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AGRAR/1890: Marktpolitische Rahmenbedingung für faire Preise in Deutschland und im globalen Süden (AbL)


AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
Pressemitteilung vom 14. März 2024

Marktpolitische Rahmenbedingung für faire Preise in Deutschland und im globalen Süden

Der Art. 148 GMO ist ein Einstieg, muss wirksam ausgestaltet sein und für die gesamte Milchmenge gelten


Auf der gestrigen Abendveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Agrar Koordination und Germanwatch zu "Faire Preise in Agrarlieferketten - Beispiel Milch und Kaffee" wurde deutlich, dass marktpolitischer Handlungsbedarf aus agrarpolitischer und auch entwicklungspolitischer Sicht besteht.

Elisabeth Waizenegger, Mitglied im Bundesvorstand, sagt:

"Es ist frappierend, wie ähnlich die Herausforderungen für uns Bäuerinnen und Bauern sind, egal ob in Äthiopien, Peru oder Deutschland. Die Produktionskosten für die Höfe werden in allen Ländern nicht gedeckt. Allerdings ist die existentielle Bedrohung im globalen Süden drastischer und kann zu Hunger führen. Es ist aber auch ermutigend zu sehen, dass Umweltorganisationen, Verbraucherschützer und entwicklungspolitische Organisationen mit der AbL und anderen landwirtschaftlichen Verbänden - außer dem Bauernverband - marktpolitische Rahmenbedingungen für faire Erzeugerpreise fordern. Der Art. 148 GMO liegt auf dem Tisch und ist aktuell ein Einstieg für faire Preise für uns Milchbäuerinnen und -bauern. Damit er allerdings Wirkung entfalten kann, muss er ambitioniert umgesetzt werden. Weitere marktpolitische Schritte müssen folgen. Wenn die Ampel Klima- und Umweltschutz, Tierwohl, faire Preise für Bäuerinnen und Bauern und Verbraucherschaft sowie globale Verantwortung ernst meint, dann muss sie die notwendigen marktpolitischen Rahmenbedingungen schaffen und sich gegen agrarindustrielle Interessen stemmen."

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Quelle:
Pressemitteilung vom 14. März 2024
AbL - Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft
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Internet: www.abl-ev.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 15. März 2024

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