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MESSUNG/089: Deutsche Multispektral-Kamera METimage revolutioniert Klimabeobachtung (DLR)


Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) - Pressemitteilung vom 15. Juli 2025

Start des Satelliten Metop SG-A1 am 13. August 2025

Deutsche Multispektral-Kamera METimage revolutioniert Klimabeobachtung


  • Am 13. August 2025 um 2:37 Uhr MESZ (12. August 21:37 Uhr Ortszeit) wird der Satellit Metop SG-A1 starten.
  • An Bord befindet sich das hochmoderne Multispektral-Radiometer "METimage".
  • METimage wird Wolken, Wasserdampf und Aerosole, Land- und Ozeanoberflächentemperaturen sowie Eisbedeckung, Vegetation und auch Brände hochgenau messen.
  • METimage wird die Wettervorhersagen in Europa und weltweit bis zu zehn Tage im Voraus verbessern.
  • Entwicklung und Bau von METimage wurden von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR koordiniert.
  • Schwerpunkte: Raumfahrt, Klimabeobachtung, Wettervorhersage, Klimawandel


Am 13. August 2025 um 2:37 Uhr MESZ (12. August 21:37 Uhr Ortszeit) wird der Satellit Metop-SGA1 der Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten EUMETSAT mit einer Ariane 6-Rakete von Kourou (Französisch-Guayana) aus starten. An Bord befindet sich ein hochmodernes Messinstrument, die Multispektral-Kamera "METimage". Sie wird die Wettervorhersagen in Europa und weltweit bis zu zehn Tage im Voraus verbessern. Die Entwicklung und der Bau wurden von der Deutschen Raumfahrtagentur im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) koordiniert und durch das Bundesministerium für Verkehr (BMV) zusammen mit EUMETSAT finanziert. METimage wurde durch Airbus Defence and Space Deutschland entwickelt und gebaut.

Revolutionäre Technologie für präzise Messdaten

METimage operiert aus 830 Kilometer Höhe und scannt alle 1,7 Sekunden einen 2.560 Kilometer breiten Bodenstreifen mit einer Auflösung von 500 Metern pro Bildpunkt. Dies wird durch einen rotierenden Spiegel ermöglicht, der die gesamte Erdoberfläche alle zwölf Stunden abtastet. Neben Detektoren, die im sichtbaren Spektralbereich arbeiten, sind Infrarot-Detektoren verbaut, die bei Temperaturen unter minus 200 Grad Celsius betrieben werden. METimage nimmt hierdurch 20 verschiedene Spektralkanäle in einem Bereich von 443 Nanometern bis 13.345 Mikrometern auf. Sowohl in Bezug auf die Anzahl der spektralen Kanäle, als auch auf die geometrische Auflösung stellt dies eine erhebliche Verbesserung gegenüber vorherigen Instrumenten dar.

Dank dieser Technik kann METimage Wolken, Wasserdampf und Aerosole, Temperaturen von Land- und Ozeanoberflächen, Eisbedeckung, Vegetation sowie Brände hochgenau messen. Durch die hochwertigen METimage-Bilddaten wird es Expertinnen und Experten weltweit möglich sein, deutliche Verbesserungen für die Wetter- und Klimavorhersage zu erzielen.

Deutsche Technik für die europäische Meteorologie

Die METimage-Hardware wurde von der Airbus Defence and Space GmbH zusammen mit über 50 Unterauftragnehmern entwickelt, gebaut und getestet.

Bildunterschriften der im Schattenblick nicht veröffentlichten Abbildungen der Originalpublikation:

  • Der Satellit MetOp-SG-A1 mit dem METimage-Instrument im Reinraum bei Airbus
    Das Bild zeigt den Satelliten in einer horizontalen Position mit den Instrumenten auf der Unterseite. Das Solarpaneel wird an der Vorderseite montiert, bevor der Satellit zum Startplatz transportiert wird, um am 13. August 2025 abzuheben. METimage spielt eine zentrale Rolle auf den Satelliten der Metop-SG (Second Generation)-Reihe. Diese Satelliten werden neue und bessere globale Wetter- und Klimadaten liefern. Hierzu werden die Metop-SG-Satelliten die Erde auf einer polaren Umlaufbahn umkreisen. Diese Informationen sollen die Wettervorhersagen in Europa und weltweit bis zu zehn Tage im Voraus verbessern. Das Programm hat eine geplante Laufzeit von 24 Jahren und wird durch drei identische Satellitengenerationen abgedeckt werden. METimage ist der deutsche Beitrag zum Programm. Das Instrument wird für alle drei Satellitengenerationen hergestellt und verbaut werden Bild: 1/3, Credit: ESA - M. Pédoussaut
  • Das METimage-Instrument nach erfolgreichem Abschluss der Kalibrationskampagne
    Das Multispektralradiometer METimage nimmt aus einem Orbit von 830 Kilometern alle 1,7 Sekunden einen 2.670 Kilometer breiten Bodenstreifen mit einer Auflösung von 500 Metern auf. Dies wird durch einen rotierenden Spiegel ermöglicht, der die gesamte Erdoberfläche innerhalb eines Tages abtastet. Neben Detektoren, die im sichtbaren Spektralbereich arbeiten, sind Infrarotdetektoren verbaut, die bei Temperaturen unter minus 200 Grad Celsius betrieben werden. METimage nimmt hierdurch 20 verschiedene Spektralkanäle in einem Bereich von 443 Nanometern bis 13.345 Mikrometern auf. Dies stellt eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem Vorgängermodell sowohl in Bezug auf die Anzahl der spektralen Kanäle als auch auf die geometrische Auflösung dar. Bild: 2/3, Credit: Airbus
  • METimage misst Wolken in einer bisher nicht möglichen Genauigkeit Egal ob Sonnenschein, Regen oder Gewitter: Wolken haben einen großen Einfluss auf das Wetter und das Klima. Die vielen unterschiedlichen physikalischen und chemischen Prozesse in kleinen Skalen führen zu Unsicherheiten in den aktuellen Wetter- und Klimamodellen. METimage wird die Wolken in einer bisher nicht erreichten Genauigkeit vermessen und trägt damit zu präziseren Wetter- und Klimavorhersagen bei.
    Bild: 3/3, Credit: EUMETSAT 2024


Weiterführende Links
Webseite zu METimage der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR
https://www.dlr.de/de/ar/themen-missionen/erde-klima/klima/metimage
Webseite zu Metop Second Generation von EUMETSAT
https://www.eumetsat.int/metop-sg

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Quelle:
DLR-Presse-Information, 15.07.2025
Herausgeber:
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Kommunikation
Linder Höhe, 51147 Köln
Tel.: +49 2203 601-0, Fax: +49 2203 601-10
E-Mail: contact-dlr[at]dlr.de
Internet: www.dlr.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 18. Juli 2025

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