Schattenblick → INFOPOOL → UNTERHALTUNG → PERRY-RHODAN


ERSTAUFLAGE/1203: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3335 (SB)


Ben Calvin Hary

Im Herz der Sternspitze

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3335


Agolei, Sternwürfel, 9. September 2250 NGZ

Gucky, Yilad und Coyn haben mit der MOYLAN das System 2-7-4 verlassen und sind unterwegs zum Hauptquartier der Sternspitze, das im geometrischen Mittelpunkt eines Würfelsegments des Sternwürfels liegt. Yilad fliegt es nicht direkt an, sondern tastet sich mit kurzen Überlichtetappen heran. Trotz dieser Vorsicht gerät das Schiff plötzlich in ein Gravitationsfeld, das so stark ist, dass sie zu Boden gepresst werden und sich nicht mehr rühren können. Wenn es Gucky nicht gelungen wäre, Coyns Hand bei 13 Gravos telekinetisch auf das Bedienfeld eines sogenannten Gravobrechers zu drücken, wären sie alle gestorben. Yilad zufolge ist die sogenannte Gravitationsgischt entartet. Sie hätte nicht so weit reichen dürfen.

Yilad und Coyn haben von Shrell den Befehl erhalten, Foersh, die Kommandantin der Hiesigen-Flotte, zu töten. Gucky ist mitgeflogen, um dies zu verhindern. Niemand weiß, dass Coyn von dem Ennu Malor Aelor besetzt ist, einem gespinstartigen Symbionten, der sich im Gehirn Coyns breit gemacht hat und diesen kontrolliert. Aelor hat die Absicht, in Foersh überzuwechseln, um die Kontrolle über den Sternwürfel zu erlangen und sein Eigentum, das Brennende Nichts, zurückzuholen.

Shrell hat sich auf ein Leun-Schiff begeben, da der PHOENIX seinen Nutzen für sie verloren hat. Nichtsdestotrotz lässt sie ihn von 40 Schiffen bewachen und droht mit seiner Vernichtung, wenn er sich zur Wehr setzt. Atlan und Dr. Barstow werden auf Schritt und Tritt von Shrells Soldaten begleitet, so dass sie nicht nach dem Verbleib Aelors forschen können. Sie können nicht einmal miteinander sprechen, ohne abgehört zu werden und wissen von Phoenix nur, dass der Klonkörper Sichu Dorksteigers gestorben ist. Ihre Überlegung ist, dass Aelor entweder mit ihm gestorben oder auf einen anderen Wirt übergesprungen ist. Um das zu prüfen, müssten sie die Medostation aufsuchen und dort unbewacht agieren.

Phoenix hat eine Idee. Zhobotter wollte am 1. April seine soziale Kompetenz unter Beweis stellen und Meg Ontares mit einem Aprilscherz überraschen. Er hatte ein Programm entworfen, das körpernahe Holografien erzeugen kann, die eine gefährliche Krankheit simulieren. Liam Barstow hatte ihn davon abgehalten, diesen Scherz tatsächlich durchzuführen, aber das Programm gibt es noch. Phoenix lässt Barstow diesbezüglich heimlich eine Nachricht zukommen, die die Wissenschaftlerin dazu veranlasst, zur Medostation aufzubrechen.

Als sie vor der Station mit den Symptomen einer ansteckenden Krankheit zusammenbricht, schrecken ihre Bewacher zurück und Phoenix kann Barstow mit einem Medoroboter schnell hineinbringen und sie verschließen. Atlan wird benachrichtigt und soll nach ihr sehen. Er findet sie am Boden liegend in ihrem Blut, das augenblicklich verschwindet, als sich die blickdichte Entkontaminationsschleuse geschlossen hat. Als Atlan ihren Puls fühlt, bricht Liam in schallendes Gelächter aus, was Atlan bei ihr noch nie erlebt hat. Sie erklärt ihm, wie es zu dieser Scharade gekommen ist. Da sie endlich ungestört sind, können sie nun endlich mit Phoenix sprechen, der ihnen mitteilt, dass der Symbiont bereits kurz vor dem Tod des Klons nicht mehr in ihm war. Seine letzten Lebenszeichen stammen vom 7. September. Also hat er seinen sterbenden Wirt verlassen und sich einen anderen gesucht. Die Körper der Leun kämen dafür in Frage, tragen ihn aber nicht in sich, was eine später erfolgte unauffällige Überprüfung ergibt.

Mit ausgeklügelten Tricks macht sich Dr. Barstow auf die Suche nach DNS-Spuren Aelors und gibt vor, die Herkunft des tödlichen Virus, mit dem sie angeblich befallen war, aufklären zu wollen. Ihr Bewacher, der amöbenartige Ümpha-Toyl verfolgt sie bis in die Wartungsschächte. Da sie sich mit Atlan nicht austauschen kann, sucht sie die Dusche auf und signalisiert Phoenix, Atlan dazu zu veranlassen, seine Dusche ebenfalls zu benutzen. Als Ingenieurin des Schiffes weiß sie, dass das Duschsystem eine abhörsichere Kommunikationsanlage birgt und sie sich über das Wasserrauschen mit ihm absprechen kann.

Da ihre Bewacher den Symbionten nicht in sich tragen, denken sie, er könnte sich Shrell als Wirt ausgesucht haben. Also müssen sie sie auf den PHOENIX in die Medostation locken, was Atlan durch Provokationen auch gelingt. Der Anblick der toten Sichu Dorksteiger verwirrt Shrell so sehr, dass sie auf die Medoliege gefesselt werden kann, auf der der Klon liegt. Dort erkennt Phoenix, dass auch sie nicht von Aelor besetzt ist. Nun stehen Atlan und Barstow wieder am Anfang ihre Suche. Aber Atlan nutzt die Situation, um Shrell mit einem Fesselfeld gefangen zu halten. Sie soll ihm als Geisel dienen.

Ihm ist nun klar, dass Aelor sich nur noch in Coyn aufhalten kann. Er hat vermutlich das Ziel, Foersh zu übernehmen, um die Macht über den Sternwürfel zu erringen. Nachdem Shrell und die Leun-Bewacher ausgeschaltet sind, setzt Atlan Kurs auf das Hauptquartier der Hiesigen auf dem Steuermond GRAVEN.1b. Die Gravitationsgischt macht diesen Ort zur Festung. Dabei wird der PHOENIX von Schiffen der Hiesigen und der Restauraten verfolgt und entwischt ihnen immer wieder in den Hyperraum. Er materialisiert an verschiedenen Positionen und wartet ab, bis die Verfolger eintreffen und sich gegenseitig bekämpfen.

Gucky hat inzwischen von Yilad erfahren, was es mit der Superintelligenz LEUN auf sich hat. Diese war ursprünglich von den Yuits initiiert worden, weil ihr Volk vom Aussterben bedroht war. Als Kollektivwesen wollten sie ihr Überleben sichern. Sie brachten andere Völker dazu, sich ebenfalls zu entstofflichen - Zha, Wüko und Kheti waren als Handlanger und Techniker ihre Hilfsvölker. Alle gingen in das Brennende Nichts ein, das die Yuit von Aelor gestohlen hatten. Vor 150 Jahren geschah dann die sogenannte Korrumpierung - LEUN löste sich auf und alle in ihr eingegangenen Bewusstseine materialisierten wieder. Da jeder, der das Brennende Nichts verlässt, die Erinnerung daran verliert, weiß keiner der Leun, was der Gleichklang wirklich ist. Seit ihrer Wiederverstofflichung haben die Yuit sich nicht mehr vermehrt. Und der Bruderkrieg fordert immer wieder Todesopfer unter ihnen. Deshalb wollen Yilad und Coyn, dass er schnell beendet wird und Shrell dabei gewinnt, da sie LEUN wiedererstehen lassen will.

Die Sonnen des Sternwürfels werden mit Hilfe eines starken Gravitationsnetzwerks, das aus 512 Raumstationen besteht, an ihren Positionen gehalten. Die Gravitationsgischt, der die MOYLAN zu nahe gekommen ist, ist eine Nebenwirkung dieser künstlichen Gravitation. Sie entsteht in einem Bereich im Halo der GRAVEN-Stationen, in dem die neutralisierten Gewalten aufeinandertreffen. Dort kommt es zu unvorhersehbaren Gravo-Phänomenen, die sich seit drei Tagen verstärken. Sie hätten nicht so weit wirken dürfen, was darauf schließen lässt, dass im Innersanktum, dem vom Zyklonwall abgeschotteten Zentrum des Würfels, von dem aus das Netzwerk gesteuert wird, irgendetwas nicht stimmt. Gucky fragt sich, ob Perry Rhodan inzwischen zu Reginald Bull vorgestoßen ist, der sich in diesem Zentrum aufhält und ob es dort zu Auseinandersetzungen gekommen ist.

Es gibt sichere Passagen, über die sich Schiffe normalerweise den GRAVEN-Stationen nähern können. Doch als die MOYLAN diese nutzen will, gerät sie erneut in ein Gravofeld. Die Werte außerhalb des Schiffes schwanken zwischen einem und unfassbaren 90.000 Gravos. Yilad geht davon aus, dass Coyn weiß, was in der Gefahr, in der sie sich befinden, zu tun ist. Er müsste den Gravitationsbrecher anfunken, tut es aber nicht, weil Aelor die Kontrolle über den Yuit hat und nicht weiß, wie er sich zu verhalten hat. Yilad wird misstrauisch, was Gucky nicht entgeht und er kommt zu dem Schluss, dass Coyn von Aelor besetzt ist.

Das Schiff wird zerrissen und Gucky kann sich und die beiden Yuits nur retten, indem er an Bord eines Gravitationsbrechers teleportiert, eines der speziell ausgerüsteten Raumer, die andere Schiffe durch die Gravitation leiten können, indem sie mit starken Antigravs eine Blase um sich herum bilden.

Da der Gravitationsbrecher ein Schiff der Sternspitze ist und Coyn als Verräter gesucht wird, gibt Yilad ihn als ihren Gefangenen aus. Auch Gucky ist durch seine Teleportation nun aufgeflogen. Yilad gibt auch ihn als Gefangenen aus und verlangt, zu Foersh gebracht zu werden, von der sie angeblich den Befehl erhalten habe, beide auszuliefern. Sie hofft, solange die diensthabende Soldatin diesen Befehl prüft, genug Zeit zu gewinnen, um sich einen Plan zurechtzulegen. Doch der vorgetäuschte Befehl wird erstaunlicherweise von Foersh selbst bestätigt. Yilad soll die beiden direkt zu ihr bringen.

Auf dem Weg erzählt Yilad etwas von einer Yuit-Kolonie, in der sie sich Ausrüstung verschaffen will. Dass Coyn ihr nicht widerspricht, liefert ihr den Beweis, dass er nicht er selbst ist. Es gibt nämlich keine Kolonie. Gerade als Yilad ihn damit konfrontiert, taucht Foersh auf. Nun wird offenbar, dass Aelor die Kommandantin längst über das geplante Attentat auf sie informiert hat. Er hat es aber so eingefädelt, dass Yilad dabei als Gewinnerin hervorgeht. Gucky und Coyn werden paralysiert.

Als Gucky wieder zu sich kommt, blickt er dem Yuit Tin in die Augen. Dieser hatte vor einiger Zeit von Foersh den Auftrag bekommen, Perry Rhodan zu töten, dann aber festgestellt, dass die Galaktiker gar keine Feinde sind. Er verhalf ihnen zur Flucht und wollte seine Führung darüber aufklären, dass sie von falschen Voraussetzungen ausgeht. Dafür ist er degradiert worden.

Foersh gibt unumwunden zu, dass die Legende über den Befreier Reginald Bull genauso erfunden ist, wie die des Usurpators. Für sie ist Bull ein nützlicher Idiot und ihr Gefangener. Er hat in seiner Isolation im Innersanktum 5-5-5 keine Chance zu erfahren, ob seine Anweisungen überhaupt umgesetzt werden. So hat Foersh freie Hand, so zu agieren, wie sie es will und kann dafür Bull verantwortlich machen. Ihre Macht hat nur so lange Bestand, wie er isoliert bleibt. Deshalb achtet sie darauf, dass jeder, der das ändern könnte, vernichtet wird. Für Tin, der den Befreier Bull verehrt und dessen größter Wunsch es war, einst in seiner Leibgarde dienen zu dürfen, ist das eine bittere Wahrheit, die er nun begreifen muss.

In dieser Situation materialisiert plötzlich der PHOENIX direkt vor GRAVEN-1b, wo es prompt zum Kampf zwischen den Schiffen der Sternspitze und der Restauraten kommt, bei dem die Restauratenschiffe stark dezimiert werden.

Foersh befiehlt, Coyn samt Aelor zu erschießen. Um ihre Loyalität zu beweisen, soll Yilad das tun. Doch es ist Tin, der sich die von Foersh hingehaltene Waffe schnappt und Coyn erschießt. Gucky sieht in der Paralyse, wie nach dem Schuß ein grauer Schemen durch den Raum schwebt. Als Foersh daraufhin befiehlt, dass der PHOENIX vernichtet wird, geht Gucky davon aus, dass sie nun von Aelor besetzt ist. Während sie Tin und Yilad mit sich nimmt, bleibt Gucky mit der Leiche Coyns zurück. Er muss mit ansehen, wie der PHOENIX unter Feuer genommen wird. Dieser kann allerdings in den Hyperraum fliehen.

25. Juli 2025


Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang