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ERSTAUFLAGE/1197: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3329 (SB)


Kai Hirdt

Kein Tag für Ehrlichkeit

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3329


Agolei, Kushlur, 18. - 28. August 2250 NGZ

Während sich Perry Rhodan mit Sichu Dorksteiger, Zhobotter und Meg Ontares auf den Weg machte, um den PHOENIX zu suchen, sind Atlan, Gucky und Liam Barstow als Shrells Geiseln auf dem Dunkelplaneten Kushlur zurückgeblieben. Perrys vorrangiges Ziel war es allerdings, Hilfe für seine sterbenskranke Frau finden, was er dann auf der wycondrischen OBJEKTIV-Station 4774 in die Tat umgesetzt hat. Er hat inzwischen auch den PHOENIX gefunden, auf dem sich nun ein Fremdwesen aufhält. Die Schiffsintelligenz Phoenix hat es an Bord geholt, weil es in Not war. Es handelt sich um den Symbionten Aelor, den letzten Ennu Malor - den Jäger des Brennenden Nichts. Phoenix schuf ihm aus dem Erbmaterial Sichu Dorksteigers einen Klonkörper, in dem er sich aber nicht lange wird halten können, weil dieser nur bedingt geeignet für ihn ist.

Der weitestgehend unter Amnesie leidende Aelor hatte sich beim Anblick der Trümmerwolke, die von dem Äonenschiff, das sich selbst zerstört hatte, übrig geblieben ist, daran erinnert, dass er einst der Kommandant dieses Raumers gewesen war. Yuits hatten es überfallen und Aelors Eigentum - ein Brennendes Nichts - geraubt. Er erinnerte sich auch an einen Sternentresor, den Rhodan und er schließlich aufspürten und darin einen 20 x 20 x 30 cm großen Kasten bargen, der sie bei Berührung ins All beförderte, wo sie nun samt Kasten treiben.

Auf Kushlur befindet sich Atlan in einer Zelle und sinnt darüber nach, auszubrechen. Er bekommt von Shrell Besuch und meint, sie anhand der Erkenntnisse, die er inzwischen gewonnen hat, beeindrucken zu können. Sie macht ihm allerdings deutlich, dass sie ihn je nach Belieben an der Nase herumführen kann, was ihn sehr verärgert. Nach etlichen Tagen stößt er in dem Nahrungsbrei, den er zu essen bekommt, auf eine Folie, die sich auf seine Backenzähne legt. Über sie tritt jemand auf Interkosmo mit ihm in Kontakt. Es handelt sich um sogenannte Hiesige, die Reginald Bull verehren. Sie seien vor einer Woche auf Kushlur und den geheimen Stützpunkt der Restauraten dort aufmerksam geworden, weil hier Kampfhandlungen stattfanden. Sie brächten sich seitdem unauffällig in Position, um Kushlur zu erobern, Shrell auszuschalten und die Restauraten zu besiegen. Nun wollen sie wissen, ob sie auf Atlans Unterstützung bauen können. Da sie Interkosmo sprechen, geht Atlan davon aus, dass sie tatsächlich mit Bull in Verbindung stehen. Aber auch Shrell kann Interkosmo, wie Atlans Extrasinn bemerkt, und dieser Kontaktversuch könnte auch eine von ihr gestellte Falle sein.

Der Fremde behauptet, einige Restauraten zur Kooperation bewegt und Kämpfer nach Kushlur geschmuggelt zu haben, um den Stützpunkt zu übernehmen. Um aber an Shrell selbst heranzukommen, bräuchten sie die Mithilfe Atlans. Die Fremden wollen, dass Atlan ihnen signalisiert, wann er mit Shrell alleine ist. Sie sind in der Lage den Schutzschirm der Restauraten-Anführerin auszuschalten, wissen aber nicht genau, wann das günstig ist. Atlan befindet sich nun in einer heiklen Situation, denn die Terraner brauchen Shrell, um das Brennende Nichts auf Terra zu löschen. Er signalisiert zunächst, dass er zur Zusammenarbeit bereit ist, hat dann aber Zweifel, ob diese Leute tatsächlich mit Reginald Bull in Kontakt stehen oder Atlan nicht vielleicht eher nur dazu nutzen wollen, ihre eigenen Ziele zu verfolgen.

Als Shrell ihn mit zwei Leibwächtern in seiner Zelle aufsucht, merkt Atlan, dass ihr Schutzschirm deaktiviert ist und meldet dies sofort an seine möglichen Verbündeten. Als daraufhin zwei Wüko-Leun in die Zelle stürmen, die Leibwächter töten und das Feuer auf Shrell eröffnen, gelingt es dieser, Atlan als Schutzschild zu instrumentalisieren. Der kann sich ihr entwinden und auf einen seiner Befreier zustürzen, der ihn unter seinen Schutzschirm nimmt. Doch dann greift Atlan diesen an und entwaffnet ihn, um Shrell zu demonstrieren, dass er auf ihrer Seite steht. Sie springt mit ihm per Pentaferer auf den Leun-Raumer LAWAN-RON. Dort erfährt Atlan, dass Shrell von der Kontaktaufnahme der Hiesigen wusste und dies genutzt hat, um ihn auf die Probe zu stellen. Der Stützpunkt ist tatsächlich von Hiesigen unterwandert, allerdings hätten sie kaum Rücksicht auf die anderen Geiseln genommen. Der betäubte Gucky befindet sich in der Medostation und Liam Barstow in einer anderen Zelle. Sie drohen, zwischen die Fronten zu geraten.

Da sich Atlan als vertrauenswürdig erwiesen hat, nimmt Shrell ihn mit in die Zentrale der LAWAN-RON, wo man analysiert, wer auf wessen Seite steht und wer mittlerweile die Hiesigen unterstützt. Shrell gibt den Befehl, dass es oberstes Gebot ist, die beiden Gefangenen Gucky und Dr. Barstow in Sicherheit zu bringen. Dass dies wichtiger ist, als die Angreifer zu verfolgen, wenn diese einen Restauraten getötet haben, stellt die Loyalität der gesamten Truppe auf die Probe. Shrell übergibt Atlan sogar die Leitung der Mission, den bewusstlosen Gucky aus der umkämpften Medostation zu bergen, während sie selbst Barstow aus ihrer von Angreifern belagerten Zelle holen will.

Als Atlan mit dem ihm unterstellten Leun-Trupp die Medostation stürmen will, erkennt er, dass die Daten über die Freund-Feind-Erkennung, die er von Shrell erhält, manipuliert worden sein müssen. So viel Feinde wie angezeigt kann es dort gar nicht geben. Weil jeder auf jeden zu schießen droht, muss er Gucky unbedingt herausholen, bevor ein verirrter Strahlerschuss ihn tötet. Um die wirklichen Feinde zu erkennen, weist er seine Leute an, so zu tun, als gehörten sie zu den Hiesigen. Diejenigen, die sie dann unterstützen, sind folglich als Feinde einzustufen. So können die wirklichen Angreifer schnell identifiziert und festgenommen werden. Womit Atlan allerdings nicht gerechnet hat, ist, dass sie sofort elliminiert werden, was er niemals angeordnet hätte.

Die von Shrell angeführte Befreiung Dr. Barstows läuft jedoch schief, weil die Wissenschaftlerin sich in Unkenntnis über Atlans Seitenwechsel weigert, mit Shrell mitzugehen. Selbst als Atlan sie per Funk dazu auffordert und erklärt, dass man den Hiesigen nicht trauen kann, glaubt sie, es mit einer programmierten Atlan-Stimme zu tun zu haben. Da sie mit der ihr überreichten Waffe droht, sich umzubringen, haben die Hiesigen genug Zeit, sie zu entführen. Sie drohen Atlan nun über die Kommunikationssonde in seinem Mund, ihre Geisel zu ermorden, wenn er Shrell nicht sofort tötet. Diese Aufforderung folgt unmittelbar auf die von Shrell in der Zentrale gehaltene Rede, in der sie befahl, die Truppen der Hiesigen zu vernichten. Für Atlan steht fest, dass es in der Zentrale einen Verräter der Hiesigen geben muss, der alles, was hier gesprochen wird, weiterleitet. Da taucht ein weiteres Schiff auf - der PHOENIX.

Rhodan und Aelor sind inzwischen vom PHOENIX aufgenommen worden, nachdem Perry ein Notsignal ausgesandt hatte. Sichus Klonkörper, der dem eines 13-jährigen Ator-Mädchens entspricht, musste in der Medostation behandelt werden. Er befand sich im Schockzustand, weil der Wächter-Roboter des Sternentresors ihm eine Hand abgetrennt hatte.

Während Aelor sich erholte, versuchte Rhodan herauszufinden, wie man den Kasten öffnet. Aber selbst nach einer Woche ständiger Versuche blieben er und Phoenix erfolglos. In dieser Zeit konnte der Heilungsprozess des Klonkörpers abgeschlossen werden. Perry bekam allerdings einen Schreck, als er daraufhin eine 30-jährige Sichu erblickte. Der Klonkörper war nun so alt, wie seine Frau war, als sie sich kennengelernt hatten. Aelor nutzte diesen Umstand schamlos aus, um Rhodan zu manipulieren.

Rhodan hatte den Verdacht, dass der Symbiont genau wußte, wie der Kasten zu öffnen wäre, es aber nicht in seiner Anwesenheit tun wollte. Er traute dem Ennu Malor nicht. Und tatsächlich stürzte sich Aelor in einem günstigen Moment auf den Kasten, konnte von Rhodan aber im letzten Moment aufgehalten werden und wurde danach in einen Medotank gesperrt. Aelor nahm allerdings aus dem Tank heraus Kontakt zu Phoenix auf und behauptete, Rhodan wäre im Sternentresor von einem anderen Ennu Malor übernommen worden und hätte keinen eigenen Willen mehr. Der Symbiont zählte einige Entscheidungen Rhodans auf, die nicht unbedingt zu dessen Persönlichkeitsprofil passten, weshalb Phoenix es nicht rundweg ausschließen konnte, dass der Symbiont die Wahrheit sprach.

Als Perry endlich herausgefunden hatte, dass man den Kasten mit bloßen Händen berühren muss, um ihn zu öffnen, wurde er von Phoenix betäubt und ebenfalls in einen Medotank gesteckt, in dem der Terraner erst nach 14 Stunden erwachte.

Perry gelang es nicht, Phoenix davon zu überzeugen, dass Aelor ihm eine Lügengeschichte aufgetischt hatte. Inzwischen war der PHOENIX Richtung OBJEKTIV-Station 4774 aufgebrochen, wo sich Meg Ontares befindet, die zweifelsfrei würde feststellen können, ob Rhodan nun befallen war oder nicht. Rhodan wollte aber nach Kushlur fliegen, um die Geiseln zu befreien. Phoenix steckte in einer Zwickmühle. Selbst als Perry Aelor, dem es immer schlechter ging, dazu brachte, zuzugeben, dass er gelogen hatte, befreite Phoenix Perry nicht. Erst als sich beide einem Medoscan unterzogen und offenbar wurde, dass der Ennu Malor bei der Ator körperliche Veränderungen bewirkte, die bei Rhodan nicht auftraten und er folglich keinen Symbionten in sich trug, war Phoenix endlich bereit, das Kommando wieder an Rhodan zu übergeben. Wie die Schiffsintelligenz versicherte, hoffte sie, nie wieder in eine Situation zu geraten, in der sie so viel Verantwortung würde tragen müssen.

Als Rhodan endlich den Kasten öffnete, befand sich ein weiteres Kästchen darin, das ganz einfach aufgeklappt werden konnte. Darin befand sie eine schwarze hin- und herwogende Masse. Plötzlich schoss ein Tentakel hervor, traf Rhodans Hand und umschloss sie komplett. Aelor wusste zwar, dass es sich dabei um eine Schattenhand handelte, hatte aber keine Ahnung, was diese bewirkt, und wie man sie wieder los wird. Er war sich jedoch sicher, dass er sie braucht, um seine Aufgabe zu erfüllen. Rhodan merkte, dass die Hand, die sich nicht mehr abstreifen ließ, auf seine Emotionen reagierte und musste sich sehr unter Kontrolle halten. Er versprach Aelor, ihm, wenn möglich, die Schattenhand zu überlassen, wenn er ihn bei einem Plan unterstützt.

Weil Aelor dringend einen neuen Wirtskörper braucht, den es auf den wycondrischen OBJEKTIV-Stationen nicht gibt, fliegt man nun endlich nach Kushlur, wo eine Raumschlacht tobt. Als der PHOENIX materialisiert, wird er sofort von den Hiesigen angegriffen, was beweist, dass sie nicht wirklich auf der Seite der Terraner stehen. Atlan erkennt seine Chance, das Auftauchen Perrys zu einer Finte zu nutzen. Da der PHOENIX im Unterlichtbereich keinem Gefecht standhalten würde, muss Atlan dem Verräter in der Zentrale gegenüber so tun als wäre der Neuankömmling das kampfstärkste Schiff, das die Terraner entwickelt haben. Mit dieser Aussage signalisiert er Shrell, dass ein Spion anwesend ist, denn sie kennt ja die Fähigkeiten des PHOENIX.

Atlan lässt das terranische Schiff von einer kegelförmigen Konstellation von Robotschiffen einschließen und auf ihn schießen. Allerdings so schwach, dass dessen Schirm nur gestreift wird. Die Abfolge und Form der Schüsse bilden das englische Wort "Shoot", das niemand in der Agolei kennt. Rhodan reagiert sofort und schießt mit seinem schwachen Geschütz auf die vordersten Robotschiffe, die von Atlan per Selbstzerstörungsbefehl vernichtet werden. So sieht es aus, als wäre der PHOENIX tatsächlich übermächtig.

Atlan beschwört nun Liam Barstow über Funk, den Schirm des PHOENIX zu öffnen, weil sonst alle von ihm vernichtet werden würden. Die lehnt ab mit der Begründung, bevor sie den Restauraten PHOENIX-Technik offenbart, würde sie den PHOENIX eher selbst vernichten. Das Schiff, auf dem sie sich befindet, hält auf ihn zu. Um zu schießen, muss dessen Schirm gesenkt werden. Dies ist nun für Gucky die Gelegenheit, an Bord zu springen und Barstow herauszuholen. So hat sich Atlan das gedacht. Doch der gerade in die Zentrale gebrachte Ilt ist zu schwach für zwei Sprünge hintereinander. Das sagt er offen, so dass auch der Verräter es hören kann. Der ganze Plan droht zu scheitern, zumal Atlan auch noch der Fehler unterläuft, eines der Robotschiffe zu früh zerstört zu haben. Da wirft Shrell Gucky schnell einen aufgeladenen Pentaferer zu. Der Mutant teleportiert und kehrt mit Barstow zur LAWAN-RON zurück. Nun kann der Kampf gegen die Hiesigen rücksichtsloser geführt werden, bis diese sich zurückziehen.

Nachdem der PHOENIX auf Kushlur gelandet ist, übergibt Rhodan Shrell den Leichnam Krashs und gibt ihr zu verstehen, dass sie gut daran täte, ihren ehemaligen Stellvertreter, den sie eigentlich hat hinrichten wollen, in Ehren zu bestatten. Dass Perry Rhodan eine Schattenhand hat, überrascht sie sichtlich, überspielt es aber.

Die ehrenvolle Bestattung Krashs sichert ihr tatsächlich einen Teil der Loyalität der Restauraten, für die Krash ein beliebter Anführer gewesen war.

Da Shrell nun die einzige ist, die die Koordinaten des Sternwürfels kennt, wird sie auf den PHOENIX kommen, mit dem man dann dorthin fliegen wird. Dort wartet nun Aelor auf sie ...

20. Juni 2025


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