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JUSTIZ/7459: Kriminalität und Rechtsprechung - 18.06.2017 (SB)


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Nächtliche Randale auf Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain

In der Nacht auf Samstag ist es zu Krawallen in der Rigaer Straße in Berlin Friedrichshain und zu Auseinandersetzungen mit Polizeikräften gekommen. 40 bis 60 meistenteils vermummte Personen hatten nach Angaben von Anwohnern zunächst Barrikaden errichtet und laut Musik abgespielt. Danach wurden unter anderem Mülltonnen, ein Toilettenhäuschen und Autos in Brand gesetzt. Polizeibeamte, welche den Weg für die Feuerwehr freimachen wollten, wurden mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen. Außerdem wurde die Polizei beschimpft. Wegen der nicht funktionierenden Straßenbeleuchtung kam ein Hubschrauber mit Schweinwerfern zum Einsatz. Ein 22jähriger Mann wurde vorübergehend festgenommen, nachdem er den Piloten offenbar mehrmals geblendet hatte. Bei ihm wurden neben einem Laserpointer unter anderem eine Zwille, Stahlkugeln und eine Sturmhaube gefunden. Drei weitere Männer wurden ebenfalls in Gewahrsam genommen. Jetzt sind Verfahren laut Polizei wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, schweren Landfriedensbruchs, Landfriedensbruchs, Brandstiftung, Widerstands, versuchter gefährlicher Körperverletzung, Verstößen gegen das Waffen- sowie das Sprengstoffgesetz und Sachbeschädigung anhängig. Innensenator Geisel drohte Linksextremisten, die glaubten, sie könnten sich in Berlin für den G20-Gipfel in Hamburg warmmachen, mit der ganzen Härte des Rechtsstaates. Randale in der Rigaer Straße ist seit dem Streit um das früher besetzte Haus Nr. 94, welches als linksalternatives Wohnprojekt gilt, nicht ungewöhnlich.

18. Juni 2017


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