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POLITIK/8285: Nachrichten - BR Text 18.06.2017


BR Text vom 18..06.2017 - Nachrichten Deutschland/Welt - Schlagzeilen tagesschau


+++ Portugal: 62 Tote bei Waldbrand +++ Grüne beschließen Wahlprogramm +++ Zeitplan für Incirlik-Umzug steht +++ Parlamentswahl in Frankreich +++ Angriff auf Altstadt von Mossul +++ NSU-Opferfamilien klagen +++ EU-Staatsakt für Helmut Kohl +++ Kolumbien: Anschlag in Bogota +++ Zerstörer-Unfall: Tote geborgen +++ Jaguar Land Rover schafft 5.000 Jobs +++

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Portugal: 62 Tote bei Waldbrand

In Portugal sind bei einem Waldbrand in
der Region Leiria mindestens 62 Men-
schen ums Leben gekommen. Die Regierung
rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Der Brand war in einem Waldgebiet rund
200 Kilometer nördlich von Lissabon
ausgebrochen. Mindestens 30 der Opfer
starben in ihren Autos, als sie auf der
Flucht von den Flammen eingeschlossen
wurden.

Hunderte Feuerwehrleute sind im Ein-
satz. Frankreich und Spanien schickten
Löschflugzeuge, die EU versprach ebenso
Hilfe wie die Bundesregierung.

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Grüne beschließen Wahlprogramm

Die Grünen haben zum Abschluss ihres
Parteitags den Zehn-Punkte-Plan ihrer
Spitzenkandidaten Göring-Eckardt und
Özdemir mit großer Mehrheit beschlossen

In dem Papier wird unter anderem die
sofortige Abschaltung von 20 Kohle-
kraftwerken, die Umstellung der Strom-
gewinnung bis 2030 auf Erneuerbare
Energien und ein Verbot der Neuzulas-
sung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmo-
tor bis 2030 gefordert.

Als Bedingung für die Beteiligung an
einer Regierung nennt die Partei die
Einführung der Ehe für alle.

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Zeitplan für Incirlik-Umzug steht

Der Plan für die Verlegung von deut-
schen Soldaten aus der Türkei nach Jor-
danien steht. Dies sagte Verteidigungs-
ministerin von der Leyen der "BamS".

Bis Ende Juni seien die Flugzeuge in
Incirlik fest für die Anti-IS-Koalition
eingeplant, anschließend würden zu-
nächst die Tankflugzeuge verlegt, sagte
sie. Schon nach wenigen Tagen sollten
die Maschinen wieder im Einsatz sein.

Der Umzug der Aufklärungs-Tornados sei
komplizierter und werde rund zwei Mona-
te dauern. Ab Oktober sollten die Auf-
klärer wieder fliegen, so die Ministerin.

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Parlamentswahl in Frankreich

In Frankreich hat die zweite Runde der
Parlamentswahl begonnen. Es zeichnet
sich eine niedrige Wahlbeteiligung ab.
Bis zum Mittag hatten knapp 18% der
Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Umfragen zufolge wird die Partei von
Präsident Macron ihren Siegeszug fort-
setzen. Zusammen mit der verbündeten
Zentrumspartei dürfte sie mehr als 400
der 577 Abgeordnetenmandate gewinnen.

Den anderen Parteien - insbesondere den
Sozialisten von Ex-Staatschef Hollande
- drohen dagegen teils schwere Wahl-
schlappen.

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Angriff auf Altstadt von Mossul

Die irakische Armee hat nach eigenen
Angaben mit der Erstürmung der Altstadt
von Mossul begonnen.

Dort haben sich Kämpfer der Terrororga-
nisation "Islamischer Staat" ver-
schanzt. Weil auch viele Zivilisten
eingeschlossen sind und die engen Gas-
sen die Verteidigung erleichtern, wer-
den die Kämpfe als besonders schwierig
für die irakische Armee eingeschätzt.

An dem Einsatz seien neben den Streit-
kräften auch Anti-Terror-Einheiten und
die Polizei beteiligt, erklärte die Ar-
mee.

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NSU-Opferfamilien klagen

Zwei Familien von Mordopfern der
rechtsextremen NSU-Terrorzelle haben
den Staat auf Schadenersatz verklagt.
Das Landgericht Nürnberg bestätigte die
beiden Verfahren.

Der Anwalt der Familien sagte, die Kla-
gen stützten sich auf die Pannen bei
der Fahndung nach dem untergetauchten
NSU-Trio. Dieses hätte spätestens 2000
festgenommen und die Morde damit ver-
hindert werden können.

Das NSU-Trio war im November 2011 auf-
geflogen. Die Terroristen sollen zehn
Menschen ermordet haben.

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EU-Staatsakt für Helmut Kohl

Als erste Persönlichkeit in der Ge-
schichte der EU soll der verstorbene
Altkanzler Kohl mit einem europäischen
Staatsakt geehrt werden.

Die von Kommissionspräsident Juncker
angeregte Zeremonie soll binnen zwei
Wochen im Europaparlament in Straßburg
stattfinden. Datum und Ausgestaltung
werden noch ausgearbeitet, sagte eine
Kommissionssprecherin.

Der langjährige Bundeskanzler und Weg-
bereiter der Wiedervereinigung war am
Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren in
Ludwigshafen gestorben.

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Kolumbien: Anschlag in Bogota

Bei einer Bombenexplosion in einem Ein-
kaufszentrum der kolumbianischen Haupt-
stadt Bogota sind drei Frauen getötet
worden. Der Sprengsatz soll auf einer
Damen-Toilette versteckt gewesen sein.

Eine der Toten ist eine 23-jährige
Französin, die soziale Arbeit in einem
Armenviertel leistete. Mindestens acht
Frauen wurden nach Behördenangaben ver-
letzt.

Der Bürgermeister Bogotas sprach von
einem "feigen Terroranschlag". Zu dem
Anschlag hat sich niemand bekannt.

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Zerstörer-Unfall: Tote geborgen

Nach der Kollision eines US-Zerstörers
mit einem Containerschiff vor der japa-
nischen Küste sind die Leichen mehrerer
US-Seeleute geborgen worden.

Nach Angaben der US-Marine befanden sie
sich im mit Wasser vollgelaufenen Teil
des Schiffs. Die Suche nach sieben Ver-
missten sei eingestellt worden. Bei dem
Zusammenstoß waren drei Seeleute ver-
letzt worden. Der Zerstörer wurde stark
beschädigt, die Reparaturen werden laut
Marine mehrere Monate dauern.

An Bord des Containerschiffs hatte es
keine Verletzten gegeben.

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Jaguar Land Rover schafft 5.000 Jobs

Jaguar Land Rover will einem Medienbe-
richt zufolge im kommenden Jahr 5.000
Ingenieure und Techniker in Großbritan-
nien einstellen.

Das Vorhaben könne bereits in der kom-
menden Woche bekanntgegeben werden, be-
richtete "Sunday Telegraph". Das Unter-
nehmen sei v.a. an Elektronik-Ingenieu-
ren und IT-Spezialisten interessiert,
um die Entwicklung von selbstfahrenden
Fahrzeugen voranzutreiben. Wegen Fach-
kräftemangels könnte es nötig werden,
Mitarbeiter aus dem Ausland anzuwerben.

Der britische Autobauer gehört inzwi-
schen dem indischen Konzern Tata Motors

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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