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RADIO - MDR KULTUR/1377: Woche vom 30.03. bis 05.04.2024


Radioprogramm MDR KULTUR - Das Radio – 14. Woche vom 30.03. bis 05.04.2024


Samstag, 30. März 2024


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Joseph Haydn: Oboenkonzert C-Dur, Hob. VIIg/C1
(Lajos Lencsés, Oboe; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner)
* Hector Berlioz: "Le Roi Lear", Ouvertüre
(SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg: Sylvain Cambreling)
* Ernst von Dohnanyi: Passacaglia, op. 6
(Daniel Röhm, Klavier)
* Béla Bartók: "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta"
(Radio-Sinfonieorchester Stuttgart: Neville Marriner)
* Friedrich Gulda: Violoncellokonzert
(Martin Ostertag, Violoncello; Rundfunkorchester des Südwestfunks: Klaus Arp)

* 02:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 5 D-Dur - "Reformations-Sinfonie"
(Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur)
* Francesco Cavalli: "Magnificat"
(Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble: Thomas Hengelbrock)
* Sergej Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini, op. 43
(Werner Haas, Klavier; hr-Sinfonieorchester: Eliahu Inbal)
* Ralph Vaughan Williams: "Five mystical songs"
(Jonathan Bradley, Klavier; TinAlley String Quartet; Choir of Trinity College; Bariton und Leitung: Michael Leighton Jones)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 364
(Christian Tetzlaff, Violine; Antoine Tamestit, Viola; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Pablo Heras-Casado)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Camille Saint-Saëns: "La muse et le poète", op. 132
(Tianwa Yang, Violine; Gabriel Schwabe, Violoncello; Sinfonieorchester Malmö: Marc Soustrot)
* Ludwig van Beethoven: Klaviersonate f-Moll, op. 57 - "Appassionata"
(Stephen Kovacevich, Klavier)
* Florence Price: "The oak"
(The Women's Philharmonic: Apo Hsu)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Michael Haydn: Trompetenkonzert D-Dur
(Gábor Boldoczki, Trompete; Zürcher Kammerorchester: Howard Griffiths)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Capriccio brillant h-Moll, op. 22
(Orchestre de Chambre de Paris, Klavier und Leitung: Lars Vogt)
* Mauro Giuliani: Gitarrenkonzert A-Dur, op. 30
(John Williams, Gitarre; English Chamber Orchestra: Charles Groves)
* Antonio Vivaldi: Violinkonzert D-Dur, R 210
(Europa Galante: Fabio Biondi)
* Louis Spohr: Septett a-Moll, op. 147
(Ensemble 360)
* Franz Schubert: Impromptu f-Moll, D 935, Nr. 4
(Rudolf Buchbinder, Klavier)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit u.a. Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr).


09:00 Romane für drei Deutschlands - Christoph Hein (35 Min.)
An den Quellen von Paul Gerhardts Passionslied
Von Steffen Lüddemann

Als seine Novelle "Der fremde Freund" 1982 in Ost-Berlin und bald darauf unter dem Titel "Drachenblut" in der Bundesrepublik erscheint, hier wie dort hohe Auflagen erlebt, ist das Staunen groß: Ein in der DDR aufgewachsener Mittdreißiger hatte von einer scheinbar unverwundbaren aber einsamen Ärztin erzählt und war auf beiden Seiten der Mauer auf großes Interesse und Verstehen gestoßen. Der 1944 geborene Autor, dessen Familie aus Schlesien vertrieben und der als "Sohn des Pfaffen" in Bad Düben an der Mulde aufwachsen war, hatte immer nur Rauswürfe erlebt. In der DDR vom Abitur ausgeschlossen, war er 1958 an ein West-Berliner Gymnasium gegangen, von dem ihn 1961 die Mauer abschnitt. Das Studium an der Filmhochschule Babelsberg beendete ein Brief des stellvertretenden Kulturministers Horst Brasch, der schlechten Einfluss auf seinen Sohn Thomas fürchtete. Ein vom geteilten Deutschland perforierter, harscher Werdegang, auf dem es aber auch Helfer gab wie Benno Besson oder Peter Hacks. Christoph Heins Romane "Horns Ende", "Der Tangospieler", "Willenbrock" oder "Weißkerns Nachlass" überzeugen mit widerborstigem Eigensinn und machen sein umfangreiches erzählerisches Werk unverzichtbar beim Verteidigen historischer Gerechtigkeit wie auch der des Einzelnen. Seine jüngsten Bücher "Glückskind mit Vater", "Trutz" und "Verwirrnis" belegen diese thematische Treue mit eindrucksvollen Biografien der literarischen Haupthelden. Steffen Lüddemann wurde 1962 in Leipzig geboren. Nach Abschluss der Schulausbildung Lehre zum Hydraulikmonteur. Arbeit als Buchverkäufer, freiberuflicher Verlagsmitarbeiter, Rezensent und Autor. Von 1989-1993 Studium am Literaturinstitut in Leipzig. Seit 1993 Arbeit als freiberuflicher Hörfunk- und Fernsehautor sowie als freier Redakteur für die Internetplattform "Damals im Osten". Zahlreiche Hörfunkfeatures und Dokumentationen.
(29 Min.)

Regie: Ulrike Lykke Langer
Produktion: MDR 2014/2019

Mitwirkende:
Jutta Wachowiak - Sprecherin
Christian Grashof - Zitator


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (85 Min.)

Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


11:00 MDR KULTUR trifft (60 Min.)
MDR KULTUR trifft - Menschen von hier

Unsere Gäste fühlen sich dem kulturellen Leben in unserer Region besonders verpflichtet. Kuratoren, Musiker, Intendanten, Schriftsteller, Dirigenten, Maler und viele mehr finden hier ihren Platz und erzählen aus ihrem beruflichen Leben und ihrem privaten Alltag.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (120 Min.)

Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


16:00 MDR KULTUR Studiosession (30 Min.)

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik. Eine Sendung von Jan Kubon.


16:30 MDR KULTUR am Nachmittag (90 Min.)

Aktuelle Empfehlungen für das Wochenende.


18:00 MDR KULTUR Unter Büchern (60 Min.)

Die wöchentliche Literartursendung soll informieren, unterhalten, anregen. Eine Mischung aus Aktualität und Anregung: ein aktuelles Buchmarktthema der Woche wird anhand eines Gesprächs dargestellt, dazu drei oder vier Beiträge in einem Mix aus Literaturtipp und Blick auf wichtige Neuerscheinungen.


19:00 MDR KULTUR Diskurs (30 Min.)
Philosophie, Religion, Kulturgeschichte

Gespräche mit führenden deutschsprachigen Intellektuellen über die essentiellen Fragen unserer Zeit. Das Themenspektrum reicht von Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, über Kulturgeschichte bis hin zu Naturwissenschaften und Lebenshilfe.


19:30 MDR KULTUR Jazz Lounge (30 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Opernmagazin (60 Min.)

Spannende Musiktheater-Produktionen aus den Häusern in Mitteldeutschland, interessante Künstler und ihre Neuerscheinungen, sowie alles was in der Welt der Oper und Operette wichtig ist.


21:00 MDR KULTUR Hoffmeisters Empfehlungen - Fischers Empfehlungen (60 Min.)

Jede Woche stellen Martin Hoffmeister und Claus Fischer im Programm von MDR KULTUR und MDR Klassik neue Aufnahmen vor, hellen Hintergründe auf, sprechen mit Künstlern und anderen Branchenprofis, kommentieren Nachrichten und werfen Blicke zurück auf die Geschichte klassischer Tonträger.


22:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

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Sonntag, 31. März 2024 (Ostersonntag)


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Louise Farrenc: Klaviertrio Es-Dur, op. 33
(Linos Ensemble)
* Robert Schumann: Ouvertüre, Scherzo und Finale, op. 52
(Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: Paavo Järvi)
* Johannes Brahms: Sonate F-Dur, op. 99
(Gabriel Schwabe, Violoncello; Nicholas Rimmer, Klavier)
* Georg Philipp Telemann: "Mein Vergnügen wird sich fügen"
(Maria Jonas, Sopran; Les Amis de Philippe)
* Joseph Haydn: Streichquartett g-Moll, op. 20, Nr. 3
(Chiaroscuro Quartett)

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Beginn der Sommerzeit
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* 03:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 03:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Frederick Delius: "Sea Drift"
(Bryn Terfel, Bariton; Waynflete Singers; Bournemouth Symphony Orchestra: Richard Hickox)
* Franz Schubert: "Kleine C-Dur Sinfonie", D 589
(The London Classical Players: Roger Norrington)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Violinkonzert G-Dur, KV 216
(Lena Neudauer, Violine; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Bruno Weil)
* Clara Schumann: Vier Polonaisen, op. 1
(Kathrin Schmidlin, Klavier)
* Carl Stamitz: Klarinettenkonzert Nr. 11 Es-Dur
(Eduard Brunner, Klarinette; Münchener Kammerorchester: Hans Stadlmair)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Wolfgang Amadeus Mozart: "La finta giardiniera", Ouvertüre
(Staatskapelle Dresden: Colin Davis)
* Claude Debussy: "Printemps"
(Royal Liverpool Philharmonic Orchestra: Vasily Petrenko)
* Francesco Durante: Concerto Nr. 4 e-Moll
(Concerto Köln)
* Gioacchino Rossini: :"La siège de Corinthe", Ouvertüre
(Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia: Antonio Pappano)
* Carl Maria von Weber: "Aufforderung zum Tanz", op. 65
(Matthias Kirschnereit, Klavier)
* Eduard Strauß: "Lustfahrten", op. 177
(Slowakische Philharmonie: Mika Eichenholz)


06:00 MDR KULTUR am Sonntagmorgen (240 Min.)

Die Kantate um 6.30 Uhr, das Wort zum Tage, der Stichtag, sowie Beiträge aus Religion und Gesellschaft.


10:00 Gottesdienst (60 Min.)

Liveübertragung aus den Kirchen unserer Region.


11:00 MDR KULTUR Sonntagsraten (60 Min.)
Radioquiz von und mit Axel Thielmann

Anregende Unterhaltung rund um drei interessante Rätselfragen.


12:00 URBI ET ORBI (60 Min.)


13:00 MDR KULTUR am Sonntagnachmittag (360 Min.)

Mit aktuellen Beiträgen aus Kultur, Gesellschaft, Natur und Wissenschaft, außerdem "Das schöne Buch". Mit den Sendungen: Diskurs um 15:05 Uhr, um 17:05 Uhr MDR KULTUR Folk und Welt und um 18:05 Uhr MDR KULTUR trifft.


19:00 MDR KULTUR Chormagazin (30 Min.)

Neue Produktionen verschiedener Chöre und Vokalensembles - vorwiegend aus dem mitteldeutschen Raum - außerdem Reportagen von internationalen Chorfestivals und Interviews mit Dirigenten, Komponisten und Festivalleitern.


19:30 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)

* Ethel Smyth: Ouvertüre zur Oper "The Wreckers"
* Ralph Vaughan Williams: A Sea Symphony für Sopran, Bariton, Chor und Orchester
Christopher Maltman, Bariton
Eleanor Lyons, Sopran
MDR-Sinfonieorchester
MDR-Rundfunkchor
Leitung: Dennis Russell Davies
Aufnahme vom 08.05.2022, Leipzig, Gewandhaus


22:00 MDR KULTUR Orgelmagazin (30 Min.)

Berichte aus der weltweit einmaligen Orgellandschaft Mitteldeutschlands, Gespräche mit Menschen, die für die Orgel leben und Musik, die die schönsten Orgeln aus der Region erklingen lässt.


22:30 MDR KULTUR Nachtmusik (90 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

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Montag, 1. April 2024 (Ostermontag)


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Klavierkonzert Nr. 1 g-Moll
(Cyprien Katsaris, Klavier; Gewandhausorchester Leipzig: Kurt Masur)
* Johann Sebastian Bach: "Komm, Jesu, komm". Motette, BWV 229
(MDR-Rundfunkchor: Florian Helgarth)
* Ferdinand David: Streichsextett G-Dur, op. 38
(Barbara Hartmann, Violine; Susanne Raßbach, Violoncello; Hartmann-Quartett)
* Ignaz Moscheles: "Ein Kindermärchen", op. 95, Nr. 5
(Albrecht Hartmann, Klavier)
* Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 1 D-Dur - "Der Titan"
(MDR-Sinfonieorchester: Daniel Nazareth)

* 02:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Samuel Barber: Violinkonzert, op. 14
(Augustin Hadelich, Violine; Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR: Neville Marriner)
* Franz Schubert: Klaviertrio Es-Dur, D 897
(The Gryphon Trio)
* Peter Tschaikowsky: "Der Sturm", op. 18
(Bournemouth Symphony Orchestra: Andrew Litton)
* Marc-Antoine Charpentier: "La couronne de fleurs"
(Teresa Wakim, Amanda Forsythe; Dorothee Mields, Sopran; Mireille Lebel, Mezzosopran; Jason McStoots; Zachary Wilder, Tenor; Jesse Blumberg, Bariton; Douglas Williams, Bassbariton; Boston Early Music Festival Chorus and Chamber Ensemble)
* Arnold Schönberg: "Verklärte Nacht", op. 4
(Deutsche Kammerphilharmonie: Mario Venzago)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Georges Bizet: "L'Arlésienne", Suite Nr. 1
(Orchestre symphonique de Montréal: Charles Dutoit)
* Georg Friedrich Händel: "Alceste", Arie der Calliope aus dem 1. Akt
(Emma Kirkby, Sopran; The Academy of Ancient Music: Christopher Hogwood)
* Antonín Dvorák: Streicherserenade E-Dur, op. 22
(Orpheus Chamber Orchestra)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Franz Schubert: Klaviertrio B-Dur, D 28
(The Gryphon Trio)
* Christoph Schaffrath: Sinfonie Nr. 13 g-Moll
(Händelfestspielorchester des Opernhauses Halle: Howard Arman)
* Amy Beach: Suite über alte irische Melodien, op. 104
(Klavierduo Genova & Dimitrov)
* Julius Fucík: "Donausagen", op. 233
(Tschechische Philharmonie: Václav Neumann)
* Leos Janácek: "Fünf Mährische Tänze"
(Slowakische Philharmonie: Libor Pesek)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sonate C-Dur, KV 521, Allegretto
(Güher und Süher Pekinel, Klavier)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (240 Min.)

Die Kantate um 6.30 Uhr, das Wort zum Tage, der Stichtag, sowie Beiträge aus Religion und Gesellschaft.


10:00 Gottesdienst (60 Min.)

Liveübertragung aus den Kirchen unserer Region.


11:00 MDR KULTUR am Mittag (60 Min.)


12:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


13:00 MDR KULTUR am Nachmittag (300 Min.)


18:00 Zaungäste (60 Min.)
Von Christoph Hein

Die alte Universitätskirche bekommt in ihren letzten Stunden viel Besuch. Junge Leute protestieren gegen ihre von "oben" geplante Sprengung. Die wenigen Gäste des Cafés hinter der polizeilichen Absperrung beobachten das Geschehen: Lotte und Luise kommen geradewegs von einer Beerdigung herein; Berger, kein Gast, sondern als Ermittler am Ort und Rentner Muschkowski, dem der Auflauf die tägliche Kaffeestunde verkürzt. Wasserwerfer beenden den Ausnahmezustand. Kellner Konstantin kocht wieder Kaffee. Ein Nachmittag in Leipzig, Ende Mai 1968. Christoph Hein, geboren 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; danach zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013, Grimmelshausen-Preis 2017). Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN. Weitere Hörspiele u.a. "Randow" (DLR Berlin 1995), "Bruch" und "Himmel auf Erden" (1999), "Mutters Tag" (MDR 2001), "Jannings" (NDR 2004). 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine gekürzte Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 mit Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" sowie 2018 "Verwirrnis" mit Sylvester Groth.

Regie: Walter Niklaus
Produktion: MDR 1999

Mitwirkende:
Käthe Koch - Lotte, eine ältere Witwe
Gudrun Ritter - Luise, ihre Freundin
Horst Bollmann - Muschkowski, ein Rentner
Jürgen Hart - Konstantin, ein Kellner
Uwe Steimle - Berger, ein jüngerer Mann


19:00 MDR KULTUR Jazz (60 Min.)

Musiker und Produktionen die neue musikalische Maßstäbe setzen. Jazz in allen Facetten, in der Verbindung mit anderen Genres und Musikrichtungen sowie aus Grenzbereichen von ethnischen Traditionen, Neuer Musik oder avancierter Pop-Rockmusik.


20:00 MDR KULTUR Konzert (95 Min.)

Jeden Montag von 20:05-22:00 Uhr bietet MDR KULTUR Künstlern aus Rock, Pop, Folk und Jazz die ganz große Bühne. Sie hören ausgewählte Live-Mitschnitte und populäre Konzerte von etablierten Stars und hoffnungsvollen Talenten.


21:35 MDR KULTUR Studiosession (25 Min.)

In der MDR Kultur Studio Session sind Musiker aus der ganzen Welt zu Gast. Sie spielen ihre Songs in akustischen exklusiven Versionen, reden über ihre Musik und ihr Leben. Die Studiosession ist der Ort für die nahen Momente, ergreifende Geschichten und feine Musik. Eine Sendung von Jan Kubon.


22:00 Bahnschranke Kienbusch (90 Min.)
"Kein Mucks" - Krimiperlen aus deutschen Hörfunkarchiven
Von Hans Siebe

Eine Gerichtsverhandlung: Trunkenheit am Steuer mit schweren Unfallfolgen in der Nähe eines Bahnübergangs. Drei Arbeitskollegen hatten den Frust über ein verlorenes Auswärtsspiel des Betriebsvereins in der Kneipe beerdigt. Mit ordentlich Bier und Schnaps. An der Schuld des Angeklagten Erwin Gütt, der nichts getrunken zu haben vorgibt und den Wagen gefahren hat, scheint kein Zweifel zu bestehen, er selbst hat sie bislang auch nie bestritten - da offenbart er: nicht er, sondern der tödlich Verunglückte, Paul Hinze, hat den Wartburg gefahren. Zwecklüge oder Wahrheit? Ist es denkbar, dass Gütt die Schuld nur auf sich nimmt, um den toten Kollegen zu schützen? Immerhin geht es auch um nicht unerhebliche Versicherungssummen. Der Richter mag an die plötzlichen Erinnerungslücken Gütts nicht glauben, aber es spricht auch einiges dafür. Niemand erhofft sich vom letzten Zeugen, dem Schrankenwärter Mattusch, noch etwas, was nicht schon im Unfallprotokoll steht - aber es ist ein kleines Detail, dass Mattusch zu Protokoll gibt, das Justitias Waage schließlich in eine Richtung ausschlagen lässt. Hans Siebe, (*1919 Berlin, ? 2001), besuchte eine landwirtschaftliche Internatsschule und arbeitete vor dem Zweiten Weltkrieg als Kontrolleur des Rinderzuchtverbandes. Im Krieg wurde er als Fallschirmjäger in Polen, Norwegen und der Sowjetunion eingesetzt. Nach 1945 war er unter anderem Inhaber einer Leihbücherei, Pächter eines landwirtschaftlichen Betriebes, Berufskraftfahrer und bis 1968 Fernfahrer bei VEB Autotrans Berlin. Von 1970 bis zu seinem Tod arbeitete er freiberuflicher Schriftsteller. Noch als Fernfahrer begann Siebe Kriminalhörspiele zu schreiben. Bis 1990 entstanden etwa 50 Titel. Daneben ab 1966, oft auf Basis der Hörspiele, zahlreiche Kriminal- und Abenteuerromane, veröffentlicht in den Heftreihen BLAULICHT und DAS NEUE ABENTEUER. Später auch Szenarien für die Fernseh-Serie "Polizeiruf 110" und Fernsehschwänke. In der "Kein Mucks!"-Reihe ist neben "Bahnschranke Kienbusch" auch sein Krimi "Der Mitternachtslift" vertreten.

Regie: Walter Niklaus
Produktion: Rundfunk der DDR 1971

Mitwirkende:
Walter Niklaus - Vorsitzender
Käte Koch - Staatsanwältin
Manfred Schulz - Erwin Gütt
Hans-Robert Wille - Heinz Biernack
Regine Lehmann - Gerda Hinze
Erich Geberding - Hermann Retzlaff
Alfred Bohl - Hans Mattusch
Fred Delmare - Richard Wolf
Jurij Kramer - Adolf Sommer
Horst Kempe - Willi Arnsdorf
Jan-Franz Krüger - Hauptmann


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

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Dienstag, 2. April 2024


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 100 G-Dur - "Militär-Sinfonie"
(Berliner Philharmoniker: András Schiff)
* Carl Reinecke: Flötenkonzert D-Dur, op. 283
(Andreas Blau, Flöte; Berliner Philharmoniker: Yannick Nézet-Séguin)
* Johann Sebastian Bach: "Jesus bleibet meine Freude", BWV 147
(Simone Dinnerstein, Klavier)
* "Singet dem Herrn ein neues Lied", BWV 225
(RIAS-Kammerchor; Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin: Kent Nagano)
* Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur
(Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin: Rafael Frühbeck de Burgos)

* 02:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert C-Dur, KV 467
(Maurizio Pollini, Klavier; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Kent Nagano)
* Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate D-Dur, Wq 137
(Ophélie Gaillard, Violoncello; Francesco Corti, Cembalo)
* Florence Price: Konzertouvertüre Nr. 1
(Württembergische Philharmonie Reutlingen: John Jeter)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett a-Moll, op. 13
(Mitglieder des NDR Sinfonieorchesters)
* Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur
(Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR: Roger Norrington)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Leos Janácek: "Das schlaue Füchslein", Suite
(Wiener Philharmoniker: Charles Mackerras)
* Nicolas Gombert: "O rex gloriae"
(Henry's Eight: Jonathan Brown)
* Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 102 B-Dur
(London Philharmonic Orchestra: Georg Solti)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Johann Sebastian Bach: Konzert C-Dur, BWV 1061
(GrauSchumacher Piano Duo; Deutsches Symphonie-Orchester Berlin: Martyn Brabbins)
* Hans Steinmetz: "Liebesruf eines Faun"
(Albrecht Mayer, Englischhorn; Markus Becker, Klavier)
* Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, op. 10, 1.Satz
(Tschechische Philharmonie: Václav Neumann)
* Antonio Vivaldi: Aus "Giustino", "Vedrò con mio diletto", RV 717
(Lucie Horsch, Blockflöte; Amsterdam Vivaldi Players)
* Antonio Casimir Cartellieri: Klarinettenquartett Es-Dur
(Consortium Classicum)
* Charles-Valentin Alkan: Concerto da camera, op. 10 Nr. 3
(Giovanni Bellucci, Klavier; Orchestra di Padova e del Veneto: Roberto Forés Veses)
* Franz Schubert: Ouvertüre D-Dur, D 556
(Prague Sinfonia: Christian Benda)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit u.a. Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Von allem Anfang an (Folge 1 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Bozena (Folge 1 von 14) (30 Min.)
Von Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach erzählt in ihrem 1876 veröffentlichten spätrealistischen Roman das Schicksal der böhmischen Magd Bozena. Angestellt bei dem reichen Weinhändler Heißenstein soll sie sich vor allem um dessen vernachlässigte Tochter Rosa kümmern. Doch Rosa gelingt in einem unbeobachteten Moment die Flucht mit einem jungen Offizier aus dem elterlichen Haus. Von Schuldgefühlen überwältigt folgt Bozena dem Paar und kehrt nach dessen Tod mit deren Kind Röschen zurück, nur um den Quälereien der Hausherrin schutzlos ausgeliefert zu sein … Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) ist die weibliche Ikone der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts. "Sie gilt als harmlose Menschenfreundin, als Dichterin der Güte und des Mitleids. Das stimmt zwar, aber sie hatte auch eine kämpferische, witzige und durchaus boshafte Seite", so Daniela Strigl in ihrer Biographie Ebner-Eschenbachs, die auch weniger bekannte Seiten der Schriftstellerin aufzeigt. Heute ist Ebner-Eschenbach vor allem mit ihren Klassikern "Das Gemeindekind" sowie der mehrfach verfilmten Novelle "Krambambuli" ein Begriff. Doch nur wenige wissen, dass die adlige Schriftstellerin Standesdünkel kritisierte und sich für Frauenrechte, die Bekämpfung des Antisemitismus und die Rechte Armer stark machte.

Produktion: ORF 1986

Mitwirkende:
Eva Zilcher


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Von allem Anfang an (Folge 1 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (120 Min.)
SCHUMANNIADE KREISCHA

Wolfgang Amadeus Mozart: "Kegelstatt Trio" KV 498
Collage. Robert Schumann/Jörg Widmann aus: "Märchenerzählungen" op. 132 und "Es war einmal …" - 5 Stücke im Märchenton
Robert Schumann: Fantasiestücke op. 73
Robert Schumann: Märchenbilder op. 113 für Klavier und Viola
Wolfgang Amadeus Mozart: Rondo D-Dur, KV 485 (für Klavier)
Max Bruch: aus: 8 Stücke für Klarinette, Viola und Klavier op. 83
Pauline Sachse (Viola)
Jens Thoben (Klarinette)
Daniel Heide (Klavier)
Aufnahme vom 09.06.2023, Kreischa, Vereinshaus


22:00 MDR KULTUR Werkstatt Mitteldeutschland (60 Min.)

Gespräche, Atelier-Besuche, Diskussions-Runden und Reportagen aus Mitteldeutschland.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Mittwoch, 3. April 2024


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Carl Maria von Weber: Sinfonie Nr. 1 C-Dur
(Cappella Coloniensis des WDR: Bruno Weil)
* Franz Schubert: Sonate A-Dur, D 664
(Michael Endres, Klavier)
* Edvard Grieg: 2 Melodien, op. 53
(WDR Sinfonieorchester Köln: Eivind Aadland)
* Édouard Lalo: "Symphonie Espagnole" d-Moll, op. 21
(Thomas Christian, Violine; WDR-Rundfunkorchester Köln: Stefan Blunier)
* Francesco Saverio Geminiani: Concerto grosso d-moll nach Corellis Sonate op. 5 - "La follia"
(Florian Deuter, Mónica Waisman, Violine; Francesco Corti, Cembalo; Harmonie Universelle)
* Franz Schreker: "Ein Tanzspiel"
(WDR Rundfunkorchester Köln: Peter Gülke)

* 02:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Johann Sebastian Bach: Konzert Nr. 1 d-Moll, BWV 1052
(David Fray, Klavier; Deutsche Kammerphilharmonie Bremen: David Fray)
* Antonín Dvorák: Streichquartett F-Dur, op. 96 - "Amerikanisches Quartett"
(Takács Quartett)
* Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 A-Dur - "Italienische Symphonie"
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Georg Solti)
* Clara Schumann: 3 Romanzen, op. 11
(Elena Gaponenko, Klavier)
* Reynaldo Hahn: Concerto provençal
(Ensemble Initium; Orchestre des Pays de Savoie: Nicolas Chalvin)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Carl Stamitz: Sinfonia concertante D-Dur
(Lena Neudauer, Violine; Nils Mönkemeyer, Viola; Cappella Istropolitana: Volker Schmidt-Gertenbach)
* Joseph Haydn: Aus "La vera costanza", Finale, 2. Akt, Hob XXVIII:8
(Juanita Lascarro, Chen Reiss, Sopran; Thomas Michael Allen, Rainer Trost, Tenor; Paul Armin Edelmann, Bariton; WDR Rundfunkorchester Köln: Manuel Hernandez-Silva)
* Iwan Müller: Quartett Nr. 2 e-Moll
(Friederike Roth, Klarinette; Berolina Ensemble)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Antonio Salieri: Konzert C-Dur
(Dagmar Becker, Flöte; Lajos Lenczés, Oboe; Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: Jörg Faerber)
* Oskar Rieding: Violinkonzert h-Moll, op. 35
(Itzhak Perlman, Violine; Juilliard Orchestra: Lawrence Foster)
* Carl Maria von Weber: Klavierkonzert Nr. 2 Es-Dur, op. 32
(Peter Rösel, Klavier; Staatskapelle Dresden: Herbert Blomstedt)
* Georg Friedrich Händel: Concerto grosso B-Dur, op. 3 Nr. 2
(Academy of Ancient Music: Richard Egarr)
* Joseph Kreutzer: Trio e-Moll, op. 9 Nr. 2
(Gragnani Trio)
* Antonín Dvorák: Slawischer Tanz, op. 72 Nr. 2 e-Moll
(Chamber Orchestra of Europe: Nikolaus Harnoncourt)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit u.a. Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Von allem Anfang an (Folge 2 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Bozena (Folge 2 von 14) (30 Min.)
Von Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach erzählt in ihrem 1876 veröffentlichten spätrealistischen Roman das Schicksal der böhmischen Magd Bozena. Angestellt bei dem reichen Weinhändler Heißenstein soll sie sich vor allem um dessen vernachlässigte Tochter Rosa kümmern. Doch Rosa gelingt in einem unbeobachteten Moment die Flucht mit einem jungen Offizier aus dem elterlichen Haus. Von Schuldgefühlen überwältigt folgt Bozena dem Paar und kehrt nach dessen Tod mit deren Kind Röschen zurück, nur um den Quälereien der Hausherrin schutzlos ausgeliefert zu sein … Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) ist die weibliche Ikone der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts. "Sie gilt als harmlose Menschenfreundin, als Dichterin der Güte und des Mitleids. Das stimmt zwar, aber sie hatte auch eine kämpferische, witzige und durchaus boshafte Seite", so Daniela Strigl in ihrer Biographie Ebner-Eschenbachs, die auch weniger bekannte Seiten der Schriftstellerin aufzeigt. Heute ist Ebner-Eschenbach vor allem mit ihren Klassikern "Das Gemeindekind" sowie der mehrfach verfilmten Novelle "Krambambuli" ein Begriff. Doch nur wenige wissen, dass die adlige Schriftstellerin Standesdünkel kritisierte und sich für Frauenrechte, die Bekämpfung des Antisemitismus und die Rechte Armer stark machte.

Produktion: ORF 1986

Mitwirkende:
Eva Zilcher


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Von allem Anfang an (Folge 2 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Songs und Chansons (60 Min.)

Deutsche und internationale Größen der Singer-Songwriter-Szene.


21:00 MDR KULTUR Folk und Welt (60 Min.)

Neuvorstellungen, spannende Alben und aktuelle Strömungen der Folk- und Weltmusik.


22:00 MDR KULTUR Spezial Musik (60 Min.)

Die Musikredakteure von MDR KULTUR stellen Montags zwischen 18:05 und 19:00 Uhr Neuerscheinungen aus dem aktuellen Musikmarkt vor. Die Auswahl reicht von Jazz, Pop, Weltmusik, Chanson, Folk bis Elektronik. Wdh. Mittwoch 22 Uhr.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Donnerstag, 4. April 2024


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1 g-Moll
(Veronika Eberle, Violine; NDR Sinfonieorchester: Eiji Oue)
* Joseph Haydn: Sonate As-Dur, Hob. XVI/46
(Markus Becker, Klavier)
* Johann Wilhelm Wilms: Sinfonie Nr. 4 c-Moll
(NDR Radiophilharmonie: Howard Griffiths)
* George Enescu: Sonate a-Moll
(Florian Paul, Violine; Christian Nicolescu, Klavier)
* Frank Martin: Petite Symphonie concertante
(Ludmilla Muster, Harfe; Wilhelm Neuhaus, Cembalo; Jürgen Lamke, Klavier; NDR
Sinfonieorchester: Günter Wand)

* 02:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Carl Nielsen: Sinfonie Nr. 5, op. 50
(SWR Symphonieorchester: Michael Schönwandt)
* Ludwig van Beethoven: Variationen über "Ich bin der Schneider Kakadu", op. 121 a
(Schweizer Klaviertrio)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante Es-Dur, KV 297 b
(Stefan Schilli, Oboe; Christopher Corbett, Klarinette; Eberhard Marschall, Fagott; Eric Terwilliger, Horn; Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks)
* Igor Strawinsky: Trois Mouvements de "Pétrouchka"
(Yuja Wang, Klavier)
* Augusta Holmès: "Irlande"
(Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz: Samuel Friedmann)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 1 fis-Moll
(Vardan Mamikonian, Klavier; hr-Sinfonieorchester: David Stahl)
* Tarquinio Merula: "Su la cetra amorosa"
(Montserrat Figueras, Sopran; Jean-Pierre Canihac, Zink)
* Johann Joachim Quantz: Flötenkonzert Nr. 95 e-Moll
(Eric Lamb, Flöte; Die Kölner Akademie: Michael Alexander Willens)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Arthur Sullivan: "The Gondoliers or The King of Barataria", Ouvertüre
(Academy of St. Martin in the Fields: Neville Marriner)
* Robert Schumann: Klaviertrio g-Moll, op. 110
(Alexander Melnikov, Klavier; Isabelle Faust, Violine; Jean-Guihen Queyras, Violoncello)
* Johann Baptist Vanhal: Sinfonie a-Moll
(The Umeå Sinfonietta: Jukka-Pekka Saraste)
* Georges Bizet: "Petite Suite", op. 22
(Les Siècles: François-Xavier Roth)
* Johann Christian Bach: Sonate A-Dur, op. 18, Nr. 5
(Piano Duo Genova & Dimitrov)
* Niccolò Paganini: Violinkonzert Nr. 1 D-Dur
(Midori, Violine; London Symphony Orchestra: Leonard Slatkin)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit Album der Woche (Mo), Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Von allem Anfang an (Folge 3 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Bozena (Folge 3 von 14) (30 Min.)
Von Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach erzählt in ihrem 1876 veröffentlichten spätrealistischen Roman das Schicksal der böhmischen Magd Bozena. Angestellt bei dem reichen Weinhändler Heißenstein soll sie sich vor allem um dessen vernachlässigte Tochter Rosa kümmern. Doch Rosa gelingt in einem unbeobachteten Moment die Flucht mit einem jungen Offizier aus dem elterlichen Haus. Von Schuldgefühlen überwältigt folgt Bozena dem Paar und kehrt nach dessen Tod mit deren Kind Röschen zurück, nur um den Quälereien der Hausherrin schutzlos ausgeliefert zu sein … Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) ist die weibliche Ikone der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts. "Sie gilt als harmlose Menschenfreundin, als Dichterin der Güte und des Mitleids. Das stimmt zwar, aber sie hatte auch eine kämpferische, witzige und durchaus boshafte Seite", so Daniela Strigl in ihrer Biographie Ebner-Eschenbachs, die auch weniger bekannte Seiten der Schriftstellerin aufzeigt. Heute ist Ebner-Eschenbach vor allem mit ihren Klassikern "Das Gemeindekind" sowie der mehrfach verfilmten Novelle "Krambambuli" ein Begriff. Doch nur wenige wissen, dass die adlige Schriftstellerin Standesdünkel kritisierte und sich für Frauenrechte, die Bekämpfung des Antisemitismus und die Rechte Armer stark machte.

Produktion: ORF 1986

Mitwirkende:
Eva Zilcher


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial Feature (60 Min.)


19:00 Von allem Anfang an (Folge 3 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Musik Modern (60 Min.)

Klassiker der Moderne bis zu Werken der Gegenwart. Konzerte der neuen Musik in der Region, sowie Festivals, Uraufführungen und CD Neuerscheinungen.


21:00 MDR KULTUR Jazz (60 Min.)

Musiker und Produktionen die neue musikalische Maßstäbe setzen. Jazz in allen Facetten, in der Verbindung mit anderen Genres und Musikrichtungen sowie aus Grenzbereichen von ethnischen Traditionen, Neuer Musik oder avancierter Pop-Rockmusik.


22:00 MDR KULTUR Café (60 Min.)

Gespräche in entspannter Atmosphäre mit prominenten Gästen, die persönliche Einblicke in ihr Leben geben und über aktuelle Projekte berichten.


23:00 MDR KULTUR Nachtmusik (60 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.

*

Freitag, 5. April 2024


00:00 ARD Nachtkonzert (360 Min.)
Präsentiert von BR-KLASSIK

* 00:00 Uhr - Nachrichten
* 00:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (I)
* Franz Schubert: Sinfonie Nr. 4 c-Moll - "Tragische"
(Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Rafael Kubelik)
* Johannes Brahms: Fünf Gesänge, op. 104
(Chor des Bayerischen Rundfunks: Peter Dijkstra)
* Peter Tschaikowsky: Variationen A-Dur über ein Rokokothema, op. 33
(Gustav Rivinius, Violoncello; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Lorin Maazel)
* Dmitrij Schostakowitsch: Sonate op. 134
(Lev Gelbard, Violine; Elena Kuschnerova, Klavier)
* Friedrich Smetana: "Mein Vaterland", Aus Böhmens Hain und Flur
(Bamberger Symphoniker: Jakub Hrusa)

* 02:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 02:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (II)
* Germaine Tailleferre: Ballade
(Florian Uhlig, Klavier; Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern: Pablo González)
* Reynaldo Hahn: Klavierquartett Nr. 3 G-Dur
(Ames Piano Quartet)
* Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenkonzert A-Dur, KV 622
(Sebastian Manz, Klarinette; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Cornelius Meister)
* Felix Mendelssohn-Bartholdy: Sonate D-Dur, op. 58
(Danjulo Ishizaka, Violoncello; Martin Helmchen, Klavier)
* Maurice Ravel: Klavierkonzert G-Dur
(Yuja Wang, Klavier; Tonhalle-Orchester Zürich: Lionel Bringuier)

* 04:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 04:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (III)
* André Campra: "Confitebor tibi domine"
(Isabelle Poulenard, Sopran; Robert Getchell, Contertenor; Romain Champion, Tenor; Marc Mauillon, Bariton; Le Parnasse Français: Louis Castelain)
* Johann Sebastian Bach: Partita B-Dur, BWV 825
(Andras Schiff, Klavier)
* Luigi Boccherini: Violoncellokonzert Nr. 7 G-Dur
(Yo-Yo Ma, Violoncello; Amsterdam Baroque Orchestra: Ton Koopman)

* 05:00 Uhr - Nachrichten, Wetter
* 05:03 Uhr - Das ARD-Nachtkonzert (IV)
* Gioacchino Rossini: "Il barbiere di Siviglia", Ouvertüre
(Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie)
* Georg Friedrich Händel: Concerto grosso a-Moll, op. 6, Nr. 4
(Orpheus Chamber Orchestra)
* Carl Maria von Weber: Concertino Es-Dur, op. 26
(Martin Fröst, Klarinette; Tapiola Sinfonietta: Jean-Jacques Kantorow)
* Ludwig van Beethoven: Sonate A-Dur, op. 47 - "Kreutzer-Sonate"
(Viktoria Mullova, Violine; Kristian Bezuidenhout, Hammerklavier)
* Antonio Rosetti: Oboenkonzert F-Dur
(Burkhard Glaetzner, Oboe; Kammerorchester Carl Philipp Emanuel Bach: Hartmut Haenchen)
* Joseph Haydn: Konzert C-Dur, Hob. VIIb/1
(Sergej Nakarjakow, Flügelhorn; Württembergisches Kammerorchester Heilbronn: Jörg Faerber)


06:00 MDR KULTUR am Morgen (180 Min.)

Aktuelle Beiträge aus Kultur, Politik und Gesellschaft, das Wort zum Tage, der Stichtag, Medienschau und Feuilleton. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr. Außerdem die aktuellen Empfehlungen mit u.a. Buch der Woche (Di), Sachbuch der Woche (Mi), Filme der Woche (Do), und Empfehlungen fürs Wochenende (Fr)


09:00 Von allem Anfang an (Folge 4 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.
(23 Min.)

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


09:35 MDR KULTUR am Vormittag (145 Min.)

Der Stichtag, Kulturtipps, Feuilleton und das Gedicht. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


12:00 MDR KULTUR am Mittag (120 Min.)

Aktuelle Berichte zu den wichtigsten Themen des Tages. Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


14:00 MDR KULTUR am Nachmittag (60 Min.)


15:00 Bozena (Folge 4 von 14) (30 Min.)
Von Marie von Ebner-Eschenbach

Marie von Ebner-Eschenbach erzählt in ihrem 1876 veröffentlichten spätrealistischen Roman das Schicksal der böhmischen Magd Bozena. Angestellt bei dem reichen Weinhändler Heißenstein soll sie sich vor allem um dessen vernachlässigte Tochter Rosa kümmern. Doch Rosa gelingt in einem unbeobachteten Moment die Flucht mit einem jungen Offizier aus dem elterlichen Haus. Von Schuldgefühlen überwältigt folgt Bozena dem Paar und kehrt nach dessen Tod mit deren Kind Röschen zurück, nur um den Quälereien der Hausherrin schutzlos ausgeliefert zu sein … Marie von Ebner-Eschenbach (1830-1916) ist die weibliche Ikone der österreichischen Literatur des 19. Jahrhunderts. "Sie gilt als harmlose Menschenfreundin, als Dichterin der Güte und des Mitleids. Das stimmt zwar, aber sie hatte auch eine kämpferische, witzige und durchaus boshafte Seite", so Daniela Strigl in ihrer Biographie Ebner-Eschenbachs, die auch weniger bekannte Seiten der Schriftstellerin aufzeigt. Heute ist Ebner-Eschenbach vor allem mit ihren Klassikern "Das Gemeindekind" sowie der mehrfach verfilmten Novelle "Krambambuli" ein Begriff. Doch nur wenige wissen, dass die adlige Schriftstellerin Standesdünkel kritisierte und sich für Frauenrechte, die Bekämpfung des Antisemitismus und die Rechte Armer stark machte.

Produktion: ORF 1986

Mitwirkende:
Eva Zilcher


15:30 MDR KULTUR am Nachmittag (150 Min.)

Der Blick in die Welt bei MDR KULTUR international, aktuelle Berichte aus dem kulturellen und politischen Leben sowie um 15:45 Uhr Shabbat Shalom Halbstündlich Nachrichten/Kulturnachrichten mit Wetter und Verkehr.


18:00 MDR KULTUR Spezial (60 Min.)

Der aktuelle, ausführliche Themenschwerpunkt aus Kultur, Gesellschaft und Politik.


19:00 Von allem Anfang an (Folge 4 von 14) (35 Min.)
Von Christoph Hein

"Dem Leben muss man von allem Anfang an ins Gesicht sehen", lautet einer der Ratschläge, die Tante Magdalena Daniel gibt. Daniel ist zwölf, dreizehn und in einem Alter, in dem nichts mehr selbstverständlich ist an diesem Leben: plötzlich merkt er, dass die mitteldeutsche Kleinstadt, in die es die Familie aus dem Schlesischen nach dem Krieg verschlagen hat, unendlich langweilig ist, ihm fällt auf, dass seine Mutter nicht mehr mit dem Vater redet und er muss erfahren, dass über die russischen Panzer in Budapest in Westberlin ganz anders berichtet wird als in den Zeitungen daheim. Er lernt Wörter wie schwul und sieht zum ersten mal die Brüste eines Mädchens - und lernt, wie man küsst. Ein aufregendes Alter, verunsichert und beunruhigend - Daniel ist nicht mehr Kind und lange nicht erwachsen - ein Alter, in dem alles möglich ist: mit Artisten durchzubrennen oder zumindest nach Westberlin zu reisen, Schauspieler zu werden oder plötzlich im Schlamassel zu sitzen, weil man eben dem Leben ins Gesicht gesehen hat … Mit den Mitteln einer fiktiven Autobiographie erzählt Christoph Hein von einer Jugend in der DDR der 1950er Jahre. Christoph Hein, geboren am 8. April 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Bad Düben bei Leipzig; da ihm als Pfarrerssohn der Zugang zu einem Gymnasium in der DDR verwehrt war, zog er 1958 nach Westberlin und besuchte als Internatsschüler ein humanistisches Gymnasium. Der Mauerbau verschlug ihn wieder in die DDR. Er arbeitete als Montagearbeiter, Buchhändler, Regieassistent. 1967-1971 Studium der Philosophie und Logik in Leipzig und Berlin; ab 1973 zunächst als Dramaturg, dann als Autor an der Volksbühne Berlin engagiert. Seit 1979 freischaffender Schriftsteller; Romane, Stücke, Übersetzungen, Essays, Novellen und Erzählungen. Zahlreiche Literaturpreise (zuletzt Uwe-Johnson-Preis 2012; Internationaler Stefan-Heym-Preis 2013). Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1998 bis 2000 Präsident des PEN, lebt in Berlin. 2013 produzierte der MDR mit Götz Schubert eine Lesung seines Romans "Weiskerns Nachlass", 2016 las Ulrich Matthes "Glückskind mit Vater" für MDR Kultur und 2018 Sylvester Groth den Roman "Verwirrnis". Ulrich Mühe, 1953 in Grimma geboren, Abitur, Baufacharbeiter, ab 1975 Studium an der Leipziger Theaterhochschule "Hans Otto", erstes Engagement am Städtischen Theater Karl-Marx-Stadt, 1982 verpflichtet ihn Heiner Müller an die Ost-Berliner Volksbühne. Ab 1983 Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters. Seit 1990 Theaterengagements u.a. in Hamburg, bei den Salzburger Festspielen, am Wiener Burgtheater. Sprecher in verschiedensten Hörspiel- und Hörbuchproduktionen, in der MDR-Produktion "Helden wie wir" (1996) ist er als Klaus Ultzsch zu hören. Arbeit für Film und Fernsehen, u.a. in Zschoches Hölderlin-Film "Hälfte des Lebens", 1984; Bernhard Wickis "Das Spinnennetz", "Der kleine Herr Friedemann", DFF 1991; "Das tödliche Auge", 1992. Als Gerichtspathologe Dr. Robert Kolmaar ging er in der preisgekrönten ZDF-Serie "Der letzte Zeuge" (1998-2000; 2002) ungeklärten Todesfällen nach. Mühe erhielt 2006 den Deutscher Filmpreis sowie den Europäischen Filmpreis als bester Darsteller für seinen Stasihauptmann Gerd Wiesler in dem Kinofilm "Das Leben der Anderen", der 2007 den Oscar als bester fremdsprachiger Film erhielt. Am 22. Juli 2007 starb Ulrich Mühe nach schwerer Krankheit in Walbeck/Sachsen-Anhalt.

Produktion: MDR 1998

Mitwirkende:
Ulrich Mühe


19:35 MDR KULTUR Jazz Lounge (25 Min.)

Die perfekte Mischung für Jazz-Fans und Hörer, die mit Jazz einfach nur entspannt in den Abend starten wollen.


20:00 MDR KULTUR Konzert (150 Min.)
ZUM 100. TODESTAG VON CHARLES VILLIERS STANDFORD (1852- 1924)

Ina Boyle: The Magic Harp
Charles Villiers Stanford: Klavierkonzert Nr. 2
Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 5 F-Dur, op. 76
Finghin Collins, Klavier
National Symphony Orchestra Ireland
Leitung: Killian Farrel
Aufnahme vom 16.02.2024, Dublin, National Concert Hall

Anschließend:
Charles Villiers Stanford: Stabat Mater, op. 96
Eleanor Dennis, Sopran
Jennifer Johnston, Mezzosopran
tba, Tenor
James Platt, bass
The Bach Choir
BBC Concert Orchestra
Leitung: Daniel Hyde
Aufnahme vom 29.03.2024, London, King's College Cambridge


22:30 MDR Kultur Deutschszene/Kabarett Spezial (60 Min.)

Alle 14 Tage gehört der Freitag bei MDR KULTUR der deutschsprachigen Musikszene. Liedermacherinnen, Singer&Songwriter, Poeten, Wortakrobaten, die all Ihre Gedanken in deutsche Texte packen. Von Tocotronic bis Reinhard Mey - von Alin Coen bis Nina Hagen. Oder MDR KULTUR widmet an diesem Abend sich der neuen Kabarett-Szene. Da trifft man auf sprachgewaltige Schwergewichte und leichtfüßige Comedy in allen Formen und Genres, die intelligenter Humor hervorbringt und die im Radio funktionieren, vom politischen und Musikkabarett bis hin zum Stand-up.


23:30 MDR KULTUR Nachtmusik (30 Min.)

Was tun Sie, wenn es dunkel wird und Sie nicht schlafen können? Schalten Sie dann am besten die MDR KULTUR-Nachtmusik ein. Genießen Sie Klänge, die Sie in andere Welten entführen, die Sie Ihren Alltag vergessen lassen. Dabei hören Sie alles, was sich zum Entspannen eignet: von Klassik bis Instrumental über Jazz und Folk. Kurze Moderationen dazwischen ordnen das Gehörte ein und machen die Musik greifbar.  

– Änderungen und Ergänzungen vorbehalten –
 

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Quelle:
MDR KULTUR – Das Radio - Programminformationen
14. Woche - 30.03. bis 05.04.2024
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR)
Hauptredaktion Kultur
Gerberstraße 2, 06140 Halle/Saale
Telefon: 0341/300-0
E-mail: kommunikation@mdr.de
Internet: www.mdr.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 22. März 2024

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