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WIRTSCHAFT/8915: Nachrichten - BR Text 14.03.2019


BR Text vom 14.03.2019 - Nachrichten Wirtschaft


+++ Schot: Audi wird umgekrempelt +++ Frauen verdienen ein Fünftel weniger +++ ifo senkt Wachstumsprognose +++ Wirtschaft Kurzmeldungen +++

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Schot: Audi wird umgekrempelt

Audi-Vorstandschef Schot hat angekün-
digt, die VW-Tochter nach dem Diesel-
skandal umzukrempeln.

Das Veränderungstempo werde verdoppelt,
da auch die Produktpalette neu struktu-
riert werde, kündigte er in Ingolstadt
an. Das genaue Konzept werde bei der
Hauptversammlung im Mai vorgelegt.

Die Dieselaffäre habe 2018 1,2 Milliar-
den Euro gekostet. Das Ergebnis ging
daher um ein Viertel auf 3,5 Milliarden
zurück. Wegen des neuen Abgasstandards
WLTP fiel die Umsatzrendite von 7,8 auf
6,0 Prozent. Der Absatz gab um 3,5 Pro-
zent auf 1,81 Millionen Pkw nach.

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Frauen verdienen ein Fünftel weniger

Frauen verdienen in Deutschland immer
noch durchschnittlich 21 Prozent weni-
ger als Männer.

Der Verdienstunterschied blieb damit
2018 gegenüber 2017 unverändert, wie
das Statistische Bundesamt in Wiesbaden
zum Equal Pay Day am 18. März mitteil-
te. Der Bruttostundenverdienst von
Frauen lag demnach im Mittel bei 17,09
Euro, der von Männern bei 21,60 Euro.

Hauptursache sei, dass Frauen häufiger
in Branchen und Berufen arbeiteten, in
denen schlechter bezahlt werde, und sie
zudem seltener Führungspositionen er-
reichten.

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ifo senkt Wachstumsprognose

Das ifo-Institut hat angesichts der
schwachen deutschen Konjunktur seine
Wachstumsprognose von 1,1 auf 0,6 Pro-
zent gesenkt.

Die Produktionsschwierigkeiten der In-
dustrie dürften erst allmählich über-
wunden werden, prognostizierte ifo-Kon-
junkturexperte Wollmershäuser. Im lau-
fenden Jahr falle die Industrie als
Konjunkturmotor weitgehend aus. Zudem
sei die weltweite Nachfrage nach deut-
schen Produkten schwach. Intakt sei da-
gegen der Binnenmarkt.

Für 2020 erhöhte das Institut dagegen
seine Prognose von 1,6 auf 1,8 Prozent.

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WIRTSCHAFT KURZMELDUNGEN

Frankfurt/Main: Die Lufthansa hat 2018
trotz hoher Treibstoffkosten und teurer
Flugausfälle den zweithöchsten Gewinn
ihrer Geschichte verbucht. Der operati-
ve Gewinn lag mit 2,8 Milliarden Euro
etwa vier Prozent niedriger als im Re-
kordjahr 2017, wie Europas größte Air-
line mitteilte. Der Umsatz stieg um
sechs Prozent auf 35,8 Milliarden Euro.

Essen: Eine geringere Stromerzeugung
bei Braunkohle und Atomenergie sowie
niedrigere Großhandelspreise haben die
Bilanz des Energiekonzern RWE 2018 be-
lastet. Das operative Ergebnis sank
binnen Jahresfrist von 2,1 auf 1,5 Mil-
liarden Euro, wie das Essener Unterneh-
men mitteilte. Das Nettoergebnis ging
von 973 auf 591 Millionen Euro zurück.

Fürth: Die Hitze im Sommer 2018 und das
damit verbundene Niedrigwasser hat den
Güterumschlag an den Häfen in Bayern um
17 Prozent gesenkt. Das Landesamt für
Statistik nannte den Wert einen histo-
rischen Tiefststand. Den härtesten Ein-
schnitt am Main habe Würzburg mit -29,7
Prozent hinnehmen müssen. Im Donauge-
biet verbuchte Straubing mit 46 Prozent
den größten Rückgang. Insgesamt wurden
6,53 Millionen Tonnen Güter verladen.

München: Der Baumaschinenproduzent Wa-
cker Neuson hat 2018 einen Rekordumsatz
verbucht. Die Erlöse stiegen um elf
Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, wie
der SDax-Konzern mitteilte. Währungsbe-
reinigt habe das Wachstum um über 13
Prozent zugelegt.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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