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ERSTAUFLAGE/1073: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3205 (SB)


Susan Schwartz

Die Fahrt der AURA

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3204


Gruelfin, Hapcischan, Anfang Juli 2096 NGZ

Die AURA, das Beiboot der MAGELLAN, das Atlans schwer angeschlagene Kastellan-Kapsel RA aus den Fängen der panjasischen Blutstropfen-Raumer gerettet hat, setzt das nur 20 Meter lange, tropfenförmige Schiff im Ortungsschutz einer Sonne ab, wo es sich regenerieren soll. Antanas Lato, einziger Passagier an Bord, ist damit einverstanden, zurückgelassen zu werden. Nun ist die AURA unterwegs, um Informationen über die aktuellen Verhältnisse in Gruelfin zu sammeln.

Der Planet Hapcischan ist besonders reich, da er eine Substanz exportiert, die eine ebenso heilende wie vitalisierende Wirkung hat und zudem ausgesprochen wohlschmeckend ist. Es handelt sich um das sogenannte Murupor, den Nektar der dort gedeihenden Muruvasch-Blüten. Diese Pflanzen können so groß werden, dass die Ureinwohner des Planeten, die Vasushor, in ihren Blütenkelchen schlafen können. Dabei sondern die Reptiloiden aus Drüsen zwischen ihren Schuppen ein bestimmtes Sekret ab, das überhaupt erst dafür sorgt, dass die Pflanzen gut gedeihen und der Nektar seine besondere Wirkung entwickelt.

Der Handel mit dem Nektar hat dazu geführt, dass sich Vertreter etlicher anderer Völker auf dem Planeten, der auch ein beliebtes Urlaubsziel darstellt, niedergelassen haben. Ihr Regierungsoberhaupt ist der Takerer Razugesch, der sich schon als junger Mann gegen die Panjasen zu Wehr setzen wollte, die den Planeten besetzt haben, um den Handel mit Murupor zu kontrollieren. Razugesch musste einsehen, dass er gegen die Panjasen keine Chance hatte, also entschied er sich, Politiker zu werden, um als Vermittler zwischen ihnen und dem Volk etwas bewirken zu können. Er muss allerdings damit leben, der sogenannten Beraterin Pschai Rechenschaft über all sein Handeln ablegen zu müssen. Mit findigem Taktieren ist es ihm im Laufe der Jahrzehnte gelungen, seine Interessen im Großen und Ganzen zu wahren. Nur in einem musste er kapitulieren: Pschai hat eine Forschungsstation errichtet, in der sie aus dem heilsamen Murupor eine süchtigmachende Droge entwickeln lässt, mit der sie wichtige Vertreter ganjasischer Völker gefügig machen will.

Die gutmütigen, sich als Gärtner verdingenden Vasushor, ohne die die Produktion des Nektars nicht funktioniert, erleiden dabei schwere Vergiftungen und werden schließlich wahnsinnig. Greifen sie jemanden in diesem Zustand an, werden sie von panjasischen Gardisten erschossen. Razugesch verbot zwar die Herstellung und den Handel mit dem sogenannten schwarzen Murupor, doch die Panjasen ignorieren dies. Razugesch wurde zwar weisgemacht, die kranken Vasushor würden zu ihren Familien zurückgeschickt, bevor Schlimmeres passieren kann, doch in Wirklichkeit werden sie ermordet, bevor sie gefährlich werden können.

Einige Besatzungsmitglieder der AURA geben sich als Veejasen aus - ein Zweigvolk der Ganjasen -, um 100 Fässer Murupor zu kaufen, die sie allerdings gar nicht bezahlen können. Da stellt es sich als glückliche Fügung heraus, dass es den Laosoor Ephin an Bord gibt. Die Laosoor, pantherartige Wesen, verstehen sich als Meisterdiebe. Ephin ist ausserdem Nahdistanztelekinet und -teleporter und hat die Fähigkeit, auf andere Intelligenzwesen suggestiv einzuwirken. Ephin kann sich, als er unter Deflektorschutz in den Palast des Herrschers eindringt, mit Razugesch anfreunden, der sich zu dem für ihn unsichtbaren Wesen hingezogen fühlt. Ephin glaubt, der Takerer habe nicht gemerkt, dass er einen Kreditchip aus seinem Palast mitgehen ließ. Dieser wird bei den Muruporverhandlungen, bei denen die Interessenvertreter verschiedener Völker mit Razugesch und Pschai Handelsverträge abschließen, als Beweis für die Validität der Veejasen vorgelegt und heimlich wieder zurückgebracht. Razugesch hat es aber sehr wohl gemerkt und Ephin gewähren lassen. Er hat auch gemerkt, dass er geistig beeinflusst werden sollte und verbietet ihm dies künftig.

Der Laosoor erfährt von den Verbrechen, das die Panjasen an den Vasushor begehen und Razugesch erkennt, dass er endlich eine Chance bekommt, gegen die Panjasen vorzugehen, wenn er dem Pantherartigen vertraut. Ephin sucht die Vasushor auf, die in der Nähe der Forschungsstation ihrer Tätigkeit nachgehen. Er erfährt von dem Wächter Sishtaf, dass es isolierte Gebäude gibt, in die zwar immer wieder Vasushor hineingebracht werden, aber nie wieder herauskommen. Keiner würde sich noch freiwillig dafür melden, bei der geheimen Forschung mitzumachen, aber die Panjasen sind inzwischen dazu übergegangen, in den Kelchen schlafende Vasushor zu betäuben und ins Innere der Forschungsstation zu bringen oder sogar Mitglieder seines Volkes aus den Siedlungen zu verschleppen. Weigern sie sich, überhaupt noch zu kommen, drohen die Panjasen, ganze Familien auszulöschen, was auch schon geschehen ist. Die Vasushor haben auch schon oft versucht, Razugesch, der sich nach dem ersten Massaker an den Vasushor für sie eingesetzt hat, zu unterrichten, aber die Nachrichten wurde immer abgefangen. Ephin kann die Wächter für einen verwegenen Plan gewinnen. Sie halten ihn zwar für verrückt, haben aber nichts mehr zu verlieren.

Ephin teleportiert in die geheimen Gebäude und versteckt überall Bomben. Ausgerüstet mit Bombenpaketen fliegen am nächsten Tag 400 herbeigerufene Vasushor mit Gleitschirmen Angriffe auf die Muruvaschpflanzungen und Nektarfässer, was sämtliche in den Gebäuden beschäftigte Cappins, die für die Panjasen arbeiten, ins Freie treibt. Dann explodieren alle Bomben in den Gebäuden und vernichten sämtlichen schwarzen Murupor sowie die ihn produzierenden Pflanzen. Dass dabei auch die darin schlafenden Vasushor sterben, war Bedingung der Gärtner, denn sie wären nicht zu retten gewesen und sollten erlöst werden. Die Droge, die dort produziert wird, ist inzwischen schon so stark, dass schon eine Nacht in einer schwarzen Muruvasch bei den Vasushor eine irreversible Gehirnverletzung bewirkt, so dass sie nicht mehr erwachen und bis zu ihrem Ende dahindämmern.

Kurz darauf werden 100 Fässer Murupor auf das Veejasenschiff verladen. Razugesch täuscht für das Handelsbüro eine Bezahlung vor, die er wieder rückgängig macht und kaschiert die Transaktion so, dass sie nicht auf ihn zurückzuführen ist. Er trickst seinen Adjutanten aus, der auf Pschais Anordnung hin Fesselfelder um das Schiff gelegt hat, und gibt sich ausgesprochen empört, als die AURA trotzdem startet.

Die Kampfgleiter, die Pschai zur Bekämpfung der Vasushor ausgeschickt hat, werden schnell wieder abgezogen, um das Schiff aufzuhalten, doch es ist zu spät. Razugesch schauspielert so authentisch seine Empörung darüber, bestohlen worden zu sein, dass die Panjasin ihm das abnimmt. Als er ihr aber deutlich macht, dass es von nun an niemals wieder schwarzen Murupor geben wird, droht sie ihm, ihn umzubringen. Doch Razugesch macht ihr klar, dass sie niemanden finden wird, auf den sie sich verlassen kann und ihre Prädikatierung mit Sicherheit in den Keller ginge, wenn ihr Versagen der Ewigen Ganja zu Ohren käme, die ja zum Glück noch nichts von den geheimen Forschungen weiß. Pschai muss sich fügen und für Razugesch geht ein lang ersehnter Traum in Erfüllung. Er konnte den Panjasen endlich eins auswischen.

24. Januar 2023


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