Schattenblick → INFOPOOL → NACHRICHTEN → VOM TAGE


MILITÄR/7806: Sicherheitspolitik, Rüstung und Konflikte - 12.06.2018 (SB)


VOM TAGE


Kriege ohne Ende - Mehr Diplomatie, weniger Rüstungsexporte

Führende Friedensforschungsinstitute in Deutschland haben ihr diesjähriges Friedensgutachten vorgestellt. Darin fordern sie die Bundesregierung zur stärkeren Beschränkung von Rüstungsexporten auf. Sie soll ein restriktives Rüstungsexportkontrollgesetz vorlegen. Die Genehmigungen für Waffenlieferungen an die Bürgerkriegsparteien im Jemen und ihrer Verbündeten müssen zurückgezogen werden. Rüstungsgeschäfte mit der Türkei sollen ausgesetzt werden, bis das Land nicht mehr gegen das Völkerrecht verstößt. Nach der Aufkündigung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran durch Washington soll die Bundesregierung mit ihren Partnern Strategien ausloten, wie sich der daraus ergebende Schaden für die internationalen Beziehungen begrenzen läßt. Das Friedensgutachten mit dem Titel "Kriege ohne Ende. Mehr Diplomatie, weniger Rüstungsexporte" wurde vom Bonn International Center for Conversion, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg, der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt, dem Institut für Entwicklung und Frieden in Duisburg sowie dem Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg verfaßt.

12. Juni 2018


Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang