Schattenblick → INFOPOOL → UMWELT → ARTENSCHUTZ


MELDUNG/542: Bund und Länder einig - Keine pauschalen Abschüsse von Wölfen (NABU)


Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. - Pressedienst, 1. Dezember 2023

Bund und Länder einig: Keine pauschalen Abschüsse von Wölfen

Herdenschutz bleibt Voraussetzung für Entnahme einzelner Wölfe


Berlin - Die Bundesumweltministerinnen und -minister haben heute die Vorschläge von Bundesumweltministerin Steffi Lemke über Regelungen der Wolfentnahme einstimmig angenommen.

Dazu NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger: "Die Vorschläge von Bundesumweltministerin Lemke können dabei helfen, schnellere Entscheidungen zu Wölfen mit wirklich problematischem Verhalten zu treffen. Es geht dabei aber nur um Wölfe, die den zumutbaren Herdenschutz überwunden haben. Pauschalen Abschüssen wurde von Bund und Ländern gemeinsam eine Abfuhr erteilt. Die meisten Wölfe werden von einem guten Herdenschutz abgehalten. Streitpunkt wird sicher die Bewertung der Zumutbarkeit von Herdenschutz sein - hier gehen die Auslegungen der Bundesländer jetzt schon auseinander. Trotzdem bleibt Herdenschutz das A und O. Die Weidetierhaltung muss hierbei und in ihrer generellen Arbeit unterstützt werden."

Der NABU fordert Bund und Länder weiterhin dazu auf, ihre Rissstatistiken zu vereinheitlichen und um die Angabe zu ergänzen, ob und welcher Herdenschutz überwunden wurde. Nur so können sich alle Beteiligten und Interessierten ein Bild zur tatsächlichen Risslage und zum Wolfsverhalten machen.

Der NABU hat 2019 mit der Verbändeplattform "Weidetiere und Wolf" ein Papier zu Herdenschutzstandards verfasst.
Download: https://www.nabu.de/news/2019/06/26516.html

*

Quelle:
NABU Pressedienst, 01.12.2023
Herausgeber:
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)
Pressestelle
Charitéstraße 3, 10117 Berlin
E-Mail: presse@NABU.de
Internet: www.NABU.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 1. Dezember 2023

Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang