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LATEINAMERIKA/2172: Santa Lucía - Regionales Treffen zur Eindämmung illegaler Waffenströme (poonal)


poonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen

Santa Lucía

Regionales Treffen zur Eindämmung illegaler Waffenströme


Um die hohen Mordraten in der Region zu senken, muss der illegale Waffenhandel eingedämmt werden, so die Caricom-Staaten.

(Castries, 14. November 2023, Prensa Latina) - Vertreter*innen der Karibischen Gemeinschaft (Caricom) und der Dominikanischen Republik trafen sich in St. Lucia, um über den Umgang mit dem Schusswaffenhandel zu sprechen. Es ist bereits die dritte Jahrestagung in der Region. Die Regierung von St. Lucia organisierte das Treffen zusammen mit der Caricom Implementation Agency for Crime and Security (Impacs) und vom UN-Regionalzentrum für Frieden, Abrüstung und Entwicklung in Lateinamerika und der Karibik (Unlirec). Neben den Innenministern und anderen hochrangigen Vertreter*innen aus der Region waren weitere internationale Gäste geladen, um über die illegale Verbreitung und den Missbrauch von Schusswaffen und Munition zu sprechen und Möglichkeiten der Bekämpfung zu erörtern, hieß es aus dem Büro des Premierministers von St. Lucia, Philip J. Pierre.


Waffenhandel behindert gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung

Der Waffenhandel und die illegale Nutzung von Schusswaffen sei der Grund für die hohen Mord- und Kriminalitätsraten in den karibischen Ländern. Dies habe negative Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit und die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in der gesamten Region, heißt es in der Mitteilung. Die fünfzehn Staaten der Karibischen Gemeinschaft und die Dominikanische Republik hatten sich daher im Jahr 2020 auf eine Strategie geeinigt, die unter dem Namen "Fahrplan für die Umsetzung vorrangiger Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Verbreitung von Schusswaffen und Munition in der Karibik auf nachhaltige Weise. Maßnahmen bis 2030" bekannt ist. Seitdem dient das Instrument als Leitfaden für die vereinbarten Ziele.

Besonders wichtig sind die Stärkung des Rechtsrahmens für Schusswaffen und Munition, die Verringerung der illegalen Ein- und Ausfuhr und der Handelsströme innerhalb der Region sowie die Stärkung der Möglichkeiten der Strafverfolgung zur Bekämpfung des illegalen Handels. Um diese Ziele zu erreichen, entwickeln die Staaten nationale Aktionspläne, in denen sie ihre eigenen Prioritäten und Zeitpläne festlegen. Operative Aspekte, solide Überwachungs- und Bewertungsrahmen für einschlägige Datenerhebungen und die Bedeutung einer entsprechend gestalteten Politik wurden diskutiert. Das Treffen diente außerdem zu Austausch über bewährte Verfahren und Erfahrungen der einzelnen Länder mit der Bekämpfung bewaffneter Gewalt in der Region.


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veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 21. November 2023

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