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KULTUR/8587: Nachrichten - BR Text 15.04.2018


BR Text vom 15.04.2018 - Nachrichten Kultur/Medien


+++ Regisseur Vittorio Taviani gestorben +++ 15. LeseLust in Ansbach +++ Schillerpreis für Uwe Timm +++ Schulfach Mediennutzung gefordert +++ Echo: Konsequenzen nach Protesten +++ Straßenkunstprojekt in Paris +++ Abstimmung über Erweiterung des Gutenberg-Museums +++ Bon Jovi in der Rock and Roll Hall of Fame +++ Nachlass von Zsa Zsa Gabor versteigert +++

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Regisseur Vittorio Taviani gestorben

Der italienische Regisseur Vittorio Ta-
viani ist tot.

Nach langer Krankheit sei er im Alter
von 88 Jahren in Rom gestorben, teilte
seine Tochter Giovanna mit.

Taviani hatte als Filmemacher stets mit
seinem jüngeren Bruder Paolo zusammen-
gearbeitet. Bis ins hohe Alter produ-
zierten die beiden Filme. Mit "Die Brü-
der" gewannen sie 1977 die Goldene Pal-
me von Cannes. Ihr jüngstes großes Er-
folgswerk, das Doku-Drama "Cäsar muss
sterben", hatte auf der Berlinale 2012
den Goldenen Bären erhalten.

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15. LeseLust in Ansbach

Im Kunsthaus Reitbahn 3 ist die 15.
Auflage der Literaturreihe LeseLust
Ansbach eröffnet worden.

Der in Fürth geborene Lyriker Joachim
Sartorius las dabei aus seinem Ge-
dichtband "Für nichts und wieder al-
les".

Bis 26. April sind Lesungen von vier
weiteren Autoren geplant - unter ande-
rem mit der gebürtigen Bambergerin Tan-
ja Kinkel, die aus ihrem Buch "Grimms
Morde" liest. Nähere Informationen und
Eintrittskarten sind beim Kultur- und
Tourismusamt der Stadt Ansbach erhält-
lich.

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Schillerpreis für Uwe Timm

Der Schriftsteller Uwe Timm ("Ikarien")
ist in Mannheim mit dem Schillerpreis
geehrt worden.

Der 78-jährige Autor erhielt die mit
10.000 Euro dotierte Ehrung im Natio-
naltheater. Timm erinnerte dabei an die
Rolle Mannheims in der Literaturge-
schichte: In der Stadt hatte Schiller
trotz massiver Widerstände aus dem
damaligen Feudalsystem 1782 sein Drama
"Die Räuber" aufgeführt, "was in
Stuttgart unmöglich war", sagte Timm.

OB Peter Kurz/SPD würdigte Timm als Au-
tor, dessen Schaffen die kulturelle
Entwicklung allgemein fördere.

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Schulfach Mediennutzung gefordert

Der Verband der Zeitschriftenverleger
in Bayern/VZB hat sich für ein Schul-
fach Mediennutzung ausgesprochen.

Schüler und Lehrer sollten besser ler-
nen, mit Medien umgehen zu können, sag-
te Geschäftsführerin Anina Veigel in
München. Lehrer müssten die "große In-
formationsflut" bewältigen, und Schüler
lernen, wofür welches Medium stehe.

Zudem wolle der VZB eine EU-Richtlinie
verhindern, die den Datenschutz und On-
line-Tracking neu regelt. Die "E-Priva-
cy-Richtlinie" würde die digitalen Wer-
beumsätze um ein Drittel senken, was
das Aus für viele Verlage bedeute.

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Echo: Konsequenzen nach Protesten

Angesichts des Proteststurms nach der
Echo-Verleihung an die Rapper Kollegah
und Farid Bang will der Veranstalter
das Konzept erneuern.

"Als Konsequenz daraus wird der Preis
auf Entscheidung des Vorstandes vom
heutigen Tag nun überarbeitet werden",
erklärte Florian Drücke, Vorstandsvor-
sitzender des Bundesverbandes Musikin-
dustrie (BVMI).

Der ARD-Koordinator für Unterhaltung
stellte den Musikpreis insgesamt in
Frage. Dieser Echo habe keine Berech-
tigung mehr, schrieb Thomas Schreiber
in einem Gastbeitrag für "Die Welt".

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KULTUR/MEDIEN KURZMELDUNGEN

Paris: An einer Hotelwand in Paris ist
ein riesiges Bild von Snoopy, dem Hund
aus der Comicserie "Die Peanuts" ent-
hüllt worden. Es ist Auftakt eines
weltweiten Straßenkunstprojekts, für
das sieben Künstler die Comichelden neu
zeichneten. Das französische Werk war
von Andre Saraiva (Mr A.) gestaltet
worden. Auch New York und Berlin sollen
entsprechende Comics erhalten.

Mainz: Die etwa 161.000 wahlberechtig-
ten Bürger der Stadt Mainz sind heute
aufgerufen, über den Bau eines Turms
zur Erweiterung des Gutenberg-Museums
abzustimmen. Oberbürgermeister Michael
Ebling/SPD will das Ergebnis des Bür-
gerentscheids noch am Abend mitteilen.

Cleveland: Die US-Band Bon Jovi ist im
Bundesstaat Ohio in die Rock and Roll
Hall of Fame aufgenommen worden. Dazu
traten Jon Bon Jovi, Richie Sambora und
Alec John Such nochmal gemeinsam auf.
Zudem wurden The Cars, Dire Straits,
The Moody Blues und posthum auch Nina
Simone in die Ruhmeshalle aufgenommen.

Los Angeles: In Beverly Hills sind fast
1.000 Gegenstände aus dem Nachlass der
2016 verstorbenen Filmdiva Zsa Zsa Ga-
bor versteigert worden. U.a. erzielten
ihr von Margaret Keane gemaltes Porträt
den Rekordpreis für ein Keane-Werk von
45.000 Dollar und ihr Pass mit ge-
fälschtem Geburtsdatum 4.250 Dollar.
Insgesamt erlöste das Auktionshaus He-
ritage Auctions über 900.000 Dollar.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
Floriansmühlstr. 60, 80939 München
E-Mail: bayerntext@br-online.de
Internet: www.bayerntext.de
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