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EUROPA/487: Agrarrat - Landwirtschaftsdialog nutzen, Gestaltungsspielräume schaffen (WWF)


WWF - 22. Januar 2024

Pressestatement zum Agrarrat

Landwirtschaftsdialog nutzen, Gestaltungsspielräume schaffen


Berlin, 22.01.2024: Diesen Dienstag kommen die Agrarministerinnen und Agrarminister der EU-Mitgliedstaaten zur nächsten Sitzung des Agrarrates zusammen. Ein zentrales Thema ist der von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angekündigte Strategische Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft in Europa. Hierzu sagt Heike Vesper, Vorständin Transformation Politik & Wirtschaft beim WWF Deutschland sowie Mitglied der Zukunftskommission Landwirtschaft:

"Eine echte Transformation der Landwirtschaft kann nur gelingen, wenn alle mitziehen und sich wiederfinden. Die Interessen der Landwirtschaft samt der vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereiche, die Notwendigkeiten des Natur- und Klimaschutzes und die Belange der Verbraucherinnen und Verbraucher müssen wissenschaftlich fundiert zusammengebracht werden. Diese große Herausforderung hat die Zukunftskommission Landwirtschaft in Deutschland auch dank ihres Vorsitzenden Peter Strohschneider gemeistert, wenn auch die Umsetzung durch die Politik noch aussteht.

Dass Ursula von der Leyen mit ihrem Vorschlag für einen Strategischen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft in Europa nun einen vergleichbaren Prozess anstrebt, klingt auf dem Papier gut. Es muss auf EU-Ebene zentral darum gehen, durch welche konkreten Instrumente der Europäische Green Deal und die Farm-to-Fork-Strategie konsequent umgesetzt werden. Darauf müssen die Mitgliedsländer beim Agrarrat drängen. Denn ohne Natur- und Klimaschutz gibt es keine Ernährungssicherheit. Wenn es gelingt, den Strategischen Dialog noch in diesem Jahr zu beenden und alle an Konsens interessiert sind statt an Spaltung, dann öffnet das Gestaltungsräume für die Zeit nach der EU-Wahl. Wenn sich der Prozess allerdings verzögert oder instrumentalisiert wird, dann droht eine weitere Blockade der Agrarpolitik - zu Lasten der Bauernschaft Europas und zu Lasten der Natur."

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Quelle:
WWF Pressemitteilung, 22.01.2024
Herausgeber: WWF Deutschland
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Internet: www.wwf.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 23. Januar 2024

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