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LATEINAMERIKA/266: Bolivien - Heftige Regenfälle in La Paz (poonal)


poonal - Pressedienst lateinamerikanischer Nachrichtenagenturen

Bolivien

Heftige Regenfälle in La Paz


Menschen verlassen fluchtartig ihre Häuser; Stadträtin Roxana Pérez del Castillo wirft der Stadtverwaltung Untätigkeit vor.

(La Paz, 20. Februar 2024, bolpress) - Boliviens Hauptstadt La Paz wird von anhaltenden Regenfällen heimgesucht. Die Wassermassen haben in verschiedenen Sektoren zu Katastrophen geführt. In Calliri am Fluss Callapa, wo es bereits in den vergangenen Jahren zu Erdrutschen gekommen war, packten die Menschen soviel wie möglich von ihrem Hab und Gut für den Transport zusammen und verließen ihre Häuser freiwillig. Auch in den Bezirken Lipari und Irpavi 2 wurden durch den Anstieg der Flüsse Wohnhäuser in Mitleidenschaft gezogen. Die zwei Dämme eines Wasserbassins, das die Gemeinde La Paz mit Wasser versorgt, liefen über.


Stadträtin wirft Bürgermeister Arias Untätigkeit vor

Die Stadträtin von La Paz Roxana Pérez del Castillo kündigte an, dass sie den Rat um eine Umwidmung der finanziellen Ressourcen der Gemeinde bitten werde. Bürgermeister Arias warf sie angesichts der durch die schweren Regenfälle verursachten Katastrophen Untätigkeit vor: Die Reinigung von Abflüssen und Regenwasserkanälen sei vernachlässigt worden; die Oberläufe der Flüsse hätten ebenfalls kontrolliert werden müssen. Ohne diese Versäumnisse hätte sich die Situation in der Stadt vermutlich nicht so zugespitzt, so die Stadträtin. Die Stadträtin erwähnte insbesondere die Beschädigung der Brückengeländer in der Region Auquisamaña-Brücke und die Überschwemmungen in der Stadt und erklärte, man sei kurz davor, die Alarmstufe Rot für die Gemeinde auszurufen. "Wenn die internen Kapazitäten erschöpft sind, sollten wir Alarmstufe Rot ausrufen; ich hätte nichts dagegen", fügte sie hinzu.


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veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 23. Februar 2024

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