: Sinfonia concertante Es-Dur
(Mitglieder des Aulos-Quintett; hr-Sinfonieorchester: Jun Märkl)
* Ignacy Jan Paderewski: Klavierkonzert a-Moll, op. 17
(Ewa Kupiec, Klavier; hr-Sinfonieorchester: Hugh Wolff)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 72 D-Dur
(Bamberger Symphoniker: Jonathan Nott)
* Leos Janácek: Sonate
(Tamsin Waley-Cohen, Violine; Huw Watkins, Klavier)
* Dimitri Kabalewski: Violoncellokonzert Nr. 2 C-Dur, op. 77
(Mischa Meyer, Violoncello; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Hannu Lintu)
* Wilhelm Stenhammar: Streichquartett Nr. 5 C-Dur, op. 29
(Oslo String Quartet)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie A-Dur, KV 201
(The English Concert: Trevor Pinnock)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Gabriel Dupont: "Jour d'été"
(Orchestre Philharmonique Royal de Liège: Patrick Davin)
* Ludwig van Beethoven: Sonate f-Moll, op. 2, Nr. 1
(Ronald Brautigam, Hammerklavier)
* Michael Haydn: Symphonie Nr. 31 F-Dur, P 22
(Czech Chamber Philharmonic Orchestra Pardubice: Patrick Gallois)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Michail Glinka: Rondino brillante C-Dur über ein Thema aus "I Capuleti e i Montecchi" von Bellini
(Vladimir Stoupel, Klavier)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade B-Dur, Largo – Molto allegro, KV 361
(Bläsersolisten des Chamber Orchestra of Europe)
* Claude Debussy: "Petite Suite"
(Orchestre National de Lyon: Jun Märkl)
* Fanny Hensel: Introduction und Capriccio h-Moll, H 349
(Martina Frezzotti, Klavier)
* Vaclav Pichl: Sinfonie B-Dur, op. 1, Nr. 5
(London Mozart Players: Matthias Bamert)
* Franz Benda: Flötenkonzert e-Moll, Presto
(Konrad Hünteler, Flöte; Camerata of the 18th Century)


06:00 MDR KULTUR am Sonntagmorgen (240 Min.)

Die Kantate um 6.30 Uhr, das Wort zum Tage, der Stichtag, sowie Beiträge aus Religion und Gesellschaft.

4. So. nach Epiphanias
Bach-Kantate:
Johann Sebastian Bach
Ich steh mit einem Fuß im Grabe BWV 156
Rachel Nicholls, Sopran, Robin Blaze, Alt, Gerd Türk, Tenor, Peter Kooij, Bass
Bach Collegium Japan
Masaaki Suzuki
BIS
BIS-SACD 1891
LC 03240


10:00 Gottesdienst (60 Min.)

Liveübertragung aus den Kirchen unserer Region.


11:00 MDR KULTUR Sonntagsraten (60 Min.)
Radioquiz von und mit Axel Thielmann

Anregende Unterhaltung rund um drei interessante Rätselfragen.


12:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


13:00 MDR KULTUR am Sonntagnachmittag (360 Min.)

Mit aktuellen Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Natur und Wissenschaft, außerdem "Das schöne Buch". Mit den Sendungen: Diskurs um 15:05 Uhr, um 17:05 Uhr MDR KULTUR Spezial Musik und um 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft.


19:00 MDR KULTUR Chormagazin (30 Min.)

Neue Produktionen verschiedener Chöre und Vokalensembles – vorwiegend aus dem mitteldeutschen Raum – außerdem Reportagen von internationalen Chorfestivals und Interviews mit Dirigenten, Komponisten und Festivalleitern.


19:30 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)
Leipzig – Brno / LIVE aus dem Leipziger Gewandhaus

* Bohuslav Martinu: "Thunderbolt", Scherzo für Orchester * Leos Janacek: "Taras Bulba", Rhapsodie für Orchester * Philip Glass: Sinfonie Nr. 12 "Lodger" für großes Orchester, Gesang und Orgel Angélique Kidjo, Gesang Christian Schmitt, Orgel Filharmonie Brno Leitung: Dennis Russell Davies Ausstrahlung in stereo und surround


22:00 MDR KULTUR Orgelmagazin (30 Min.)

Berichte aus der weltweit einmaligen Orgellandschaft Mitteldeutschlands, Gespräche mit Menschen, die für die Orgel leben und Musik, die die schönsten Orgeln aus der Region erklingen lässt.


22:30 MDR KULTUR Nachtmusik (90 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Montag, 30. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Joseph Haydn: Violoncellokonzert D-Dur, Hob. VIIb/2
(Thomas Demenga, Violoncello; MDR-Sinfonieorchester: Dennis Russell Davies)
* Johann Sebastian Bach: "Komm, Jesu, komm", BWV 229
(MDR Rundfunkchor: Florian Helgath)
* Richard Strauss: "Metamorphosen", AV 142
(Sächsische Staatskapelle Dresden: Christian Thielemann)
* Robert Schumann: Streichquartett a-Moll, op. 41, Nr. 1
(Gewandhaus-Quartett)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Cembalokonzert d-Moll, Wq 23
(Michael Rische, Klavier; Leipziger Kammerorchester: Morten Schuldt-Jensen)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Igor Strawinsky: "L'oiseau de feu", Ballett-Suite
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)
* Luigi Boccherini: Streichtrio E-Dur, op. 34, Nr. 6
(La Ritirata)
* Hector Berlioz: "Cléopâtre"
(Urszula Kryger, Sopran; hr-Sinfonieorchester: Eiji Oue)
* John Dowland: "Lachrimae or Seven tears"
(Musica Antiqua Köln: Reinhard Goebel)
* Richard Strauss: Hornkonzert Nr. 1 Es-Dur, op. 11
(Andrew Joy, Horn; Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Wolf-Dieter Hauschild)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Giuseppe Verdi: "Don Carlos", Le ballet de la Reine aus dem 3. Akt
(Bournemouth Symphony Orchestra: José Serebrier)
* Joseph Haydn: Streichquartett G-Dur, op. 76, Nr. 1
(Quatuor Modigliani)
* Johann David Heinichen: Konzert F-Dur, Seibel 235
(Musica Antiqua Köln: Reinhard Goebel)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Francesco Maria Veracini: Ouvertüre Nr. 6 g-Moll
(L'Arte dell'Arco: Federico Guglielmo)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett g-Moll, Allegro, KV 516
(Antoine Tamestit, Viola; Quatuor Ebène)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie C-Dur, Wq 182, Nr. 3
(Ensemble Parlando: Rainer Oster)
* Domenico Scarlatti: Sonate E-Dur, K 380
(Alexandre Tharaud, Klavier)
* Franz Schubert: Konzertstück D-Dur, D 345
(Gidon Kremer, Violine; Chamber Orchestra of Europe)
* Ludwig van Beethoven: Serenade D-Dur, Allegretto alla polacca, op. 8
(Wiener Streichtrio)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Folge 3 von 3) (35 Min.)
Von Alfred Döblin

Diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene Erzählung, beruht auf einer wahren Begebenheit. Alfred Döblin hatte den Fall recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margerete kennen. Die beiden Frauen fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr als ihn zu vergiften … Alfred Döblin, 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

Produktion: Patmos 2002 /Saga-Egmont-Verlag
Mitwirkende:
Dieter Mann


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 21 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe

Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial Musik (60 Min.)

Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen montags zwischen 18:05 und 19:00 Uhr Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor. Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson, Folk bis Elektronik.


19:00 Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord (Folge 3 von 3) (35 Min.)
Von Alfred Döblin

Diese, auf Anregung des Verlags "Die Schmiede" entstandene Erzählung, beruht auf einer wahren Begebenheit. Alfred Döblin hatte den Fall recherchiert und berichtet, ohne je den Geschehnissen eine psychologisch trivialisierende Interpretation aufzunötigen. Die lebenslustige Elli heiratet den ernsten Link. Die beiden werden nicht glücklich, sie erträgt seine Berührungen nicht, er will sie unterkriegen, sie körperlich verschlingen, schlägt sie. Elli lernt Margerete kennen. Die beiden Frauen fühlen sich leidenschaftlich zueinander hingezogen. Ellis Hass auf ihren brutalen Mann wächst, schließlich weiß sie keinen anderen Ausweg mehr als ihn zu vergiften … Alfred Döblin, 1878 als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war Nervenarzt in Berlin; dort begründete er auch die expressionistische Zeitschrift "Der Sturm" mit. 1933 emigrierte Döblin nach Paris, 1940 floh er nach Amerika und konvertierte zum Katholizismus. Nach dem Krieg kehrte er nach Deutschland zurück. Er war Herausgeber der Literaturzeitschrift "Das goldene Tor" (1946-1951) und Mitbegründer der Mainzer Akademie (1949). 1953 übersiedelte er wieder nach Paris. Er starb am 26. Juni 1957 in Emmendingen bei Freiburg.

Produktion: Patmos 2002 /Saga-Egmont-Verlag
Mitwirkende:
Dieter Mann


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (90 Min.)

Ausgewählte Livemitschnitte und populäre Konzerte mit Künstlern aus Rock, Pop, Folk und Jazz


21:30 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)
Eine Sendung von Jan Kubon

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik.


22:00 Haltestelle (40 Min.)
Von Rolf Schneider

(zum 1. Todestag von Dieter Mann am 3. Februar 2023)
Der Ort: Die Anlegestelle einer Schwaneninsel, die man in dreikommafünf Kilometer Fußmarsch umrunden kann; vorausgesetzt, es stehen nicht zwei Kilometer des Weges unter Wasser, wie der junge Mann, ein Biologiestudent, in Rolf Schneiders wortgewandtem Hörspiel behauptet. Gut möglich, dass er die wartende Krankenschwester, nur davon abbringen will, sich zu entfernen. Denn soeben ist der Ausflugsdampfer, der das Eiland mit der nächsten Stadt verbindet, an der Haltestelle vorbeigefahren. Leere Zeit, Zeit zum Plaudern. Nun gut, bald soll das nächste Schiff kommen. Aber was heißt schon bald, oder "demnächst". Denn "demnächst" wird es auch noch anfangen zu regnen, behauptet er. Einen Misanthropen, der sich in ungenauen Formulierungen gefällt – so etwas in der Art wittert die junge Frau in ihrem Zeitgenossen. Und über Stock und Stein führt die – wen wundert's – gut versteckte, aber kaum zu verhehlende Sympathie, die die beiden füreinander hegen. Bis dann, fast zu früh, sich doch das nächste Schiff nähert. "Haltestelle" ist eines der ersten Hörspiele, in denen Dieter Mann mitwirkte – und die erste gemeinsame Arbeit mit Jutta Hoffmann, beide damals im Alter von 27 Jahren. Es ist eine Erstsendung im Hörspielprogramm von MDR KULTUR.

* Dieter Mann
Dieter Mann (20. Juni 1941 in Berlin – 3. Februar 2022 ebenda) zählte zu den profiliertesten Darstellern seiner Generation. Nach einem Berufsabschluss als Dreher und dem Abitur an der Arbeiter-und Bauern-Fakultät studierte er an der Staatlichen Schauspielschule Berlin. Sein unverwechselbares Timbre gab unzähligen Figuren auf Bühne, Leinwand und im Hörspiel präzise Kontur. Ab 1990 fand er ein großes gesamtdeutsches Publikum. Seinem Berliner Stammhaus, dem Deutschen Theater, stand er von 1984 bis 1991 als Intendant vor. Er war einer der wenigen Theaterleiter, dem die Ensembles mit der Wende nicht das Vertrauen entzogen. Dieter Mann ging auch in den Hörfunk-Studios der ARD ein und aus. Für MDR KULTUR las er u.a. Hunderte Folgen der Sendereihe "Fundus", die Casanova-Biografie von Stefan Zweig (2013) und "Machwerk oder das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer" von Volker Braun (2010).

* Rolf Schneider
Rolf Schneider (* 17.04.1932 in Chemnitz) wuchs in Wernigerode auf. Seit Ende der 50er Jahre ist er als freier Schriftsteller tätig. 1976 war er einer der Erstunterzeichner der Biermann-Protestresolution. Schneider hat über 50 Hörspiele geschrieben, u.a. "Zwielicht" (Hörspielpreis der Kriegsblinden 1966). Zuletzt produzierte der MDR "Nach der Liebelei" (ORF/MDR 2006), "Besuch in Mechtshausen" (2012) und "Goethefrauen" (2020). (35 Min.)

Regie: Rolf Schneider
Produktion: Rundfunk der DDR 1968
Dieter Mann
Jutta Hoffmann


22:40 Fragmente von Liebesbriefen (35 Min.)
von Ireneusz Iredynski

Andrzej ist ein erfolgreicher, umschwärmter Schauspieler und Maria eine engagierte Ärztin. Vor 18 Jahren haben sie sich beim Studium kennengelernt; zwei Jahre hielt die Beziehung, dann gingen sie getrennte Wege. "Zwei Ehen später" nehmen sie einen Briefwechsel auf, treffen sich wieder, umkreisen sich in ihrer Sehnsucht nach Nähe, die von der Angst vorm Verlust lebt. Iredynski entwirft eine knappe, beeindruckende Skizze einer widerständigen, lebensdunklen Liebesgeschichte im Polen der späten 70er Jahre. Auch diese Produktion des Rundfunks der DDR, wiederum mit Jutta Hoffmann und Dieter Mann, senden wir erstmals bei MDR KULTUR. Ireneusz Iredynski, (*4.6.1939; † 9.12.1985) verfasste Lyrik, Prosa, Dramen, Hörspiele und Filmdrehbücher. Er zählt zu den kraftvollsten Autoren seiner Genration. Sein besonderes Interesse galt der Widerständigkeit des Menschen im Angesicht physischer und psychischer Gewalt.

Regie: Edith Schorn
Produktion: Rundfunk der DDR 1979
Mitwirkende:
Jutta Hoffmann – Maria
Dieter Mann – Andrzej


23:15 "Ich täusche nichts vor, vor allem nicht mir selber" (30 Min.)
Dieter Mann im Porträt / von Roland Schneider

Er war Plenzdorfs Edgar, Goethes Clavigo und Antonio, Shakespeares Ariel und Lear, Schillers Wallenstein und Lessings Nathan: Der Schauspieler Dieter Mann hat ein halbes Jahrhundert Theatergeschichte geschrieben. Von 1964 – 2006 gehörte er zum Ensemble des Deutschen Theater Berlin, war 1984 – 1991 dessen Intendant. Bis heute rühmen Zuschauer, Kritiker und Kollegen Dieter Manns unvergleichliche Wandelbarkeit auf der Bühne, die komödiantische Intelligenz, sein Beharren auf der Kraft und Präzision des gesprochenen Worts. Seine DT-Kollegin Inge Keller nennt ihn "präzise, entschieden, niemals fahrig". 2016 erschien im Aufbau Verlag unter dem Titel "Schöne Vorstellung" seine Autobiografie. Dieter Mann gibt Auskunft über Momente von Glück, Verstörung und Zorn in einem Beruf, dessen sprichwörtliche Flüchtigkeit auch enorme Möglichkeiten eröffnet. Produktion: RBB 2016


23:45 MDR KULTUR Nachtmusik (15 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

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Dienstag, 31. Januar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Carl Maria von Weber: "Oberon", Ouvertüre
(Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Ingo Metzmacher)
* Claudio Monteverdi: "Gloria in excelsis Deo"
(Capella Angelica; Lautten Compagney Berlin: Wolfgang Katschner)
* Johann Christian Bach: Sinfonie D-Dur, op. 18, Nr. 4
(Akademie für Alte Musik Berlin)
* Gustav Mahler: Klavierquartett a-Moll
(Berlin Piano Quartet)
* Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 d-Moll, WAB 103
(Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Kent Nagano)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* André-Ernest-Modeste Grétry: "Silvain", Ouvertüre
(Orchestre de Bretagne: Stefan Sanderling)
* Gabriel Fauré: Klavierquartett Nr. 1 c-Moll, op. 15
(Aperto Piano Quartett)
* Francisco Guerrero: "Missa de la Batalla Escoutez"
(The Sixteen: Harry Christophers)
* Louise Farrenc: Nonett Es-Dur, op. 38
(Mitglieder der NDR Radiophilharmonie)
* Camille Saint-Saëns: "La jeunesse d'Hercule", op. 50
(Wiener Symphoniker: Georges Prêtre)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Julius Röntgen: Suite "Alt-Niederlande"
(Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: David Porcelijn)
* Paul Hindemith: Sonate, op. 11, Nr. 4
(Antoine Tamestit, Viola; Markus Hadulla, Klavier)
* Luigi Boccherini: Symphonie d-Moll, op. 12, Nr. 4
(Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 40 F-Dur, Allegro
(The Academy of Ancient Music: Christopher Hogwood)
* Saverio Mercadante: Klarinettenkonzert Es-Dur, Allegro maestoso, op. 76
(Dieter Klöcker, Klarinette; Prager Kammerorchester: Milan Lajcik)
* Johann Strauß: "Hochzeitsreigen", op. 453
(Tschechoslowakische Staatsphilharmonie Kosice: Alfred Walter)
* Antonio Vivaldi: Konzert F-Dur, RV 544
(Maurizio Naddeo, Violoncello; Europa Galante, Violine und Leitung: Fabio Biondi)
* Gioacchino Rossini: Andante und Thema mit Variationen F-Dur
(Bläser des Budapest Festival Orchestra)
* Pablo de Sarasate: "L'esprit follet", op. 48
(Tianwa Yang, Violine; Orquesta Sinfónica de Navarra: Ernest Martinez Izquierdo)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Stationschef Fallmerayer (Folge 1 von 2) (35 Min.)
Von Joseph Roth

Der Beamte Fallmerayer arbeitet im österreichischen Niemandsland an einer winzigen Bahnstation, an welcher gewöhnlich kaum ein Zug einkehrt. Eines Tages ereignet sich auf seinem Streckenabschnitt aufgrund einer falsch gestellten Weiche ein Unfall und Fallmerayers große Schicksalsstunde schlägt. Er stellt der leicht verletzten Gräfin Walewska ein Zimmer zu Verfügung und entwickelt eine Besessenheit zu dieser Frau. Als der Krieg ausbricht schafft er es, in die Nähe von Kiew versetzt zu werden, wo die Gräfin ein Anwesen besitzt und wird erneut vorstellig bei ihr … Joseph Roth, 1894 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers im ostgalizisischen Brody geboren, studierte Philosophie und Literatur in Lemberg und Wien. 1930 erlebte er mit seinem Roman "Hiob" seinen ersten literarischen Erfolg. In den folgenden Romanen wie "Radetzkymarsch" oder "Die Kapuzinergruft" beschrieb er wehmütig und kritisch zugleich den Untergang seines K.u.K.-Österreichs und das Scheitern der österreichischen Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Roth nach Paris und starb dort 1939 von persönlichen Schicksalsschlägen und lebenslangem starkem Alkoholkonsum gezeichnet, in einem Pariser Armenhospital.

Produktion: Eulenspiegel Verlag 2011
Mitwirkende:
Dieter Mann


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk (Folge 22 von 22) (30 Min.)

Der Königsweg der Schwejkschen Verweigerung heißt nicht etwa Widerstand, sondern: Sabotage durch Übererfüllung. Pflichteifrig und von – scheinbar – unbedingtem Gehorsam, schafft Schwejk es immer wieder, die immanente Unmenschlichkeit der Herrschafts- und Befehlsverhältnisse seiner Zeit aufzudecken – ohne dies eigentlich zu wollen. Er enttarnt ihre Lächerlichkeit und Menschenfeindlichkeit nicht durch Kritik, sondern indem er versucht, sie mit stoischer Gelassenheit als genauso richtig, wertvoll und nützlich anzuerkennen, wie sie es von sich glauben machen wollen. Auf diesem Weg findet Schwejk neue Freunde oder bringt lächerliche Autoritäten zur Weißglut. Dabei hilft ihm auch sein unerschöpfliches Repertoire an Anekdoten. Jaroslav Hasek, 1883 in Prag geboren, lebte zumeist als freier Schriftsteller. Es heißt, er saß jeden Tag in der Kneipe, schrieb Satiren, die er bei Zeitungen ablieferte, um das Honorar gleich wieder zu vertrinken. Sein tiefes Verständnis für Denk- und Lebensweise der kleinen Leute hatte sich Hasek wohl im Selbststudium angeeignet, in den Kneipen, während eines Aufenthaltes im Irrenhaus und auch, als er einige Zeit quasi als Landstreicher durch Europa zog. Nach einem kurzen Zwischenspiel als bolschewistischer Kommissar kehrte er 1920 nach Prag zurück. Hier erschien 1921 einer der ersten Antikriegsromane überhaupt: "Der brave Soldat Schwejk". Er war als Fortsetzungsroman gedacht, aber zu Ende schreiben konnte Hasek den "Schwejk" nicht, er starb 1923 mit nur 39 Jahren an Tuberkulose, zusätzlich geschwächt durch langjährigen Alkoholkonsum. Wolfram Berger, geboren 1945 in Graz, absolvierte seine Ausbildung zum Schauspieler an der Grazer Hochschule für Musik und darstellende Kunst und nahm danach ein Engagement am Schauspielhaus Graz an. Nach Stationen an Theatern in Basel, Zürich, Stuttgart und Bochum wurde er freischaffender Künstler. Neben seiner Arbeit am Theater tritt Berger wiederholt in Kino- und Fernsehproduktionen auf. Der Schauspieler ist auch ein gefragter Sprecher und hat in zahlreichen Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen mitgewirkt. 1997 wurde Wolfram Berger mit dem Salzburger Stier, 2001 mit dem ORF-Hörspielpreis und 2008 wie auch 2010 mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Für die Lesezeit hat Wolfram Berger für MDR Kultur bereits den Roman "Ich habe den englischen König bedient" von Bohumil Hrabal (2004) eingelesen, außerdem "Abschiedswalzer" von Milan Kundera (2006) sowie Arnold Zweigs "Der Streit um den Sergeanten Grischa" (2014).

Regie: Wolfgang Rindfleisch
Bearbeitung: Heide Böwe
Produktion: MDR 2016
Mitwirkende:
Wolfram Berger


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Stationschef Fallmerayer (Folge 1 von 2) (35 Min.)
Von Joseph Roth

Der Beamte Fallmerayer arbeitet im österreichischen Niemandsland an einer winzigen Bahnstation, an welcher gewöhnlich kaum ein Zug einkehrt. Eines Tages ereignet sich auf seinem Streckenabschnitt aufgrund einer falsch gestellten Weiche ein Unfall und Fallmerayers große Schicksalsstunde schlägt. Er stellt der leicht verletzten Gräfin Walewska ein Zimmer zu Verfügung und entwickelt eine Besessenheit zu dieser Frau. Als der Krieg ausbricht schafft er es, in die Nähe von Kiew versetzt zu werden, wo die Gräfin ein Anwesen besitzt und wird erneut vorstellig bei ihr … Joseph Roth, 1894 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers im ostgalizisischen Brody geboren, studierte Philosophie und Literatur in Lemberg und Wien. 1930 erlebte er mit seinem Roman "Hiob" seinen ersten literarischen Erfolg. In den folgenden Romanen wie "Radetzkymarsch" oder "Die Kapuzinergruft" beschrieb er wehmütig und kritisch zugleich den Untergang seines K.u.K.-Österreichs und das Scheitern der österreichischen Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Roth nach Paris und starb dort 1939 von persönlichen Schicksalsschlägen und lebenslangem starkem Alkoholkonsum gezeichnet, in einem Pariser Armenhospital.

Produktion: Eulenspiegel Verlag 2011
Mitwirkende:
Dieter Mann


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (120 Min.)
Konzert mit der Jenaer Philharmonie unter Simon Gaudenz

* Giovanni Gabrieli: Due Canzoni für Blechbläser
* Johannes Brahms: Doppelkonzert a-Moll für Violine, Violoncello und Orchester op. 102
* Heinrich Schütz: "Jauchzet dem Herren, alle Welt" (Psalm 100) für gemischten Chor a cappella SWV 36
* Henri Dutilleux: Sinfonie Nr. 2 "Le Double"
Lena Neudauer, Violine
Julian Steckel, Violoncello
Knabenchor der Jenaer Philharmonie
Leitung: Berit Walther
Jenaer Philharmonie
Leitung: Simon Gaudenz


22:00 MDR KULTUR Werkstatt Mitteldeutschland (60 Min.)

Gespräche, Atelier-Besuche, Diskussions-Runden und Reportagen aus Mitteldeutschland.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Mittwoch, 1. Februar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr – Nachrichten
* 00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Franz Lachner: "König Oedipus", Ouvertüre
(WDR Rundfunkorchester Köln: Pietro Rizzo)
* Claude Debussy: "Nocturnes", L 91
(Kölner Rundfunkchor; Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Gary Bertini)
* Franz Schubert: Zwölf Walzer, 17 Ländler und Neun Ecossaisen, D 145
(Michael Endres, Klavier)
* Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 D-Dur – "Der Titan"
(Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester: Gary Bertini)

* 02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Kurt Weill: "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny", Suite
(Berliner Philharmoniker: Mariss Jansons)
* Ludwig van Beethoven: Sonate c-Moll, op. 111
(Igor Levit, Klavier)
* Mikis Theodorakis: Rhapsodie
(Sebastian Hess, Violoncello; Nürnberger Symphoniker: John Carewe)
* Antonín Dvorák: Streichquartett F-Dur, op. 96 – "Amerikanisches"
(Takács Quartett)
* Ferdinand Ries: Introduktion und Polonaise, op. 174
(Christopher Hinterhuber, Klavier; Gävle Symphony Orchestra: Uwe Grodd)

* 04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Es-Dur, KV 16
(The Mozartists: Ian Page)
* Robert Schumann: Sechs Stücke in canonischer Form, op. 56
(Stefan Johannes Bleicher, Orgel)
* Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur, BWV 1050
(Gewandhausorchester Leipzig: Riccardo Chailly)

* 05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Joseph Haydn: Fantasie C-Dur, Hob. XVII/4
(Alfred Brendel, Klavier)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert E-Dur, RV 265
(Europa Galante, Violine und Leitung: Fabio Biondi)
* Giuseppe de Blumenthal: Sechs Stücke nach Themen aus Werken von Abbé Vogler
(Andrássy Trio)
* Domenico Scarlatti: Sonate C-Dur, K 502
(Sergei Babayan, Klavier)
* Ralph Vaughan Williams: Fantasia on Sussex Folk tunes
(Martin Rummel, Violoncello; Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Karl-Heinz Steffens)
* Marcel Grandjany: Petite suite classique
(Volker Sellmann, Harfe)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Stationschef Fallmerayer (Folge 2 von 2) (35 Min.)
Von Joseph Roth

Der Beamte Fallmerayer arbeitet im österreichischen Niemandsland an einer winzigen Bahnstation, an welcher gewöhnlich kaum ein Zug einkehrt. Eines Tages ereignet sich auf seinem Streckenabschnitt aufgrund einer falsch gestellten Weiche ein Unfall und Fallmerayers große Schicksalsstunde schlägt. Er stellt der leicht verletzten Gräfin Walewska ein Zimmer zu Verfügung und entwickelt eine Besessenheit zu dieser Frau. Als der Krieg ausbricht schafft er es, in die Nähe von Kiew versetzt zu werden, wo die Gräfin ein Anwesen besitzt und wird erneut vorstellig bei ihr … Joseph Roth, 1894 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers im ostgalizisischen Brody geboren, studierte Philosophie und Literatur in Lemberg und Wien. 1930 erlebte er mit seinem Roman "Hiob" seinen ersten literarischen Erfolg. In den folgenden Romanen wie "Radetzkymarsch" oder "Die Kapuzinergruft" beschrieb er wehmütig und kritisch zugleich den Untergang seines K.u.K.-Österreichs und das Scheitern der österreichischen Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Roth nach Paris und starb dort 1939 von persönlichen Schicksalsschlägen und lebenslangem starkem Alkoholkonsum gezeichnet, in einem Pariser Armenhospital.

Produktion: Eulenspiegel Verlag 2011
Mitwirkende:
Dieter Mann


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Marzipanliese (1/8) (30 Min.)
Von Friedrich Halm

"Die Marzipanliese" ist eine Kriminalnovelle mit Elementen einer Gespenstererzählung des österreichischen Schriftstellers Friedrich Halm aus dem Jahre 1856. Sie beruht auf wahren Begebenheiten und spielt in Ungarn zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der erfolgreiche Kaufmann Paul Horváth stellt den jungen Ferencz Bauer bei sich als Schreiber ein. Rasch steigt Ferencz dort wegen seiner herausragenden Fähigkeiten zum Buchhalter auf und erwirbt sich das Vertrauen seines Dienstherrn und dessen 17-jähriger Tochter Czenczi, der er auch Deutschunterricht erteilt. Doch sein Aufstieg ruft den Neid und die Wachsamkeit des Schaffners Antal hervor, der schon bald merkwürdige Dinge über den Neuankömmling erzählt und ihn in Misskredit bringt. Eines Abends trifft der befreundete Kaufmann Steidler im Hause Horváths ein. Beim Abendgespräch kommt man auf Kriminalfälle zu sprechen und Steidler berichtet von einer unaufgeklärten Mordtat, deren nähere Umstände er selbst miterlebt hat. Vor etwa drei Jahren hatte er in dem Städtchen Bruck beobachtet, wie ein junger Mann einer etwa 70-jährigen Frau übertrieben den Hof machte. Die Alte war die reiche Witwe eines Lebkuchenbäckers, lebte vom Geldverleihen auf Wucherzinsen und hieß allgemein nur die Marzipanliese. Während der nun folgenden Erzählung Steidlers erleidet Ferencz einen Schwächeanfall und muss die Gesellschaft verlassen. Czenczi zeigt sich mehr als schicklich um ihn besorgt, was ihr den Zorn des Vaters zuzieht. Dieser will nun dem sich anbahnenden Verhältnis seiner Tochter zu seinem Buchhalter ein Ende bereiten und befiehlt ihm, noch heute das Haus zu verlassen. Statt diesem Befehl zu folgen, überredet Ferencz jedoch Czenczi zur gemeinsamen Flucht. Friedrich Halm (eigentlich: Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen) wurde 1806 in Krakau geboren und strab 1871 in Wien. Er entstammte einer alten Beamtenfamilie und studierte in Wien Philosophie und die Rechte. 1826 trat er beim Fiskalamt zu Linz in den Staatsdienst ein und durchlief die Beamtenlaufbahn bis zum Regierungsrat. 1845 wurde er erster Kustos, 1867 Präfekt der Wiener Hofbibliothek, im selben Jahr Generalintendant der beiden Hoftheater. Als Mitglied der Akademie der Wissenschaften wurde Halm zudem Vorstand des Verwaltungsrates der Deutschen Schillergesellschaft.

Produktion: RB 1986
Es liest: Eva Garg


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Stationschef Fallmerayer (Folge 2 von 2) (35 Min.)
Von Joseph Roth

Der Beamte Fallmerayer arbeitet im österreichischen Niemandsland an einer winzigen Bahnstation, an welcher gewöhnlich kaum ein Zug einkehrt. Eines Tages ereignet sich auf seinem Streckenabschnitt aufgrund einer falsch gestellten Weiche ein Unfall und Fallmerayers große Schicksalsstunde schlägt. Er stellt der leicht verletzten Gräfin Walewska ein Zimmer zu Verfügung und entwickelt eine Besessenheit zu dieser Frau. Als der Krieg ausbricht schafft er es, in die Nähe von Kiew versetzt zu werden, wo die Gräfin ein Anwesen besitzt und wird erneut vorstellig bei ihr … Joseph Roth, 1894 als Sohn eines jüdischen Holzhändlers im ostgalizisischen Brody geboren, studierte Philosophie und Literatur in Lemberg und Wien. 1930 erlebte er mit seinem Roman "Hiob" seinen ersten literarischen Erfolg. In den folgenden Romanen wie "Radetzkymarsch" oder "Die Kapuzinergruft" beschrieb er wehmütig und kritisch zugleich den Untergang seines K.u.K.-Österreichs und das Scheitern der österreichischen Republik. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten emigrierte Roth nach Paris und starb dort 1939 von persönlichen Schicksalsschlägen und lebenslangem starkem Alkoholkonsum gezeichnet, in einem Pariser Armenhospital.

Produktion: Eulenspiegel Verlag 2011
Mitwirkende:
Dieter Mann


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Songs und Chansons (60 Min.)

Deutsche und internationale Größen der Singer-Songwriter-Szene.


21:00 MDR KULTUR Folk und Welt (60 Min.)

Neuvorstellungen, spannende Alben und aktuelle Strömungen der Folk- und Weltmusik.


22:00 MDR KULTUR Spezial Musik (60 Min.)

Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen Montags zwischen 18:05 und 19:00 Uhr Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor. Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson, Folk bis Elektronik. Wdh. Mittwoch 22 Uhr.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Donnerstag, 2. Februar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Nachrichten
* 00:03 Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 91 Es-Dur
(NDR Radiophilharmonie: Heinrich Schiff)
* Adam Valentin Volckmar: Klarinettenquartett F-Dur
(Arte Ensemble Hannover)
* Sergej Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini, op. 43
(Anna Vinnitskaya, Klavier; NDR Elbphilharmonie Orchester: Krzysztof Urbanski)
* Robert Schumann: Streichquartett F-Dur, op. 41, Nr. 2
(Mitglieder der NDR Radiophilharmonie)
* Georges Bizet: "L'Arlésienne", Suite Nr. 2
(NDR Elbphilharmonie Orchester: Jia Lü)

* 02:00 Nachrichten, Wetter
* 02:03 Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll, op. 120
(Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Lawrence Foster)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Freie Fantasie fis-Moll, Wq 67
(Anthony Spiri, Klavier)
* Johann David Heinichen: Konzert G-Dur, Seibel 217
(Musica Antiqua Köln: Reinhard Goebel)
* Engelbert Humperdinck: Klavierquintett G-Dur
(Andreas Kirpal, Klavier; Diogenes Quartett)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Es-Dur, KV 543
(Anima Eterna: Jos van Immerseel)

* 04:00 Nachrichten, Wetter
* 04:03 Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Carl Maria von Weber: Konzertstück f-Moll, op. 79
(Gerhard Oppitz, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis)
* Sergej Rachmaninow: Trio élégiaque Nr. 1 g-Moll
(Gidon Kremer, Violine; Giedré Dirvanauskaité, Violoncello; Daniil Trifonov, Klavier)
* Joseph Haydn: Symphonie Nr. 101 D-Dur – "Die Uhr"
(Österreichisch-Ungarische Haydn-Philharmonie: Adam Fischer)

* 05:00 Nachrichten, Wetter
* 05:03 Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Arthur Sullivan: "The Mikado", Ouvertüre
(The Hanover Band: Tom Higgins)
* Franz Benda: Flötenkonzert G-Dur, Allegro
(Konrad Hünteler, Flöte; Camerata of the 18th Century)
* Friedrich Kuhlau: Sonate a-Moll, op. 79, Nr. 2
(Dora Bratchkova, Violine; Andreas Meyer-Hermann, Klavier)
* Ignaz Holzbauer: Sinfonie G-Dur
(L'Orfeo Barockorchester: Michi Gaigg)
* John Field: Sonate Nr. 4 H-Dur
(Benjamin Frith, Klavier)
* Albert Lortzing: "Zar und Zimmermann", Holzschuhtanz aus dem 3. Akt
(WDR Funkhausorchester Köln: Helmuth Froschauer)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (1/7) (35 Min.)
Von Friedrich Christian Delius

Am 4. Juli 1954, dem Tag der deutschen Nachkriegsgeschichte, an dem der Außenseiter Deutschland Fußballweltmeister wird, an diesem Tag wird ein elfjähriger Pastorensohn in dem hessischen Dorf Wehrda wie an jedem Sonntag geweckt: vom Lärm der Kirchenglocken, die eine Viertelstunde lang nur eine Botschaft einläuten: Du sollst den Feiertag heiligen! Am Nachmittag dieses Sonntags hört er jedoch einem "unerhörten Gottesdienst" zu: Herbert Zimmermanns Radioreportage wird für den schüchternen, stotternden Elfjährigen zu einer Art Damaskus-Erlebnis. Das religiöse Vokabular des Reporters, das in der Huldigung an den Fußballgott Toni Turek gipfelt, schockiert den Jungen zwar, dennoch erlangt er eine Ahnung von Freiheit – "Ich war der Glücklichste von allen, glücklicher vielleicht als Werner Liebrich oder Fritz Walter." Friedrich Christian Delius, geboren am 13. Februar 1943 in Rom, gestorben 2022 in Berlin, wuchs in Hessen auf und lebte seit 1963 in Berlin. Zuletzt erschienen der Roman "Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich" (2019) und der Erzählungsband "Die sieben Sprachen des Schweigens" (2021). Delius wurde unter anderem mit dem Fontane-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

Produktion: HörbuchHamburg 2002
Es liest: Peter Lohmeyer
(24 Min.)


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Marzipanliese (Folge 2 von 8) (30 Min.)
Von Friedrich Halm

Die Marzipanliese ist eine Kriminalnovelle mit Elementen einer Gespenstererzählung des österreichischen Schriftstellers Friedrich Halm aus dem Jahre 1856. Sie beruht auf wahren Begebenheiten und spielt in Ungarn zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der erfolgreiche Kaufmann Paul Horváth stellt den jungen Ferencz Bauer bei sich als Schreiber ein. Rasch steigt Ferencz dort wegen seiner herausragenden Fähigkeiten zum Buchhalter auf und erwirbt sich das Vertrauen seines Dienstherrn und dessen 17-jähriger Tochter Czenczi, der er auch Deutschunterricht erteilt. Doch sein Aufstieg ruft den Neid und die Wachsamkeit des Schaffners Antal hervor, der schon bald merkwürdige Dinge über den Neuankömmling erzählt und ihn in Misskredit bringt. Eines Abends trifft der befreundete Kaufmann Steidler im Hause Horváths ein. Beim Abendgespräch kommt man auf Kriminalfälle zu sprechen und Steidler berichtet von einer unaufgeklärten Mordtat, deren nähere Umstände er selbst miterlebt hat. Vor etwa drei Jahren hatte er in dem Städtchen Bruck beobachtet, wie ein junger Mann einer etwa 70-jährigen Frau übertrieben den Hof machte. Die Alte war die reiche Witwe eines Lebkuchenbäckers, lebte vom Geldverleihen auf Wucherzinsen und hieß allgemein nur die Marzipanliese. Während der nun folgenden Erzählung Steidlers erleidet Ferencz einen Schwächeanfall und muss die Gesellschaft verlassen. Czenczi zeigt sich mehr als schicklich um ihn besorgt, was ihr den Zorn des Vaters zuzieht. Dieser will nun dem sich anbahnenden Verhältnis seiner Tochter zu seinem Buchhalter ein Ende bereiten und befiehlt ihm, noch heute das Haus zu verlassen. Statt diesem Befehl zu folgen, überredet Ferencz jedoch Czenczi zur gemeinsamen Flucht … Friedrich Halm, (eigentlich: Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen), wurde 1806 in Krakau geboren und strab 1871 in Wien. Er entstammte einer alten Beamtenfamilie und studierte in Wien Philosophie und die Rechte. 1826 trat er beim Fiskalamt zu Linz in den Staatsdienst ein und durchlief die Beamtenlaufbahn bis zum Regierungsrat. 1845 wurde er erster Kustos, 1867 Präfekt der Wiener Hofbibliothek, im selben Jahr Generalintendant der beiden Hoftheater. Als Mitglied der Akademie der Wissenschaften wurde Halm zudem Vorstand des Verwaltungsrates der Deutschen Schillergesellschaft.

Produktion: RB 1986
Mitwirkende:
Eva Garg


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial Feature (60 Min.)


19:00 Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (Folge 1 von 7) (35 Min.)
Von Friedrich Christian Delius

Am 4. Juli 1954, dem Tag der deutschen Nachkriegsgeschichte, an dem der Außenseiter Deutschland Fußballweltmeister wird, an diesem Tag wird ein elfjähriger Pastorensohn in dem hessischen Dorf Wehrda wie an jedem Sonntag geweckt: vom Lärm der Kirchenglocken, die eine Viertelstunde lang nur eine Botschaft einläuten: Du sollst den Feiertag heiligen! Am Nachmittag dieses Sonntags hört er jedoch einem "unerhörten Gottesdienst" zu: Herbert Zimmermanns Radioreportage wird für den schüchternen, stotternden Elfjährigen zu einer Art Damaskus-Erlebnis. Das religiöse Vokabular des Reporters, das in der Huldigung an den Fußballgott Toni Turek gipfelt, schockiert den Jungen zwar, dennoch erlangt er eine Ahnung von Freiheit – "Ich war der Glücklichste von allen, glücklicher vielleicht als Werner Liebrich oder Fritz Walter." Friedrich Christian Delius, geboren am 13. Februar 1943 in Rom, gestorben 2022 in Berlin, wuchs in Hessen auf und lebte seit 1963 in Berlin. Zuletzt erschienen der Roman "Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich" (2019) und der Erzählungsband "Die sieben Sprachen des Schweigens" (2021). Delius wurde unter anderem mit dem Fontane-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

Produktion: HörbuchHamburg 2002
Mitwirkende:
Peter Lohmeyer


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Musik Modern (60 Min.)

Klassiker der Moderne bis zu Werken der Gegenwart. Konzerte der neuen Musik in der Region, sowie Festivals, Uraufführungen und CD Neuerscheinungen.


21:00 MDR KULTUR Jazz (60 Min.)

Musiker und Produktionen die neue musikalische Maßstäbe setzen. Jazz in allen Facetten, in der Verbindung mit anderen Genres und Musikrichtungen sowie aus Grenzbereichen von ethnischen Traditionen, Neuer Musik oder avancierter Pop-Rockmusik.


22:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

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Freitag, 3. Februar 2023


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

00:00 Uhr – Nachrichten
00:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Claude Debussy: "Prélude à l'après-midi d'un faune"
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis)
* Antonio Soler: Konzert Nr. 4 F-Dur
(Klavierduo Uriarte – Mrongovius)
* Johannes Brahms: "Gesang der Parzen", op. 89
(Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Colin Davis)
* Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 c-Moll
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Mariss Jansons)

02:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
02:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Florence Price: Concerto d-Moll in one movement
(Louis Schwizgebel, Klavier; Bamberger Symphoniker: Joshua Weilerstein)
* Joseph Martin Kraus: Quintett D-Dur
(Martin Sandhoff, Flöte; Schuppanzigh-Quartett)
* George Gershwin: "An American in Paris"
(Royal Philharmonic Orchestra: Barry Wordsworth)
* Carl Maria von Weber: Sonate e-Moll, op. 70
(Michael Endres, Klavier)
* Franz Schubert: Symphonie Nr. 3 D-Dur, D 200
(NDR Elbphilharmonie Orchester: Günter Wand)

04:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
04:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Leos Janácek: Suite
(Norwegian Chamber Orchestra: Iona Brown)
* André Caplet: Quintett
(Les Vents Français)
* Maurice Ravel: "Tzigane"
(Vadim Repin, Violine; London Symphony Orchestra: Kent Nagano)

05:00 Uhr – Nachrichten, Wetter
05:03 Uhr – Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert D-Dur, Allegro moderato, KV 211
(Isabelle Faust, Violine; Il Giardino Armonico: Giovanni Antonini)
* Anton Reicha: Andante Nr. 2 F-Dur
(Albert-Schweitzer-Quintett)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichersinfonie Nr. 10 h-Moll
(Orpheus Chamber Orchestra)
* Antonín Dvorák: Capriccio, B 81
(Antje Weithaas, Violine; Silke Avenhaus, Klavier)
* Antonio Vivaldi: Oboenkonzert C-Dur, RV 449
(Alfredo Bernardini, Oboe; Zefiro)
* Ludwig van Beethoven: Streichquartett A-Dur, Allegro, op. 18, Nr. 5
(Artemis Quartet)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.
Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr).


09:00 Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde (2/7) (35 Min.)
Von Friedrich Christian Delius

Am 4. Juli 1954, dem Tag der deutschen Nachkriegsgeschichte, an dem der Außenseiter Deutschland Fußballweltmeister wird, an diesem Tag wird ein elfjähriger Pastorensohn in dem hessischen Dorf Wehrda wie an jedem Sonntag geweckt: vom Lärm der Kirchenglocken, die eine Viertelstunde lang nur eine Botschaft einläuten: Du sollst den Feiertag heiligen! Am Nachmittag dieses Sonntags hört er jedoch einem "unerhörten Gottesdienst" zu: Herbert Zimmermanns Radioreportage wird für den schüchternen, stotternden Elfjährigen zu einer Art Damaskus-Erlebnis. Das religiöse Vokabular des Reporters, das in der Huldigung an den Fußballgott Toni Turek gipfelt, schockiert den Jungen zwar, dennoch erlangt er eine Ahnung von Freiheit – "Ich war der Glücklichste von allen, glücklicher vielleicht als Werner Liebrich oder Fritz Walter." Friedrich Christian Delius, geboren am 13. Februar 1943 in Rom, gestorben 2022 in Berlin, wuchs in Hessen auf und lebte seit 1963 in Berlin. Zuletzt erschienen der Roman "Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich" (2019) und der Erzählungsband "Die sieben Sprachen des Schweigens" (2021). Delius wurde unter anderem mit dem Fontane-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

Produktion: HörbuchHamburg 2002
Es liest: Peter Lohmeyer
(24 Min.)


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Die Marzipanliese (Folge 3 von 8) (30 Min.)
Von Friedrich Halm

Die Marzipanliese ist eine Kriminalnovelle mit Elementen einer Gespenstererzählung des österreichischen Schriftstellers Friedrich Halm aus dem Jahre 1856. Sie beruht auf wahren Begebenheiten und spielt in Ungarn zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der erfolgreiche Kaufmann Paul Horváth stellt den jungen Ferencz Bauer bei sich als Schreiber ein. Rasch steigt Ferencz dort wegen seiner herausragenden Fähigkeiten zum Buchhalter auf und erwirbt sich das Vertrauen seines Dienstherrn und dessen 17-jähriger Tochter Czenczi, der er auch Deutschunterricht erteilt. Doch sein Aufstieg ruft den Neid und die Wachsamkeit des Schaffners Antal hervor, der schon bald merkwürdige Dinge über den Neuankömmling erzählt und ihn in Misskredit bringt. Eines Abends trifft der befreundete Kaufmann Steidler im Hause Horváths ein. Beim Abendgespräch kommt man auf Kriminalfälle zu sprechen und Steidler berichtet von einer unaufgeklärten Mordtat, deren nähere Umstände er selbst miterlebt hat. Vor etwa drei Jahren hatte er in dem Städtchen Bruck beobachtet, wie ein junger Mann einer etwa 70-jährigen Frau übertrieben den Hof machte. Die Alte war die reiche Witwe eines Lebkuchenbäckers, lebte vom Geldverleihen auf Wucherzinsen und hieß allgemein nur die Marzipanliese. Während der nun folgenden Erzählung Steidlers erleidet Ferencz einen Schwächeanfall und muss die Gesellschaft verlassen. Czenczi zeigt sich mehr als schicklich um ihn besorgt, was ihr den Zorn des Vaters zuzieht. Dieser will nun dem sich anbahnenden Verhältnis seiner Tochter zu seinem Buchhalter ein Ende bereiten und befiehlt ihm, noch heute das Haus zu verlassen. Statt diesem Befehl zu folgen, überredet Ferencz jedoch Czenczi zur gemeinsamen Flucht … Friedrich Halm, (eigentlich: Eligius Franz Joseph Freiherr von Münch-Bellinghausen), wurde 1806 in Krakau geboren und strab 1871 in Wien. Er entstammte einer alten Beamtenfamilie und studierte in Wien Philosophie und die Rechte. 1826 trat er beim Fiskalamt zu Linz in den Staatsdienst ein und durchlief die Beamtenlaufbahn bis zum Regierungsrat. 1845 wurde er erster Kustos, 1867 Präfekt der Wiener Hofbibliothek, im selben Jahr Generalintendant der beiden Hoftheater. Als Mitglied der Akademie der Wissenschaften wurde Halm zudem Vorstand des Verwaltungsrates der Deutschen Schillergesellschaft.

Produktion: RB 1986
Mitwirkende: Eva Garg


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben sowie um 15:45 Uhr Shabbat Shalom.
Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 MDR KULTUR Lesezeit (35 Min.)
Zum 80. Geburtstag von Friedrich Christian Delius (* 13. Februar 1943)
Von Friedrich Christian Delius

Am 4. Juli 1954, dem Tag der deutschen Nachkriegsgeschichte, an dem der Außenseiter Deutschland Fußballweltmeister wird, an diesem Tag wird ein elfjähriger Pastorensohn in dem hessischen Dorf Wehrda wie an jedem Sonntag geweckt: vom Lärm der Kirchenglocken, die eine Viertelstunde lang nur eine Botschaft einläuten: Du sollst den Feiertag heiligen! Am Nachmittag dieses Sonntags hört er jedoch einem "unerhörten Gottesdienst" zu: Herbert Zimmermanns Radioreportage wird für den schüchternen, stotternden Elfjährigen zu einer Art Damaskus-Erlebnis. Das religiöse Vokabular des Reporters, das in der Huldigung an den Fußballgott Toni Turek gipfelt, schockiert den Jungen zwar, dennoch erlangt er eine Ahnung von Freiheit – "Ich war der Glücklichste von allen, glücklicher vielleicht als Werner Liebrich oder Fritz Walter." Friedrich Christian Delius, geboren am 13. Februar 1943 in Rom, gestorben 2022 in Berlin, wuchs in Hessen auf und lebte seit 1963 in Berlin. Zuletzt erschienen der Roman "Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich" (2019) und der Erzählungsband "Die sieben Sprachen des Schweigens" (2021). Delius wurde unter anderem mit dem Fontane-Preis, dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Georg-Büchner-Preis geehrt.

(24 Min.)
Produktion: HörbuchHamburg 2002
Mitwirkende: Peter Lohmeyer


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)

Hochwertige Livekonzerte aus den Konzertsälen aus aller Welt.


22:30 MDR Kultur Deutschszene/Kabarett Spezial (60 Min.)

Alle 14 Tage gehört der Freitag bei MDR KULTUR der deutschsprachigen Musikszene. Liedermacherinnen, Singer&Songwriter, Poeten, Wortakrobaten, die all Ihre Gedanken in deutsche Texte packen. Von Tocotronic bis Reinhard Mey – von Alin Coen bis Nina Hagen. Oder MDR KULTUR widmet sich an diesem Abend der neuen Kabarett-Szene. Da trifft man auf sprachgewaltige Schwergewichte und leichtfüßige Comedy in allen Formen und Genres, die intelligenter Humor hervorbringt und die im Radio funktionieren, vom politischen und Musikkabarett bis hin zum Stand-up.


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
MDR KULTUR – Das Radio – Programminformationen
5. Woche – 28.01. bis 03.02.2023
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
Hauptredaktion Kultur
Gerberstraße 2, 06140 Halle/Saale
Telefon: 0341/300-0
E-mail: kommunikation@mdr.de
Internet: www.mdr.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 20. Januar 2023

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