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WISSENSCHAFT/8852: Nachrichten - BR Text 11.01.2019


BR Text vom 11.01.2019 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Weltmeere immer wärmer +++ Autos weiter durstiger als angegeben +++ Hähnchenfleisch oft mit Keimen belastet +++ Spahn: Fettabsaugen als Kassenleistung +++

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Weltmeere immer wärmer

Die Weltmeere heizen sich nach einer
Studie der Chinesischen Akademie der
Wissenschaften immer schneller auf.

Die Erwärmung der Ozeane sei ein wich-
tiger Indikator für den Klimawandel, so
ein Autor der Studie. Sie entspreche
den steigenden Lufttemperaturen.

Verantwortlich sei der Ausstoß von
Treibhausgasen. Sollte dieser nicht
sinken, könne die Temperatur der Meere
bis Ende des Jahrhunderts um 0,8 Grad
steigen. Das würde einen Anstieg des
Meeresspiegels um etwa 30 Zentimeter
nach sich ziehen.

*

Autos weiter durstiger als angegeben

Neuwagen haben weiterhin einen deut-
lich höheren Spritverbrauch als von den
Herstellern angegeben.

Um durchschnittlich 39 Prozent wichen
die tatsächlichen Verbrauchswerte von
den Zahlen der Konzerne ab, ergab die
jüngste Studie des "International Coun-
cil on Clean Transportation"/ICCT. Al-
lerdings sei die Kluft im Vorjahresver-
gleich erstmals seit Beginn der jähr-
lichen Auswertung im Jahr 2012 leicht
zurückgegangen.

Trotz dieses leichten Rückgangs liege
die Abweichung mehr als viermal so hoch
wie im Jahr 2001.

*

Hähnchenfleisch oft mit Keimen belastet

Hähnchenfleisch aus dem Supermarkt ist
immer öfter von Keimen befallen.

In der Hälfte aller Proben fanden Ex-
perten im Jahr 2017 Durchfallerreger.
2011 war nur ein Drittel der Proben
davon befallen. Diese Zahlen legte die
Bundesregierung auf Anfrage der Grünen
vor.

In der "Rheinischen Post" forderte Grü-
nen-Fraktionschef Hofreiter mehr Hygie-
ne in den Schlachthöfen. Die Durchfall-
erreger können vor allem Schwangere,
Kinder und ältere Menschen krank
machen.

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Spahn: Fettabsaugen als Kassenleistung

Die gesetzlichen Krankenkassen sollen
nach dem Willen von Bundesgesundheits-
minister Jens Spahn/CDU künftig das Ab-
saugen von Körperfett bezahlen.

Bis zu drei Mio. Frauen mit krankhaften
Fettverteilungsstörungen litten darun-
ter, dass die Kassen ihre Therapie nach
einem Gerichtsurteil nicht bezahlen,
sagte Spahn der "FAZ". Ihnen wolle man
"schnell und unbürokratisch helfen".

Die Kassen sehen den Nutzen der Behand-
lung noch nicht hinreichend belegt.
Spahn will nun das entsprechende Gesetz
neu regeln, damit sein Ministerium
künftig darüber entscheiden kann.

*

Quelle:
BR Text
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