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ERSTAUFLAGE/1211: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3343/3344 (SB)


Kai Hirdt

Fremde Freunde / Schneller als der Tod

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3343/3344


Agolei, Sternwürfel / Wycosystem, Mitte September 2250 NGZ

Der von Atlan kommandierte PHOENIX, auf dem die Anführerin der Restauraten Shrell gefangengehalten wird, wird nicht nur von deren Leuten gejagt, sondern auch von der Sternspitze. Deren Anführerin Foersh wird von dem Parasiten Aelor beherrscht, der die Macht über den Sternwürfel an sich reißen will. Aelor betrachtet den Zyklonwall, jenes Brennende Nichts, das das Zentrum des Sternwürfels umgibt, als sein Eigentum und will es zurückerobern. Dabei sind ihm die Galaktiker, die als einzige wissen, dass Foersh nicht über einen eigenen Willen verfügt, im Weg.

Die Schiffe der Restauraten und der Sternspitze bekämpfen sich dabei auch noch gegenseitig unerbittlich. Atlan versucht durch taktisches Vorgehen, die Opferzahlen unter den Besatzungen gering zu halten, indem er die Aufmerksamkeit immer wieder auf den PHOENIX zieht, der dann im Hyperraum verschwindet. Dass das kleine Schiff überhaupt noch existiert, ist seiner Fähigkeit geschuldet, ohne Mindestgeschwindigkeit in den Hyperraum wechseln zu können.

Als Liam Barstow feststellt, wie weit entfernt von den Sonnen des Sternwürfels es noch zu energetischen Entartungen kommt, ist sie entsetzt, bedeutet es doch, dass das Gefüge kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die GRAVEN-Stationen, die das Schwerkraftgefüge stabilisieren, sind überfordert von den schnellen, unberechenbaren und massiven Schwerkraftschwankungen, die bis zu mehrere Tausend Gravos erreichen und sich hochschaukeln. Falls die Stationen ausfallen, stürzen die 728 Sonnen, die von jeweils zwei dicht besiedelten Planeten umkreist werden, aufeinander zu. In dem gravitatorischen Chaos kann keine Evakuierung stattfinden.

Im Zentrum des Würfels, in 5-5-5, kämpfen Perry Rhodan und Anzu Gotjian um Reginald Bulls Überleben. Nach langer Suche hatten sie ihn endlich gefunden - leblos, begraben unter Trümmerteilen. Mit Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung versuchen sie ihn wiederzubeleben. Dabei merkt Perry Rhodan, dass der Zellaktivator noch arbeitet. Nur er verhindert, dass Bulls klinisch toter Körper zerfällt und sein Gehirn Schaden nimmt. Unter der Haut seiner Brust ist bereits eine Spiralgalaxis zu erkennen - jenes Zeichen, das als Projektion aus dem toten Körper eines Zellaktivatorträgers austritt und im ganzen gebracht werden. Die kann aber nur von der Zentrale aus mit Energie versorgt werden.

Dort findet Anzu Gotjian heraus, dass das Schwerkraftgefüge des Sternwürfels innerhalb von zwei bis drei Stunden zurückgesetzt werden kann, wenn man den Zyklonwall durchlässig macht. Es existiert eine Sonderschaltung, mit der sich Tunnel ins Brennende Nichts stanzen lassen. Sie sind eine Art Ventil und dienen als psionische Wellenbrecher. An ihnen sollen sich die sechsdimensionalen Indifferenzen totlaufen, die für die Entartung verantwortlich sind. Noch sollte der Wall aber nicht geöffnet werden, denn seine Unversehrtheit ist an Bulls Anwesenheit und sein Überleben gekoppelt. Die Station prüft unablässig, ob sich Bulls Zellaktivator an Bord befindet und aktiv ist. Sie versorgt ihn mit induktiver Restenergie - nur deshalb ist Bull noch nicht vollständig tot.

Reginald Bull kann gerettet werden, verhält sich Perry gegenüber aber ausgesprochen misstrauisch. Schließlich sind die letzten Informationen, die er von Cameron bekommen hatte, die, dass Perry von Shrell den Auftrag losgeschickt worden war, ihn zu töten. Bullys Abwehrreaktion wiederum verunsichert Perry und er fragt sich, ob sich sein Freund tatsächlich so verändert haben sollte. Bull will den Zyklonwall nicht öffnen, schließlich hat er die vergangenen sechzig Jahre damit verbracht, dies zu verhindern. Das gesamte vergangene Jahr hatte er sich ständig gegen von den Restauraten programmierte Kampfroboter wehren müssen, die durch die Versorgung der Medostation mit Energie nun wieder aktiviert werden.

Reginald Bull hat nach der Übergabe seiner Schattenhand an Cameron Rioz eine der sieben Roboterfabriken unter seine Kontrolle gebracht. So konnte er zehn Klone von sich erschaffen, die ihm das Überleben sicherten. Coyn hatte aus Enttäuschung darüber, dass Bull nicht Yilad die Schattenhand übergeben und ihr eine Zelldusche gewährt hat, sondern Cameron Rioz, die sechs anderen Roboterfabriken so programmiert, dass sie ständig Kampfroboter produzieren, die Bull angreifen. Nun setzt Bull seine Klone dafür ein, Rhodan und Gotjian in die Irre zu führen. Er glaubt nicht, dass das Schwerkraftgefüge des Sternwürfels zusammenbrechen und alle Leun sterben werden, wie Perry und Anzu Gotjian behaupten, sondern dass die beiden von Shrell instrumentalisiert wurden, damit der Zyklonwall geöffnet wird.

In der Zentrale kann Bull endlich von der Wahrheit überzeugt werden. Seine Meinung, die Bauherren des Sternwürfels hätten diesen gar nicht in Betrieb genommen, wenn eine Entartung der Gravitation eintreten könnte, kontert Anzu Gotjian mit dem Hinweis, dass es genau für diesen Fall die Sicherheitsschaltung gibt, den Zyklonwall zu öffnen.

Leider werden sie nun unablässig von Coyns Robotern angegriffen. Perry geht mit der Schattenhand gegen sie vor, beherrscht sie aber nicht gut genug. Um ihn dazu zu zwingen, ihm die Schattenhand zu übergeben, deaktiviert Bull seine Klone. Somit geraten die Drei immer mehr in Bedrängnis. Doch Perry schafft es nicht, die Hand zu übergeben, obwohl er es will. So bleibt Bully nichts anderes übrig als zu kapitulieren, woraufhin die feindlichen Roboter den Kampf, bei dem Anzu Gotjian verletzt worden ist, einstellen.

Man zieht sich mit der verletzten Anzu in die YDUA zurück, von wo aus Perry mit Atlan Kontakt aufnimmt. Der Arkonide soll sich darauf vorbereiten, dass es einen Wettlauf der Restauraten und der Sternspitze auf Station 5-5-5 geben wird, sobald der Zyklonwall geöffnet ist.

Bei den Vorbereitungen hierzu erkennt Reginald Bull, dass es im Solsystem nur noch zwei Brennende Nichtse gibt, was bedeutet, dass Cameron Rioz bereits eines gelöscht hat. Was Bull aber nicht wissen konnte, ist, dass die Schließung der Anomalie im Kontinuum dahinter eine psionische Wellenfront ausgelöst hat, die sich langsam aufschaukelt und zur Entartung der Gravogischt und zu eskalierenden Fehlfunktionen der GRAVEN-Stationen führt.

Gucky sitzt auf GRAVEN.1b, dem Steuermond von GRAVEN.1 fest. Neben ihm liegt die Leiche Coyns, der von Tin erschossen worden ist. Seine Zelle ist von einem Energieschirm umschlossen, den er nicht durchdringen kann. Als er telekinetisch ein im Boden verlaufendes Kabel beschädigt und ein Elektriker kommen muss, nutzt er die Gelegenheit, um auszubrechen. Er nimmt Kontakt zu Atlan auf, der ihn damit beauftragt, Foersh zu entführen und auf den PHOENIX zu bringen. Wenn beide Anführer der Streitparteien in Gefangenschaft sind, ist vielleicht eine Kommunikation möglich, die den Krieg beendet. Man vereinbart einen genauen Zeitpunkt, zu dem der PHOENIX vor GRAVEN.1b erscheinen wird. Bis dahin muss Gucky eine Strukturlücke in den den Steuermond umgebenden Schirm geschaffen und Foersh in seine Gewalt gebracht haben.

Bei seinen Erkundigungen merkt er, dass ihn jemand unterstützt. Er vermutet, dass es Yilad ist. Bevor er sich auf den PHOENIX absetzen wird, will er sie unbedingt retten.

Der Plan Foersh zu entführen misslingt, weil sich die Anführerin der Sternspitze nicht persönlich in der Zentrale von GRAVEN.1b aufhält, sondern nur als Holo, was Gucky zu spät merkt. Die Jagd auf ihn beginnt.

Dem PHOENIX gelingt es, sich trotz Sicherheitsschirm in einem Hangar zu verstecken. Gucky stöbert Yilad auf und bringt sie dorthin, doch es war nicht die Gefährtin des verstorbenen Coyn, die Gucky unterstützt hat, sondern Tin, der Mörder Coyns, der bei Foershs selbstgefälliger Behauptung, Bull sei ihr Gefangener, schwor, sich an ihr zu rächen. Bei Guckys Versuch, Foersh in der Zentrale zu entführen, war auch Tin aktiv geworden und hatte auf sie geschossen. Gucky dachte, er ziele durch das Holo hindurch auf ihn. Tin hatte aber selbst nicht gewusst, dass Foersh nur als Holo präsent war und wurde nach seinem Versuch, sie zu ermorden, gefangen genommen.

Als Gucky das erkennt, will er auch ihn befreien, bekommt aber von Atlan den dringenden Anruf, sofort auf den PHOENIX zu kommen, da die von Yilad befreite Shrell Liam Barstow als Geisel genommen hat. Gucky kann nicht verhindern, dass Shrell einen Pentaferer erzwingt und mit Yilad den PHOENIX verlässt. Als Gucky zu dem Ort zurückteleportiert, an dem Tin gefangengehalten wurde, findet er ihn nicht wieder. Der Yuit soll auf einen Strafplaneten in System 6-3-2 gebracht werden.

Shrell informiert Foersh/Aelor darüber, dass sich der PHOENIX in einem Hangar versteckt hält, woraufhin dieser von einem Schutzschirm umschlossen wird. Aelor kennt das Schiff genau und weiß, welche Schwachpunkte es hat. So können 392 Leun-Soldaten eindringen, die von Gucky und Atlan bekämpft werden, während Dr. Barstow von der Lounge aus den Überblick behält. Als die Übermacht zu groß wird, setzen sich Atlan, Gucky und Liam Barstow zunächst ab, mit der Absicht, den PHOENIX später wieder zurückzuerobern. Zu diesem Zweck ersinnt Atlan einen Plan, wie er Aelor aufs Schiff locken kann, das von einem Schutzschirm so eng umgeben ist, dass es seine Projektorsegel nicht ausbreiten kann, um aus dem Stand in den Hyperraum zu springen.

Atlans Plan beinhaltet, eine Notsituation auf GRAVEN.1b zu simulieren, die eine Evakuierung nötig macht. Dazu wären nur die Gravobrecher geeignet, die zuvor von Gucky sabotiert wurden. So bliebe nur der PHOENIX als Fluchtschiff übrig, wenn Aelor sich in Sicherheit bringen will. Phoenix hat seinen Spass dabei, seine Besatzer in die Irre zu leiten.

Bei der Suche nach Tin hatte Gucky bereits den Vaeon-Leun Hardi-Ing kennengelernt, der als Professor für fortgeschrittene Gravitationsmechanik tätig ist und den Einsatz der Gravitationsbrecher koordiniert. Da er Foersh gegenüber kritisch eingestellt ist, unterstützt er Gucky, der mit Atlan und Dr. Barstow zu ihm teleportiert ist. Er und Dr. Barstow können sich auf ihrem Wissensgebiet hervorragend austauschen.

Atlan gelingt es, Foersh/Aelor auf den PHOENIX zu locken, doch dann wird GRAVEN.1 tatsächlich von starken Gravitationswellen erschüttert. Ein Schiff muss zur Station fliegen, damit die Instrumente neu justiert werden. Geschieht dies nicht, droht der gesamte Würfel zu kollabieren, wobei Milliarden Leun sterben würden. Atlan muss Aelor ziehen lassen und selbst einen Gravobrecher befehligen, um den Sternwürfel zu retten. Er bringt Hardi-Ing und Dr. Barstow nach GRAVEN.1, wo diese die Katastrophe abwenden. Zwar hat er nun Milliarden Leun gerettet, doch Shrell und Aelor sind wieder frei. Zu allem Überfluss will Gucky ihn nun nicht ins Wycosystem begleiten, wo sich Sichu und Meg Ontares aufhalten. Der Ilt will Tin retten und wenn möglich auch Yilad davon überzeugen, nicht mehr zu Shrell zu halten.

Im Wycosystem wütet eine tödliche Krankheit. Innerhalb kürzester Zeit sterben etliche seiner Bewohner an explosivem Zellverfall. Der Oberste Mediker Galetar ruft den Notstand aus und setzt alle Kuppelstädte unter Quarantäne.

Terrybor ist bereit, sich als Verräterin zu bekennen. Sie hat nicht nur Wyco-Technik an Fremde weitergegeben, sondern fühlt sich auch für die Vernichtung der Station 4774 verantwortlich, weil sie Botabars Leiche an Bord brachte. Zwar konnte sie nicht wissen, dass diese das Fressmetall in sich barg, das zur Vernichtung der Station führte, aber schuldig fühlt sie sich dennoch. Sie wird ihr Amt verlieren und die Führung der Wyconder künftig an den Orden der Datenkunde abgeben müssen. Allerdings wird sie auch für die Verbreitung der Seuche verantwortlich gemacht, womit sie nun gar nichts zu tun hat.

Meg Ontares hilft als Medikerin bei der Versorgung der Kranken bis sie merkt, dass es dabei nur darum geht, sie zu betäuben und das Sterben zu beschleunigen, damit sie nicht so lange leiden.

Sichu Dorksteiger entdeckt bei der Vorbereitung eines von Terrybor bereitgestellten Fluchtschiffs einen stabilen Leitstrahl, der direkt aus der Sonne Wyco zur Agolei zum Sternwürfel führt. Sie kann die Wyconder, die nun die Verantwortung tragen, dazu veranlassen, genauer zu orten. Dabei wird ein ganzes Netz vergleichbarer Leitstrahlen entdeckt, die alle im selben Punkt enden. Beispielsweise von Kushlur, der ehemaligen Steuerwelt des Würfels und von verschiedenen der Agolei vorgelagerten Nestern, von wo aus die Entstofflichung derjenigen ausging, die in die Superintelligenz LEUN eingehen wollten. Aber der Strahl aus Wyco überstrahlt alle anderen an Intensität und Länge. Die Sonne ist immer noch im hyperdimensionalen Bereich mit dem Sternwürfel verbunden. Was dort gerade passiert, verursacht also im Wycosystem eine Veränderung des 6-D-Strahlungsspektrums, das die Krankheit auslöst.

Sichu vermutet, dass dort eine Zwangsentstofflichung der Leun stattfindet und appelliert an die Wyconder, die jedoch gar kein Flottenkommando besitzen, zum Sternwürfel zu fliegen, um die Ursache des explosivem Zellverfalls dort zu bekämpfen. Damit stößt sie aber nur auf Unverständnis. Da kommt die erlösende Botschaft von Galetar, dass man die Frequenz der sechsdimensionalen Strahlung, die Sichu entdeckt hat, isolieren konnte und ein Heilmittel entwickeln kann, das biologische Zellen dagegen immunisiert.

26. September 2025


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