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SCHULE/242: "Good-practice" im Sportunterricht (Goethe-Uni Frankfurt)


Goethe-Universität Frankfurt - 27. Oktober 2008

"Good-practice" im Sportunterricht

Wissenschaftler der Goethe-Universität nutzen neuen Medien in der Sportpädagogik


FRANKFURT. Mit dem verstärkten Einsatz von E-Learning wollen die Frankfurter Sportpädagogen um Prof. Robert Prohl die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte im Schulsport verbessern. Jüngster Baustein ihrer Strategie ist das E-Learning-Seminar "Good-practice im Sportunterricht" im laufenden Wintersemester. Vor dem Hintergrund des Bildungsanspruchs eines "erziehenden Sportunterrichts" wird dort gezeigt, wie guter Unterricht funktioniert, geplant und ausgewertet wird.

Dabei kommen hybride Lehr-Lern-Szenarien, in denen unterschiedliche Möglichkeiten des mediengestützten Lernens kombiniert werden, und eigens produzierte multimediale Lehrmittel zum Einsatz. Die technischen und inhaltlichen Grundlagen hybrider Lehr-Lern-Szenarien werden im Rahmen des Verbundes hessischer Universitäten im HeLPS-Projekt (Hessische eLearning Projekte in der Sportwissenschaft) entwickelt, der vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst seit 2007 finanziell gefördert wird. Dieses Projekt, an dem alle universitären Ausbildungszentren für Sportlehrkräfte in Hessen beteiligt sind, verfolgt die Ziele, sportwissenschaftliches Fachwissen multimedial aufzubereiten, es Studierenden in einem webbasierten Lernsystem anzubieten und Lehrenden Materialien für den Unterricht online zur Verfügung zu stellen.

In Ergänzung zu den vielfältigen Darstellungen von Unterrichtskonzeptionen, wie sie beispielsweise in Form von Lehrbüchern vorliegen, werden in dem Teilprojekt der Universität Frankfurt (in Kooperation mit der Universität Kassel) Beispiele für "good-practice" im Schulsport erstellt, die didaktische Kommentare als E-Learning-Content für das Selbststudium sowie in Verbindung mit der Präsenzlehre bereitstellen. Methodisch sind die Kurse nach einem Blended-Learning-Ansatz konzipiert - auch "integriertes Lernen" genannt, handelt es sich hierbei um eine Lernform, bei der die Vorteile von Präsenzveranstaltungen und E-Learning miteinander kombiniert werden. Die Pilotseminare am Institut für Sportwissenschaften, die im laufenden Semester mit 120 Lehramtsstudierenden des Faches Sport durchgeführt werden, stellen dabei folgende Aspekte in den Mittelpunkt:

Anhand von Praxisbeispielen (in Form von Video-Clips aus Schulalltag) wird veranschaulicht, wie man die theoretischen Grundlagen "guten" Sportunterrichts erarbeitet.
Multimedial aufbereitete Inhalte zum Thema der "Good-Practice" werden im Sinne des Lehrplans systematisch in die universitäre Lehre eingebunden.
Die für die Lehrerbildung konzipierten E-Lehrgänge kombinieren Fachtexte mit Videosequenzen aus "real-Life"-Situationen des kooperativen Lernens im Sportunterricht. So sollen lehrmethodische Probleme und Perspektiven guten Sportunterrichts aufgezeigt werden.
Präsenzphasen in der Universität wechseln mit Online-Phasen ab. So werden die Flexibilität und die Selbststeuerungskompetenzen der Studierenden trainiert. Dabei werden auch unterschiedliche Lernphasen-Kombinationen erprobt.

Im Sinne der Professionalisierung erweitern und vertiefen die Lehramtsstudierenden auch ihre Medienkompetenz im Umgang mit dem didaktischen Werkzeug E-Learning. Abschließend soll eine umfangreiche Evaluation der weiteren Optimierung des neuen Seminarkonzepts dienen.

Weitere Informationen:
www.sport.uni-frankfurt.de
www.helps-hessen.de


Die Goethe-Universität ist eine forschungsstarke Hochschule in der europäischen Finanzmetropole Frankfurt am Main. Vor 94 Jahren von Frankfurter Bürgern gegründet, ist sie heute eine der zehn größten Universitäten Deutschlands. Am 1. Januar 2008 gewann sie mit der Rückkehr zu ihren historischen Wurzeln als Stiftungsuniversität ein einzigartiges Maß an Eigenständigkeit. Rund um das historische Poelzig-Ensemble im Frankfurter Westend entsteht derzeit für rund 600 Millionen Euro der schönste Campus Deutschlands. Mit über 45 eingeworbenen Stiftungs- und Stiftungsgastprofessuren nimmt die Goethe-Universität den deutschen Spitzenplatz ein. In drei Forschungsrankings des CHE in Folge und in der Exzellenzinitiative zeigt sich die Goethe-Universität als eine der forschungsstärksten Hochschulen Deutschlands.


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Quelle:
Pressemitteilung Nr. 205 vom 27. Oktober 2008
Herausgeber: Der Präsident
Abteilung Marketing und Kommunikation, Postfach 11 19 32
60054 Frankfurt am Main
Redaktion: Stephan M. Hübner, Pressereferent
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Internet: www.uni-frankfurt.de


veröffentlicht im Schattenblick zum 29. Oktober 2008