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WISSENSCHAFT/9226: Nachrichten - BR Text 13.02.2020


BR Text vom 13.02.2020 - Nachrichten
Gesundheit/Umwelt/Wissenschaft


+++ Corona-Virus: Sprunghafter Anstieg +++ Kettenreaktion bei Kinderkriegen +++ Antarktis-Tourismus kritisiert +++ New South Wales: Feuer unter Kontrolle +++ Weniger Menschen ohne Schulabschluss +++ Hessen: Zwei Tote mit Schussverletzungen +++ 4 Wissenschaft/Umwelt Kurzmeldungen +++

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Corona-Virus: Sprunghafter Anstieg

In China hat sich die Zahl neu nachge-
wiesener Todesfälle durch das Corona-
Virus binnen 24 Stunden verdoppelt.

Zuletzt wurden laut Behörden allein in
der Provinz Hubei 242 neue Tote regist-
riert. Damit gebe es nunmehr 1.310 Co-
rona-Tote. Die Zahl der Neuinfektionen
habe sich verzehnfacht. Der drastische
Anstieg kommt zustande, weil nun auch
klinische Diagnosen hinzugefügt werden,
d.h. ohne Virus-Nachweis. Landesweit
gibt es nun 59.000 Infizierte.

Hochrangige Parteimitglieder wurden
derweil in der Provinz Hubei wegen
ihres Umgangs mit der Krise entlassen.

*

Kettenreaktion bei Kinderkriegen

Die Geburt eines Kindes kann im Fami-
lien- und Kollegenkreis zu einer Ketten-
reaktion bei der Familienplanung führen

Wie eine Studie der Universität Bamberg
zeigte, steigt die Wahrscheinlichkeit,
dass eine Frau schwanger wird, wenn ei-
ne Kollegin ein Baby bekommt. Wird die
Frau tatsächlich schwanger, beeinflusst
das wiederum ihre Geschwister und in
der Folge auch deren Kollegen.

Die Untersuchung basiert auf Daten aus
den Niederlanden, die Angaben über Ge-
schwister und Arbeitgeber enthalten.
Welche Mechanismen den Effekt auslösen,
muss erst noch erforscht werden.

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Antarktis-Tourismus kritisiert

Der Polarforscher und Abenteurer Arved
Fuchs hat die Ausweitung des Tourismus
in der Antarktis bemängelt.

Der Zulauf gleiche einem Massentouris-
mus, sagte er im BR. Das sei auf dem
ökologisch hochsensiblen Kontinent "ge-
fährlich". Echter "Unfug" seien Expedi-
tionen, bei denen Reisende bis kurz
vors Ziel geflogen werden, um nur noch
die letzten Meilen zum Südpol zu Fuß
zurückzulegen.

Dennoch müssten Menschen Zugang zur
Antarktis erhalten, da der Schutzver-
trag 2041 auslaufe und nicht verlängert
werde,wenn sich niemand dafür einsetze.

*

New South Wales: Feuer unter Kontrolle

In dem von den in Australien wütenden
apokalyptischen Buschbränden am meisten
betroffenen Bundesstaat New South Wales
sind Behörden zufolge erstmals seit Mo-
naten alle Feuer unter Kontrolle.

Die Feuerwehren meldeten über Twitter,
nach einer "sehr traumatischen und an-
strengenden Brandsaison" seien dies
"großartige Neuigkeiten". Sprecher Ja-
mes Morris führte den Erfolg auf die
Regenfälle seit Anfang Februar zurück.

In New South Wales verbrannten seit
September Millionen Hektar Land. 25
Menschen starben, sechs davon Feuer-
wehrleute.

*

Weniger Menschen ohne Schulabschluss

Die Zahl der Menschen ohne Schulab-
schluss ist in Deutschland gegenüber
2010 gesunken.

Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung lag
2018 bei 4,0 Prozent, nach 4,1 Prozent
im Jahr 2010, wie das Bundesbildungsmi-
nisterium in Berlin mitteilte. Zuletzt
hätten 2,837 Millionen Menschen keinen
allgemeinen Schulabschluss oder höchs-
tens sieben Jahre die Schule besucht.

Zwischen den Bundesländern gebe es er-
hebliche Unterschiede. Die anteilig
meisten Menschen ohne Abschluss lebten
in Bremen (7,2 %), die wenigsten in
Thüringen (1,4 %).

*

Hessen: Zwei Tote mit Schussverletzungen

In Hessen sind zwei Männer mit tödli-
chen Schussverletzungen gefunden
worden.

Laut Polizei wurde zuerst in Nidda die
Leiche eines 43-Jährigen entdeckt. Die
Ermittlungen ergaben Hinweise auf einen
49-Jährigen, in dessen der Gesellschaft
der Tote zuletzt gewesen sein soll. Der
ältere Mann wurde später ebenfalls leb-
los in Freigericht gefunden. Bei ihm
wurde eine Waffe sichergestellt.

Bei dem 49-Jährigen geht die Staatsan-
waltschaft Gießen von Suizid aus. Ob
der jüngere Mann mit der gleichen Waffe
erschossen wurde, blieb zunächst offen.

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4 WISSENSCHAFT/UMWELT KURZMELDUNGEN

Fürth: Im aktuellen Wintersemester
2019/2020 haben die Hochschulen in Bay-
ern 394.300 Studierende gemeldet. Das
seien 0,5 Prozent mehr als vor Jahres-
frist und ein neuer Höchststand, teilte
das Landesamt für Statistik mit. Bei
den neu Eingeschriebenen sei die Zahl
um 2,2 Prozent auf 75.700 gesunken.

Zürich: In südamerikanischen Sumpfge-
bieten sind vor Millionen von Jahren
Schildkröten mit annähernd drei Meter
langem Panzer unterwegs gewesen. For-
scher entdeckten in Venezuela und Ko-
lumbien Überreste der Art Stupendemys
geographicus, darunter Kieferknochen
und Panzerteile, wie "Science Advances"
meldete. Die Tiere hätten über eine
Tonne Körpergewicht erreicht.

Rendsburg: Im schleswig-holsteinischen
Rendsburg ist eine junge Mutter erwürgt
worden, dem bisher von der Polizei mit-
teilten Ermittlungsstand zufolge in Ge-
genwart ihres Babys. Die Tat ereignete
sich demnach in einem Hotel. Am Tatort
wurde ein 24-Jähriger festgenommen. Der
mutmaßliche Täter hatte der 28-Jährigen
den Ermittlerangaben zufolge bereits im
September Gewalt angetan.

Tokio: Vor Japans Nordküste ist ein
Erdbeben der Stärke 7,0 registriert
worden. Laut Behörden gelten Schäden
wegen der Tiefe des Epizentrums 60 Ki-
lometer unter der Meeresoberfläche und
der Entfernung zur nördlichen Hauptin-
sel Hokkaido als unwahrscheinlich. Eine
Tsunamigefahr bestand nicht.

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Quelle:
BR Text
Bayerischer Rundfunk, Programmbereich Bayern 3 - Jugend - Multimedia
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