Schattenblick → INFOPOOL → UMWELT → WASSER


POLITIK/432: Mehr Schutz für unsere Trinkwasserressourcen (BMUV)


Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Pressemitteilung - 12.12.2023

Mehr Schutz für unsere Trinkwasserressourcen

Neue Verordnung zur Sicherheit in Trinkwassereinzugsgebieten tritt in Kraft


Hierzu legt die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV), die heute in Kraft tritt, fest, welche Anforderungen an die Bewertung und das Risikomanagement der Einzugsgebiete von Trinkwasserversorgungen gestellt werden. So sollen Belastungen, die zur Verunreinigung von Wasserkörpern führen können, denen Trinkwasser entnommen wird, vermieden, reduziert und besser beherrscht werden. Der Aufwand, der sonst im Bereich der Trinkwasseraufbereitung betrieben werden muss, wird dadurch verringert.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke: "Wasser ist eine lebenswichtige Ressource. Damit auch in Zukunft Wasser für die Trinkwassergewinnung in hoher Qualität zur Verfügung steht, müssen wir die Wasserressourcen noch besser vor schädlichen Einflüssen schützen. Mit der neuen Verordnung werden deshalb künftig die Trinkwassereinzugsgebiete mit Blick auf mögliche Risiken für die Wasserbeschaffenheit bewertet und einem Risikomanagement unterzogen. Gefahren können damit frühzeitig erkannt werden und wir schaffen die Voraussetzungen für noch sichereres Wasser, wie es in der EU-Trinkwasserrichtlinie vorgesehen ist."

Um die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen zu schützen, die sich aus der Verunreinigung von Trinkwasser ergeben können, wurde mit der EU-Trinkwasserrichtlinie ein risikobasierter Ansatz implementiert. Dieser basiert auf dem Vorsorgeprinzip und zielt darauf ab, dass in der Trinkwasserversorgung ein vorausschauendes und zielgenaues Qualitätsmanagement betrieben wird. Der risikobasierte Ansatz nach der EU-Trinkwasserrichtlinie betrifft die gesamte Versorgungskette: von den Wassereinzugsgebieten über die Gewinnung, die Aufbereitung, Speicherung und Verteilung des Trinkwassers bis hin zu den Trinkwasserinstallationen in Gebäuden. Die Trinkwassereinzugsgebiete sind zukünftig zu bewerten und einem Risikomanagement zu unterziehen, das an die jeweils vor Ort bestehenden Verhältnisse angepasst ist. So sollen frühzeitig potenzielle mikrobielle sowie chemische Risiken und Gefährdungen für die Trinkwassereinzugsgebiete erkannt werden, um darauf angemessen reagieren zu können. Die TrinkwEGV dient der Umsetzung insbesondere der Artikel 7 und 8 der EU-Trinkwasserrichtlinie. Die TrinkwEGV ergänzt damit die Vorschriften der Trinkwasserverordnung, in der der Schutz des Trinkwassers ab der Wassergewinnung durch den Versorger nach dem risikobasierten Ansatz für die Zukunft bereits geregelt ist.

12.12.2023 | Pressemitteilung Nr. 188/23 | Wasser und Binnengewässer

EU-Trinkwasserrichtlinie - externer Download (PDF nicht barrierefrei, 1 MB)
https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32020L2184
Verordnung Trinkwassereinzugsgebiete - externe Webseite
https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2023/346/VO.html
Trinkwasserverordnung - externe Webseite
https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2023/159/VO.html
Wasser und Binnengewässer - Themenseite
https://www.bmuv.de/themen/wasser-und-binnengewaesser/ueberblick-wasser-und-binnengewaesser

*

Quelle:
BMUV-Pressemitteilung, 12.12.2023
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Stresemannstraße 128-130, 10117 Berlin
Tel.: 030 18 305-0, Fax: 0228 99 305-3225
Redaktion:
Referat Öffentlichkeitsarbeit, Online-Kommunikation und Social Media

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 15. Dezember 2023

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang