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MELDUNG/1024: Videosprechstunden nicht mehr im Trend (SHÄB)


Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt Nr. 11, November 2023

Videosprechstunden nicht mehr im Trend

von PM/RED


Videosprechstunden werden in Schleswig-Holstein immer seltener genutzt. Nach Abrechnungsdaten der Barmer rechneten Ärzte und Psychotherapeuten in Schleswig-Holstein im Jahr 2022 rund 10.800 Videosprechstunden ab. Das waren rund 12,5 % weniger als im Jahr 2021 mit 12.400 Onlinebehandlungen. Im ersten Quartal dieses Jahres fanden rund 2.500 Videosprechstunden statt, was noch einmal unterhalb des Jahresdurchschnitts von 2022 liegt.

"Onlinebehandlungen haben während der Corona-Pandemie bei Versicherten und beim medizinischen Personal deutlich an Akzeptanz gewonnen. Für eine moderne und effiziente Versorgung ist es richtig und wichtig, die Begrenzung der Videosprechstunden aufzuheben, wie es das geplante Digitalgesetz vorsieht", sagte Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein. Für die Krankenkasse liegen Vorteile von Onlinebehandlungen auf der Hand: Die Videosprechstunde spare Wege, trage zur Vermeidung von Infektionen bei und biete zeitliche Flexibilität, so Hillebrandt, der eine unbegrenzte Einsetzbarkeit der Videosprechstunde als festen Bestandteil der Patientenbetreuung begrüßen würde.

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Quelle:
Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt Nr. 11, November 2023
76. Jahrgang, Seite 7
Herausgeber: Ärztekammer Schleswig-Holstein
Bismarckallee 8-12, 23795 Bad Segeberg
Telefon: 04551/803-0, Fax: 04551/803-101
E-Mail: info@aeksh.de
Internet: www.aeksh.de
 
Das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt erscheint 12-mal im Jahr.

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 1. Dezember 2023

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