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ERSTAUFLAGE/1118: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3250 (SB)


Christian Montillon

200 Millionen Lichtjahre

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3250


Milchstraße, Solsystem, an Bord der RAS TSCHUBAI auf dem Weg in die Kondor-Galaxis, 1. September 2097 - März 2098 NGZ

Die RAS TSCHUBAI, die im Kampf gegen den Chaoporter FENERIK fast vollkommen zerstört wurde und in den Luna-Werften repariert worden ist, startet am 5. September 2097 NGZ von Terra aus zur 212 Millionen Lichtjahre entfernten Kondor-Galaxis (auch Spaphu genannt). Die RAS TSCHUBAI besitzt einen Hypertrans-Progressorantrieb, der es dem Schiff ermöglicht, extrem hohe Geschwindigkeiten zu entwickeln. Dieser Antrieb ist einmalig, nur die RAS ist damit ausgestattet, um nach Spaphu gelangen zu können. Zur Führungscrew gehören neben der Expeditionsleiterin Farye Sepheroa-Rhodan auch Icho Tolot als deren Stellvertreter und Donn Yaradua als Sicherheitschef. Farye will nicht nur das ES-Fragment in Spaphu finden, sondern auch Perry Rhodan, von dem sie von Atlan in einer Funkbotschaft erfahren hat, dass er mit nur zwei Begleitern von Gruelfin aus eine Möglichkeit gefunden hat, in die Kondorgalaxis zu reisen. Drei Menschen in einer riesigen Galaxis aufzuspüren, dürfte schwierig sein. Aber irgendwo wird man schon Hinweise auf einen Retter oder Störenfried finden.

Vier Tage vor dem Start ist der Stellvertreter der Chefingenieurin Brittany Pedersoli festgenommen worden, weil er als Mitglied des Clubs der Lichtträger enttarnt wurde. In diesem Zusammenhang wurden auch noch 16 weitere Lichtträger aufgespürt, die die Besatzung der RAS TSCHUBAI unterwandert hatten.

Ein weiteres Mitglied dieser Geheimorganisation, die das Wiedererstarken der Superintelligenz ES verhindern möchte, wurde nicht enttarnt. Es ist der Vizequartiermeister Ulix Veith, der eine Dislokatorvase in seinem Quartier am Seeufer Ogygias aufbewahrt. In dieses tiefschwarze Artefakt steckt er drei Blumen, die er gepflückt hat. Daraufhin spricht die Vase ihn als Präsident an und fordert ihn auf, den kleinen Irreführer zu beschützen. Veith befolgt die Anweisungen einer Art Traumstimme, hinter der ein Wesen namens Kmossen steckt. Es weist ihn an, durch den viel zu engen Hals der Vase zu greifen, durch den eigentlich nicht mehr als drei Blumenstängel passen. Die Vase ist nicht nur ein Sprachrohr Kmossens, sondern eine Art Transmitter, durch die Veith Hilfsmittel und Ausrüstungsgegenstände erhält. Vom Grund der Vase holt er ein schwarzes Ei hervor, das er sich um den Hals hängt, nachdem sich aus dem Ei auch noch eine Kette gebildet hat. Das Ei soll ihn in der Zukunft schützen, auch wenn er zunächst unter heftigen Wahrnehmungsstörungen leidet, die ihn ein und dieselbe Situation immer noch einmal erleben lassen.

Auf einer Welt namens Aduunia, die in einem uralten Netz verborgen liegt, durch das schon seit Jahrmillionen der Name FENERIK geistert, wartet der Irreführer Kmossen auf die RAS TSCHUBAI. Er trägt den Beinamen "der in den Schatten", da er aus seinen antennenartigen Organen einen schwarzen Dunst ausstößt, hinter dem er sich verbirgt. Kmossen gehört dem Volk der Heddu an, das auf einem Teil dieser Welt entstanden ist. Als es den Aufstand probte, wurde es vernichtet. Nur er hat überlebt und wurde für Äonen im Netz schlafen gelegt und irgendwann mit dem Auftrag erweckt, jene in die Irre zu führen, die FENERIK schaden wollen. Er ist der Wegbereiter FENERIKS. Er hat eine Falle gebaut, um den lästigen Terranern, die es nicht lassen können, sich immer wieder in die Entwicklung des Kosmos einzumischen, eine Lektion zu erteilen.

Zwanzig Stunden nach dem Start der RAS TSCHUBAI und eine Stunde nach Aktivierung des Hypertrans-Progressors wird der Hypertrans-Flug, der erst außerhalb der Gravitation einer Galaxis zum Einsatz kommt, unterbrochen, weil die Aggregate nur verzögert auf Volllast gebracht werden können. Diese erste Etappe hat mehr Salkrit verbraucht, als berechnet, so als wäre man die ganze Zeit gegen einen Widerstand angeflogen. Ausserdem stellt man fest, dass man schon jetzt 54.000 Lichtjahre vom Kurs abgekommen ist. Wäre man weitergeflogen, hätte man die Kondor-Galaxis um 106 Millionen Lichtjahre verfehlt und wäre im Nichts gelandet. Mit dem Hypertrans-Antrieb hätte man dann zwar noch nach Spaphu fliegen aber nicht mehr zurück in die Milchstraße gelangen können. Man geht davon aus, dass hier immer noch ein Saboteur des Clubs der Lichtträger am Werk ist. Es gibt die Hypothese, dass an Bord ein Gerät installiert worden ist, das die von der Zentrale gegebenen Daten und Koordinaten umgewandelt an den Antrieb weitergegeben hat.

Nach eingehender Beratung der Bordwissenschaftler und akribischer Suche nach Ungereimtheiten im Bordalltag wird entdeckt, dass in einer Bordfabrik ein winziger Überschuss an Salkrit produziert wurde, der den Mehrverbrauch des Antriebs auszugleichen scheint. Ausserdem wurde eine Energiespitze im Quartier von Ulix Veith angemessen. Seltsamerweise kann die Bordsemitronik ANANSI Veith nicht mehr lokalisieren. Dieser befindet sich allerdings noch in seinem Quartier, kann es aber nicht mehr verlassen. Das schwarze Ei verhindert, dass Veith von der Bordautomatik erkannt wird. Der Öffnungsmechanismus der Tür reagiert genauso wenig auf ihn wie das Interkom-Terminal. Er tritt gegen die Tür, doch sein Fuß spürt keinen Aufprall und verursacht auch kein Geräusch. Die Menschen außerhalb, die ihn durch das große Glassitfenster sehen müssten, gegen das er schlägt, um auf sich aufmerksam zu machen, schauen durch ihn hindurch.

Mit der Dislokatorvase könnte er das Schiff verlassen und über weite Strecken zu anderen Vasen gelangen, die ihm eine andere Identität verleihen. Allerdings müsste er dafür diese Vase zurücklassen, was ihm nicht gefällt, da sie dann in fremde Hände fallen könnte. Veith plant nun, die Besatzung in die Irre zu führen und die RAS TSCHUBAI vom Kurs abzubringen. Als Donn Yaradua schließlich mit TARA-Kampfrobotern sein Quartier durchsucht und ihn ebenfalls nicht findet, verlässt er sein Quartier durch die nun offene Tür.

Anfang März 2098 NGZ beendet der Omnipotenzraumer die dritte und letzte Etappe des Hypertrans-Progressorflugs und kommt 1,2439 Millionen Lichtjahre von Spaphu entfernt im Normalraum heraus - allerdings 54.000 Lichtjahre vom anvisierten Zielort entfernt. In der Nähe befindet sich eine 500 Lichtjahre durchmessende Ballung von Hyperenergie, die sich langsam um sich selbst dreht. Sie liegt etwas oberhalb einer gedachten Linie zwischen dem Standort der RAS und Spaphu, so dass sie vor dem Hintergrund der Galaxis erkennbar ist. Farye Sepheroa und Icho Tolot sind neugierig. ANANSI ermittelt, dass diese Ballung aus Millionen von Hyperkristall-Fäden besteht, die einen Durchmesser von lediglich Zehntelmillimetern aufweisen. Es handelt sich um ein gewaltiges Netz, dessen einzelne Maschen 100.000 Kilometer durchmessen. Die Randgebiete sind 15 bis 20 Millionen Jahre alt, der innere Bereich 150 Millionen Jahre. Losgeschickte Sonden verschwinden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, kehren aber wieder zurück. Ihre Aufnahmen zeigen allerdings nur ein graues Nichts.

Obwohl die erneute Kursabweichung darauf schließen lässt, dass der Saboteur die RAS zu dieser Hyperenergieballung geführt hat, könnte es dennoch sein, dass sie etwas mit dem ES-Fragment zu tun hat. Deshalb beschließt Icho Tolot, sich mit einer Space Jet dem Netz zu nähern. 30.000 Kilometer davon entfernt verlässt er sie in einem Spezial-SERUN und fliegt weiter hinein, woraufhin er aus der Ortung verschwindet.

Kmossen, der in den Schatten, zitiert seinen Sklaven Berka, einen der in der Hyperballung lebenden Jedhamuun herbei, der ihn wie einen Gott verehrt. Er bekommt den Auftrag, den Eindringling aufzuhalten. Die Aufgabe der Jedhamuun, die Aduunia zusammengestellt haben, besteht darin, auf 'die Baustelle' aufzupassen. Sie waren es, die die Sonden der Terraner aufgefangen, untersucht und wieder zurückgeschickt haben.

Um Icho Tolot herum herrscht, als er in das Netz eintaucht, tiefe Dunkelheit. Plötzlich nimmt er ein Leuchten wahr und hält darauf zu. Er empfängt den Funkruf eines gewissen Tadasra, der sich Kontakter der Jedhamuun nennt. Als der Haluter weiterhin auf das Leuchten zufliegt und ein riesiges Objekt auftaucht, verliert er das Bewusstsein.

Nachdem Icho Tolot nicht wieder aufgetaucht ist, macht sich Farye Sepheroa in Begleitung von Donn Yaradua, zwei Sicherheitsleuten und der Chefwissenschaftlerin Thevana Khond mit einer ZALTERTEPE-Jet auf die Suche nach ihm und dringt in das Netz ein.

Sie finden in der Nähe eines riesigen Objekts den Multikom des Haluters, der Tolots Aufzeichnungen aus der Hyperenklave enthält. Darin berichtet er, dass ihn ein gewisser Tadasra betäubt hat. Diese Betäubung habe aber nur kurz angehalten, so dass Tolot den Multikom mit einem Peilsignal zurücklassen konnte. Farye vermutet, dass Icho Tolot zu dem großen Objekt gebracht worden ist. Dieses Objekt stellt sich als Konglomerat mehrerer Planetenteile heraus, das einen runden Himmelskörper nachbildet. Die völlig verschiedenen Landschaftssegmente der Konglomeratwelt, die unterschiedlich hohe Gravitation und Atmosphärenzusammensetzung aufweisen, sind mit brückenartigen Gebilden miteinander verbunden. Dennoch gibt es nirgendwo Leben.

Auch über dem Himmelskörper liegen ineinander verschachtelte unterschiedlich starke Gravofelder, die keinen Bezug zu der Landschaft darunter haben. Die ZALTERTEPE-Jet gerät über einem Geröllfeld in ein Ultragravofeld, das vorher nicht angemessen werden konnte. Sie wäre fast abgestürzt, wenn Farye sie nicht im letzten Moment nach oben gerissen hätte.

Trotz solcher Gefahren landen Farye und ihre Begleiter auf dem Planeten und entdecken einen Komplex aus turmartigen Gebäuden. Auf dem Dach eines dieser Türme taucht aus einer Öffnung ein Jedhamuun auf, der sich Berka nennt. Er teilt mit, dass der Haluter verhaftet und in Stasis versetzt worden sei. Die Ankömmlinge sollen nun ebenfalls in Stasis versetzt werden, was Farye Sepheroa durch Aktivieren des Schutzschirms verhindern will - ohne Erfolg. Einzig Donn Yaradua gelingt es, sich mit Hilfe seiner Metabolisten-Parafähigkeit der Stasis zu entziehen. Gemeinsam mit den anderen lässt er sich in das Gebäude verfrachten, wo er seine Gefährten nach und nach wieder aus der Stasis befreit, indem er ihre Biochemie manipuliert. Da die SERUNS einwandfrei funktionieren, wird sofort die Flucht in die Wege geleitet.

Als Berka bei Kmossen auf dessen Schiff WERKSTATT Bericht darüber erstattet, dass die Gefangenen in sicherem Gewahrsam seien, erwähnt er, dass lediglich die Standardsicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Kmossen gerät über diese Nachlässigkeit so in Rage, dass er Berka angreift und verwundet. Er erteilt ihm den Auftrag, sofort Roboter in das Gefängnis zu schicken, damit ein Ausbruch verhindert werden kann.

12. Dezember 2023


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