Schattenblick → INFOPOOL → MEDIZIN → GESUNDHEITSWESEN


MELDUNG/1062: Unabhängige Patientenberatung offiziell als Stiftung anerkannt (SoVD)


Sozialverband Deutschland - Pressemitteilung vom 14. Dezember 2023

Unabhängige Patientenberatung (UPD) offiziell als Stiftung anerkannt


SoVD-Vorstandsvorsitzende, Michaela Engelmeier: "Die Anerkennung der Stiftung ist nur der erste Schritt hin zu einer dauerhaften Unabhängigen Patientenberatung in Deutschland. Jetzt muss die neue UPD schnellstmöglich ihre Beratungs- und Informationstätigkeit aufnehmen."


Berlin. Die Unabhängigen Patientenberatung (UPD) ist seit gestern offiziell als Stiftung anerkannt und von der zuständigen Senatsverwaltung für Justiz von Berlin als "rechtsfähig" ernannt worden.

Michaela Engelmeier begrüßt grundsätzlich die offizielle Anerkennung der Stiftung Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) durch die Stiftungsbehörde. Zurecht wurde in den letzten Jahren eine grundlegende Reform der UPD in der Politik und Öffentlichkeit gefordert, auch seitens des SoVD. Im Zentrum der Diskussionen standen insbesondere die Neutralität der UPD, ihre Unabhängigkeit von wirtschaftlichen und sonstigen Interessen Dritter sowie die Kontinuität ihres Informations- und Beratungsangebots.

Mit der Anerkennung durch die Stiftungsbehörde ist ein wichtiger Meilenstein geschafft. Die Patientenorganisationen um den SoVD haben im Interesse der Patientinnen und Patienten auf einen Neustart der UPD intensiv hingewirkt und den Gründungsprozess eng begleitet. Der SoVD ist einer der sieben Patientenorganisation, die als starke Stimme der Patientinnen und Patienten Mitglieder in den neuen Stiftungsrat der UPD Stiftung entsenden dürfen.

Mit Blick auf die weiteren Umsetzungsschritte stellt Engelmeier klar: "Die Anerkennung der Stiftung ist jedoch nur der erste - wenn auch wichtige - Schritt auf dem Weg zu einer dauerhaften Unabhängigen Patientenberatung in Deutschland." Engelmeier betont weiter: "Jetzt muss die neue UPD schnellstmöglich ihre Beratungs- und Informationstätigkeit aufnehmen. Als Sozialverband wissen wir um die Bedeutung einer guten Beratung und Information für Ratsuchende. Patientinnen und Patienten brauchen eine niedrigschwellige und barrierefreie, qualitativ gute und unabhängige, kostenlose Patientenberatung in Deutschland."

Trotz allem bleibt der SoVD bei seiner grundlegenden Kritik an der vom Gesetzgeber gewählten Ausgestaltung der neuen UPD. Dazu Engelmeier: "Ziel war eine dauerhafte, staatsferne und unabhängige Patientenberatung in Deutschland. Durch die Einflussmöglichkeiten der Krankenkassen im Stiftungsrat wird die Unabhängigkeit der UPD in Frage gestellt. Auseinandersetzungen der Ratsuchenden mit ihren Krankenkassen bilden schließlich einen Hauptberatungsanteil der UPD."


Der SoVD - Ihr Sozialverband in Deutschland- ist die sozialpolitische Interessenvertretung der Rentner*innen, der Patient*innen und gesetzlich Krankenversicherten, der pflegebedürftigen und behinderten Menschen gegenüber der Politik mit Sitz in Berlin. Der Verband bietet seinen über 600.000 Mitgliedern sozialrechtliche Beratung in einem bundesweit organisierten Netz von Beratungsstellen. Mit 12 Landesverbänden und rund 1.700 Orts- und Kreisverbänden ist der SoVD in ganz Deutschland gemeinnützig organisiert und parteipolitisch sowie konfessionell unabhängig.

Weitere Informationen zum Verband finden Sie auf der Internetseite:
www.sovd.de

*

Quelle:
Sozialverband Deutschland e.V.
Pressemitteilung Nr. 70/2023 vom 14. Dezember 2023
Sozialverband Deutschland, Pressestelle
Stralauer Straße 63, 10179 Berlin
Telefon: 030 72 62 22-129 | -140, Fax: 030 72 62 22-328
E-Mail: pressestelle@sovd.de
Internet: www.sovd.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 15. Dezember 2023

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang