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ERSTAUFLAGE/1210: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3342 (SB)


Uwe Anton

Physiotron des Todes

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3342


Milchstraße, Koppnersystem, 2244 NGZ, 21. November 2250 NGZ

Nachdem Celina Bogarde ein neues Versteck aufgesucht hat, entwickelt sie einen Plan, wie sie an Cameron Rioz herankommen kann. Das von Wylon Hypertech betriebene Projekt "Methusalem", das zum Inhalt hatte, ein Physiotron zu entwickeln, das relative Unsterblichkeit verleiht, ist nach dem Fehlschlag auf Tertia III vor 13 Jahren nicht aufgegeben, sondern in der Nähe des Koppnersystems in einer verwaisten alten Raumstation aus den Zeiten des Solaren Imperiums weitergeführt worden. Im Jahr 2244 NGZ hatte sich vor allem der Wissenschaftler Andrew Gee in die Lösung des Problems derart verbissen, dass er alle privaten Kontakte vernachlässigte, wodurch die Ehe mit seiner Frau Ellen stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Gee experimentierte mit ertrusischen Klammeraffen, die als sehr widerstandsfähig galten. Doch diese überlebten die Flutung mit Vitalenergie nie sehr lange und starben anfangs schon nach Minuten und später nach wenigen Stunden an explosivem Zellverfall. Sein Verschleiß an Versuchstieren sprengte sogar das von Wylon Hypertech vorgegebene Maß um ein Vielfaches, was ihm sein Assistent vorhielt. Doch Gee war nicht davon abzubringen, es immer und immer wieder zu probieren.

Eines Tages tauchte die Sicherheitschefin Celina Bogarde bei ihm auf, um mit ihm über 'seine Probleme' zu sprechen. Sie beobachtete ihn ständig, was ihn sichtlich nervös machte. Unter dem Druck, endlich ein Ergebnis liefern zu müssen, kam ihm die Idee, dass sein bisheriges Scheitern darin begründet sein könnte, dass die Versuchstiere kein richtiges Bewusstsein hatten, also keine vollständige ÜBSEF-Konstante. Er wagte es allerdings nicht, diese These mit seinem Assistenten zu erörtern, weil er ohnehin den Verdacht hatte, dieser habe es auf seinen Posten abgesehen. Möglicherweise hatte er ihn bei der Konzernspitze angeschwärzt, weshalb ihm Celina Bogarde nun ständig über die Schulter schaute.

Was er brauchte, um den neuen Ansatz zu untermauern, war eine intelligente Versuchsperson. Doch wer würde sich dafür schon freiwillig zur Verfügung stellen? Seinen Assistenten könnte er nicht überzeugen, obwohl es um den, wenn es nicht klappte, nicht schade wäre. Aber da die Station nur mit zwanzig Wissenschaftlern besetzt war, würde sein Fehlen auffallen. Einen Selbstversuch zu wagen, kam nach einiger Überlegung auch nicht infrage. Wer sollte das Projekt leiten, wenn es doch schief ging und er starb? Da er seiner Frau sowieso schon überdrüssig war, beschloss er, sie in das Versuchslabor zu locken und ohne ihr Wissen mit Vitalenergie zu fluten. Dazu musste er Celina Bogarde täuschen, was ihm aber nicht vollständig gelang. Sie kam ihm auf die Schliche, als Ellen Gee bereits eine Zelldusche erhalten hatte, verriet ihn aber nicht an die Konzernführung.

Ellen überlebte 96 Stunden - wesentlich länger als ein Klammeraffe -, aber dann erlitt auch sie einen explosiven Zellverfall. Widerwillig bat Andrew Celina Bogarde um Hilfe. Die ließ die Leiche verschwinden und stellte Ellens Tod als Unfall dar.

Nach etlichen Untersuchungen und Neujustierungen des Physiotrons unternahm Andrew Gee dann doch einen Selbstversuch. Er erreichte die bislang höchste Überlebensdauer von 96 Stunden und überschritt sie. Gerade als er seinen Erfolg publik machen wollte, starb auch er an explosivem Zellverfall - nach 108 Stunden.

Cameron Rioz, Jasper Cole und Icho Tolot sind mit dessen Schiff HALUTA VII auf der Suche nach einem Physiotron. Cameron braucht Vitalenergie, um die Brennenden Nichtse auf Terra und Luna zu löschen. Vor elf Tagen waren sie zu der von Wylon Hypertech aufgegebenen Forschungsstation auf Tertia III gelangt und mussten sich gegen Fressmetall verteidigen, das nach ihrem Auftauchen die gesamte Anlage zerstörte. Jetzt wissen sie erst einmal nicht, wie es weitergehen soll. Da erreicht sie ein Funkspruch: "Ihr braucht eine Zelldusche? Hier könnt ihr sie bekommen." Der daraufhin folgende Koordinatensatz weist auf das unbesiedelte Koppnersystem hin - 13.362 Lichtjahre vom Solsystem entfernt.

Da Cameron Rioz offiziell als tot gilt, ist allen klar, dass es sich bei diesem Angebot eigentlich nur um eine Falle handeln kann. Dennoch will Icho Tolot zumindest nachschauen, was es damit auf sich hat. Die Koordinaten führen zu einem Mond des äußersten, jupiterähnlichen Planeten des Koppnersystems. Dort angekommen, geht erneut ein Funkspruch ein, in dem sie begrüßt und zu einem bestimmten Ort geleitet werden. Icho Tolot, Jasper und Cameron landen mit einem Beiboot, in dem Jasper zurückbleibt während Tolot und Cameron sich umschauen. Dabei werden sie von halbintelligenten, an Steppenläufer erinnernde Raubwesen attackiert.

Ein Gleiter greift ein und "rettet" sie, obwohl das nicht nötig gewesen wäre. Ihm entsteigt Celina Bogarde. Der Haluter hätte die unter ihrem Decknamen Cassandra gesuchte Killerin am liebsten sofort festgenommen und Cameron greift sie gleich mit Zornesfunken an, doch sie meint es ernst mit ihrem Angebot. Sie kann tatsächlich ein Physiotron anbieten, macht aber zur Bedingung, dass sie die Schattenhand ausgeliefert bekommt, wenn Cameron die Anomalien auf Terra und Luna gelöscht hat.

Icho Tolot lehnt diesen Vorschlag rundheraus ab, doch Cameron kann sich damit anfreunden. Er will die Schattenhand ohnehin loswerden und wieder ein normales Leben führen. Bogarde informiert sie über das geheime Forschungsprojekt "Methusalem". Tolots Meinung, man könne dann ja auch offiziell bei Wylon Hypertech um die Benutzung des Physiotrons bitten, tut sie damit ab, der Konzern würde leugnen, dass es ein solches Projekt überhaupt gegeben habe.

Camerons Überlegung ist nun, ob er es in den 108 Stunden, die Andrew Gee überlebt hat, schaffen könnte, die Anomalien zu löschen. Wenn er die Vitalenergie in dieser Zeitspanne wieder abgegeben hat, besteht vielleicht nicht die Gefahr, an explosivem Zellverfall zu sterben. Er will das Risiko eingehen, wenn damit Terra und Luna gerettet werden können. Icho Tolot ist damit nicht einverstanden, kann Cameron aber nicht umstimmen.

Zu dritt versuchen sie nun, in die Station vorzudringen, doch Bogardes Legitimationscode greift nicht. Er ist, nachdem sie in Verruf geraten war, offenbar auch auf dieser abgelegenen Welt gelöscht worden. Die Eindringlinge werden von Robotern angegriffen, mit denen Tolot jedoch leicht fertig wird. Allerdings ist davon auszugehen, dass es den Maschinen noch gelungen ist, die Konzernführung zu alarmieren.

Als Celina Bogarde das Physiotron findet, gelingt es ihr nicht, es in Betrieb zu nehmen, obwohl sie Andrew Gee dabei oft genug beobachtet hatte. Sie ist nun mal keine Hyperphysikerin. Icho Tolot bietet sich an, ihr zu helfen. Gemeinsam schaffen sie es, das Physiotron zu aktivieren und Cameron unterzieht sich einer Zelldusche. Kurz darauf kommt vom Bordrechner der HALUTA VII die Nachricht, dass Schiffe von Wylon Hypertech im Anflug sind. Sie sind noch weit genug entfernt, dass die Drei es bis zum Beiboot schaffen. Celina Bogarde besteht darauf, mit auf die HALUTA VII zu kommen. Ihr eigenes Schiff schickt sie per Fernsteuerung weg. Tolot schießt es nach dem Start seines Schiffes ab, um etwaige Verfolger irrezuführen, was Bogarde zufolge aber nicht ausreichen wird.

Die HALUTA VII fliegt nun Terra entgegen und die Uhr tickt ...

12. September 2025


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