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GENTECHNIK/1112: So wandelt sich die Agrarlandschaft, wenn Gentechnikfreiheit verschwindet (DNR)


DNR
Deutscher Naturschutzring
Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen

News - 29.01.2024

Aus grün wird rot
So wandelt sich die Agrarlandschaft, wenn Gentechnikfreiheit verschwindet


In Brüssel wird derzeit über ein neues Gentechnikrecht gestritten. Demnach müssten künftig nicht mehr alle Arten von Gentechnik gekennzeichnet werden - sogenannte "Neue Gentechnik" wie CRISPR/Cas sollen von Kennzeichnung und Risikoprüfung befreit werden. Was das für die Anbauflächen in Deutschland bedeuten würde, veranschaulicht die Kartendarstellung von Bioland-Karte.

Ende Januar hat im Umweltausschuss (ENVI) des Europaparlamentes eine Mehrheit gegen Kennzeichnung, Risikoprüfung und Koexistenzregeln für die meisten neuen Gentechnik-Pflanzen votiert. Doch viele Fragen bleiben unbeantwortet. Bioland fordert die Europaabgeordneten daher auf, die für den 5. Februar geplante Abstimmung im Parlamentsplenum zu verschieben, in der Hoffnung dass dort anders als im Umweltausschuss entschieden wird. Danach müssen sich das Parlament und der Rat der Mitgliedstaaten einigen.

In der EU sind rund 300 Gentechnikpflanzen als Lebens- oder Futtermittel für den Import und eine für den Anbau zugelassen. Deutsche Anbau-Flächen sind noch gentechnikfrei. Das würde sich bei einer Deregulierung des Gentechnikrechts schlagartig ändern. Nach jetzigem Stand der Diskussion wäre dann nur noch der Ökolandbau gesichert gentechnikfrei. Das entspricht in Deutschland rund 1,9 Millionen Hektar - etwa 11 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. (mb)

Bioland/Gentechnik
https://www.bioland.de/keine-gentechnik

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Quelle:
News, 29.01.2024
Deutscher Naturschutzring (DNR)
Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen
Marienstraße 19-20, 10117 Berlin
Tel.: 030/678 1775 70, Fax: 030/678 1775 80
E-Mail: info@dnr.de
Internet: www.dnr.de

veröffentlicht in der Online-Ausgabe des Schattenblick am 30. Januar 2024

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