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ERSTAUFLAGE/1119: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3251 (SB)


Christian Montillon

Das kosmische Gespinst

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3251


Kondor-Galaxis, März 2098 NGZ

Seit der wegen Unregelmäßigkeiten des Hypertrans-Progressors unterbrochenen ersten Etappe des Fluges der RAS TSCHUBAI zur Kondor-Galaxis, bei der man den Saboteur Ulix Veith entlarvte, der den Kurs der RAS manipulierte, hat Farye Sepheroa ein stetiges Grummeln in der Magengegend. Auf Donn Yaraduas Drängen hin lässt sie sich von Thoveno, dem Chefmediker der RAS, untersuchen. Der stellt fest, dass sich im Vergleich zu den Untersuchungsergebnissen vor dem Start der RAS TSCHUBAI die Neuronen in der Schläfenregion ihres Gehirns verändert haben. Dort weisen Vertiefungen auf das Erbe ihrer tefrodischen Großmutter hin, die als Vortex-Pilotin an den Schläfen Vortexaugen besaß. Wachstum und Verflechtung der Neuronen an diesen Stellen haben rasant zugenommen. Ob sie sich in ihrem Denken beeinflusst fühle, will Thoveno wissen, was Farye verneint. Aber eigentlich müsste sie bei einem derartigen Verdacht von ihrem Posten zurücktreten, doch sie will unbedingt den immer noch flüchtigen Saboteur fassen.

Ulix Veith steht über die Dislokatorvase mit dem Irreführer Kmossen in Verbindung. Mit dem schwarzen Ei, das er an einer Kette um den Hals trägt, befindet er sich in einem Zustand, in dem er der Realität entrückt, ihr aber zugleich auch verhaftet ist, ohne mit ihr wechselzuwirken. So wandert er mit der Vase unter dem Arm durch die RAS ohne gesehen oder geortet zu werden. Sein Ziel ist der Kontrollraum für den Hypertrans-Antrieb. Da die Türöffnungsmechanismen auf ihn nicht reagieren, muss er immer warten, bis ein anderes Besatzungsmitglied vorbeikommt, dem er sich anschließen kann. Im Kontrollraum liegt Donn Yaradua mit seinen Sicherheitsleuten und einigen TARAS auf der Lauer.

Ulix Veith betritt mit einem Techniker diesen Kontrollraum - unsichtbar für Yaradua. Als der Techniker ein Terminal bedienen will, streift er die Kette mit dem Ei ab und taucht übergangslos aus dem Nichts auf. Yaradua paralysiert den Techniker, damit er nicht zwischen die Fronten gerät und versucht dann, Veith zu erwischen. Doch der verschwindet samt Ei in der Vase, woraufhin diese sich selbst verschluckt und nicht wieder auftaucht.

Nach dem Verschwinden des Saboteurs wird der Hypertrans-Progressor noch einmal genauestens untersucht und der Flug dann fortgesetzt. Es kommt zu keiner Kursabweichung mehr.

ANANSI findet heraus, dass Ulix Veith und der Flottenadmiral Achill Maccao, der das ES-Kommando gegründet hat, um dem Club der Lichtträger auf die Spur zu kommen, dieselbe DNS besitzen. Möglicherweise handelt es sich bei ihm um eine neue Art von Gestaltwandler. Nachdem Veith durch die Dislokatorvase von Bord der RAS TSCHUBAI verschwand, kam er kurze Zeit später auf Terra in einem Bunker unter dem Residenzpark wieder heraus, dem Versteck Achill Maccaos. Tatsächlich handelt es sich bei Ulix Veith um Achill Maccao, der einst im Kampf gegen FENERIK in die Kluft geraten war und als einziger Überlebender wieder daraus hervorkam. In der Kluft hatte er die Traumstimme Kmossens zum ersten Mal gehört. Seitdem trägt er ein Stück der Kluft in sich. Die erste Dislokatorvase hat sich daraus materialisiert und auf Kmossens Befehl hin hat er die Vase geteilt und viele von ihr erschaffen, um sie heimlich an wichtigen Orten zu verteilen. Dadurch schuf er sich ein ganzes Transmitternetz, das nur von ihm genutzt werden kann und extrem weite Strecken überwindet. Doch die Vase in der RAS TSCHUBAI kann er nun nicht mehr erreichen.

Da er davon ausgeht, dass der Resident bereits von der RAS TSCHUBAI aus über seine Identität unterrichtet worden ist, muss er die Person Achill Maccao und auch seinen Posten als Chef des ES-Kommandos aufgeben und eine andere Identität annehmen. Er glaubt, auf der RAS TSCHUBAI versagt zu haben, doch Kmossen beruhigt ihn. Die Vase habe kurz vor ihrem Verschwinden eine Manipulation durchführen können, die den Galaktikern erst bei ihrer Ankunft in Spaphu auffallen wird.

Nachdem Icho Tolot in die Hyperballung, die man nach der letzten Etappe der RAS entdeckte, eingedrungen und danach nicht wieder aufgetaucht war, folgten Farye Sepheroa, Donn Yaradua, die Sicherheitsleute Siria Kakua und Miron Ta sowie die Chefwissenschaftlerin Thevana Khond seiner Spur und landeten in einem Gefängnis, wo sie von dem Jedhamuun Berka in Stasis versetzt worden sind. Da Donn Yaradua sich selbst und seine Begleiter dank seiner Paragabe davon befreien konnte und man ihnen die SERUNS nicht abgenommen hatte, kann die Flucht aus der Zelle gelingen. Um Icho Tolot zu finden, ist es aber nötig, Kontakt zu den Wesen aufzunehmen, die sich Jedhamuun nennen.

Berka und Tadasra, der Icho Tolot in Stasis versetzt hatte, sind uneins, wie man mit den Galaktikern umgehen sollte. Tadasra will es den Galaktikern ermöglichen, auf ihr Schiff zu gelangen, um damit weiterzufliegen, Berka, der ein Sklave Kmossens ist, was Tadasra nicht weiß, ist dagegen. Er will sie wieder in Stasis versetzen, Tadasra schlägt vor, sie erst einmal aus dem Generationenturm zu schaffen und draußen weiter zu verhandeln. Dafür sollen sie aber noch einmal kurzfristig in Stasis versetzt werden. Die Galaktiker erklären sich unter der Bedingung damit einverstanden, wenn sie dann erfahren, wo sich der Haluter aufhält.

Tadasra läßt Icho Tolot heranschaffen, damit die Galaktiker zeigen, wie es ihnen gelungen ist, die Stasis zu überwinden. Donn Yaradua ist bereit, es zu demonstrieren. Unter größter Anstrengung weckt er den Haluter. Als Berka daraufhin Robotern den Befehl gibt, die Galaktiker anzugreifen und Farye dabei am Bein getroffen wird, rast Tolot los und zerstört sie. Berka schießt auf Tadasra und Farye wirft sich mit aktiviertem Schutzschirm dazwischen. Als Dank für die Rettung bringt Tadasra die Galaktiker an einen sicheren Ort, wo Faryes Bein verarztet wird.

Kmossen war schon seit ewigen Zeiten der Wegbereiter FENERIKS. Mit seinem Raumschiff WERKSTATT reiste er durch die Kluft und untersuchte die Gebiete, in die der Chaoporter möglicherweise vorstoßen würde. Seine Empfehlungen gab er an die Quintarchen weiter, die sie jedoch nur selten befolgten. Dass der Chaoporter nun von den Terranern neutralisiert worden ist, erbost ihn derart, dass er sich an ihnen rächen will. Er wird alles tun, um zu verhindern, dass ES wieder zusammengesetzt wird. Schon bei der Fragmentierung der Superintelligenz hatte er seine Finger im Spiel. Als er in der Milchstraße war, um ES in die Irre zu führen, wurde ihm bewusst, dass er in dieser Galaxis einige Sklaven braucht. Und so schuf er den Club der Lichtträger mit Achill Maccao an der Spitze.

Berka bekommt von Kmossen den Auftrag, das Gremium einzuberufen, das darüber bestimmen wird, was mit den Galaktikern zu geschehen hat. Unter den Jedhamuun, die dieses Gremium leiten, gibt es weitere Sklaven des Irreführers. Berka erhält von ihm eine Metallkugel, die er mitnehmen soll.

Tadasra erzählt den Terranern etwas über die Herkunft des Cuulys, wie die Hyperballung bei den Jedhamuun genannt wird. Der Legende nach wurde das kosmische Gespinst von vereinigten Völkern erschaffen, um ein Kunstwerk überragender Bedeutung zu erstellen. Danach sei es als Baugerüst genutzt worden. Eine andere Legende besagt, dass es sich dabei um die Reste einer uralten Wesenheit handelt, die den Tod suchte und ihn mit Hilfe eines anderen Wesens, das aus der tiefsten Tiefe kam, auch fand. Es blieben von ihr nur Fäden, die sich verknüpften.

Icho Tolot möchte mehr über die Kreatur wissen, die den Tod brachte. Tadasra will die Galaktiker daraufhin zu einem Mentalogramm führen, das einen fernen Hauch dieser Kreatur darstellt. Es befindet sich auf der anderen Seite von Aduunia und ist ein quaderförmiger, wie aus Stein bestehender Gegenstand, aus dem Antennen ragen, auf deren Spitzen kleine Kugeln sitzen. Wenn man diese berührt, entsteht ein unglaublich starker mentaler Druck, den allerdings nur geeignete Gehirne empfangen können, wie die von Donn Yaradua und Farye Sepheroa, die mentalstabilisiert sind. Auch Icho Tolot, der zwei Gehirne besitzt, erlebt etwas, als er die Kugeln berührt. Er sieht zwei Haluter in einer Umarmung, die man auch als Ringen deuten könnte. Farye und Donn sehen zwei Menschen - eine Frau und einen Mann. Tadasra hat immer nur zwei Jedhamuun gesehen. Bei einem weiteren Versuch, den Icho Tolot länger durchhält, kommt heraus, dass es sich bei den sich Umarmenden um die Kosmokratin Mu Sargai und den Chaotarchen Zou Skost handelt.

Dass Mu Sargai und Zou Skost mit dieser Hyperballung verbunden sind, macht dieses kosmische Gespinst zu etwas Besonderen. Ist FENERIK womöglich in der Nähe? Warum hat ES gerade Spaphu als Ort für ein Fragmentrefugium erwählt?

Ein Roboter unterrichtet Tadasra, dass das Gremium einberufen wird. Die Galaktiker müssen dort erscheinen, damit ihre Gesinnung geprüft werden kann. Doch zuvor will Tadasra ihnen noch etwas anderes zeigen. Es ist ein riesiges Gebiet, in dem unzählige Objekte herumliegen oder aller Schwerkraft zum Trotz in allen möglichen Stellungen in der Luft hängen. Es sieht aus, als wäre der Moment einer Explosion in Stasis versetzt worden. Icho Tolots Gehirne werten sämtliche Aufnahmen, die die Galaktiker bei der Wanderung durch diesen Bezirk aufnehmen, aus und findet schließlich heraus, dass alle Teile zusammen den Chaoporter FENERIK bilden. Die Hyperballung diente also als Baugerüst für den chaotarchischen Riesenraumer.

Als das Gremium zusammentritt, um über die Gesinnung der Gäste zu beraten, setzt Tadasra sich für sie ein. Berka hält dagegen und zeigt Aufnahmen von Icho Tolot, wie er Kampfroboter zerstörte. Plötzlich holt der Sklave Kmossens die von ihm erhaltene Kugel hervor, die ein Ultraschallsignal abstrahlt. Vier der sechs Gremiumsmitglieder, deren Gehirne zuvor von Kmossen manipuliert worden sind, ziehen Waffen, schießen auf die Galaktiker und töten anschließend ihre zwei unbeeinflussten Artgenossen. Als Icho Tolot in sie hineinrast, um sie aufzuhalten, töten sie sich selbst. Mit dem Ausruf "Das ist erst der Anfang!" erschießt auch Berka sich, ohne genau zu erfassen, was er da eigentlich tut.

Miron Ta stirbt an seiner schweren Brustverletzung. Farye wird klar, dass Achill Maccao ebenso ein Sklave Kmossens ist, wie es die amoklaufenden Jedhamuun waren. Sie befürchtet, dass der Irreführer noch weitere Sklaven in der Milchstraße installiert hat.

Von den Jedhamuun hat nur Tadasra die Attacke überlebt. Er ist zwar von der Redlichkeit der Galaktiker überzeugt, weshalb sie auch bleiben und das Cuulys erforschen dürften, aber derjenige, der sie bekämpft, ist so bösartig, dass es Schaden nehmen könnte. Daher fordert er sie auf, die Hyperballung zu verlassen. Am 15. März kehren sie mit der Space-Jet zur RAS TSCHUBAI zurück. Die Erlebnisse haben gezeigt, dass der Saboteur die RAS nicht nur auf die Geburtsstätte FENERIKS aufmerksam machen wollte, sondern dass er den Terranern zeigen wollte, mit was für Mächten sie es in Spaphu zu tun bekommen.

15. Dezember 2023


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