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ORF - ORF1/1067: Woche vom 17.11. bis 23.11.2018


Radioprogramm ORF1 – 47. Woche vom 17.11. bis 23.11.2018


Samstag, 17. November 2018


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 Uhr Nachrichten


06:56 Gedanken für den Tag
"Die vielen Gesichter der Gerechtigkeit". In der Woche des Ö1 Schwerpunkts "100 Jahre Erste Republik" macht sich der Literatur- und Kulturwissenschafter Wolfgang Müller-Funk "Gedanken für den Tag" über die vielen Gesichter der Gerechtigkeit. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Am 11. November 1918 unterzeichneten die Entente-Mächte und Deutschland im französischen Compiègne einen Waffenstillstand und beendeten damit den Ersten Weltkrieg. Am 12. November 1918 um 15.00 Uhr erfolgte von der Parlamentsrampe aus die Ausrufung der Republik Österreich. In der Woche des Ö1 Schwerpunkts "100 Jahre Erste Republik" macht sich der Literatur-und Kulturwissenschafter Wolfgang Müller-Funk "Gedanken für den Tag" über die vielen Gesichter der Gerechtigkeit.

Gerechtigkeit genießt in unserer Welt ein hohes Prestige. Wer möchte nicht, dass es gerecht zugeht? Wer möchte schon selbst als ungerecht gelten? Wer möchte nicht gerecht behandelt werden? Wie gerecht geht es in der Welt, in der wir leben, zu? Und ist eine vollständig gerechte Welt überhaupt denkbar? Gerechtigkeit ist ein Phänomen, das für den sozialen Zusammenhalt einer Gemeinschaft unverzichtbar ist.

Aber ganz so einfach ist es mit der Gerechtigkeit nun auch wieder nicht - in bestimmten Konfliktsituationen denken nicht selten beide Kontrahenten, dass der jeweils andere ungerecht ist. Gerechtigkeit gründet auf moralischen Urteilen und ist stets eingebettet in ein bestimmtes Wertesystem. In modernen Gesellschaften wird darum und darüber gestritten, was gerecht ist und was nicht.

Gerechtigkeit beinhaltet aber nicht nur eine Bewertung nach vorgegebenen Maßstäben, sondern ist immer auch ein Affekt. Wer sich ungerecht behandelt fühlt, der gerät in die Situation, wie er sich gegenüber dem erlittenen Unrecht verhalten soll. Revanche und Rache sind dabei ein verführerisches Angebot. Wer für eine gerechte Welt kämpfen will, der sieht sich mit der Frage konfrontiert, welche Mittel legitim sind, um dieses hehre Ziel zu erreichen und ob es nicht unter Umständen moralisch besser wäre, auf die Durchsetzung absoluter Gerechtigkeit zu verzichten, um nicht neues Unrecht zu stiften.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


08:00 Ö1 Journal um acht


08:10 Ö1 heute


08:15 Pasticcio


08:55 Heimspiel


09:00 Nachrichten


09:05 Hörbilder
Painkillers. Die Opiatkrise in den USA.
Feature von Lorenz Rollhäuser
(NDR/DLF 2018)

Sobald die Krankenkasse die teuren Schmerzmittel nicht mehr bezahlt, steigen viele Süchtige um: auf Heroin. Die schlimmste Drogenkrise in den USA ist Folge einer hemmungslosen Verschreibungspraxis. Vom Geschäft mit den Opiaten profitiert besonders eine Firma mit deutschen Wurzeln.

Nan Goldin, die berühmte New Yorker Fotografin, war opiatsüchtig. Nun geht sie gegen die Familie Sackler vor. In den sozialen Medien und mit Aktionen in Museen. Denn die Sacklers gehören nicht nur zu den größten Spendern im Bereich von Kunst und Wissenschaft. Sie sind auch Eigentümer von Purdue Pharma, dem Hersteller von Oxycontin, einem Schmerzmittel auf Opiatbasis.

15 Milliarden hat die diskrete Familie seit 1996 damit verdient. Als Folge davon erleben die USA derzeit die dramatischste Drogenkrise ihrer Geschichte. Mehr als hundert Menschen sterben täglich an Überdosen, denn viele Schmerzmittelabhängige steigen auf Heroin und anderes um. Nan Goldin fordert nun von den Sacklers, ihr schmutziges Geld nicht in Museen, sondern in Reha-Einrichtungen zu stecken.

Ein Feature über Pharmabusiness und Politik und das Drogenelend in der US-amerikanischen Provinz, das die edlen Kunsttempel in den Städten finanziert.


10:00 Nachrichten


10:05 Ö1 Klassik-Treffpunkt
Live aus dem RadioCafe in Wien. Gast: Matthias Loibner.
Präsentation: Helmut Jasbar

Wenn man heutzutage (über) das Instrument Drehleier hört, dann kommt man ganz rasch auf den Namen des heutigen Gastes von Helmut Jasbar: der 1969 in Graz geborene Musiker und Komponist Matthias Loibner hat sich ganz diesem raren Instrument verschrieben. Und zwar sowohl als Musiker und Interpret der verschiedensten Stilrichtungen, von Originalkompositionen des französischen Barock zur Volksmusik über World- und Ethnomusik bis hin zu Jazz, Neuer und Experimenteller Musik, als auch als Lehrer für Drehleiertechnik, Barockmusik und Improvisation. Das Lehrbuch "Drehleier Spielen" verfasste er 1997 gemeinsam mit Riccardo Delfino.

Sein breites stilistisches Spektrum und die Arbeit z.B. mit Instrumentenbauer Wolfgang Weichselbaumer oder Christophe Coin (Ensemble Baroque de Limoges) ermöglicht Projekte zur Rekonstruktion verschiedener Drehleier-Instrumente. 2009 arrangierte Loibner Schuberts Liederzyklus "Die Winterreise" für Gesang und Drehleier, aufgeführt wurde diese Fassung z.B. schon in Hamburg und war eines der Themen eines Interviews mit der New York Times in diesem Jahr.

Lassen Sie sich in diesem "Ö1 Klassik-Treffpunkt" von den unterschiedlichen Facetten der Drehleier faszinieren und erfahren Sie Interessantes zu diesem Instrument aus erster Hand: von Matthias Loibner im Gespräch mit Gestalter Helmut Jasbar.


11:35 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:40 help – das Konsumentenmagazin


12:00 Ö1 Mittagsjournal


12:56 Ö1 heute


13:00 Le week-end
Mit Elke Tschaikner und Christian Scheib


14:00 Ö1 Hörspiel
"Der arme Spielmann" von Franz Grillparzer. Mit Michael Rotschopf, Johannes Silberschneider, Pippa Galli, Wolfgang Hübsch, Michaela Hurdes-Galli, Toni Burger. Ton: Anna Kuncio und Manuel Radinger. Bearbeitung: Brita Kettner. Musik: Anton Burger und Peter Kaizar. Regie: Peter Kaizar (ORF 2018)

1848 erscheint die Erzählung "Der arme Spielmann", an der Franz Grillparzer fast 20 Jahre gearbeitet hat und in der er sich mit Musik, Künstlerdasein und dem Scheitern bürgerlicher Existenz auseinandersetzt. Ein Schlüsselwerk, das seine kenntnisreiche Liebe zur Musik, er spielte Klavier und Geige und bewunderte das Genie Schuberts, ebenso wie tragische Facetten und Brüche seines Lebens nachzeichnet. "Es gibt keinen zweiten großen Dichter, der sich so liebevoll und ernstlich mit der Musik befasst, so tiefe Blicke in ihr Wesen getan hätte, wie Grillparzer" urteilt der einflussreiche Musikkritiker Eduard Hanslik.

Bei einem Kirchweihfest in der Brigittenau wird der Erzähler der Geschichte auf Jakob, einen Geiger, aufmerksam und erfährt seine tragische Lebensgeschichte. Die Musik, das Geigenspiel ist für Jakob Herausforderung, Zuflucht und Trost. Als er, Sohn eines strengen und ehrgeizigen Vaters bei einer Prüfung versagt, wird er von der Familie entfernt, verliebt sich wenig später in Barbara. Die Erbschaft des Vaters eröffnet beiden eine gemeinsame Zukunft, doch Jakob wird um sein Vermögen betrogen. Barbara heiratet einen Fleischer. Jakob bleibt mit seiner Geige verarmt und vereinsamt zurück. Eine Überschwemmung verwüstet die Stadt und wird auch für den Spielmann schicksalshaft. Ein Lied, "Der Leiermann" aus Schuberts Winterreise, verbindet in diesem von Peter Kaizar inszenierten Hörspiel die unglückliche Liebesgeschichte Jakobs mit der existenziellen Suche nach dem Universum der Musik.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Klassik
mit Gerhard Krammer. Der Musiker Anton Heiller.

Vor 95 Jahren, am 15. September 1923, wurde der Komponist, Pädagoge und Organist Anton Heiller geboren. Als Lehrer an der Musikuniversität Wien hat er Generationen erfolgreicher Organistinnen und Organisten in ganz Europa ausgebildet. Als Komponist hat er eine sehr persönliche Sprache gefunden, die ihre Wurzeln im Improvisationsstil des Organisten hatte.

Ein Rückblick auf den richtungsweisenden Bachinterpreten an der Orgel wie auch den inspirierten Tonsetzer im theologischen Kontext. Mit dem ORF Chor unter Erwin Ortner, Elke Völker (Orgel), Elisabeth Ullmann (Orgel) und dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien.


16:57 Ö1 heute


17:00 Nachrichten


17:05 Diagonal – Radio für Zeitgenoss/innen
Next Generation – Die Musikerin Mira Lu Kovacs und Österreichs jüngerer Jazz und Pop. Eine Sendung von Peter Waldenberger und Thomas Mießgang

Die Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Mira Lu Kovacs ist eines der auffälligsten Talente der österreichischen Popmusik der letzten Jahre und ein Beispiel für die Freigeistigkeit, die in der jungen Szene herrscht: Mit ihrem Trio Schmieds Puls widmet sich die Interpretin einem kargen Avant-Folk mit depressiven Schattierungen und glockenheller Stimme. Bei 5K HD, einem Bandprojekt, in dem sie gemeinsam mit der bereits etablierten Jazz-Fusion-Band Kompost 3 musiziert, skizziert Kovacs zudem die akustischen Konturen einer Musik, die sich zwar vom elektrischen Miles Davis und den frühen Weather Report nährt, aber im Zusammenspiel von Stimme und Instrumentalklang einen neuen Klangkosmos erobert.

Anlass genug, sich auf die Spur der jüngeren österreichischen Jazz- und Pop-Szene zu begeben. Mira Lu Kovacs steht im Zentrum dieser diagonalesken Annäherung. Alte, wie junge musikalische Vorbilder spielen dabei eine Rolle, etwa die Formation Demi Broxa der beiden Klangforscher/innen Agnes Hvizdalek und Jakob Schneidewind im Umfeld der JazzWerkstatt Wien. Sie ist zu einem Sammelbecken neuer Töne geworden. Auf ihrer Homepage ist zu lesen: "Wer mit dem Entdecken neuer Musik nicht warten möchte, bis die Politik Denkmäler errichtet oder ein flüchtiger Medienhype umgeistert, ist bei der JazzWerkstatt Wien am richtigen Ort. Wien hat ein zeitgenössisches und interessiertes Publikum".


19:00 Nachrichten


19:05 Logos – Glauben und Zweifeln
"Ist Vergebung überhaupt möglich?" Maria Harmer hat mit einem Haftentlassenen, mit Gefängnisseelsorger Matthias Geist und der Theologin, Philosophin und Ordensfrau Melanie Wolfers über die Begriffe Schuld und Vergebung gesprochen

"Wie kann ich das wieder gutmachen? Wie kann ich mit mir im Reinen sein? Wie mich wieder im Spiegel ansehen? Wo ich doch Unrecht getan habe – und mir Unrecht angetan wurde?", fragt ein junger Mann, der vor einigen Monaten aus der Haft entlassen wurde. Wenn Schuld rechtlich gesühnt ist, ist sie dann auch vergeben? Auch auf persönlicher Ebene? Schuld und Vergebung sind zentrale Themen, um die das Denken des Verurteilten in den Jahren in Haft gekreist ist. "Kann mein Opfer mir vergeben? Kann ich selbst mir vergeben, mir verzeihen?"

"Ein Mensch, der mit den Scherben seines Lebens umgehen muss, sucht meist im Stillen danach, wie er sich selbst wieder annehmen kann", sagt Matthias Geist, langjähriger Gefängnisseelsorger und ab 1. Dezember 2018 Superintendent der evangelisch-lutherischen Diözese Wien. "Ich halte auch die Ohnmacht aus, höre und bestärke aber die Hoffnung nach Vergebung".

Schuld haben und schuldig sein, aber auch jemandem etwas schuldig bleiben; Vergebung annehmen und auch sich selbst schenken: Schuld und Vergebung haben mehrere Dimensionen, funktionieren auch wechselseitig, können sowohl objektiv als auch subjektiv sein.

Maria Harmer hat mit einem Haftentlassenen, dessen Wunsch nach Anonymität gewahrt wird, mit dem langjährigen Gefängnisseelsorger Matthias Geist und mit der Theologin, Philosophin und Ordensfrau Melanie Wolfers über diese beiden zentralen Begriffe gesprochen.


19:30 Gioachino Rossini: "Adina" und "Petite Messe solennelle"
Mit Vito Priante (Califo), Lisette Oropesa (Adina), Levy Sekgapane (Selimo), Matteo Macchioni (Ali), Davide Giangregorio (Mustafà). Coro del Teatro Della Fortuna M. Agostini, Orchestra Sinfonica G. Rossini, Dirigent: Diego Matheuz (aufgenommen am 12. August 2018 im Teatro Rossini von Pesaro im Rahmen des "Rossini Opera Festivals")
Gioachino Rossini: Petite Messe solennelle
Mit Carmela Remigio (Sopran), Daniela Barcellona (Mezzosopran), Celso Albelo (Tenor) und Nicolas Courjal (Bass)
Coro del Teatro Della Fortuna M. Agostini, Orchestra Sinfonica Nazionale della Rai, Dirigent: Giacomo Sagripanti. (aufgenommen am 23. August 2018 im Teatro Rossini von Pesaro)


22:30 Nachrichten


22:35 Nachtbilder – Poesie und Musik
"Unter Palmen". Von Julian Schutting.
Gestaltung: Nikolaus Scholz
Redaktion: Edith-Ulla Gasser

Der neue Lyrikband Julian Schuttings besteht aus vier Langgedichten, die in tänzelnd altmodischen Hebungen und Senkungen wortgewaltige und verschlungene Geschichten erzählen: vom Reisen und von der Liebe, vom Träumen und vom Erforschen, von Vergangenem und von Geheimnisvollem. "An Kuba" ist eines der vier Gedichte betitelt, "Heinrich dem Seefahrer" ein anderes. Und wenn es zuletzt heißt "Einmal noch", dann kehrt das Buch zu den Palmenbäumen der ersten beiden Langgedichte zurück, findet sie im Schönbrunner Palmenhaus, und gesellt ihnen die Kastanienbäume der Praterhauptallee bei, während alle Motive des Buchs, kenntlich oder versteckt, in immer neuen Möglichkeiten und Verstrickungen wiederauferstehen. Der 1937 geborene Julian Schutting, großer österreichischer Altmeister der lyrischen Prosa, hat mit "Unter Palmen" neuerlich seine Originalität und Kunstfertigkeit unter Beweis gestellt.


23:30 Die Ö1 Jazznacht
Die Ö1-Jazznacht mit Andreas Felber. Vincent Pongracz im Jazznacht-Studio, Max Zenger Globus und die Finalisten des Euroradio Jazz Competition 2018 beim Jazzfestival Marciac

Klarinettist Vincent Pongracz zählt zu den originellsten Komponisten der jungen österreichischen Jazzszene: Mit seinem "Synesthetic Octet", dem u. a. Saxofonist Clemens Salesny, Gitarrist Peter Rom, Bassist Manu Mayr und Schlagzeuger Lukas König angehören, lässt er Kammer-Jazz von verblüffend originellem rhythmisch-melodischem Drall hören, entwickelt aus Hip-Hop-und Dubstep-Grooves. 2017 erschien die zweite CD "In The Meanwhile Shoot Me a Movie", die genauso Gesprächsthema sein wird wie die kürzlich erfolgte Rückübersiedlung des 33-Jährigen von Kopenhagen in seine Heimatstadt Wien. Außerdem präsentiert Andreas Felber die Konzerte der vier Finalisten des Euroradio Jazz Competition 2018: Die Entscheidung in der ersten Auflage des Jazzwettbewerbs der EBU nach dem Relaunch ging heuer beim Jazzfestival Marciac in Frankreich über die Bühne. Die Preise sowohl für die beste Band als auch den besten Solisten gingen an die Gruppe "Globus" des finnischen Saxofonisten Max Zenger. Die weiteren Finalisten: Das deutsche Lisa Wulff Quartett, die französische Formation "P4CTET" und das serbische "Schime Trio + Two".

*

Sonntag, 18. November 2018


00:00 Nachrichten


00:05 Die Ö1 Jazznacht
(Fortsetzung) Die Ö1-Jazznacht mit Andreas Felber. Vincent Pongracz im Jazznacht-Studio, Max Zenger Globus und die Finalisten des Euroradio Jazz Competition 2018 beim Jazzfestival Marciac

01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten

Klarinettist Vincent Pongracz zählt zu den originellsten Komponisten der jungen österreichischen Jazzszene: Mit seinem "Synesthetic Octet", dem u. a. Saxofonist Clemens Salesny, Gitarrist Peter Rom, Bassist Manu Mayr und Schlagzeuger Lukas König angehören, lässt er Kammer-Jazz von verblüffend originellem rhythmisch-melodischem Drall hören, entwickelt aus Hip-Hop- und Dubstep-Grooves.

2017 erschien die zweite CD "In The Meanwhile Shoot Me a Movie", die genauso Gesprächsthema sein wird wie die kürzlich erfolgte Rückübersiedlung des 33-Jährigen von Kopenhagen in seine Heimatstadt Wien. Außerdem präsentiert Andreas Felber die Konzerte der vier Finalisten des Euroradio Jazz Competition 2018: Die Entscheidung in der ersten Auflage des Jazzwettbewerbs der EBU nach dem Relaunch ging heuer beim Jazzfestival Marciac in Frankreich über die Bühne. Die Preise sowohl für die beste Band als auch den besten Solisten gingen an die Gruppe "Globus" des finnischen Saxofonisten Max Zenger. Die weiteren Finalisten: Das deutsche Lisa Wulff Quartett, die französische Formation "P4CTET" und das serbische "Schime Trio + Two".


06:00 Nachrichten


06:05 Guten Morgen Österreich


06:30 Uhr Nachrichten


06:55 Zwischenruf
von Susanne Heine


07:00 Nachrichten


07:05 Lebenskunst – Begegnungen am Sonntagmorgen
Lebensweisen – Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen


08:00 Ö1 Journal um acht


08:10 Ö1 heute


08:15 Du holde Kunst
"Ich habe mich in mir selber verirrt". Brigitte Karner liest Gedichte von Jeannie Ebner.
Gestaltung: Edith Vukan und Michael Blees
Bearbeitung: Gudrun Hamböck

"Leben geschieht und geschieht. Durch mich geht es hindurch als sei ich nicht da" heißt es in "Unaufhaltsam", einem von zehn Gedichten Jeannie Ebners, die die Flüchtigkeit der Existenz und die Ungewissheiten der Erkenntnis reflektieren. Zu hören mit Musik von Richard Strauss, Theodor Kirchner, Max Reger, Franz Strauss und Karl Goldmark.

Jeannie Allinger-Ebner, geboren am 17. November 1918 in Sidney, war Schriftstellerin, Übersetzerin und als Herausgeberin bedeutende Förderin von Nachwuchsautorinnen und -autoren der österreichischen Nachkriegsliteratur – unter ihnen Christine Lavant und Thomas Bernhard, der sie in der Figur der Jeannie Billroth in seinem Roman "Holzfällen" wenig schmeichelhaft verewigte. Im Café Raimund der Nachkriegsjahre nahm Ebner die Texte entgegen, die sie für Hans Weigels "Stimmen der Gegenwart" vorsortierte. Später gab sie die Literaturzeitschrift "Literatur und Kritik" heraus (1968-1979) und veröffentlichte dort Übersetzungen polnischer, ungarischer und tschechischer Autorinnen und Autoren.

Neben diesen literaturkritischen Tätigkeiten und ihren Übersetzungen - beispielsweise von Doris Lessing – schuf Jeannie Ebner ihr eigenes literarisches Werk. Ab 1954, als sie ihren Debüt-Roman "Sie warten auf Antwort" publizierte, schrieb sie Romane, Novellen und Gedichte - erschienen in 26 Büchern. Sie starb 2004 in Wien.


09:00 Nachrichten


09:05 Gedanken
Gebaut aus Erde. Die Architektin und Lehmbauexpertin Anna Heringer über Lehm als ökologischen und sozialen Baustoff.
Gestaltung: Jakob Fessler

"Wenn wir mehr mit Lehm bauen würden, würden unsere Städte und Dörfer, unsere Arbeitsplätze und unsere Zuhause nicht nur wesentlich gesünder und nachhaltiger, sondern auch menschlicher und schöner werden".

Für die Architektin Anna Heringer bietet Lehm als Baumaterial zahlreiche Vorteile. Lehm ist gesund und reguliert auf natürliche Weise die Luftfeuchtigkeit.

Als Baustoff ist er meist regional vorhanden und kann schon aus dem Kelleraushub gewonnen werden. Während konventionelle Baustoffe wie Zement bei der Herstellung viel Kohlendioxid verursachen und als Bauschutt zurückbleiben, lässt sich mit Lehm nachhaltig arbeiten, da dieser zur Gänze natürlich abbaubar ist. Rund drei Milliarden Menschen leben heute weltweit in Lehmbauten.

Obwohl Lehmbau eine lange Tradition hat, ist er in Europa und auf anderen Kontinenten mehr und mehr als "Baustoff der armen Leute" verpönt und verdrängt worden. Anna Heringer nennt gerne das Beispiel, dass in China innerhalb von drei Jahren so viel Zement und Beton verbraucht worden ist, wie in den USA im Laufe des gesamten 20. Jahrhunderts. Die international tätige Architektin hat auch regelmäßig ihre eigenen Hände im Lehm. Erde in die Hand zu nehmen, tut der Seele gut, ist Anna Heringer überzeugt.

2005 realisierte sie ihr Diplomarbeitsprojekt, die "METI School" in Rudrapur, einem Dorf im Norden von Bangladesch. Erbaut wurde das zweigeschossige Gebäude aus Lehm, Stroh und Bambus aus der Region, mithilfe der menschlichen Muskelkraft. Bis heute engagiert sich Anna Heringer für Projekte, die dörfliche Strukturen erhalten und fördern. Ihre Ausstellung "This is not a shirt ? This is a playground" ist derzeit bei der Architekturbiennale in Venedig zu sehen.

Für Anna Heringer ist klar, dass nicht nur Architektinnen und Architekten, sondern alle Menschen Räume beeinflussen. Wer ein billiges T-Shirt aus Bangladesch kauft, gestaltet den Lebensraum jener Textilarbeiterinnen mit, die ihr Leben in den Dörfern aufgeben, um unter schlechten Arbeitsbedingungen in den Großfabriken der Stadt zu arbeiten. Mit dem Projekt "Didi Textiles" engagiert sie sich für den Erhalt der dörflichen Strukturen und des traditionellen Textilhandwerks in Bangladesch.

Anna Heringer wurde 1977 in Laufen, einer kleinen, bayerischen Grenzstadt nahe Salzburg geboren. Im Alter von 19 Jahren geht sie für ein Jahr nach Bangladesch und arbeitet dort für die NGO "Dipshikha" im Bereich der nachhaltigen Entwicklungsarbeit. 2004 schließt sie ihr Architekturstudium an der Kunstuniversität Linz ab. Seit 2005 leitet sie ihr eigenes "Studio Anna Heringer".

Die Lehmbauexpertin hat die UNESCO-Professur für Earthen Architecture, Building Cultures and Sustainable Development inne und arbeitete als Gastprofessorin bereits in Wien, Linz, Zürich, München, Stuttgart, Alghero und Harvard. Anna Heringer wurde mit zahlreichen, renommierten Preisen wie dem "Aga-Khan-Preis für Architektur" oder dem "Global Award for Sustainable Architecture" ausgezeichnet.


10:00 Nachrichten


10:05 Ambiente – von der Kunst des Reisens
Reisemagazin, u.a. mit: Meine neue Heimat: St. Pölten. Von Nikolaus Scholz; "Geschafft!" Die erste Kunstbiennale auf Zypern. Von Eva Roither; Bananen und Arcataca – Der Geburtsort von Gabriel García Márquez will touristisch durchstarten. Von Edgar Schütz.
Redaktion: Ursula Burkert

Meine neue Heimat: St. Pölten. In dieser Folge begleitet Ambiente die 16-jährige Sofia Lavvaf durch die niederösterreichische Landshauptstadt, unterer anderem ins Café Central und an den Ratzerstdorfer See. Sofia Lavvaf ist mit ihren Eltern aus dem Iran gekommen, lebt seit 6 Jahren in Österreich, und seit ca. 5 Jahren in St. Pölten. Aktuell ist sie Schülerin der "HAK IT". Sie schreibt: "Ich will mit 20 erfolgreiche Geschäftsfrau sein und dann in Berlin studieren. In St. Pölten kennt sich fast jeder und darum lieb ich es hier so sehr. Es ist eigentlich eine sehr ruhige und freundliche Stadt".

Die erste Kunstbiennale auf Zypern

"Man muss nicht Kunst studiert haben, noch muss man einen gewissen Bekanntheitsgrad erreicht haben, um hier teilzunehmen". Kurator Vassilis Vassiliades und sein Team, bestehend aus Künstler/innen und einer Kunsthistorikerin aus Larnaca, haben sich ein ungewöhnliches Konzept für die erste Biennale überlegt: Die Arbeiten zum Thema "Behälter und Inhalt" (Container & Content) sollten anonym eingereicht werden. Aus über 300 Einreichungen, ungefähr die Hälfte stammte von zypriotischen Künstler/innen, haben die Juror/innen 114 Skulpturen, Installationen, Gemälde sowie Fotografien ausgewählt – und sich dabei nur vom Inhalt überzeugen lassen. Nicht mit großen Namen wollte man punkten, sondern mit ungewöhnlichen, aufregenden Arbeiten, die an drei besonderen Orten in der Hafenstadt ausgestellt sind. Zwei Jahre hätten sie fieberhaft die Biennale vorbereitet. Es sei ein Abenteuer mit unbekanntem Ausgang gewesen, bekennt Vassiliades. Und sie hätten aus ihren Fehlern gelernt. Für die Biennale 2020, das weiß er schon jetzt, würden sie ein wesentlich größeres Team brauchen.

Kolumbien ist einer der größten Bananenexporteure in die EU. Die Plantagen befinden sich Großteils in der Zona Bananera im Norden des Landes nahe der Karibikküste. Große Konzerne produzieren hier ebenso wie kleinere Genossenschaften, die sich am nachhaltigen Anbau orientieren.

Die Geschichte der großen Bananenkompanien des frühen 20. Jahrhunderts finden sich auch im Werk von Gabriel García Márquez wieder, der 1982 den Literaturnobelpreis erhielt. Er wurde am 6. März 1927 in Aracataca geboren. Der Ort wurde 1885 gegründet und liegt im Departamento Magdalena am gleichnamigen Fluss. Seine Heimatstadt diente García Márquez als Vorlage für den Ort Macondo in dem Roman "Hundert Jahre Einsamkeit". Lange Zeit war die 35.000 Einwohner/innen zählende Stadt trotz des berühmten Sohnes eher ein verschlafenes Provinznest, nun aber soll das literarische Erbe auch touristisch genutzt werden. Das Geburtshaus des Autors ist nicht mehr original erhalten, es wurde aber eine Replik nachgebaut. In dieser Casa Museo lässt sich viel über das Leben des Nobelpreisträgers erfahren. Aber auch andere Orte – wie die Casa de Telegrafista – kommen Leser/innen seiner Romane (etwa "Die Liebe in Zeiten der Cholera") wohl bekannt vor …


11:00 Nachrichten


11:03 Matinee (Dolby Surround)
Wiener Symphoniker, Dirigent: Bertrand de Billy; Jasminka Stancul, Klavier. Hector Berlioz: Symphonische Ausschnitte aus: "Roméo et Juliette", Dramatische Symphonie op. 17 * Maurice Ravel: Konzert für Klavier und Orchester G-Dur * César Franck: Symphonie d-Moll FWV 48 (aufgenommen am 14. Oktober im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1)

Maurice Ravel selbst wollte 1932 bei der Uraufführung seines Klavierkonzerts in G-Dur solistisch auftreten. Aus gesundheitlichen Gründen war er dazu jedoch nicht in der Lage, weshalb die bedeutende französische Pianistin Marguerite Long engagiert wurde. Ihr, die ihn zuvor darum gebeten hatte, für sie zu komponieren, widmete er das Werk schließlich auch. Ravel schlägt darin den Bogen von der Klassik – "im Geiste Mozarts" – zum Jazz und macht letzteren endgültig konzertfähig.

Diese großen Zusammenhänge ergründet auch die österreichisch-serbische Pianistin Jasminka Stancul. Ihr Repertoire reicht von Mozart, Haydn und Beethoven bis hin zu César Franck – dessen Symphonie in d-moll im zweiten Teil des Konzerts erklingt – Edvard Grieg und Ravel. Vom slowenischen Musikwissenschafter Franc Kriznar als "Künstlerin von großem musik-poetischen Format" bezeichnet, ist sie seit dem Gewinn des Beethoven Klavierwettbewerbs in Wien ein Fixstern im internationalen Konzertbetrieb. Das französische Programm wird mit Ausschnitten aus Hector Berlioz' dramatischer Symphonie Roméo et Juliette ergänzt.
(Wiener Symphoniker)


11:50 (in der Pause) Intermezzo – Künstlerinnen und Künstler im Gespräch


12:10 Matinee
Wiener Symphoniker, Dirigent: Bertrand de Billy (aufgenommen am 14. Oktober im Großen Musikvereinssaal in Wien in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)


12:56 Ö1 heute


13:00 Ö1 Sonntagsjournal


13:10 gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz
Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser raffinierte Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m.

Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen Ende Jänner 2019 in einer öffentlichen Superchampions-Runde um eine Ö1 Flusskreuzfahrt für zwei Personen am Rio Douro in Portugal.

Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter:
oe1.orf.at/quiz/anmeldung


14:00 Nachrichten


14:05 Menschenbilder
"Das ABC der Gefühle" – Die Therapeuten Gabriele Frick-Baer und Udo Baer

"Wie Kinder fühlen", "Würde und Eigensinn", "Flucht und Trauma" – die Liste ihrer erfolgreichen Bücher ist lang. Gabriele Frick-Baer und Udo Baer haben in Deutschland gemeinsam die Zukunftswerkstatt therapie kreativ aufgebaut, beide sind die Begründer des Konzepts "Kreative Leibtherapie".

Die Erziehungswissenschaftlerin und Pädagogin Gabriele Frick-Baer hat sich viel mit Traumafolgen beschäftigt, ihr Mann, Udo Baer, der in Gesundheitswissenschaften promovierte, versteht sich als "künstlerischer Therapeut". In seinem aktuellen Buch "Die Weisheit der Kinder" entschlüsselt er Verhaltensweisen von Kindern im Alltag. In der von Gabriele Frick-Baer und Udo Baer geleiteten Zukunftswerkstatt therapie kreativ in Neukirchen werden seit dem Jahr 1987 Tanz-, Musik- und Kunsttherapeuten ausgebildet. Zahlreiche Fortbildungen in verschiedensten Bereichen werden angeboten.

Das Ehepaar veröffentlicht im renommierten Beltz & Gelberg-Verlag die Schriftenreihe "Bibliothek der Gefühle".

Ein gemeinsames Gespräch über "Das ABC der Gefühle …"
Gestaltung: Heinz Janisch


14:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


15:00 Nachrichten


15:05 Apropos Oper
Zu Gast im Teatro Regio von Turin: Ausschnitte aus Giuseppe Verdis Oper "I Lombardi alla prima crociata", mit Angela Meade (Giselda), Gabriele Mangione (Arvino), Alex Esposito (Pagano), Francesco Meli (Oronte) u.a. sowie Chor und Orchester des Teatro Regio unter der musikalischen Leitung von Michele Mariotti (aufgenommen am 17. April 2018).
Gestaltung: Michael Blees


16:00 Ex libris
Bücher, Menschen, Themen
Moderation: Julia Zarbach
Hass. Zorn. Schmerz.

Ursula Krechel: Geisterbahn, Roman, Jung & Jung Verlag
Hanna Sukare: Schwedenreiter, Roman, Otto Müller Verlag
Mela Hartwig: Inferno, Roman, Droschl Verlag
Natascha Wodin: Irgendwo in diesem Dunkel, Rowohlt Verlag
Zoltán Danyi: Der Kadaverräumer, Roman, Suhrkamp Verlag (Übersetzung: Terézia Mora)
Jugendbuch des Monats
Vorgestellt von Karin Haller


16:55 Ö1 heute


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:10 Spielräume Spezial
Beatles 1968.
Gestaltung: David Baldinger

Der Auftrag an den Journalisten und Autor Hunter Davies war klar: die offizielle Geschichte der Beatles sollte verfasst werden. Dass die Band ausgerechnet 1968 ihre Geschichte erzählen möchte, ist kein Zufall. Noch sehen die Fab Four zumindest von außen wie eine unerschütterliche Einheit aus.

In der Wigmore Street 95 logiert nun Apple, die Business gewordene Vision der Band, Kreativität nicht wegen fehlenden Kapitals brach liegen zu lassen. Jeder war willkommen – und fast jeder kam auch. Eine Art "westlicher Kommunismus" sollte es werden, meinte Paul McCartney. Hinter der Fassade zerbröselt unterdessen die Band.

Brain Epstein ist tot, der Maharishi verblasst und die psychedelischen Farbkleckse des Vorjahres verschwimmen zu einem kühlen, minimalistischen und defensiven Weiß. Yoko Ono und Linda Eastman unterwandern den bisher strikten Kodex der trauten Viersamkeit. "The Beatles", das als Weißes Album bekannte 68-er Werk ist Zeugnis dieses Zerfransens.

Es dokumentiert eine Band, deren Konturen sich auflösen. Immer öfter nehmen die vier alleine auf. George Martin sitzt mit Schokoriegeln am Mischpult und beobachtet das beginnende Scheidungsritual stoisch. Hier McCartneys jubilierendes "Na na na na na,na na na, hey Jude …" dort Lennons gepeinigte "Yes, I'm lonely, want to die". George Harrison komponiert Filmmusik und Ringo Starr steigt gleich aus der Band aus - für 10 Tage.

McCartney produziert Mary Hopkin, Lennon und Ono tauchen in ihr höchst privates Nest ab. Ihre Welt betrachten sie durch einen in Heroin getränkten Schleier tauber Wohligkeit. Die Spielräume Spezial fühlen den unregelmäßigen Puls der Beatles im Umbruchsjahr 1968.


17:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:15 Moment am Sonntag
Sich Quälen für den Erfolg
Schwimmen, Laufen, Üben – bis an die Grenze
Ein Einblick in das Leben von Leistungssportler/innen

Was treibt Sportler an, die täglich trainieren, auf viele Freuden des Lebens verzichten und oft schwere Verletzungen erleiden? Denn sehr wenige verdienen damit sehr viel Geld. Der Alltag von Leistungssportlerinnen und -sportlern ist von physischen und psychischen Belastungen geprägt. Über die verschiedenen Anforderungen im Einzel- und im Mannschaftssport und was für die Menschen, die Spitzensport betreiben, das beglückende Element ist.

Gestaltung: Momo Kunishio und Alois Schörghuber


19:00 Nachrichten


19:05 Contra – Kabarett und Kleinkunst
"Gemmas an", "Aus Liebe", "Doppelklick" und "Einzelhaft". Der heftige Kabarett-Herbst 2018 im Zeitraffer.
Gestaltung: Peter Blau

An die 40 Premieren sind zwischen September und Mitte November über die heimischen Kabarettbühnen gegangen. Peter Blau bietet eine Rückschau auf einige jener kleinkünstlerischen Ereignisse, die in Contra bislang noch nicht vorgestellt worden sind. Neues gibt es u.a. von Pepi Hopf, der unter dem Titel "Gemmas an!" ein Programm über Arbeit erarbeitet hat.

Der deutsche Kabarettist, Autor und Liedermacher Tilman Birr stellte in Österreich sein Solo " …alles andere später" vor. Die Produktion "Doppelklick" kommt aus der Humorwerkstatt der Kärntner Zwillingsschwestern Birgit und Nicole Radeschnig. Mathias Novovesky versucht es mit "Einzelhaft" und Ulrike Haidacher – eine Ecke des Duos "Flüsterzweieck" – präsentiert mit "Aus Liebe" ihr erstes Soloprogramm. Ein bunter Kabarett-Herbst, mit vielen kleinen Überraschungen.


19:30 Ö1 Kunstsonntag: Überblick


19:33 Ö1 Kunstsonntag: Radiosession
Radiosession mit Helmut Jasbar. Klangzeug-Orchester: Lisa Hofmaninger, Lukas Leitner, Judith Ferstl, Sebastian Simsa

Sehr richtig, die Assoziation mit dem "Zeug". Das Wort steht für existenziell Notwendiges, für Dinge, die man braucht, um den Fährnissen des Lebens begegnen zu können. Die Musik soll genau das sein, unentbehrlich, aber auch selbstverständlich – wie ein Werkzeug, das uns durch die Tage begleitet. Die jungen Musikerinnen und Musiker des Wiener "Klangzeug-Orchesters" ergänzen einander perfekt, sowohl in der Ausführung ihrer Kompositionen als auch in spontaner Interaktion. Lisa Hofmaninger (Sopransaxofon, Bassklarinette), Lukas Leitner (Klavier, Keyboards), Judith Ferstl (Kontrabass) und Sebastian Simsa (Schlagzeug) bilden das vielleicht kleinste Orchester der Welt und spielen mit Umsicht, Gelassenheit und einer reichen Palette an jazzigen Klangfarben.


20:15 Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren
"Ich bin auch nur ein Arschloch." Ein Aufruf zum Umdenken von Milo Rau.
Feature von Monika Kalcsics

Ein Tribunal im Dschungel, ein Völkermordradio auf der Bühne, eine Partei zur Einführung des Ausländerstimmrechts. In den Aktionen und Performances des Schweizer Autors und Regisseurs Milo Rau verschränken sich Bühne und Realität. In seinen Werken verhandelt er die Moral hinter der Politik. "Zynischer Humanismus" nennt er die eurozentrische Betroffenheitskultur, denn das Schreckliche sei ja, dass es kein Anderes mehr gebe. "Es gibt nur noch das multiplizierte Eigene, es gibt nur einen einzigen planetaren Innenraum, im Realen genauso wie im Imaginären". Er fordert daher einen "globalen Realismus", denn die aktuellen Künste hätten nicht einmal den Ansatz einer Sprache für dieses Endspiel des Humanen gefunden.

2007 gründete Milo Rau die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft "International Institute of Political Murder" (IIPM). Seine Produktionen stehen für eine dokumentarisch und ästhetisch verdichtete Form politischer Kunst. "Realtheater" nannte der deutsche Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge Milo Raus Ästhetik einmal. Seit 2007 hat das IIPM mehr als 50 Theaterinszenierungen, Filme, Bücher, Ausstellungen und Aktionen in mehr als 30 Ländern realisiert. Seit Herbst 2018 ist Milo Rau Intendant des Nationaltheaters Gent. Im November erhält er den von der EU-Kommission verliehenen Theaterpreis "Europe Prize Theatrical Realities".

Studiotechnik: Fridolin Stolz
Redaktion: Alfred Koch


21:00 Ö1 Kunstsonntag: Milestones
Ö1 Kunstsonntag: Milestones mit Johann Kneihs. Ein Stern im Mondschein: Billie Holidays frühe Jahre 1935 bis 1938

Als Teenager hat sich Billie Holiday, geboren 1915, einen Namen in New Yorker Clubs gemacht, mit zwanzig Jahren erhält sie ihren ersten Plattenvertrag. Der Auftrag: mit Musikern unter der Leitung des nur wenig älteren Pianisten Teddy Wilson populäre Songs im gerade modernen Swing-Stil aufzunehmen. Die Einspielungen aus den Jahren 1935 bis '38 haben zum Teil noch nicht die zartbittere Melancholie der späteren Billie Holiday, wirken gelegentlich verspielter, aber bereits bemerkenswert souverän.

Hits wie "What a Little Moonlight Can Do" machen die Sängerin berühmt. Mit Lester Youngs Saxofon als zweiter "Stimme" interpretiert Billie Holiday aber auch Songs, die von einer früh erfahrenen Härte des Lebens (oder von enormem Einfühlungsvermögen) zeugen. In diesen Sessions der frühen Jahre mit dem Teddy Wilson Orchestra entstehen viele bis heute gerühmte Interpretationen von Stücken des Billie-Holiday-Repertoires.


21:40 Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte
"Einen Wald geerbt".Von MartinPeichl. Es liest: Michael Dangl.
Redaktion: Edith-Ulla Gasser


22:00 Nachrichten


22:05 Ö1 Kunstsonntag: Überblick


22:08 Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended
Die Lieblingskompositionen der Pianistin, Improvisatorin, Elektronik-Musikerin und Komponistin Katharina Klement.
Gestaltung: Rainer Elstner

Die in Graz geborene Katharina Klement hat sowohl als Komponistin als auch als Improvisatorin und Interpretin zu einer höchst individuellen klangliche Gestaltungskunst gefunden. Dabei ist Musik für sie "Alles, was klingt". Entsprechend vielfältig sind die musikalischen Mittel, die sie äußerst präzise einzusetzen weiß, vom Spiel im Klavierkorpus (ihrem Hauptinstrument), über Elektronik bis hin zu Papier, Metall Spielzeug und Betonmaschinen.

Klement studierte Klavier, Komposition und Elektroakustische Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien und erfüllt ebendort seit 2006 einen Lehrauftrag am Lehrgang "Computermusik und Elektronische Medien". In "Zeit-Ton extended" stellt Klement eine Auswahl an Musikstücken vor, die sie geprägt haben.


22:55 Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In


23:00 Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio
Female Voices von Renata Roman

In ihrem neuen Radiostück "Female Voices" arbeitet die aus Brasilien stammende Künstlerin Renata Roman mit Stimmen von Künstlerinnen, Aktivistinnen und überhaupt von Frauen.

*

Montag, 19. November 2018


00:00 Nachrichten


00:05 Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 3:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Religion und Vernunft". Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich zum 250. Geburtstag des evangelischen Theologen Friedrich Schleiermacher. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Friedrich Schleiermacher (1768 – 1834) gilt als der bedeutendste evangelische Theologe des 19. Jahrhunderts. Den starren kirchlichen Dogmatismus seiner Zeit lehnte er ebenso ab wie den Rationalismus der Aufklärung. 1799 veröffentlichte er "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern". Diese Reden sind zu einem bahnbrechenden und bis heute Maßstäbe setzenden Text geworden, der sich gezielt an die richtet, die mit Religion nichts mehr anzufangen wissen.

Schleiermacher entfaltet sein Anliegen in virtuoser Weise, geprägt von Sprache und Gedankenwelt der Frühromantik. Religion geht für ihn nicht in metaphysischer Spekulation oder Moral auf, sie ist für ihn "Anschauung und Gefühl", die neben Vernunft und Moral in einer eigenen "Provinz" in der Seele jedes Menschen beheimatet ist. So versucht er, Glauben und Vernunft miteinander zu verbinden. Der Knoten der Geschichte - so schreibt er an einen Freund – darf nicht so auseinandergehen, dass das Christentum mit der Barbarei und die Wissenschaft mit dem Unglauben geht.

Schleiermacher hat sich neben der Theologie mit den politischen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit am Ende der napoleonischen Ära engagiert auseinandergesetzt, er hat philosophische und pädagogische Werke verfasst und sich vor allem durch seine Übersetzungen der Dialoge Platons einen bleibenden Namen in der Wissenschaft erworben.

"Religion und Vernunft, Theologie als Wissenschaft, die Pluralität der Religionen und ihr Einfluss auf die Gesellschaft – das sind Themen, die heute von brennender Aktualität sind. Schleiermacher hat zur Klärung und Vertiefung dieser Fragen einen bleibenden und bis heute äußerst anregenden Beitrag gegeben", sagt Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich, der sich anlässlich Schleiermachers 250. Geburtstags "Gedanken für den Tag" macht.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Umkämpfter Freihandel
Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (1).
Gestaltung: Juliane Nagiller

"Trade wars are good, and easy to win", schrieb Donald Trump im Frühjahr auf Twitter. Mit dieser Meinung steht der US-amerikanische Präsident jedoch ziemlich alleine dar. China und die Europäische Union reagieren zwar mit Vergeltung auf die amerikanischen Strafzölle, versuchen aber den aufkeimenden Handelskrieg nicht weiter anzuheizen.

Protektionismus ist schlecht, Freihandel ist gut. Diese Überzeugung wird in der Ökonomie oftmals vertreten. Sie geht auf Adam Smith und David Ricardo zurück. Die beiden Ökonomen stellten fest, dass der Außenhandelsgewinn für die Welt am höchsten ist, wenn sich jedes Land auf die Produktion derjenigen Güter spezialisiert, die es am preiswertesten herstellen kann. Eine globale Arbeitsteilung erhöht demnach den Wohlstand der Nationen.

Trotzdem griffen Europäer und Amerikaner immer wieder auf Straffzölle und (https://oe1.orf.at/artikel/419125|Kapitalverkehrskontrollen) zurück, um die eigene Wirtschaft zu schützen. So lagen die Zölle in den USA im 19. Jahrhundert bei rund 45%. Erst nach dem zweiten Weltkrieg sanken sie kontinuierlich.

Eine Verliererin des aktuellen Handelsstreits ist die WTO. Die Welthandelsorganisation sollte eigentlich allgemein akzeptierte Regeln für den Außenhandel setzen und die Einhaltung dieser Regeln überwachen. Seit der letzten erfolgreich abgeschlossenen Handelsrunde 1994 herrscht bei der WTO aber Stillstand.

Die Doha-Runde, die den Entwicklungsländern zu mehr Rechten im globalen Handel verhelfen sollte, ist gescheitert. CETA, TTIP, NAFTA und TPP: Bilaterale Abkommen verdrängen den multilateralen Ansatz in der Handelspolitik. Obwohl die EU sich aktuell für den Freihandel stark macht, setzt sie selbst in einigen Bereichen auf Protektionismus. Der Agrarbereich wird seit Jahrzehnten geschützt. Ebenso gibt es Strafzölle auf Dumpingprodukte wie chinesische Bügelbretter, kanadischen Biodiesel und Fahrräder aus Kambodscha.

Auch Handelskriege erfordern Kriegskunst. Durch die Stahl- und Aluminiumzölle könnten laut der britischen Zeitschrift "The Economist" 33.000 Jobs geschaffen werden. Gleichzeitig sind aber rund 180.000 Jobs gefährdet, da die Metallverarbeitung teurer wird. Die amerikanische Leistungsbilanz weist seit Jahrzehnten ein Minus aus.

Die USA gelten global als "consumer of last resort". Da sie sich in ihrer eigenen (https://oe1.orf.at/artikel/439323|Währung) verschuldet, wird die Zahlungsfähigkeit der USA nie angezweifelt. Der Dollar gilt als sicherer Hafen. Die Schattenseite: Die USA können im Kampf gegen ihr Leistungsbilanzungleichgewicht den Wechselkurs nicht anpassen. Eine Waffe, auf die China sehr wohl zurückgreifen kann.

Der globale Handel steckt in der Sackgasse. Donald Trump reagiert darauf mit einer Kriegserklärung. Ob das globale Ungleichgewicht so beseitigt werden kann, bleibt fraglich. Statt auf eine Rückkehr zum Multilateralismus, setzt der US-amerikanische Präsident auf Unilateralismus. Der Stärkere und Aggressivere soll gewinnen.


09:30 Radiokolleg – Datenpunkte im Informationszeitalter
1900, 1979, 1991, 2007 (1).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut.

*1900 Straße der Zukunft*
Ein rollender Gehsteig war 1900 eine der technischen Attraktion bei der Weltausstellung in Paris, Besucherinnen und Besucher konnten in knapp einer halben Stunde auf drei unterschiedlich schnellen Rollbahnen das Ausstellungsgebäude umrunden. Der mobile 3,5 km lange Holz-Trottoir soll viel Lärm gemacht haben, nicht alle waren von dieser Straße der Zukunft begeistert. Von Mobilität, selbstfahrenden Fahrzeugen und von einer intelligenten Stadt träumen wir auch 100 Jahre später noch.

*1979 Rasterfahndung*
Gemeinsam mit Adelheid Schulz erschoss Rolf Heißler, Mitglied der linksextremen terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion" zwei niederländische Zollbeamte. Es war der 1. November 1978. Knapp ein Jahr später, am 9. Juni 1979 konnte er in Frankfurt am Main ausfindig gemacht und festgenommen werden. Den Behörden gelang das mit einer neuen Methode, der Rasterfahndung. Nach wie vor kommt sie weltweit zum Einsatz, mittlerweile durchforsten Computerprogramme riesige Datenbanken auf der Suche nach Mustern, um Verbrecher zu finden, mitunter auch, um Verbrechen vorhersagen zu können, bevor sie überhaupt passieren. Mittlerweile ist Rasterfahndung unter dem Schlagwort "Big Data" in viele Bereiche des Lebens vorgedrungen.

*1991 PGP*
Die Verschlüsselungs-Software "Pretty Good Privacy" sollte es jedem, insbesondere Bürgerbewegungen ermöglichen, die Kommunikation via E-Mail mit dem sogenannten "Public Key"-Verfahren zu schützen. Fast wäre die Vision des amerikanischen Erfinders Phil Zimmermann gescheitert. Mitten in den Cryptowars der 1990er-Jahre, in denen die US-Regierung versuchte, die private Verschlüsselung von Daten zu verbieten, fiel auch diese neuartige Verschlüsselungsmethode unter besondere Exportbestimmungen. Erst durch einen gefinkelten Trick fand der Quellcode den Weg in die digitale Welt.

*2007 Hashtag*
Seit 2007 hilft ein kleines Schriftzeichen dabei, Themen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu sortieren: Doppelkreuz, Rautezeichen oder auch Hashtag genannt. Ereignisse, Wahlen oder Aufreger werden mit einem Schlagwort gekennzeichnet und sind so auffindbar. Unter #Aufschrei etwa teilten 2013 tausende Frauen ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus, sexuellen Übergriffen und Missbrauch auf Twitter und sorgten für eine Sexismus-Debatte in den Massenmedien, 2017 international unter dem Hashtag #Metoo. Einst Rautetaste am Mobiltelefon, heute einflussreiches Werkzeug zum Filtern und Sortieren.


09:45 Radiokolleg – Ein Musikstar vor 500 Jahren
Der Komponist Pierre de la Rue (1).
Gestaltung: Nadja Kayali

Bei seinem Geburtsdatum gibt es eine Schwankungsbreite von einem Jahrzehnt, aber sein Todestag ist gesichert: der 18. November 1518. Vor 500 Jahren also starb Pierre de la Rue, Sänger, Komponist und Vertreter der franko-flämischen Musik.

Neben den biografischen Daten weiß man aber vor allem eines über Pierre de la Rue: er arbeitete Zeit seines Lebens am Hof in Burgund unter verschiedenen Herrscherinnen und Herrschern der Habsburger. Maximilian I. und dessen Kinder, Philipp der Schöne und Margarete von Österreich, waren die Dienstgeber der Grande chapelle, in der de la Rue als Sänger tätig war. Die Position eines Hofkomponisten gab es in der Hofkapelle damals nämlich nicht, vor allem auch deswegen, da sich erst in der Renaissance die Vorstellung von einem "Komponisten" verfestigen musste.

De la Rues Musikstücke sind in der Stilistik seiner Zeit gehalten, nämlich der ein- und mehrstimmigen Vokalmusik. Höchst kunstvoll gearbeitet, angereichert mit Neuerungen sind de la Rues Werke in Prachthandschriften erhalten, die von der Bedeutung des Musikers zeugen.

Im Radiokolleg anlässlich zu Pierre de la Rues 500. Todestag setzt Nadja Kayali den Künstler und dessen Lebensverhältnisse an den Höfen der Habsburger in Verbindung zu den Ereignissen der Zeit.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
mit Stefan Höfel. Kuriositäten des Instrumentenbaus.

Ohne Franz Schuberts "Sonate für Arpeggione und Pianoforte" (D 821) wäre dieses Instrument heute wohl völlig unbekannt. Immer wieder haben findige Instrumentenbauer ihre teils aberwitzigen Ideen realisiert und so sind beispielsweise das Vierteltonklavier, die Glasharfe oder das Pyrophon (ein orgelähnliches Tasteninstrument bei dem Glaspfeifen durch Flammen zum Schwingen angeregt werden) entstanden.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
Ex libris-Nachlese. "Irgendwo in diesem Dunkel" von Natascha Wodin.
Gestaltung: Peter Zimmermann


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Gustav Danzinger.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
Alte Musik im Konzert. Tage Alter Musik Regensburg. La Folia Barockorchester.
Gestaltung: Jörg Duit

2007: Ein paar unternehmungslustige, hervorragend ausgebildete, unerschrockene Musiker gründen ein Ensemble. Kein Konzert in Aussicht, keine Produktion, keine Aufführungsangebote. Der Motor – so die Selbstbeschreibung der Gruppe - ist einzig und allein die Lust zu musizieren.

Nun ja, jetzt, wo das Orchester schon lang einen Namen hat, nämlich: La Folia Barockorchester, heißt es, es sei vielmehr die Lust Lärm zu machen gewesen, lärmende Lustbarkeit, abgeleitet von LA FOLLIA.

Wie dem auch sei, wenn ein Orchester mehr als 10 Jahre existiert, und Schritt für Schritt Repertoire aufbaut und dabei Erfolg hat, darf man annehmen, dass aus der spontanen Lust offenbar einerseits erfüllte Lust, andererseits Lust auf mehr geworden ist, auch unersättliche Lust, genährt durch den in seiner reinsten Form höchst suchtverdächtigen Rohstoff Musik. Bach-Bearbeitungen und Originalwerke.


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Passagen
Literatur ist der Rede wert.
(aufgenommen am 9. Oktober 2018 im Literaturhaus Graz)
Moderation und Bearbeitung: Robert Weichinger

Drei literarische Neuerscheinungen, von einer journalistischen Kritikerrunde unter die Lupe genommen.

Unter der Leitung von Robert Weichinger diskutieren Erich Klein (Übersetzer und Literaturkritiker), Brigitte Schwens-Harrant (Die Furche) und Klaus Kastberger (Literaturprofessor am Franz-Nabl-Institut der Universität Graz und Leiter des Grazer Literaturhauses)

Die Buchauswahl:
Juli Zeh: "Neujahr" (Luchterhand)
Robert Seethaler: "Das Feld" (Hanser)
Eckhart Nickel: Hysteria" (Piper)

Bearbeitung: Robert Weichinger


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs.


17:55 Betrifft: Geschichte
Die Ermordung von John F. Kennedy. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck, und Publizist.
Gestaltung: David Winkler

Ebner Kennedy war seit dem 20. Jänner 1961 35. US-Präsident und mit 43 Jahren der jüngste in dieses Amt gewählte Politiker. Mit ihm und seiner Frau Jacqueline schien ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Dieser Präsident hatte Charisma, er verkörperte Jugendlichkeit, Hoffnung auf Fortschritt, Freiheit und Frieden und war eine starke Führungspersönlichkeit. In seine Amtszeit fallen die zwei gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges: Berlin und Kuba. In der Innenpolitik fokussierte er die Nation auf den Flug zum Mond; in der Bürgerrechtsbewegung leitete er Reformen ein.

Er wurde am 22. November 1963 um 12.30 Uhr in Dallas/Texas in der Elm Street von zwei Schüssen getroffen und eine halbe Stunde später offiziell für tot erklärt. Amerika fiel in Schockstarre.

Als Täter wurde Lee Harvey Oswald verhaftet, der zwei Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby vor laufenden Fernsehkameras erschossen wurde. Eine Untersuchungkommission bestätigte ein Jahr später, dass Oswald der alleinige Täter war. Also keine Verschwörung: keine Mafia, keine CIA, kein Fidel Castro? Viele bezweifeln das bis heute. Ein Großteil der Kommissionsakten war bis 2017 unter Verschluss. US-Präsident Donald Trump hat die meisten von ihnen im letzten Jahr freigegeben. Neue Enthüllungen gab es leider nicht.

Der Mythos Kennedy aber lebt fort. Es lohnt, sich an ihn zu erinnern - auch mit Blick auf seine Nachfolger im Weißen Haus.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Überzüchtungen bei Haustieren.
Von Daphne Hruby

Atemnot, ausgekugelte Kniegelenke, Taubheit, entzündete Augen bis hin zum Verlust des Sehvermögens: Symptome wie diese sind das Resultat von Überzüchtungen. Lange Zeit wurden Rasse-Haustiere als extravagantes Accessoire oder Prestigeobjekt gesehen und gehandelt, während die gesundheitlichen Folgen ignoriert wurden. Wobei in Österreich die sogenannte Qualzucht eigentlich verboten ist.

Dennoch werden Mops, Perserkatzen oder Widderkaninchen auf heimischen Messen in all ihrer überzüchteten Pracht zur Schau gestellt und ausgezeichnet. Und der inzwischen rege Internethandel verschärft das Problem zusätzlich. – Während Tierschützer/innen und Veterinärmediziner/innen dagegen Sturm laufen, versuchen Wissenschafter/innen die gesundheitlichen Schäden wieder aus den Tieren "herauszuzüchten". Ob strengere Standards der Zuchtverbände etwas bewirken, ist fraglich, denn die meisten Züchter sind Laien, denen kaum bewusst ist, was sie den Tieren antun.


19:30 On stage
On stage mit Andreas Felber. Violoncello solo, Percussion solo: Lukas Lauermann, Mino Cinelu

Zwei hochinteressante Solokonzerte standen am Eröffnungstag des heurigen Outreach-Festivals im SZentrum in Schwaz auf dem Programm: Der u. a. für Pop-Sängerin "Soap & Skin" und im Kammer-Jazz-Ensemble "Donauwellenreiter" tätige Wiener Lukas Lauermann erzeugte mittels Cello und Loop-Generator weitausladende, elegische Klangräume, unterbrochen durch Geräuschstrukturen direkt am Corpus des Instruments und Momente aggressiver Motorik.

Der 61-jährige Franzose Mino Cinelu hingegen, in den 1980er Jahren Teil der Miles-Davis-Band und zudem bei Sting und Weather Report im Einsatz, zählt zu den bekanntesten Perkussionisten der Jazz- und Popwelt: Er erzeugte am 2. August 2018 an elektronischer Wavedrum sowie mittels Stimme, Triangel und Gitarre eine geradezu orchestrale Soundfülle, wobei sich für einzelne Stücke – darunter Gershwins "Summertime" – auch Trompeter Franz Hackl und Pianist Adam Holzman auf die Bühne gesellten. Andreas Felber präsentiert die Höhepunkte beider Konzerte.


21:00 Ex libris
Bücher, Menschen, Themen


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Umkämpfter Freihandel. Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (1).
Gestaltung: Juliane Nagiller

Datenpunkte im Informationszeitalter. 1900, 1979, 1991, 2007 (1).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Ein Musikstar vor 500 Jahren. Der Komponist Pierre de la Rue (1).
Gestaltung: Nadja Kayali


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Die 30. Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik.
Gestaltung: Stefan Höfel

Vor 30 Jahren fand die erste Ausgabe der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik statt. Bei der heurigen Jubiläumsausgabe des Vorarlberger Festivals werden neun Uraufführungen präsentiert. Clara Iannotta zeichnet für das Programm verantwortlich. Sie wurde soeben mit dem Komponistinnen-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ausgezeichnet. Für das Eröffnungskonzert hat sie das Quatuor Diotima eingeladen. Auf dem Programm stehen unter anderem Uraufführungen der früheren Festival-Kuratoren Georg Friedrich Haas und Wolfram Schurig.

*

Dienstag, 20. November 2018


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht
dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Religion und Vernunft". Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich zum 250. Geburtstag des evangelischen Theologen Friedrich Schleiermacher. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Friedrich Schleiermacher (1768 – 1834) gilt als der bedeutendste evangelische Theologe des 19. Jahrhunderts. Den starren kirchlichen Dogmatismus seiner Zeit lehnte er ebenso ab wie den Rationalismus der Aufklärung. 1799 veröffentlichte er "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern". Diese Reden sind zu einem bahnbrechenden und bis heute Maßstäbe setzenden Text geworden, der sich gezielt an die richtet, die mit Religion nichts mehr anzufangen wissen.

Schleiermacher entfaltet sein Anliegen in virtuoser Weise, geprägt von Sprache und Gedankenwelt der Frühromantik. Religion geht für ihn nicht in metaphysischer Spekulation oder Moral auf, sie ist für ihn "Anschauung und Gefühl", die neben Vernunft und Moral in einer eigenen "Provinz" in der Seele jedes Menschen beheimatet ist. So versucht er, Glauben und Vernunft miteinander zu verbinden. Der Knoten der Geschichte - so schreibt er an einen Freund – darf nicht so auseinandergehen, dass das Christentum mit der Barbarei und die Wissenschaft mit dem Unglauben geht.

Schleiermacher hat sich neben der Theologie mit den politischen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit am Ende der napoleonischen Ära engagiert auseinandergesetzt, er hat philosophische und pädagogische Werke verfasst und sich vor allem durch seine Übersetzungen der Dialoge Platons einen bleibenden Namen in der Wissenschaft erworben.

"Religion und Vernunft, Theologie als Wissenschaft, die Pluralität der Religionen und ihr Einfluss auf die Gesellschaft – das sind Themen, die heute von brennender Aktualität sind. Schleiermacher hat zur Klärung und Vertiefung dieser Fragen einen bleibenden und bis heute äußerst anregenden Beitrag gegeben", sagt Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich, der sich anlässlich Schleiermachers 250. Geburtstags "Gedanken für den Tag" macht.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Umkämpfter Freihandel
Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (2).
Gestaltung: Juliane Nagiller

"Trade wars are good, and easy to win", schrieb Donald Trump im Frühjahr auf Twitter. Mit dieser Meinung steht der US-amerikanische Präsident jedoch ziemlich alleine dar. China und die Europäische Union reagieren zwar mit Vergeltung auf die amerikanischen Strafzölle, versuchen aber den aufkeimenden Handelskrieg nicht weiter anzuheizen.

Protektionismus ist schlecht, Freihandel ist gut. Diese Überzeugung wird in der Ökonomie oftmals vertreten. Sie geht auf Adam Smith und David Ricardo zurück. Die beiden Ökonomen stellten fest, dass der Außenhandelsgewinn für die Welt am höchsten ist, wenn sich jedes Land auf die Produktion derjenigen Güter spezialisiert, die es am preiswertesten herstellen kann. Eine globale Arbeitsteilung erhöht demnach den Wohlstand der Nationen.

Trotzdem griffen Europäer und Amerikaner immer wieder auf Straffzölle und (https://oe1.orf.at/artikel/419125|Kapitalverkehrskontrollen) zurück, um die eigene Wirtschaft zu schützen. So lagen die Zölle in den USA im 19. Jahrhundert bei rund 45%. Erst nach dem zweiten Weltkrieg sanken sie kontinuierlich.

Eine Verliererin des aktuellen Handelsstreits ist die WTO. Die Welthandelsorganisation sollte eigentlich allgemein akzeptierte Regeln für den Außenhandel setzen und die Einhaltung dieser Regeln überwachen. Seit der letzten erfolgreich abgeschlossenen Handelsrunde 1994 herrscht bei der WTO aber Stillstand.

Die Doha-Runde, die den Entwicklungsländern zu mehr Rechten im globalen Handel verhelfen sollte, ist gescheitert. CETA, TTIP, NAFTA und TPP: Bilaterale Abkommen verdrängen den multilateralen Ansatz in der Handelspolitik. Obwohl die EU sich aktuell für den Freihandel stark macht, setzt sie selbst in einigen Bereichen auf Protektionismus. Der Agrarbereich wird seit Jahrzehnten geschützt. Ebenso gibt es Strafzölle auf Dumpingprodukte wie chinesische Bügelbretter, kanadischen Biodiesel und Fahrräder aus Kambodscha.

Auch Handelskriege erfordern Kriegskunst. Durch die Stahl- und Aluminiumzölle könnten laut der britischen Zeitschrift "The Economist" 33.000 Jobs geschaffen werden. Gleichzeitig sind aber rund 180.000 Jobs gefährdet, da die Metallverarbeitung teurer wird. Die amerikanische Leistungsbilanz weist seit Jahrzehnten ein Minus aus.

Die USA gelten global als "consumer of last resort". Da sie sich in ihrer eigenen (https://oe1.orf.at/artikel/439323|Währung) verschuldet, wird die Zahlungsfähigkeit der USA nie angezweifelt. Der Dollar gilt als sicherer Hafen. Die Schattenseite: Die USA können im Kampf gegen ihr Leistungsbilanzungleichgewicht den Wechselkurs nicht anpassen. Eine Waffe, auf die China sehr wohl zurückgreifen kann.

Der globale Handel steckt in der Sackgasse. Donald Trump reagiert darauf mit einer Kriegserklärung. Ob das globale Ungleichgewicht so beseitigt werden kann, bleibt fraglich. Statt auf eine Rückkehr zum Multilateralismus, setzt der US-amerikanische Präsident auf Unilateralismus. Der Stärkere und Aggressivere soll gewinnen.


09:30 Radiokolleg – Datenpunkte im Informationszeitalter
1900, 1979, 1991, 2007 (2).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut.

*1900 Straße der Zukunft*
Ein rollender Gehsteig war 1900 eine der technischen Attraktion bei der Weltausstellung in Paris, Besucherinnen und Besucher konnten in knapp einer halben Stunde auf drei unterschiedlich schnellen Rollbahnen das Ausstellungsgebäude umrunden. Der mobile 3,5 km lange Holz-Trottoir soll viel Lärm gemacht haben, nicht alle waren von dieser Straße der Zukunft begeistert. Von Mobilität, selbstfahrenden Fahrzeugen und von einer intelligenten Stadt träumen wir auch 100 Jahre später noch.

*1979 Rasterfahndung*
Gemeinsam mit Adelheid Schulz erschoss Rolf Heißler, Mitglied der linksextremen terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion" zwei niederländische Zollbeamte. Es war der 1. November 1978. Knapp ein Jahr später, am 9. Juni 1979 konnte er in Frankfurt am Main ausfindig gemacht und festgenommen werden. Den Behörden gelang das mit einer neuen Methode, der Rasterfahndung. Nach wie vor kommt sie weltweit zum Einsatz, mittlerweile durchforsten Computerprogramme riesige Datenbanken auf der Suche nach Mustern, um Verbrecher zu finden, mitunter auch, um Verbrechen vorhersagen zu können, bevor sie überhaupt passieren. Mittlerweile ist Rasterfahndung unter dem Schlagwort "Big Data" in viele Bereiche des Lebens vorgedrungen.

*1991 PGP*
Die Verschlüsselungs-Software "Pretty Good Privacy" sollte es jedem, insbesondere Bürgerbewegungen ermöglichen, die Kommunikation via E-Mail mit dem sogenannten "Public Key"-Verfahren zu schützen. Fast wäre die Vision des amerikanischen Erfinders Phil Zimmermann gescheitert. Mitten in den Cryptowars der 1990er-Jahre, in denen die US-Regierung versuchte, die private Verschlüsselung von Daten zu verbieten, fiel auch diese neuartige Verschlüsselungsmethode unter besondere Exportbestimmungen. Erst durch einen gefinkelten Trick fand der Quellcode den Weg in die digitale Welt.

*2007 Hashtag*
Seit 2007 hilft ein kleines Schriftzeichen dabei, Themen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu sortieren: Doppelkreuz, Rautezeichen oder auch Hashtag genannt. Ereignisse, Wahlen oder Aufreger werden mit einem Schlagwort gekennzeichnet und sind so auffindbar. Unter #Aufschrei etwa teilten 2013 tausende Frauen ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus, sexuellen Übergriffen und Missbrauch auf Twitter und sorgten für eine Sexismus-Debatte in den Massenmedien, 2017 international unter dem Hashtag #Metoo. Einst Rautetaste am Mobiltelefon, heute einflussreiches Werkzeug zum Filtern und Sortieren.


09:45 Radiokolleg – Ein Musikstar vor 500 Jahren
Der Komponist Pierre de la Rue (2).
Gestaltung: Nadja Kayali

Bei seinem Geburtsdatum gibt es eine Schwankungsbreite von einem Jahrzehnt, aber sein Todestag ist gesichert: der 18. November 1518. Vor 500 Jahren also starb Pierre de la Rue, Sänger, Komponist und Vertreter der franko-flämischen Musik.

Neben den biografischen Daten weiß man aber vor allem eines über Pierre de la Rue: er arbeitete Zeit seines Lebens am Hof in Burgund unter verschiedenen Herrscherinnen und Herrschern der Habsburger. Maximilian I. und dessen Kinder, Philipp der Schöne und Margarete von Österreich, waren die Dienstgeber der Grande chapelle, in der de la Rue als Sänger tätig war. Die Position eines Hofkomponisten gab es in der Hofkapelle damals nämlich nicht, vor allem auch deswegen, da sich erst in der Renaissance die Vorstellung von einem "Komponisten" verfestigen musste. De la Rues Musikstücke sind in der Stilistik seiner Zeit gehalten, nämlich der ein- und mehrstimmigen Vokalmusik. Höchst kunstvoll gearbeitet, angereichert mit Neuerungen sind de la Rues Werke in Prachthandschriften erhalten, die von der Bedeutung des Musikers zeugen.

Im Radiokolleg anlässlich zu Pierre de la Rues 500. Todestag setzt Nadja Kayali den Künstler und dessen Lebensverhältnisse an den Höfen der Habsburger in Verbindung zu den Ereignissen der Zeit.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
Lyrische Vielseitigkeit: die Sopranistin Barbara Hendricks. Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Georges Bizet, Giacomo Puccini u.a.
Gestaltung: Robert Fontane

Eine zarte, gläserne Stimme und silberne Töne, die auch in der hohen Lage betörend schimmern konnten, waren die Markenzeichen der amerikanischen Sopranistin Barbara Hendricks. Ihre umfassende Diskografie umfasst eine stattliche Zahl an Aufnahmen, in denen sie ihr umfangreiches Repertoire für die Nachwelt konserviert hat.

Nach ihrem Operndebut im Jahr 1974 hat sie sich Opernrollen von Monteverdi bis Richard Strauss erarbeitet, hat sich daneben dem Lied gewidmet und zudem bei zahlreichen Aufführungen sakraler Musik mitgewirkt. Bernstein, Böhm, Giulini, Karajan und Muti – die Liste der berühmten Dirigenten, mit denen sie gearbeitet hat, ließe sich noch lange fortsetzen.

Nachdem sich die Sängerin von der Opernbühne verabschiedet hat, hat sie sich dem Blues verschrieben und ihr eigenes CD-Label gegründet. Am 20. November feiert die vielseitige Künstlerin ihren 70. Geburtstag.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Freunde". Von Annette Mingels. Es liest Peter Faerber.
Gestaltung: Roland Knie
Präsentation: Gudrun Hamböck

Zwei Dorfbuben zwischen Anziehung und Vertrauensbruch – das Mäandern einer Freundschaft durch die Jahre. Ein wildes Spiel zwischen Gunter und seinem Freund endet mit einer Verletzung des Freundes und mündet in jahrelanges Schweigen. Aber dabei bleibt es nicht.

2017 hat sie mit dem Roman "Was alles war" eine vielbeachtete Familiengeschichte vorgelegt. Auch in ihren Kurzgeschichten beschäftigt sich Annette Mingels mit den komplexen Gefühlsmechanismen menschlicher Beziehungen. Annette Mingels, geboren 1971 in Köln, ist studierte Germanistin und lebt als Schriftstellerin und Kulturjournalistin in Hamburg.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Hans Georg Nicklaus.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
Jean-Yves Thibaudet, Klavier; Lisa Batiashvili, Violine; Gautier Capuçon, Violoncello. Dmitri Schostakowitsch: Klaviertrio Nr. 1 c-Moll op. 8 * Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66 * Maurice Ravel: Trio en la (aufgenommen am 5. November im Großen Musikvereinssaal in Wien).
Präsentation: Stefanie Maderthaner


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Tonspuren
"Ich bin auch nur ein Arschloch." Ein Aufruf zum Umdenken von Milo Rau.
Feature von Monika Kalcsics

Ein Tribunal im Dschungel, ein Völkermordradio auf der Bühne, eine Partei zur Einführung des Ausländerstimmrechts. In den Aktionen und Performances des Schweizer Autors und Regisseurs Milo Rau verschränken sich Bühne und Realität. In seinen Werken verhandelt er die Moral hinter der Politik. "Zynischer Humanismus" nennt er die eurozentrische Betroffenheitskultur, denn das Schreckliche sei ja, dass es kein Anderes mehr gebe. "Es gibt nur noch das multiplizierte Eigene, es gibt nur einen einzigen planetaren Innenraum, im Realen genauso wie im Imaginären". Er fordert daher einen "globalen Realismus", denn die aktuellen Künste hätten nicht einmal den Ansatz einer Sprache für dieses Endspiel des Humanen gefunden.

2007 gründete Milo Rau die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft "International Institute of Political Murder" (IIPM). Seine Produktionen stehen für eine dokumentarisch und ästhetisch verdichtete Form politischer Kunst. "Realtheater" nannte der deutsche Filmemacher und Schriftsteller Alexander Kluge Milo Raus Ästhetik einmal. Seit 2007 hat das IIPM mehr als 50 Theaterinszenierungen, Filme, Bücher, Ausstellungen und Aktionen in mehr als 30 Ländern realisiert. Seit Herbst 2018 ist Milo Rau Intendant des Nationaltheaters Gent. Im November erhält er den von der EU-Kommission verliehenen Theaterpreis "Europe Prize Theatrical Realities".

Studiotechnik: Fridolin Stolz
Redaktion: Alfred Koch


16:45 Heimspiel


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp.


17:55 Betrifft: Geschichte
Die Ermordung von John F. Kennedy. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck, und Publizist.
Gestaltung: David Winkler

Ebner Kennedy war seit dem 20. Jänner 1961 35. US-Präsident und mit 43 Jahren der jüngste in dieses Amt gewählte Politiker. Mit ihm und seiner Frau Jacqueline schien ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Dieser Präsident hatte Charisma, er verkörperte Jugendlichkeit, Hoffnung auf Fortschritt, Freiheit und Frieden und war eine starke Führungspersönlichkeit. In seine Amtszeit fallen die zwei gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges: Berlin und Kuba. In der Innenpolitik fokussierte er die Nation auf den Flug zum Mond; in der Bürgerrechtsbewegung leitete er Reformen ein.

Er wurde am 22. November 1963 um 12.30 Uhr in Dallas/Texas in der Elm Street von zwei Schüssen getroffen und eine halbe Stunde später offiziell für tot erklärt. Amerika fiel in Schockstarre.

Als Täter wurde Lee Harvey Oswald verhaftet, der zwei Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby vor laufenden Fernsehkameras erschossen wurde. Eine Untersuchungkommission bestätigte ein Jahr später, dass Oswald der alleinige Täter war. Also keine Verschwörung: keine Mafia, keine CIA, kein Fidel Castro? Viele bezweifeln das bis heute. Ein Großteil der Kommissionsakten war bis 2017 unter Verschluss. US-Präsident Donald Trump hat die meisten von ihnen im letzten Jahr freigegeben. Neue Enthüllungen gab es leider nicht.

Der Mythos Kennedy aber lebt fort. Es lohnt, sich an ihn zu erinnern - auch mit Blick auf seine Nachfolger im Weißen Haus.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
20 Jahre Internationale Raumstation.
Von Guido Meyer

400 Kilometer über dem Erdboden wird heute Geburtstag gefeiert. Es stoßen an: die sechs Astronauten und Kosmonauten, die derzeit auf der Internationalen Raumstation leben und forschen. Es ist bereits die 57. Expedition auf der ISS. Auf den Tag genau vor 20 Jahren wurde ihr erstes Modul in den Orbit gebracht. Heute ist daraus ein riesiges internationales Forschungslabor geworden, das auch Wirtschaftskrisen und globale Konflikte auf der Erde nicht aus der Umlaufbahn bugsieren konnten. – Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Blick in die Zukunft.


19:30 Das Ö1 Konzert (Dolby Surround)
Grazer Philharmonisches Orchester, Dirigentin: Oksana Lyniv; Kateryna Titova, Klavier. Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18 * Karol Szymanowski: Symphonie Nr. 2 B-Dur op. 19 (aufgenommen am 22. September in der Oper Graz in Dolby Digital 5.1).
Präsentation: Franz Josef Kerstinger.

Beim diesjährigen Eröffnungskonzert stehen sich zwei Werke gegenüber, die – wenn auch stilistisch unterschiedlich – beide durch die Intensität ihrer Klangsprache bestechen: Rachmaninows schwermütiges zweites Klavierkonzert voller melodiöser Eleganz und spätromantischer Melancholie sowie die zweite Symphonie des polnischen Komponisten Karol Szymanowski, die mit ihrer an Richard Strauss und Debussy gemahnenden, expressiv-dramatischen Klangwelt voller origineller Harmonien und dramatischer Stimmungswechseln bereits einen Vorgeschmack auf seine Oper "Król Roger" bietet.
(Oper Graz)


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Umkämpfter Freihandel. Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (2).
Gestaltung: Juliane Nagiller

Datenpunkte im Informationszeitalter. 1900, 1979, 1991, 2007 (2).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Ein Musikstar vor 500 Jahren. Der Komponist Pierre de la Rue (2).
Gestaltung: Nadja Kayali


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Der junge Komponist Jakob Gruchmann setzt neue Impulse am Kärntner Landeskonservatorium.
Gestaltung: Angelika Benke

Jakob Gruchmann, der 1991 in Salzburg geborene aufstrebende junge Komponist, hat noch während seines Studiums an der KUG in Graz die Leitung der Kompositionsklasse am Kärntner Landeskonservatorium (KONSE) übernommen. Mit viel Energie bringt er seine Kreativität und neue Ideen ein und koordiniert u.a. die Matinee "Komponisten am Werk" des KONSE, die alljährlich im Frühjahr stattfindet. Als Komponist ist Gruchmann, dessen erstes Werk bereits 2002 uraufgeführt worden ist, im In- und Ausland in Erscheinung getreten, vom Wiener Musikverein bis zum steirischen herbst, von Costa Rica über London bis München und die USA.

*

Mittwoch, 21. November 2018


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Religion und Vernunft". Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich zum 250. Geburtstag des evangelischen Theologen Friedrich Schleiermacher. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Friedrich Schleiermacher (1768 – 1834) gilt als der bedeutendste evangelische Theologe des 19. Jahrhunderts. Den starren kirchlichen Dogmatismus seiner Zeit lehnte er ebenso ab wie den Rationalismus der Aufklärung. 1799 veröffentlichte er "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern". Diese Reden sind zu einem bahnbrechenden und bis heute Maßstäbe setzenden Text geworden, der sich gezielt an die richtet, die mit Religion nichts mehr anzufangen wissen.

Schleiermacher entfaltet sein Anliegen in virtuoser Weise, geprägt von Sprache und Gedankenwelt der Frühromantik. Religion geht für ihn nicht in metaphysischer Spekulation oder Moral auf, sie ist für ihn "Anschauung und Gefühl", die neben Vernunft und Moral in einer eigenen "Provinz" in der Seele jedes Menschen beheimatet ist. So versucht er, Glauben und Vernunft miteinander zu verbinden. Der Knoten der Geschichte - so schreibt er an einen Freund – darf nicht so auseinandergehen, dass das Christentum mit der Barbarei und die Wissenschaft mit dem Unglauben geht.

Schleiermacher hat sich neben der Theologie mit den politischen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit am Ende der napoleonischen Ära engagiert auseinandergesetzt, er hat philosophische und pädagogische Werke verfasst und sich vor allem durch seine Übersetzungen der Dialoge Platons einen bleibenden Namen in der Wissenschaft erworben.

"Religion und Vernunft, Theologie als Wissenschaft, die Pluralität der Religionen und ihr Einfluss auf die Gesellschaft – das sind Themen, die heute von brennender Aktualität sind. Schleiermacher hat zur Klärung und Vertiefung dieser Fragen einen bleibenden und bis heute äußerst anregenden Beitrag gegeben", sagt Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich, der sich anlässlich Schleiermachers 250. Geburtstags "Gedanken für den Tag" macht.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Umkämpfter Freihandel
Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (3).
Gestaltung: Juliane Nagiller

"Trade wars are good, and easy to win", schrieb Donald Trump im Frühjahr auf Twitter. Mit dieser Meinung steht der US-amerikanische Präsident jedoch ziemlich alleine dar. China und die Europäische Union reagieren zwar mit Vergeltung auf die amerikanischen Strafzölle, versuchen aber den aufkeimenden Handelskrieg nicht weiter anzuheizen.

Protektionismus ist schlecht, Freihandel ist gut. Diese Überzeugung wird in der Ökonomie oftmals vertreten. Sie geht auf Adam Smith und David Ricardo zurück. Die beiden Ökonomen stellten fest, dass der Außenhandelsgewinn für die Welt am höchsten ist, wenn sich jedes Land auf die Produktion derjenigen Güter spezialisiert, die es am preiswertesten herstellen kann. Eine globale Arbeitsteilung erhöht demnach den Wohlstand der Nationen.

Trotzdem griffen Europäer und Amerikaner immer wieder auf Straffzölle und (https://oe1.orf.at/artikel/419125|Kapitalverkehrskontrollen) zurück, um die eigene Wirtschaft zu schützen. So lagen die Zölle in den USA im 19. Jahrhundert bei rund 45%. Erst nach dem zweiten Weltkrieg sanken sie kontinuierlich.

Eine Verliererin des aktuellen Handelsstreits ist die WTO. Die Welthandelsorganisation sollte eigentlich allgemein akzeptierte Regeln für den Außenhandel setzen und die Einhaltung dieser Regeln überwachen. Seit der letzten erfolgreich abgeschlossenen Handelsrunde 1994 herrscht bei der WTO aber Stillstand.

Die Doha-Runde, die den Entwicklungsländern zu mehr Rechten im globalen Handel verhelfen sollte, ist gescheitert. CETA, TTIP, NAFTA und TPP: Bilaterale Abkommen verdrängen den multilateralen Ansatz in der Handelspolitik. Obwohl die EU sich aktuell für den Freihandel stark macht, setzt sie selbst in einigen Bereichen auf Protektionismus. Der Agrarbereich wird seit Jahrzehnten geschützt. Ebenso gibt es Strafzölle auf Dumpingprodukte wie chinesische Bügelbretter, kanadischen Biodiesel und Fahrräder aus Kambodscha.

Auch Handelskriege erfordern Kriegskunst. Durch die Stahl- und Aluminiumzölle könnten laut der britischen Zeitschrift "The Economist" 33.000 Jobs geschaffen werden. Gleichzeitig sind aber rund 180.000 Jobs gefährdet, da die Metallverarbeitung teurer wird. Die amerikanische Leistungsbilanz weist seit Jahrzehnten ein Minus aus.

Die USA gelten global als "consumer of last resort". Da sie sich in ihrer eigenen (https://oe1.orf.at/artikel/439323|Währung) verschuldet, wird die Zahlungsfähigkeit der USA nie angezweifelt. Der Dollar gilt als sicherer Hafen. Die Schattenseite: Die USA können im Kampf gegen ihr Leistungsbilanzungleichgewicht den Wechselkurs nicht anpassen. Eine Waffe, auf die China sehr wohl zurückgreifen kann.

Der globale Handel steckt in der Sackgasse. Donald Trump reagiert darauf mit einer Kriegserklärung. Ob das globale Ungleichgewicht so beseitigt werden kann, bleibt fraglich. Statt auf eine Rückkehr zum Multilateralismus, setzt der US-amerikanische Präsident auf Unilateralismus. Der Stärkere und Aggressivere soll gewinnen.


09:30 Radiokolleg – Datenpunkte im Informationszeitalter
1900, 1979, 1991, 2007 (3).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut.

*1900 Straße der Zukunft*
Ein rollender Gehsteig war 1900 eine der technischen Attraktion bei der Weltausstellung in Paris, Besucherinnen und Besucher konnten in knapp einer halben Stunde auf drei unterschiedlich schnellen Rollbahnen das Ausstellungsgebäude umrunden. Der mobile 3,5 km lange Holz-Trottoir soll viel Lärm gemacht haben, nicht alle waren von dieser Straße der Zukunft begeistert. Von Mobilität, selbstfahrenden Fahrzeugen und von einer intelligenten Stadt träumen wir auch 100 Jahre später noch.

*1979 Rasterfahndung*
Gemeinsam mit Adelheid Schulz erschoss Rolf Heißler, Mitglied der linksextremen terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion" zwei niederländische Zollbeamte. Es war der 1. November 1978. Knapp ein Jahr später, am 9. Juni 1979 konnte er in Frankfurt am Main ausfindig gemacht und festgenommen werden. Den Behörden gelang das mit einer neuen Methode, der Rasterfahndung. Nach wie vor kommt sie weltweit zum Einsatz, mittlerweile durchforsten Computerprogramme riesige Datenbanken auf der Suche nach Mustern, um Verbrecher zu finden, mitunter auch, um Verbrechen vorhersagen zu können, bevor sie überhaupt passieren. Mittlerweile ist Rasterfahndung unter dem Schlagwort "Big Data" in viele Bereiche des Lebens vorgedrungen.

*1991 PGP*
Die Verschlüsselungs-Software "Pretty Good Privacy" sollte es jedem, insbesondere Bürgerbewegungen ermöglichen, die Kommunikation via E-Mail mit dem sogenannten "Public Key"-Verfahren zu schützen. Fast wäre die Vision des amerikanischen Erfinders Phil Zimmermann gescheitert. Mitten in den Cryptowars der 1990er-Jahre, in denen die US-Regierung versuchte, die private Verschlüsselung von Daten zu verbieten, fiel auch diese neuartige Verschlüsselungsmethode unter besondere Exportbestimmungen. Erst durch einen gefinkelten Trick fand der Quellcode den Weg in die digitale Welt.

*2007 Hashtag*
Seit 2007 hilft ein kleines Schriftzeichen dabei, Themen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu sortieren: Doppelkreuz, Rautezeichen oder auch Hashtag genannt. Ereignisse, Wahlen oder Aufreger werden mit einem Schlagwort gekennzeichnet und sind so auffindbar. Unter #Aufschrei etwa teilten 2013 tausende Frauen ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus, sexuellen Übergriffen und Missbrauch auf Twitter und sorgten für eine Sexismus-Debatte in den Massenmedien, 2017 international unter dem Hashtag #Metoo. Einst Rautetaste am Mobiltelefon, heute einflussreiches Werkzeug zum Filtern und Sortieren.


09:45 Radiokolleg – Ein Musikstar vor 500 Jahren
Der Komponist Pierre de la Rue (3).
Gestaltung: Nadja Kayali

Bei seinem Geburtsdatum gibt es eine Schwankungsbreite von einem Jahrzehnt, aber sein Todestag ist gesichert: der 18. November 1518. Vor 500 Jahren also starb Pierre de la Rue, Sänger, Komponist und Vertreter der franko-flämischen Musik.

Neben den biografischen Daten weiß man aber vor allem eines über Pierre de la Rue: er arbeitete Zeit seines Lebens am Hof in Burgund unter verschiedenen Herrscherinnen und Herrschern der Habsburger. Maximilian I. und dessen Kinder, Philipp der Schöne und Margarete von Österreich, waren die Dienstgeber der Grande chapelle, in der de la Rue als Sänger tätig war. Die Position eines Hofkomponisten gab es in der Hofkapelle damals nämlich nicht, vor allem auch deswegen, da sich erst in der Renaissance die Vorstellung von einem "Komponisten" verfestigen musste.

De la Rues Musikstücke sind in der Stilistik seiner Zeit gehalten, nämlich der ein- und mehrstimmigen Vokalmusik. Höchst kunstvoll gearbeitet, angereichert mit Neuerungen sind de la Rues Werke in Prachthandschriften erhalten, die von der Bedeutung des Musikers zeugen.

Im Radiokolleg anlässlich zu Pierre de la Rues 500. Todestag setzt Nadja Kayali den Künstler und dessen Lebensverhältnisse an den Höfen der Habsburger in Verbindung zu den Ereignissen der Zeit.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Anklang
mit Stefanie Maderthaner.
Josef Suk: Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello g-Moll op. 8 (Pavel Stepan, Suk Quartett)

Als Schwiegersohn von Antonin Dvorak repräsentierte der Komponist Josef Suk (geb. 1874 in Prag) wie kein anderer den Aufbruch der tschechischen Musikwelt in die frühe Moderne. Seine Kammermusikwerke stammen allerdings eher aus der Zeit seines frühen, hochromantischen Schaffens – als er noch stark beeinflusst war von seinem Lehrer Antonin Dvorak und wahrscheinlich auch schon verliebt in dessen Tochter Ottilie, die er dann auch heiratete.

Darunter das g-Moll-Klavierquintett mit seinem rhythmisch prägnanten und energischen Kopfsatz, dem choralhaften "Religioso"-Adagio, dem Scherzo, das der Bratsche eine Solofunktion einräumt und zuletzt mit einem Finale, in dem Josef Suk dem zukünftigen Schwiegervater Dvorak auf seine Weise Referenz erweist und ganz im "Dvorak-Gestus" komponiert.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Geschichten von meiner Großmutter" und "Hitlerjunge Papanek". Zwei Erzählungen von Erich Fried (30. Todestag am 22.11.2018). Es liest Erwin Steinhauer.
Gestaltung: Edith Vukan
Präsentation: Julia Zarbach

Es sind Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend in Wien, die Erich Fried - im August 1938 über Belgien nach England emigriert – in diesen Geschichten erzählt. Da ist die über alles geliebte Großmutter, deren Schimpfreden und Flüche er als Bub bald schneller sagen und später sogar singen konnte als diese selbst. Da ist das Gymnasium in der Wasagasse, das vor dem März 1938 noch Schüler aller Konfessionen und jeder politischen Zugehörigkeit versammelte. Da ist sein Banknachbar Papanek, der sich für die Hitler-Jugend begeisterte, aber ein jüdisches Mädchen liebte.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Helmut Jasbar.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Das Ö1 Konzert
London Symphony Orchestra, Dirigent: Sir Simon Rattle; Tiffin Girls' Choir; Tiffin Boys' Choir; Tiffin Children's Choir; London Symphony Choir; Philip Cobb und Gábor Tarkövi, Trompete; Elizabeth Watts, Sopran; Alice Coote, Mezzosopran; Allan Clayton, Tenor. H. Birtwistle: Donum Simoni MMXVIII, Fanfare for orchestral brass, woodwind and percussion (Uraufführung) * G. Holst: Edgon Heath op. 47 * M.-A. Turnage: Dispelling the Fears für zwei Trompeten und Orchester * B. Britten: Spring Symphony op.44 für Sopran, Alt, Tenor, Chor, Kinderchor und Orchester (aufgenommen am 12. September im Barbican Centre London; Saison-Eröffnungskonzert des London Symphony Orchestra).
Präsentation: Peter Kislinger


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Praxis – Religion und Gesellschaft


16:40 Das Ö1 Gesundheitsmagazin


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.


17:55 Betrifft: Geschichte
Die Ermordung von John F. Kennedy. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck, und Publizist.
Gestaltung: David Winkler

Ebner Kennedy war seit dem 20. Jänner 1961 35. US-Präsident und mit 43 Jahren der jüngste in dieses Amt gewählte Politiker. Mit ihm und seiner Frau Jacqueline schien ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Dieser Präsident hatte Charisma, er verkörperte Jugendlichkeit, Hoffnung auf Fortschritt, Freiheit und Frieden und war eine starke Führungspersönlichkeit. In seine Amtszeit fallen die zwei gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges: Berlin und Kuba. In der Innenpolitik fokussierte er die Nation auf den Flug zum Mond; in der Bürgerrechtsbewegung leitete er Reformen ein.

Er wurde am 22. November 1963 um 12.30 Uhr in Dallas/Texas in der Elm Street von zwei Schüssen getroffen und eine halbe Stunde später offiziell für tot erklärt. Amerika fiel in Schockstarre.

Als Täter wurde Lee Harvey Oswald verhaftet, der zwei Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby vor laufenden Fernsehkameras erschossen wurde. Eine Untersuchungkommission bestätigte ein Jahr später, dass Oswald der alleinige Täter war. Also keine Verschwörung: keine Mafia, keine CIA, kein Fidel Castro? Viele bezweifeln das bis heute. Ein Großteil der Kommissionsakten war bis 2017 unter Verschluss. US-Präsident Donald Trump hat die meisten von ihnen im letzten Jahr freigegeben. Neue Enthüllungen gab es leider nicht.

Der Mythos Kennedy aber lebt fort. Es lohnt, sich an ihn zu erinnern - auch mit Blick auf seine Nachfolger im Weißen Haus.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Zum 250. Geburtstag des Philosophen Friedrich Schleiermacher.
Von Nikolaus Halmer

"Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein einziger Wille", so lautete die Lebensmaxime von Friedrich Schleiermacher, die er auch in die Praxis umsetzte. Der Philosoph, Theologe und Pädagoge, der die Werke Platons ins Deutsche übertrug, gilt als Begründer der modernen Hermeneutik. Wichtige Themen seiner Schriften waren die Freundschaft und die Geselligkeit, die er im Umgang mit den Frühromantikern, speziell mit Friedrich Schlegel, pflegte.

So wie sie lehnte auch Schleiermacher eine "rein rationale Philosophie" ab. Er war überzeugt, dass jedes Individuum die Fähigkeit besitzt, ein sinnvolles Selbst- und Weltverständnis auszubilden. Dabei spielte die Religion eine zentrale Rolle. Für Schleiermacher war sie "der Sinn und Geschmack fürs Unendliche" und benötigte keine Vermittlung durch kirchliche Institutionen. Die "religiösen Gefühle sollten wie eine heilige Musik alles Tun des Menschen begleiten".


19:30 Alte Musik – neu interpretiert
präsentiert von Colin Mason. Musik von Henry Purcell (1659-1695)

Am 21. November 1695 verstarb der "Orpheus Britannicus", Henry Purcell, einer der größten Komponisten des Barocks und vielleicht der größte englische Komponist aller Zeiten. Von Zeitgenossen und Nachfolgern bewundert, hat Purcell Komponisten von John Blow bis Benjamin Britten und Michael Nyman beeinflusst. Er verkörperte die Vereinigung italienischer, französischer und einheimischer Stilrichtungen und hinterließ als Erbschaft jene einzigartige Kunstform, die die englische Barockmusik bildet.

Der Titel unserer Sendung entstammt dem Text eines Stückes aus Purcells Begräbnismusik für die 1994 verstorbene Königin Maria die Zweite, die März 1695 beigesetzt wurde. Ein Teil dieser Begräbnismusik erklang - kein Jahr später – wieder in der Westminsterabtei bei Purcells eigener Beisetzung.


21:00 Salzburger Nachtstudio
Die Politkwissenschafterin Judith Shklar.
Gestaltung: Michael Reitz

Die Werke der in Riga geborenen US-amerikanischen Politikwissenschafterin Judith Nisse Shklar (1928 – 1992) gelten im englischsprachigen Raum als Schlüsseltexte moderner politischer Theorie. Hierzulande ist sie kaum bekannt, da ihre Texte erst seit kurzer Zeit nach und nach ins Deutsche übersetzt werden. Judith Shklar geht u.a. der Frage nach, was Rechte in einer liberalen Demokratie zu bedeuten haben, und welche Rolle die Freiheit von Furcht dabei spielt. Ihr geht es nicht darum, Utopien zu entwerfen oder wehmütig auf die Urtexte der Demokratie zu verweisen, nach denen man sich richten sollte. Vielmehr heißt es bei ihr, dass liberale Demokratien nicht Projekte zur Verbesserung der Menschheit sind, sondern die bisher besten Überlebenskonzepte von und für Gemeinschaften.

Liberale Demokratien, so ihre These, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie mit dem Schlimmsten rechnen, ohne gleich in Panik oder autoritäre Muster zu verfallen.

Ein Lehrstück in Sachen Robustheit von Demokratien von Michael Reitz.


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Umkämpfter Freihandel. Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (3).
Gestaltung: Juliane Nagiller

Datenpunkte im Informationszeitalter. 1900, 1979, 1991, 2007 (3).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Ein Musikstar vor 500 Jahren. Der Komponist Pierre de la Rue (3).
Gestaltung: Nadja Kayali


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Zeit-Ton Magazin.
Gestaltung: Nina Polaschegg

Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen.

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Donnerstag, 22. November 2018


00:00 Nachrichten


00:05 Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Religion und Vernunft". Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich zum 250. Geburtstag des evangelischen Theologen Friedrich Schleiermacher. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Friedrich Schleiermacher (1768 – 1834) gilt als der bedeutendste evangelische Theologe des 19. Jahrhunderts. Den starren kirchlichen Dogmatismus seiner Zeit lehnte er ebenso ab wie den Rationalismus der Aufklärung. 1799 veröffentlichte er "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern". Diese Reden sind zu einem bahnbrechenden und bis heute Maßstäbe setzenden Text geworden, der sich gezielt an die richtet, die mit Religion nichts mehr anzufangen wissen.

Schleiermacher entfaltet sein Anliegen in virtuoser Weise, geprägt von Sprache und Gedankenwelt der Frühromantik. Religion geht für ihn nicht in metaphysischer Spekulation oder Moral auf, sie ist für ihn "Anschauung und Gefühl", die neben Vernunft und Moral in einer eigenen "Provinz" in der Seele jedes Menschen beheimatet ist. So versucht er, Glauben und Vernunft miteinander zu verbinden. Der Knoten der Geschichte - so schreibt er an einen Freund – darf nicht so auseinandergehen, dass das Christentum mit der Barbarei und die Wissenschaft mit dem Unglauben geht.

Schleiermacher hat sich neben der Theologie mit den politischen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit am Ende der napoleonischen Ära engagiert auseinandergesetzt, er hat philosophische und pädagogische Werke verfasst und sich vor allem durch seine Übersetzungen der Dialoge Platons einen bleibenden Namen in der Wissenschaft erworben.

"Religion und Vernunft, Theologie als Wissenschaft, die Pluralität der Religionen und ihr Einfluss auf die Gesellschaft – das sind Themen, die heute von brennender Aktualität sind. Schleiermacher hat zur Klärung und Vertiefung dieser Fragen einen bleibenden und bis heute äußerst anregenden Beitrag gegeben", sagt Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich, der sich anlässlich Schleiermachers 250. Geburtstags "Gedanken für den Tag" macht.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Radiokolleg – Umkämpfter Freihandel
Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (4).
Gestaltung: Juliane Nagiller

"Trade wars are good, and easy to win", schrieb Donald Trump im Frühjahr auf Twitter. Mit dieser Meinung steht der US-amerikanische Präsident jedoch ziemlich alleine dar. China und die Europäische Union reagieren zwar mit Vergeltung auf die amerikanischen Strafzölle, versuchen aber den aufkeimenden Handelskrieg nicht weiter anzuheizen.

Protektionismus ist schlecht, Freihandel ist gut. Diese Überzeugung wird in der Ökonomie oftmals vertreten. Sie geht auf Adam Smith und David Ricardo zurück. Die beiden Ökonomen stellten fest, dass der Außenhandelsgewinn für die Welt am höchsten ist, wenn sich jedes Land auf die Produktion derjenigen Güter spezialisiert, die es am preiswertesten herstellen kann. Eine globale Arbeitsteilung erhöht demnach den Wohlstand der Nationen.

Trotzdem griffen Europäer und Amerikaner immer wieder auf Straffzölle und (https://oe1.orf.at/artikel/419125|Kapitalverkehrskontrollen) zurück, um die eigene Wirtschaft zu schützen. So lagen die Zölle in den USA im 19. Jahrhundert bei rund 45%. Erst nach dem zweiten Weltkrieg sanken sie kontinuierlich.

Eine Verliererin des aktuellen Handelsstreits ist die WTO. Die Welthandelsorganisation sollte eigentlich allgemein akzeptierte Regeln für den Außenhandel setzen und die Einhaltung dieser Regeln überwachen. Seit der letzten erfolgreich abgeschlossenen Handelsrunde 1994 herrscht bei der WTO aber Stillstand.

Die Doha-Runde, die den Entwicklungsländern zu mehr Rechten im globalen Handel verhelfen sollte, ist gescheitert. CETA, TTIP, NAFTA und TPP: Bilaterale Abkommen verdrängen den multilateralen Ansatz in der Handelspolitik. Obwohl die EU sich aktuell für den Freihandel stark macht, setzt sie selbst in einigen Bereichen auf Protektionismus. Der Agrarbereich wird seit Jahrzehnten geschützt. Ebenso gibt es Strafzölle auf Dumpingprodukte wie chinesische Bügelbretter, kanadischen Biodiesel und Fahrräder aus Kambodscha.

Auch Handelskriege erfordern Kriegskunst. Durch die Stahl- und Aluminiumzölle könnten laut der britischen Zeitschrift "The Economist" 33.000 Jobs geschaffen werden. Gleichzeitig sind aber rund 180.000 Jobs gefährdet, da die Metallverarbeitung teurer wird. Die amerikanische Leistungsbilanz weist seit Jahrzehnten ein Minus aus.

Die USA gelten global als "consumer of last resort". Da sie sich in ihrer eigenen (https://oe1.orf.at/artikel/439323|Währung) verschuldet, wird die Zahlungsfähigkeit der USA nie angezweifelt. Der Dollar gilt als sicherer Hafen. Die Schattenseite: Die USA können im Kampf gegen ihr Leistungsbilanzungleichgewicht den Wechselkurs nicht anpassen. Eine Waffe, auf die China sehr wohl zurückgreifen kann.

Der globale Handel steckt in der Sackgasse. Donald Trump reagiert darauf mit einer Kriegserklärung. Ob das globale Ungleichgewicht so beseitigt werden kann, bleibt fraglich. Statt auf eine Rückkehr zum Multilateralismus, setzt der US-amerikanische Präsident auf Unilateralismus. Der Stärkere und Aggressivere soll gewinnen.


09:30 Radiokolleg – Datenpunkte im Informationszeitalter
1900, 1979, 1991, 2007 (4).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Die Radiokollegreihe "Datenpunkte im Informationszeitalter" rollt anhand von Ereignissen und Momenten der Technikgeschichte die Entwicklung der Informationsgesellschaft im 20. Jahrhunderts auf. Jahreszahlen dienen als Ausgangspunkt für Beiträge über neue Ideen, Thesen, Erfindungen und Arbeiten. Ihnen gemeinsam ist, dass sie in der Vergangenheit Grundsteine für die Zukunft legten, auf die unsere Gegenwart im 21. Jahrhundert aufbaut.

*1900 Straße der Zukunft*
Ein rollender Gehsteig war 1900 eine der technischen Attraktion bei der Weltausstellung in Paris, Besucherinnen und Besucher konnten in knapp einer halben Stunde auf drei unterschiedlich schnellen Rollbahnen das Ausstellungsgebäude umrunden. Der mobile 3,5 km lange Holz-Trottoir soll viel Lärm gemacht haben, nicht alle waren von dieser Straße der Zukunft begeistert. Von Mobilität, selbstfahrenden Fahrzeugen und von einer intelligenten Stadt träumen wir auch 100 Jahre später noch.

*1979 Rasterfahndung*
Gemeinsam mit Adelheid Schulz erschoss Rolf Heißler, Mitglied der linksextremen terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion" zwei niederländische Zollbeamte. Es war der 1. November 1978. Knapp ein Jahr später, am 9. Juni 1979 konnte er in Frankfurt am Main ausfindig gemacht und festgenommen werden. Den Behörden gelang das mit einer neuen Methode, der Rasterfahndung. Nach wie vor kommt sie weltweit zum Einsatz, mittlerweile durchforsten Computerprogramme riesige Datenbanken auf der Suche nach Mustern, um Verbrecher zu finden, mitunter auch, um Verbrechen vorhersagen zu können, bevor sie überhaupt passieren. Mittlerweile ist Rasterfahndung unter dem Schlagwort "Big Data" in viele Bereiche des Lebens vorgedrungen.

*1991 PGP*
Die Verschlüsselungs-Software "Pretty Good Privacy" sollte es jedem, insbesondere Bürgerbewegungen ermöglichen, die Kommunikation via E-Mail mit dem sogenannten "Public Key"-Verfahren zu schützen. Fast wäre die Vision des amerikanischen Erfinders Phil Zimmermann gescheitert. Mitten in den Cryptowars der 1990er-Jahre, in denen die US-Regierung versuchte, die private Verschlüsselung von Daten zu verbieten, fiel auch diese neuartige Verschlüsselungsmethode unter besondere Exportbestimmungen. Erst durch einen gefinkelten Trick fand der Quellcode den Weg in die digitale Welt.

*2007 Hashtag*
Seit 2007 hilft ein kleines Schriftzeichen dabei, Themen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter zu sortieren: Doppelkreuz, Rautezeichen oder auch Hashtag genannt. Ereignisse, Wahlen oder Aufreger werden mit einem Schlagwort gekennzeichnet und sind so auffindbar. Unter #Aufschrei etwa teilten 2013 tausende Frauen ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus, sexuellen Übergriffen und Missbrauch auf Twitter und sorgten für eine Sexismus-Debatte in den Massenmedien, 2017 international unter dem Hashtag #Metoo. Einst Rautetaste am Mobiltelefon, heute einflussreiches Werkzeug zum Filtern und Sortieren.


09:45 Radiokolleg – Ein Musikstar vor 500 Jahren
Der Komponist Pierre de la Rue (4).
Gestaltung: Nadja Kayali

Bei seinem Geburtsdatum gibt es eine Schwankungsbreite von einem Jahrzehnt, aber sein Todestag ist gesichert: der 18. November 1518. Vor 500 Jahren also starb Pierre de la Rue, Sänger, Komponist und Vertreter der franko-flämischen Musik.

Neben den biografischen Daten weiß man aber vor allem eines über Pierre de la Rue: er arbeitete Zeit seines Lebens am Hof in Burgund unter verschiedenen Herrscherinnen und Herrschern der Habsburger. Maximilian I. und dessen Kinder, Philipp der Schöne und Margarete von Österreich, waren die Dienstgeber der Grande chapelle, in der de la Rue als Sänger tätig war. Die Position eines Hofkomponisten gab es in der Hofkapelle damals nämlich nicht, vor allem auch deswegen, da sich erst in der Renaissance die Vorstellung von einem "Komponisten" verfestigen musste.

De la Rues Musikstücke sind in der Stilistik seiner Zeit gehalten, nämlich der ein- und mehrstimmigen Vokalmusik. Höchst kunstvoll gearbeitet, angereichert mit Neuerungen sind de la Rues Werke in Prachthandschriften erhalten, die von der Bedeutung des Musikers zeugen.

Im Radiokolleg anlässlich zu Pierre de la Rues 500. Todestag setzt Nadja Kayali den Künstler und dessen Lebensverhältnisse an den Höfen der Habsburger in Verbindung zu den Ereignissen der Zeit.


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Ausgewählt
mit Gustav Danzinger.

Die himmlische Musikchefin hat heute ihren Festtag, und zu diesem Anlass wurde gewaltig viel komponiert, etwa von Henry Purcell oder von Joseph Haydn. Bei beiden kommen laufende Bässe vor, das sind nicht etwa zum Konzert eilende Chorsänger mit tiefen Stimmen, sondern instrumentale Basslinien, die sich recht schnell und vor allem gleichmäßig dahinbewegen. Solches findet sich recht häufig in vielen Werken.

Über den laufenden Bässen gibt es aber Stimmen, die sich ganz anders bewegen, in anderen Rhythmen oder quasi zeitlos darüber schwebend. Der Reiz verschiedenartiger Zeitstrukturen macht denn auch die besondere Faszination so manches Musikstückes aus, von Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner und vielen anderen.


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten
"Der Kirschbaum meines Feindes". Von Wang Ting-Kuo. Aus dem Chinesischen von Johannes Finderling
Gestaltung: Friederike Raderer

Eine seltsame Begegnung. Der erste Gast des frühen Morgens betritt das winzige Café. Und plötzlich scheint es, als würde die Zeit stehen bleiben. Wie ein Roboter bereitet der Besitzer den Kaffee zu, den der Gast nicht einmal zur Hälfte austrinkt, bevor er das Lokal verlässt. Wenig später wird der seltsame Fremde von Freunden daran gehindert, von der Dachterrasse zu springen.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Irene Suchy.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 Stimmen hören
mit Chris Tina Tengel.
Widerborstig und impulsiv: Die Kunst der Irmgard Seefried

Hat die Zeit unsere Hörerwartungen glattgebügelt? Wie widerborstig, impulsiv, am Rande des korrekterweise "Zulässigen" wirken viele Tondokumente, die von Irmgard Seefried geblieben sind, der vom österreichischen Musikleben ab den 1940er Jahren gewissermaßen "adoptierten" Sopranistin aus dem Schwäbischen …

Nein, 30 Jahre nach ihrem Tod ist Irmgard Seefried nicht mehr "in Mode" - aber wie steht es eigentlich um den dauerhaften Nachruhm von Elisabeth Schwarzkopf, deren Perfektionismus den Gegenpol zu der aus dem Augenblick geborenen, stets theatralisch gedachten Kunst der Seefried darstellt? Editorisch steht alles zum Besten.

Da ist eine Vielzahl Salzburger Liederabende mit "der" Seefried greifbar, da sind die Opernmitschnitte mit ihr im Kreis des Wiener Mozartensembles, die paar Studioaufnahmen aus guter Zeit – und ein australisches (!) Plattenlabel hat gar der "Art of Irmgard Seefried" eine 10-CD-Re-Edition gewidmet.


15:30 Moment


15:55 Rudi! Der rasende Radiohund


16:00 Nachrichten


16:05 Medizin und Gesundheit


16:40 Die Ö1 Kinderuni
Die spezielle Welt der Pandabären
Gestaltung: Ilse Huber

Eigentlich sind sie unübersehbar: groß, rund und behäbig. Die schwarz-weißen Fellbündel führen ein beschauliches Leben. Die Hälfte des Tages widmen sie dem Knabbern, Kauen und Verdauen. Pandas fressen sehr geschickt. Für den besseren Griff hilft ihnen ein Spezifikum- ein Pseudodaumen. Der ist zwar unbeweglich, führt aber die Bambushalme gekonnt zum Maul. Immerhin fallen pro Tag bis zu 30 Kilogramm Futter an, die kontinuierlich verzehrt werden müssen.

Der Große Pandabär ist ein Spezialist: sein natürliches Verbreitungsgebiet befindet sich in China und auch nur dort, wo Bambus wächst. Das schränkt seinen Lebensraum drastisch ein. Denn es gibt nicht mehr viele Große Pandas in freier Wildbahn. Wie steht es um die Art? Wie vermehren sie sich? Und was passiert mit den Jungtieren, die außerhalb Chinas geboren werden? Die Ö1 Kinderunireporterinnen Helena Eder, Sarah Klopf und ihr Kollege Simon Eder sprechen mit der Zoologin Gaby Schwammer vom Tiergarten Schönbrunn von den Überlebenschancen der Pandas.


16:55 Digital.Leben


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber.


17:55 Betrifft: Geschichte
Die Ermordung von John F. Kennedy. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck, und Publizist.
Gestaltung: David Winkler

Ebner Kennedy war seit dem 20. Jänner 1961 35. US-Präsident und mit 43 Jahren der jüngste in dieses Amt gewählte Politiker. Mit ihm und seiner Frau Jacqueline schien ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Dieser Präsident hatte Charisma, er verkörperte Jugendlichkeit, Hoffnung auf Fortschritt, Freiheit und Frieden und war eine starke Führungspersönlichkeit. In seine Amtszeit fallen die zwei gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges: Berlin und Kuba. In der Innenpolitik fokussierte er die Nation auf den Flug zum Mond; in der Bürgerrechtsbewegung leitete er Reformen ein.

Er wurde am 22. November 1963 um 12.30 Uhr in Dallas/Texas in der Elm Street von zwei Schüssen getroffen und eine halbe Stunde später offiziell für tot erklärt. Amerika fiel in Schockstarre.

Als Täter wurde Lee Harvey Oswald verhaftet, der zwei Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby vor laufenden Fernsehkameras erschossen wurde. Eine Untersuchungkommission bestätigte ein Jahr später, dass Oswald der alleinige Täter war. Also keine Verschwörung: keine Mafia, keine CIA, kein Fidel Castro? Viele bezweifeln das bis heute. Ein Großteil der Kommissionsakten war bis 2017 unter Verschluss. US-Präsident Donald Trump hat die meisten von ihnen im letzten Jahr freigegeben. Neue Enthüllungen gab es leider nicht.

Der Mythos Kennedy aber lebt fort. Es lohnt, sich an ihn zu erinnern - auch mit Blick auf seine Nachfolger im Weißen Haus.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:25 Journal-Panorama


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 Dimensionen
Eine kurze Kritik der IT-Großstadt.
Von Klaus Englert

Das Stadtbild von San Francisco, das lange Zeit eine Stadt für alternative Lebensentwürfe und lebensoffene Toleranz war, prägen heute immer stärker die Niederlassungen großer IT-Konzerne wie Twitter, Spotify oder Google. Vielen Latinos, die hier aufgewachsen sind, droht die Zwangsräumung. Das alte, immer etwas chaotische San Fran wird peu à peu von den white collars der IT-Intelligenz unterwandert. Die totale Umkrempelung dieser 870.000 Einwohner/innen zählenden Großstadt ist den Internetfirmen aber nicht genug.

Microsoft-Gründer Bill Gates plant eine Stadt für mehr als 100.000 Einwohner/innen mitten in der Wüste von Arizona. Die smart city namens Belmont soll nicht um Geschäfts- oder Wohnviertel herum errichtet werden, sondern um "digitale High-Speed-Netzwerke", die die Dinge des alltäglichen Lebens zentral steuern: selbstfahrende Autos, Mobiltelefone, Kühlschränke, Klimaanlage, Heizung.

Man verspricht die Ideale der Stadt – öffentliche Parks und Plätze – mit den Verheißungen des digitalen Zeitalters zu versöhnen. Kritiker/innen sehen das anders und warnen vor Überwachungsstädten, in denen soziale Heterogenität und urbane Freiräume zusehends verschwinden werden.


19:30 Das Ö1 Konzert
Aron Quartett; Andrei Yeh, Klavier. Hanns Eisler: Trauermusik für Egon Erwin Kisch für Streichquartett (1948), vervollständigt von Hannes Heher (2018) * Hannes Heher: Streichquartett "1995" * Erich Wolfgang Korngold: Klavierquintett E-Dur op. 15 (aufgenommen am 25. August im Schloss Laudon in Wien).
Präsentation: Gustav Danzinger


21:00 Im Gespräch

"Das Business interessiert mich nicht!" – Günter Kaindlstorfer im
Gespräch mit Herbert Brandl, Maler

Herbert Brandl gehört zu den prominentesten Künstlern Österreichs, seine Bilder hängen in der "Albertina" und im "Centre Pompidou", in der "Kunsthalle Zürich" und im "Museo Reina Sofia" in Madrid.

Auch auf dem Kunstmarkt zählt er zu den erfolgreichsten Künstlern Österreichs, wobei ihm die Vermarktung seiner Bilder kein Anliegen ist. Obwohl Brandl durchaus Wert darauf legt, dass seine Arbeiten von Menschen gekauft werden, die sie auch zu schätzen wissen, erklärt der 59-Jährige: "Das ist mir wichtig. Früher war ich allerdings strenger und dachte: Arschlöcher sollen nichts kaufen, Umweltverbrecher kriegen schon gar nichts. Heute sehe ich das lockerer. Ich habe viele Bilder im Markt und kann nicht mehr bestimmen, wohin sie gehen".

Die Natur und ihre Schönheit gehören zu den bevorzugten Themen Herbert Brandls. Besonders angetan hat es ihm die Welt der Berge. Die besondere Liebe des Künstlers gehört der steierischen Koralpe, einer seiner wichtigsten Kindheitslandschaften. In den 2000er Jahren hatte sich der gebürtige Grazer deshalb auch gegen den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Koralpe engagiert.

Seit längerem hat der Künstler mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer sagt er: "Ich habe einen starken Lebenswillen, das weiß ich jetzt". Ein Lebenswille, der sich nicht zuletzt in Herbert Brandls farbintensiven Bildern manifestiert.


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Radiokolleg
Umkämpfter Freihandel. Von Strafzöllen, Handelsabkommen und Währungskriegen (4).
Gestaltung: Juliane Nagiller

Datenpunkte im Informationszeitalter. 1900, 1979, 1991, 2007 (4).
Gestaltung: Julia Gindl & Sarah Kriesche

Ein Musikstar vor 500 Jahren. Der Komponist Pierre de la Rue (4).
Gestaltung: Nadja Kayali


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Grün, Grüner, Gemüseorchester (2).
Gestaltung: Astrid Schwarz

Seit zwanzig Jahren untersucht das in Wien unter Gemüseorchester bekannte Kollektiv die klanglichen Eigenschaften von Gemüse. Als The Vegetable Orchestra hat es sich international einen Namen gemacht. Das verwendete Instrumentarium besteht auch nach zwei Jahrzehnten ausschliesslich aus Gemüse, das zurecht geschnitten, gehackt und gefräst wird. Die im Vegetable Orchestra versammelten Musikerinnen und Musiker sind allesamt Teil der Wiener Elektronik- und Improvisationsszene.

Am zweiten Abend der Feierlichkeiten rund um ihr neues Album und Jubiläum werden verschiedene Solos, Ensembles und Side-Projects präsentiert. Im Zeit-Ton präsentieren wir Einblicke in die unterschiedlichen künstlerischen Ästhetiken der Protagonist/innen des vegetabilen Klangkörpers.

*

Freitag, 23. November 2018


00:00 Nachrichten


00:05 Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten


05:00 Nachrichten


05:03 Guten Morgen Österreich


06:00 Ö1 Frühjournal


06:10 Guten Morgen Österreich


06:56 Gedanken für den Tag
"Religion und Vernunft". Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich zum 250. Geburtstag des evangelischen Theologen Friedrich Schleiermacher. –
Gestaltung: Alexandra Mantler

Friedrich Schleiermacher (1768 – 1834) gilt als der bedeutendste evangelische Theologe des 19. Jahrhunderts. Den starren kirchlichen Dogmatismus seiner Zeit lehnte er ebenso ab wie den Rationalismus der Aufklärung. 1799 veröffentlichte er "Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern". Diese Reden sind zu einem bahnbrechenden und bis heute Maßstäbe setzenden Text geworden, der sich gezielt an die richtet, die mit Religion nichts mehr anzufangen wissen.

Schleiermacher entfaltet sein Anliegen in virtuoser Weise, geprägt von Sprache und Gedankenwelt der Frühromantik. Religion geht für ihn nicht in metaphysischer Spekulation oder Moral auf, sie ist für ihn "Anschauung und Gefühl", die neben Vernunft und Moral in einer eigenen "Provinz" in der Seele jedes Menschen beheimatet ist. So versucht er, Glauben und Vernunft miteinander zu verbinden. Der Knoten der Geschichte - so schreibt er an einen Freund – darf nicht so auseinandergehen, dass das Christentum mit der Barbarei und die Wissenschaft mit dem Unglauben geht.

Schleiermacher hat sich neben der Theologie mit den politischen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit am Ende der napoleonischen Ära engagiert auseinandergesetzt, er hat philosophische und pädagogische Werke verfasst und sich vor allem durch seine Übersetzungen der Dialoge Platons einen bleibenden Namen in der Wissenschaft erworben.

"Religion und Vernunft, Theologie als Wissenschaft, die Pluralität der Religionen und ihr Einfluss auf die Gesellschaft – das sind Themen, die heute von brennender Aktualität sind. Schleiermacher hat zur Klärung und Vertiefung dieser Fragen einen bleibenden und bis heute äußerst anregenden Beitrag gegeben", sagt Michael Bünker, evangelischer Bischof in Österreich, der sich anlässlich Schleiermachers 250. Geburtstags "Gedanken für den Tag" macht.


07:00 Ö1 Morgenjournal
mit Kultur aktuell


07:33 Guten Morgen Österreich


07:52 Leporello


08:00 Ö1 Journal um acht


08:20 Pasticcio


08:55 Vom Leben der Natur


09:00 Nachrichten


09:05 Kontext – Sachbücher und Themen
Redaktion: Wolfgang Ritschl


09:42 Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin


09:57 Ö1 heute


10:00 Nachrichten


10:05 Intrada – Österreichs Musizierende im Porträt
Musica Juventutis vom 12. November +++ CARSA – Der Casinos Austria Rising Star Award 2018.
Präsentation: Stefan Höfel


11:00 Nachrichten


11:05 Radiogeschichten – Neue Literatur aus Österreich
"Der Fisch im Wasser" von Bernhard Hüttenegger. Es liest Daniel Doujenis.
Gestaltung: Günter Encic

Mit seinem jüngsten Buch, "Der Fisch im Wasser", hat Bernhard Hüttenegger seine Romantrilogie mit autobiografischen Bezügen abgeschlossen. Für alle drei Romane gilt: Sie sind eigenständig, in sich abgeschlossen und einzeln rezipierbar.

Der Ich-Erzähler, ein Schriftsteller, gibt in "Der Fisch im Wasser" Einblick in seine Lebenslandkarte. Er wohnt mit seiner langjährigen Partnerin abwechselnd in einer Kärntner Industriemarktgemeinde und in Wien. Er braucht beides: Das urbane Umfeld in Wien und die Stille der Natur an seinem Lieblingssee in Kärnten. Der Ich-Erzähler beim Fischen: eine Szene ohne äußere Handlungsdynamik, aber von einer sprachlichen Intensität, die starke Sogwirkung entfaltet. Der Humor Hütteneggers bricht durch, wenn er von den skurrilen Erlebnissen seines Ich-Erzählers bei einem Kongress für Inselsüchtige auf den Äußeren Hebriden berichtet. Manchmal scheint es, als ob der Ich-Erzähler, vielleicht als Folge einer Art Altersweisheit, milder mit sich selbst, in seinem moralischen Urteil über sich selbst, umginge.

Bernhard Hüttenegger ist in der Steiermark geboren. Heuer feiert er seinen 70. Geburtstag. Literarisch groß geworden ist er im Umfeld des Forum Stadtpark und der Literaturzeitschrift "Manuskripte". Er hat als Reiseschriftsteller und Literaturkritiker gearbeitet. Ab 25 hat er sich dann fast ausschließlich auf das literarische Schreiben konzentriert. Bernhard Hüttenegger hat rund 20 Bücher veröffentlicht, etliche Erzählungen, zahlreiche Essays und einige Hörspiele.


11:25 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


11:30 Des Cis
mit Nadja Kayali.


11:57 Ö1 heute


12:00 Ö1 Mittagsjournal
mit Nachrichten in englischer und in französischer Sprache


13:00 Punkt eins


13:55 Wissen aktuell


14:00 Nachrichten


14:05 In Concert
In Concert mit Klaus Wienerroither. Der letzte Walzer für Robbie Robertson & "The Band"

Das Abschiedskonzert der kanadischen Rockgruppe "The Band" am 25. November 1976 wurde sowohl in einer von Martin Scorsese gedrehten Dokumentation als auch in einem Livealbum festgehalten, welches 1978 veröffentlicht wurde. Mittlerweile sind fast alle Aufnahmen dieses knapp fünf Stunden dauernden Mammutkonzerts verfügbar. Die Besonderheit an "The Last Waltz" war die Anzahl der Stars unter den Gästen, herausragend sind beispielweise die Auftritte von Muddy Waters und Van Morrison. Robbie Robertson, Gitarrist und Sänger von "The Band", hat einmal gemeint, dass er nie wieder an so einem anstrengenden Konzert teilgenommen hat, bei dem neben dem eigenen Repertoire auch zahlreiche Fremdkompositionen einstudiert werden mussten. Die musikalische "Tour de Force" mit 19 Gästen und einem siebenköpfigen Bläsersatz ist jedenfalls ein bemerkenswertes Zeitdokument.


15:30 Moment – Kulinarium


15:55 Schon gehört? Tipps für Klein und Groß


16:00 Nachrichten


16:05 Da capo: Im Gespräch
"Das Business interessiert mich nicht!" – Günter Kaindlstorfer im Gespräch mit Herbert Brandl, Maler

Herbert Brandl gehört zu den prominentesten Künstlern Österreichs, seine Bilder hängen in der "Albertina" und im "Centre Pompidou", in der "Kunsthalle Zürich" und im "Museo Reina Sofia" in Madrid.

Auch auf dem Kunstmarkt zählt er zu den erfolgreichsten Künstlern Österreichs, wobei ihm die Vermarktung seiner Bilder kein Anliegen ist. Obwohl Brandl durchaus Wert darauf legt, dass seine Arbeiten von Menschen gekauft werden, die sie auch zu schätzen wissen, erklärt der 59-Jährige: "Das ist mir wichtig. Früher war ich allerdings strenger und dachte: Arschlöcher sollen nichts kaufen, Umweltverbrecher kriegen schon gar nichts. Heute sehe ich das lockerer. Ich habe viele Bilder im Markt und kann nicht mehr bestimmen, wohin sie gehen".

Die Natur und ihre Schönheit gehören zu den bevorzugten Themen Herbert Brandls. Besonders angetan hat es ihm die Welt der Berge. Die besondere Liebe des Künstlers gehört der steierischen Koralpe, einer seiner wichtigsten Kindheitslandschaften. In den 2000er Jahren hatte sich der gebürtige Grazer deshalb auch gegen den Bau des Pumpspeicherkraftwerks Koralpe engagiert.

Seit längerem hat der Künstler mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer sagt er: "Ich habe einen starken Lebenswillen, das weiß ich jetzt". Ein Lebenswille, der sich nicht zuletzt in Herbert Brandls farbintensiven Bildern manifestiert.


17:00 Ö1 Journal um fünf


17:09 Kulturjournal


17:30 Spielräume
Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag.


17:55 Betrifft: Geschichte
Die Ermordung von John F. Kennedy. Mit Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte, Universität Innsbruck, und Publizist.
Gestaltung: David Winkler

Ebner Kennedy war seit dem 20. Jänner 1961 35. US-Präsident und mit 43 Jahren der jüngste in dieses Amt gewählte Politiker. Mit ihm und seiner Frau Jacqueline schien ein neues Zeitalter angebrochen zu sein. Dieser Präsident hatte Charisma, er verkörperte Jugendlichkeit, Hoffnung auf Fortschritt, Freiheit und Frieden und war eine starke Führungspersönlichkeit. In seine Amtszeit fallen die zwei gefährlichsten Krisen des Kalten Krieges: Berlin und Kuba. In der Innenpolitik fokussierte er die Nation auf den Flug zum Mond; in der Bürgerrechtsbewegung leitete er Reformen ein.

Er wurde am 22. November 1963 um 12.30 Uhr in Dallas/Texas in der Elm Street von zwei Schüssen getroffen und eine halbe Stunde später offiziell für tot erklärt. Amerika fiel in Schockstarre.

Als Täter wurde Lee Harvey Oswald verhaftet, der zwei Tage später von dem Nachtklubbesitzer Jack Ruby vor laufenden Fernsehkameras erschossen wurde. Eine Untersuchungkommission bestätigte ein Jahr später, dass Oswald der alleinige Täter war. Also keine Verschwörung: keine Mafia, keine CIA, kein Fidel Castro? Viele bezweifeln das bis heute. Ein Großteil der Kommissionsakten war bis 2017 unter Verschluss. US-Präsident Donald Trump hat die meisten von ihnen im letzten Jahr freigegeben. Neue Enthüllungen gab es leider nicht.

Der Mythos Kennedy aber lebt fort. Es lohnt, sich an ihn zu erinnern - auch mit Blick auf seine Nachfolger im Weißen Haus.


18:00 Ö1 Abendjournal


18:20 Europa-Journal


18:55 Religion aktuell


19:00 Nachrichten


19:05 matrix – computer & neue medien
Wie Software zum Persönlichkeitstester wird.
Gestaltung: Lukas Plank

Künstliche Intelligenzen können Muster erkennen - nicht nur in Zahlen, Fotos und Videos, sondern auch im Verhalten von Menschen. Das legen zumindest einige aktuelle Forschungsarbeiten nahe, in denen Wissenschafter mit Hilfe von Software Menschen beobachten und sie Schlüsse auf deren Persönlichkeit ziehen lassen.

Zum Beispiel, indem Mimik, Augenbewegungen oder geschriebene und gesprochene Nachrichten analysiert werden. Doch die Persönlichkeits-Einordnungen der Computer sind nicht fehlerfrei und die möglichen Einsatzbereiche nicht immer unbedenklich, beschreibt Lukas Plank.

Moderation und Redaktion: Franz Zeller


19:30 Das Ö1 Konzert
Krzysztof Penderecki zum 85. Geburtstag.
Gestaltung: Ursula Strubinsky

"Ob ich ein Romantiker bin? Bin ich natürlich. Aber auch Musik die in meiner wildesten avantgardistischen Zeit entstanden ist, war romantisch. Ich glaube, meine Musik war immer "anders", emotionaler, persönlicher." so Krzysztof Penderecki. In den ersten Jahrzehnten seiner Laufbahn in den 1960er Jahren zählte man ihn zu der Speerspitze der Avantgarde. Doch Mitte der 1970er wandelte sich seine Musiksprache. Er versuchte, "eine Avantgarde mit menschlichem Antlitz zu schaffen".

Der Erfolg gab dem gebürtigen Polen Recht: Krzysztof Penderecki zählt gegenwärtig zu den bekanntesten lebenden Komponisten. Heute ist er 85 geworden.


21:55 Schon gehört?
Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.


22:00 Ö1 Nachtjournal


22:08 Saldo – das Ö1 Wirtschaftsmagazin


22:23 Kontext – Sachbücher und Themen
Redaktion: Wolfgang Ritschl


23:00 Nachrichten


23:03 Zeit-Ton
Der Saxophonist Wolfgang Puschnig und das Köhne Quartett auf neuen Wegen.
Gestaltung: Angelika Benke

Der Saxophonist Wolfgang Puschnig begibt sich mit der CD "Songs with Strings – part 1" auf neues, sehr vielseitiges Terrain, denn er erfüllte sich den Wunsch, mit Streichern zusammenzuarbeiten, einen gemeinsamen Klangteppich zu erzeugen und auf das Solistische seines Instruments zu verzichten. Neue Klangwelten sind entstanden, Musik, die Geschichten zu erzählen scheint, dabei entpuppt sich das auf klassische zeitgenössische Musik spezialisierte Koehne Quartett als idealer Partner und Ergänzung für Puschnig.

Man wird immer wieder erinnert an frühere Projekte des Saxophonisten, und er kehrt zu einer Liebe aus vergangenen Tagen zurück, dem Lied. Svitlana Varava legt ihre Stimme als zusätzliche Klangfarbe, aber auch als Melodieinstrument über das Klanggemisch aus Streichern und Saxophon. Für diese Art zu musizieren hat sich der auf Improvisation spezialisierte Musiker sogar an den Schreibtisch gesetzt, die einzelnen Kompositionen sind größtenteils niedergeschrieben, auch wenn immer wieder Raum für freie Interpretation geblieben ist.


00:00 Nachrichten


00:05 Intrada
Österreichs Musizierende im Porträt.
(Wiederholung von 10:05 Uhr).


01:00 Nachrichten


01:03 Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten
 

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
Radio ORF1 – Programminformationen
47. Woche – 17.11. bis 23.11.2018
Österreichischer Rundfunk ORF
Würzburggasse 30, 1136 Wien, Österreich
Tel. 0043-1/87 87 8-0, Fax 0043-1/87 87-330
Internet: www.orf.at


veröffentlicht im Schattenblick zum 9. November 2018

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