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AUSLAND/7587: Aus aller Welt - 12.10.2017 (SB)


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Hamas und Fatah einigen sich auf Versöhnungsplan

Die Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah haben sich nach mehrtägigen Verhandlungen in Kairo auf einen Versöhnungsplan verständigt. Das meldete Ismail Hanija, der Vorsitzende der seit 2007 in Gaza regierenden Hamas, vorab einer Pressekonferenz am Donnerstagmittag. Die Hamas hatte im September damit begonnen, die Verwaltung des Gazastreifens der Fatah-Regierung von Präsident Mahmud Abbas im Westjordanland zu übertragen. Das Ziel ist die Bildung einer gesamtpalästinensischen Regierung.

Palästinensische Medien berichteten, Hamas und Fatah hätten sich in der ägyptischen Hauptstadt unter anderem über die Lieferung von Strom und die Regelung des Grenzübergangs nach Ägypten geeinigt. Der Grenzübergang würde von Ägypten betrieben, wobei Vertreter der Hamas und der Fatah vor Ort wären. Im Gazastreifen soll ein für Sicherheitsfragen zuständiger Innenminister eingesetzt werden. Die neue Regierung wird rund 30.000 Mitarbeiter der Fatah übernehmen. Aussagen zur Zukunft der Kassam-Brigaden im Gazastreifen lagen noch nicht vor. Für den Übergangsprozeß sind vier Monate eingeplant.

12. Oktober 2017


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