Schattenblick → INFOPOOL → UMWELT → MEINUNGEN


STANDPUNKT/1233: Bio-Diesel hilft niemandem - Mit Hochdruck an anderen Lösungen arbeiten (NABU)


Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. - Pressedienst, 17. Januar 2024

NABU: Bio-Diesel hilft niemandem

Miller: Mit Hochdruck an anderen Lösungen arbeiten


Berlin - Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat mitgeteilt, dass sie - entgegen der bisherigen wissenschaftlich fundierten Position des BMUV und seiner Fachbehörden - nun für den Einsatz von Bio-Diesel in der Landwirtschaft offen ist.

NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller kommentiert wie folgt: "Es ist schwierig, schnell Alternativen zum Agrardiesel zu finden, deshalb müssen jetzt mit Hochdruck Lösungen für die Landwirtschaft in anderen Bereichen entwickelt werden. Biokraftstoffe sind Ideen aus der Vergangenheit. Die Ministerin sollte sich wieder klar zum Ausstieg aus Kraftstoffen vom Feld bekennen.

Mit dem jetzigen Vorschlag ist niemandem geholfen. Der Landwirtschaft nicht, weil Biodiesel teuer bleibt, dem Haushalt nicht, weil Biokraftstoffe mit viel Geld subventioniert werden müssen und der Natur schon gar nicht. Kraftstoffe vom Acker sind kein Klimaschutz, weil dafür andernorts gerodet werden muss. In der Summe verursachen sie mehr Emissionen als sie einsparen. Die Flächen in Deutschland sind zu knapp, um noch mehr Raps ausschließlich für Kraftstoffe anzubauen, das wäre ein weiterer großer Schaden für die Biodiversität in Deutschland."

*

Quelle:
NABU Pressedienst, 17.01.2024
Herausgeber:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin
E-Mail: presse@NABU.de
Internet: www.NABU.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 19. Januar 2024

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang