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ERSTAUFLAGE/1121: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3253 (SB)


Susan Schwartz

Die List des Administrators

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3253


Kondor-Galaxis (Spaphu), Abobademsystem, Glain, Mitte August 2097 NGZ

Die Baccunen führen in Spaphu alle 400 Jahre einen vierjährigen Eroberungsfeldzug durch. Dies ist ein biochemisch veranlasstes und kulturell überformtes Phänomen, das einzigartig ist unter den Völkern von Spaphu und ihnen ihrer Ansicht nach die wahre Macht unter den sogenannten Dominanten Vier verleiht. Die Bereitschaft zum Krieg wurde in den Baccunen schon vor Jahrtausenden genetisch angelegt und wird von ihnen das 'nicht ausschlagbare Erbe' genannt. Dennoch sind die Angehörigen dieses Volkes nur durch wenige Wochen Schulung darauf vorbereitet worden. Nach 400 Jahren gibt es niemanden mehr, der Erfahrung im Kriegsgeschäft hat und so fällt es den Auserwählten häufig schwer, sich darauf einzulassen. Telpecc zum Beispiel, der im bürgerlichen Leben Verwaltungsfachmann und Logistiker ist, wurde dazu auserkoren, Kommandant eines Kriegsschiffs zu sein, was er gar nicht will. Er hadert derart mit der ihm gestellten Aufgabe, dass er sich in seiner Kabine einschließt und nicht mehr herauskommt. Sein Offensberater Ussner, ursprünglich Psychologe, hat größte Schwierigkeiten, ihn auf Kurs zu bringen. Denn er hat den Auftrag, das Abobademsystem einzunehmen. Sein Flaggschiff ORR steht einem Verband aus 25 anderen Raumern vor.

Perry Rhodan, dessen Posten als Anführer der Piraten sich als schwierige Gratwanderung herausstellt, muss sich mit Anmananda, der Kommandantin des Flaggschiffs der Hyperflusspiraten, auseinandersetzen, da sie andere Ziele hat als er. Ihm geht es darum, im Sorgorenland die LEUCHTKRAFT und das ES-Fragment zu finden, während die Piraten nur am Profit interessiert sind. Deshalb muss er ihnen etwas bieten, das dort zu holen ist. Der Sorgore Vincoulon kommt ihm zu Hilfe, indem er vom Abobademsystem und seinem dritten Planeten Glain berichtet, dessen Bewohner noch nicht einmal die Raumfahrt entwickelt haben. Auch ihre übrige Technik befindet sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Sorgoren, die ihr Heimatsystem normalerweise nicht verlassen, weil sie dann nicht mehr zurückkehren dürfen, haben Sonden losgeschickt, um ihre stellare Umgebung zu erforschen. Auf Glain wurde etwas Interessantes gefunden, aber Vincoulon weiß nicht was. Also beschließt man, zunächst ins Abobademsystem zu fliegen.

Perry Rhodan würde am liebsten nur mit seinen eigenen Leuten den Planeten Glain in einem Beiboot anfliegen, doch Anmananda besteht darauf, ihm eine Spezialistin für Profitgewinnung mitzuschicken, die Noiran Erenda. Der Baccune Telpecc ist bereits auf dem Planeten gelandet und hat dort über einem unbesiedelten Gebiet eine Gravokuppel errichtet, unter der eine Schwerkraft von 3,1 Gravo herrscht. Hier wollen sich die Baccunen zu ihren heimatlichen Umweltbedingungen niederlassen. Die drei Meter großen, grazilen Glainer, die an 0,7 Gravo gewöhnt sind, nähern sich der Kuppel mit ihren gasbetriebenen Luftschiffen. Gleich beim ersten Kontakt kommt es zur Katastrophe. Ein Luftschiff gerät in den Prallschirm der Gravokuppel und stürzt brennend ab. Bis auf einen kommen alle Glainer an Bord ums Leben. Telpecc lässt den Schwerverletzten - ausgerüstet mit einem Gravogürtel - ins Innere bringen, um ihn zu heilen.

Wie Perry von Erenda erfährt, wird die Baccunisierung des Planeten fortschreiten und die einheimische Bevölkerung zurückgedrängt werden - ein Prozess, der zwar längere Zeit in Anspruch nimmt, aber meist unumkehrbar ist. Perry Rhodan will dagegen etwas unternehmen, was Anmananda entsetzt, da sie keinen Sinn darin sieht, Primitivlingen zu helfen, wenn dabei nichts herausspringt.

Poquandar hat plötzlich das Gefühl, von etwas angezogen zu werden. Er geht in den Rotationsschlaf, aus dem er dann mit der Erkenntnis erwacht, dass auf Glain etwas aus einem anderen Universum existiert. Sein Truimou reagiert darauf, den er von den Louwhanen bekommen hat, die einst mit der TEZEMDIA auf dem Planeten gelandet sind, auf dem Poquandar von seinem eigene Volk ausgesetzt worden war, weil er als Frakturdenker gebrandmarkt wurde. Die TEZEMDIA stammt aus einem anderen Universum und hat sich mit der LEUCHTKRAFT einen Kampf geliefert - möglicherweise um das ES-Fragment.

Der von Telpecc gerettete glainische Mann namens Trinnma nennt sein Volk Arberati - das Baumvolk. Auf Glain existieren über 200 Meter hohe Bäume mit ebenso breiter Krone, in denen die Arberati auf Plattformen leben. Die drei Meter großen, grazil gebauten Wesen, die auch durch die Luft segeln können, leben sippenweise in den Bäumen und kennen keinen Besitz. Kampf und Krieg ist ihnen unbekannt, da allen alles gehört. Trinnma, der Baumsprecher ist, erfährt nun zum ersten Mal, dass es Leben außerhalb seines Planeten gibt. Wenn er vollkommen geheilt ist, will Telpecc ihn aussenden, damit er sein Volk darauf vorbereitet, wie es mit den Baccunen, die hier siedeln werden, umzugehen hat.

Perry Rhodan, Shema Ghessow, Poquandar und Erenda können mit einer getarnten Fähre unbehelligt auf Glain landen. Sie richten in einem hohlen Baum einen Stützpunkt ein. Erenda ist aufmüpfig, weil sie nicht versteht, was der Administrator auf diesem Planeten überhaupt will. Rhodan muss seine gesamte Autorität herauskehren, um sie einzuschüchtern, was ihm zu Poquandars Erstaunen, der ihn nie so erlebt hat, tatsächlich auch gelingt.

Perry schickt Shema vor, das Innere der baccunischen Gravokuppel zu erkunden. Als sie sich dort umschaut, kann sie ein Gespräch belauschen, bei dem es um den gefangenen Arberati geht. Sie spürt den bereits Genesenen auf der Medostation auf, zieht ihn in eine Hypersenke und bringt ihn zu Perry Rhodan.

Trinnma, der die Freundlichkeit der Tellusier erkennt, ist aufgeschlossen und berichtet vom schwarzen Todeswasser, einem schlechten Ort, zu dem sich Arberati aber unter gewissen Umständen hingezogen fühlen. Am Rand dieses 'Bodenlosen Sturzes' haben die Arberati kleine Metallstücke gefunden, die sie 'Eisiges Licht' nennen. Trinnma bringt einige dieser Teile. Erenda ist sofort bei der Sache, denn es handelt sich um Iridium, das auch in Spaphu äußerst wertvoll ist. Trinnma beschreibt, wie man zum Fundort kommt und Perry Rhodan übergibt ihm ein Funkarmband, über das sich der Arberati mit ihm in Verbindung setzen kann.

Die zwei Sekunden, die Shema in der Medostation der Baccunen brauchte, um den Arberati mit in ihre Hypersenke zu ziehen, wozu sie einen Arm herausstrecken musste, sind von Überwachungskameras festgehalten worden. Die Baccunen merken deshalb, dass sie nicht die einzigen Raumfahrer auf dem Planeten sind. Telpecc lässt zwanzig Glainer paralysieren und stellt den Unbekannten ein Ultimatum: Wenn sie sich nicht innerhalb von fünf Stunden offenbaren, werden die Gefangenen hingerichtet, was man fortsetzen wird. Telpecc droht sogar mit der Vernichtung der Wälder, wenn die Unbekannten sich nicht melden.

Unterdessen hat Perry Rhodan die Meeresküste erreicht, an deren Strand viele Iridiumstücke zu finden sind. Erenda bleibt dort zurück, um so viel wie möglich davon einzusammeln, während Poquandar dem Truimou ins Wasser folgt, das von vielfältigem Raubgetier bevölkert ist. Der Stab zieht ihn an eine ungeheuer tiefe Stelle, wo selbst die Sondierungen der SERUNS nicht bis ganz nach unten reichen. Shema, Perry und Poquandar tauchen hinab und kommen in sirupartiges Wasser, durch das Iridiumteile aufsteigen. Sie stoßen auf ein Schiffswrack, dem eindeutig eine erhöhte Strangeness anhaftet und leiden unter Panikattacken und Wahrnehmungsstörungen.

Bei dem korrodierten Schiffswrack befinden sich unzählige riesige Knochen, die bewusst zerstreut worden sind. Es scheint sich um einen Friedhof gigantischer Wesen zu handeln. Perry beauftragt seinen SERUN, in einem Holo die Knochen so zusammenzusetzen, wie sie passen könnten und dann eine Außenhaut darüber zu projizieren. Dabei kommt heraus, dass es sich um Wesen handelt, die dem Chaotekten Haretemir Horizont ähneln, der den Chaoporter FENERIK gebaut hat.

Als sie wieder am Strand zurück sind, werden sie von einer aufgeregten Erenda empfangen, die berichtet, Trinnma habe sie vor zwei Stunden panisch angefunkt. Perry erfährt von Telpeccs Ultimatum, von dem nun schon zwei Stunden verstrichen sind. Er nimmt Kontakt zu Trinnma auf und versichert ihm, die Baccunen von seinem Planeten zu vertreiben. Dazu müsste er ihn aber zunächst verlassen. Er rät ihm und seinen Leuten, den Baccunen nicht zu nah zu kommen und sich zu zerstreuen.

Zurück auf der SHAMMADIN verspricht er den Piraten den größten Iridiumschatz aller Zeiten, denn Anmananda liegt nichts daran, nur wegen eines rückständigen Volkes einen Krieg mit den Baccunen vom Zaum zu brechen. Er kehrt mit der SHAMMADIN und den sechs Röhrenkuben, die er von dem Fayudd Ain bekommen hat, nach Glain zurück. Telpecc zieht den größten Teil seiner Flotte von Glain ab, um sich der fremden Macht entgegenzustellen. Rhodan funkt die Baccunen offen an und fordert sie auf, das Abobademsystem zu verlassen, da es den Piraten gehöre. Als Telpecc droht, die Geiseln zu erschießen, muss er feststellen, dass er die Verbindung zur Gravokuppel verloren hat. Die Geiseln sind längst befreit worden.

Aus den ersten drei Kuben löst sich die winzige RA, die von den Baccunen nicht ernst genommen wird, und verbreitet unter den Schiffen tödliche Vernichtung. Als sich drei weitere Kuben nähern und massenweise Rettungskapseln ausschleusen, die dieselbe Größe wie die RA haben, bekommt es Telpecc mit der Angst zu tun. Er zieht seine Schiffe aus dem Abobademsystem zurück, dessen Wert sich ihm ohnehin nicht erschlossen hatte. Entgegen des Rats seines Offensberaters Ussner wird er sich aber nicht einem anderen Baccunenadmiral anschließen, sondern die Hyperflusspiraten verfolgen. Er beschließt herauszufinden, was es mit dem Tellusier, der anders ist als die anderen Hyperflusspiraten, auf sich hat, denn er will von ihm lernen und danach der Baccunarchie Sieg auf Sieg bringen.

Die Hyperflusspiraten würden natürlich gerne sofort den Iridiumschatz bergen, aber ihr Anführer vertröstet sie auf später. Ohne ihn können sie ihn nicht finden, denn Shema Ghessow, Poquandar und Rhodan sind die einzigen, die genau wissen, wo er sich verbirgt und Perrys vorrangiges Ziel ist nun das Sorgorenland.

29. Dezember 2023


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