Schattenblick → INFOPOOL → UNTERHALTUNG → PERRY-RHODAN


ERSTAUFLAGE/1122: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3254 (SB)


Robert Corvus

Jägermond

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3254


Kondor-Galaxis (Spaphu), Gangoniasystem, Gyrund, Sorgorenport, Mitte August 2097 NGZ

Die SHAMMADIN ist auf dem Weg zum Sorgorenland, weil Perry Rhodan hofft, dort Hinweise auf die LEUCHTKRAFT und damit auf das in Spaphu verborgene ES-Fragment zu finden, denn viele Angehörige dieses Volkes dienen als Gesandte der Kosmokraten. Die Sorgoren leben auf nur einem einzigen Planeten - dem Sorgorenland. Dem Sorgoren Vincoulon gegenüber, der einst Gefangener der Hyperflusspiraten war, hält sich der angebliche Tellusier bedeckt, was seine Absichten betrifft, die ihn hierher führen. Er bezeichnet sich lediglich als Kundschafter und Diener des Guten. Vincoulon ist nicht als Gesandter rekrutiert worden, sondern hat aus eigenem Antrieb seine Heimat verlassen, weil ihn die Fremde anzog. Doch kein Sorgore, der seinen Planeten verlässt, kann jemals dorthin zurückkehren. Es ist ihm verboten. Vincoulon trägt schwer an dieser Last, denn er möchte gerne wissen, wie es seinen vier Kindern, die er als Frau geboren hat, inzwischen geht. (Sorgoren sind in ihren ersten Lebensjahrzehnten zunächst weiblich, später wandelt sich ihr Geschlecht zum männlichen.)

Vincoulon warnt Perry davor, dass nichts im Gangoniasystem dem entspricht, was man kennt, denn es liegt in einer Strangeness-Zone. Höherdimensionale Technik funktioniert hier nicht und es ist sehr gefährlich, dorthin zu fliegen, denn sämtliche Energiespeicher könnten explodieren. Der Kontakt zu einem von der SHAMMADIN vorausgeschickten Robotschiff bricht schnell ab und kann auch nicht wieder hergestellt werden. Vincoulon berichtet, dass außer den blauen Walzen der Kosmokraten noch kein Schiff nach Sorgorenland vorgestoßen ist. Antanas Lato und Poquandar kümmern sich darum, einen Röhrenkubus der Lipeka energetisch so herunterzufahren, dass er zusammen mit der RA in der Strangenesszone agieren kann.

Dadurch, dass sich Perry Rhodan dem Gangoniasystem zuwendet, zieht er allerdings das Verderben hinter sich her. Der Baccune Telpecc, den Perry mit einer List aus dem Abobademsystem vertrieben hat, um das dort lebende Baumvolk zu retten, ist ihm auf den Fersen, um von ihm zu lernen - bevor er ihn tötet. Die Baccunen sind vom Kriegsfieber erfasst. Telpecc denkt inzwischen voll Abscheu über sein vergangenes friedliches Leben. Nur Telpeccs Offensberater Ussner bewahrt einen kühlen Kopf. Er fordert seinen Kommandanten auf, sich einem anderen Admiral anzuschließen, damit beide Verbände zusammen eine schlagkräftige Truppe bilden. Doch Telpecc ist wie besessen von dem Gedanken, Perry Rhodan herauszufordern. Er spürt die SHAMMADIN auf und folgt der LIP-1 ins Gangoniasystem, das er zunächst für den Rückzugsort der Hyperflusspiraten hält. Immerhin können auch die Baccunen keinen überlichtschnellen Antrieb und keine höherenergetischen Waffen einsetzen.

Perry Rhodan bekommt jedoch keine Einflugerlaubnis. Die Sorgorin Kantu fordert ihn auf, das System wieder zu verlassen. Vincoulon offenbart sich zu Kantus Verwunderung als Rückkehrer. Sie erlaubt Perry lediglich Vincoulon zum Sorgorenport zu bringen, einer Siedlung auf dem Mond Gyrund, die einst von Mu Sargai als Kontaktpunkt und Heimstatt für jene eingerichtet worden ist, die von ihrer unumkehrbaren Reise zurückkehren.

Telpecc versucht die RA zu finden, die sich im Röhrenraumer LIP-1 verbirgt. Sein Vorstoß verlangsamt sich jedoch wegen der Vernichtung einiger Beiboote, die dem Strangeness-Effekt zum Opfer fallen. Dann wird er von Kantu aufgefordert, das System zu verlassen, was er mit einem Angriff quittiert.

Perry Rhodan muss die LIP-1 opfern, um Telpecc abzuschütteln. Die RA setzt sich ab und treibt energetisch tot durch den Raum, so dass Telpecc ihn nicht findet. Die Sorgoren haben jedoch Torpedos, die den Baccunen gefährlich werden können. Deshalb zieht sich Telpecc vorerst zurück, nachdem er in einem Funkruf dem Tellusier Perry mit dem Tod bedroht hat. Dieser vertröstet ihn auf einen späteren Tag.

Der RA wird es gestattet, nach Sorgorenport zu fliegen, wo Perry, Antanas, Vincoulon und Poquandar aussteigen. Shema, der es seit dem Einflug in die Strangeness-Zone sehr schlecht geht, bleibt auf der RA zurück. Niemand erwartet die Besucher, also machen sich die Vier auf den Weg zu einer Bahnstation, um in die Stadt zu gelangen. Gyrund beherbergt eine üppige Flora und Fauna, die von Robotern gepflegt werden.

Die Siedlung aus 90 trichterartigen Gebäuden erstreckt sich nahe des Nordpols in gerader Linie über eine Länge von 200 Kilometern und umspannt drei Viertel des Mondes. Sie ist von einem transparenten Material überwölbt. Die Gebäude sind einzeln stehende Säulen, die terrassenförmig weit in die Tiefe reichen. Rhodan will sich eines dieser Häuser anschauen, das einen Kilometer weit in die Tiefe reicht. Jedes Haus beherbergt eine eigene Kulturlandschaft, die ebenfalls von Robotern gepflegt wird.

Ein Sorgore namens Escatron, der sich freut, dass die Gäste sein Haus FARBEN DER REMINISZENZ beehren, empfängt sie. Doch er hat es eilig. Rhodan darf in einer von Tawanen (mammutartigen Tieren mit Giraffenhälsen) gezogenen Kutsche mitreisen. Unterwegs warnt ihn Rhodan vor den Baccunen, doch Escatron ist sorglos, er hat noch nie etwas von Baccunen gehört. Aber er ist zuversichtlich, dass man auf Sorgorenland bestimmt etwas dagegen unternehmen wird.

Escatron erklärt Rhodan, dass es bei den Sorgoren keine Regierung gibt. Sie leben unorganisiert in einer halbnomadischen Lebensweise zusammen. Ihre Gemeinschaften sind nicht von ökonomischen oder politischen Notwendigkeiten geprägt, sondern nur von dem Wunsch, eine gewisse Zeit beisammen zu sein. Dann leben sie eine Weile in den aufwändig gestalteten Trichterbauten zusammen, die von Robotern in Stand gehalten werden. Wer sich für eine Sache interessiert, setzt sich für sie ein und bekommt auch die Ressourcen dafür, die von Robotern gestellt werden, was aber einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Escatron ist Künstler und verfolgt riesenhafte Schmetterlinge, die er betäubt und ihrer farbigen Schuppen beraubt, um einmal in seinem Leben ein Bild herzustellen, das einen einzigen Moment lang in die Luft steigt und dann verweht. Er ist keine große Hilfe, um einen Kontakt zu irgendeinem Verantwortlichen herzustellen. Allerdings erzählt er von einer auf Gyrund lebenden Sorgorin, die aus einem anderen Universum zurückgekehrt ist. Sie ist die einzige Frau auf dem Mond, da sie ihre unumkehrbare Reise bereits in ihrer weiblichen Phase angetreten hat. Perry Rhodan und seine Begleiter gehen sie suchen.

In der Zwischenzeit erreicht Perry jedoch ein Alarmruf der RA, weil Telpecc auf Gyrund aufmerksam geworden ist und den Mond angreift. Die Krallenraumer setzen materielle Geschosse ein, mit denen sie bereits eine sorgorische Raumgondel zerstört haben. Außerdem bringen sie Atombomben zum Einsatz. Perry Rhodan und Vincoulon, die in einer von Tawanen gezogenen Kutsche unterwegs sind und in Richtung des Atomblitzes schauen, werden geblendet, da ihre SERUNS aus Strangeness-Gründen nicht richtig funktionieren. Die Atomexplosion erzeugt Risse in der die Gebäude überspannenden Kuppel, was zur Folge hat, dass ein Teil der Pflanzen von der entweichenden Atmosphäre fortgerissen wird. Die RA bringt sich im Asteroidengürtel in Sicherheit. Da die Sorgoren mit ihren Schiffen nur Sorgorenland und nicht Sorgorenport schützen, kann Telpecc ungehindert auf dem Mond landen, um Perry Rhodan zu verfolgen.

Derweil führt Antanas Lato den fast erblindeten Perry zu dem Trichterhaus, in dem die Sorgorin Varsaisch wohnen soll. Zunächst wollen Roboter ihnen den Zugang verwehren, aber nachdem Vincoulon, der ebenfalls blind ist und von Poquandar geführt wird, sich vorgestellt und erklärt hat, dass die Baccunen Perry Rhodan töten wollen, dürfen sie zum Trichterhaus GEIST IM EISEN, das wesentlich mehr Bewohner hat als das Haus des Künstlers, kommen. Mehrere Gruppen Sorgoren stehen auf den in die Tiefe führenden Terrassen beieinander und diskutieren. Sie erhoffen sich Hilfe von den Neuankömmlingen und wollen wissen, ob sie Roboter bauen können. Perry muss sie enttäuschen. Er sei nur gekommen, um Varsaisch zu treffen. Niemand weiß aber, wo sie ist, da sie nie lange an einem Ort bleibt.

Die Baccunen errichten über dem Raumhafen eine Gravokuppel und die Sorgoren fliehen Richtung Westen. Perry und seine Leute schließen sich ihnen an. Ein Sorgore kommt ihnen auf einem Tawanen entgegen, der froh ist, Perry gefunden zu haben. Er fordert ihn auf, sich den Baccunen auszuliefern, denn ein fortgesetzter Angriff würde allen Sorgoren das Leben kosten. Rhodan argumentiert, das würde die Baccunen nicht aufhalten und man müsse ihnen stattdessen widerstehen. Als der Sorgore kein Einsehen zeigt, paralysiert Antanas Lato ihn kurzerhand und erklärt Rhodan, der nicht sehen konnte, was passiert ist, er habe die unbefriedigende Diskussion zu einem Ende geführt. Damit sie schneller vorankommen, raubt er dem Paralysierten den Tawanen.

Die Baccunen gehen mit Brachialgewalt gegen die Sorgoren vor. Von Sorgorenland ist keine Hilfe zu erwarten. Was auf dem Mond mit den Rückkehrern geschieht, scheint für die auf dem Planeten Lebenden nicht von Belang zu sein. Sie schicken allenfalls mehr Raumgondeln in den Orbit, um sich selbst zu schützen. Telpecc lässt unzählige Tawanen abschlachten und zerstört ein ganzes Terrassenhaus - nur um zu demonstrieren, dass er es kann. Die Sorgoren stehen dem machtlos gegenüber. Sie überlassen das Kämpfen ihren Robotern und fliehen weiter Richtung Westen, an den am weitesten von den gelandeten Baccunen entfernten Ort.

Perry Rhodans Sehkraft kehrt dank Zellaktivator allmählich zurück, während Vincoulon weiterhin nichts erkennen kann und im Haus NACHKLANG DER ZWEIFEL behandelt wird. Nach einem erneuten Angriff der Baccunen und überstürzter Flucht findet man an einem See endlich Varsaisch, die zum Schwimmen einlädt, weil man da besondere Erfahrungen sammeln kann. Als sie von Baccunen angegriffen werden, flüchten Lato und Rhodan zu Varsaisch ins Wasser, während Vincoulon und Poquandar am Ufer zurückbleiben. Am Seegrund gibt es ein Schleusensystem, durch das die Drei entkommen können. Vincoulon gerät in Panik und ergibt sich den Baccunen. Poquandar kann sich in ein Versteck retten.

Vincoulon wird von Telpecc verhört. Er soll ihm sagen, woher die Tellusier kommen. Da der Sorgore aber nie mehr als die offizielle Version von Perry erfahren hat, kann er nicht viel verraten. Seine Sorge gilt nur noch seinen Kindern, die vermutlich auf Sorgorenland leben, wohin er nicht zurückkehren kann. Er möchte wissen, ob es ihnen gut geht. Telpecc verspricht, ihm zu helfen, wenn er Perry zum Raumhafen ruft.

Poquandar ist inzwischen wieder zu Perry und Antanas gestoßen, die zusammen mit Varsaisch durch unterseeische Schleusenanlagen eilen, die für den Betrieb des Raumhafens benötigt werden. Poquandar und Perry fahren in einem Lift zum Raumhafen, um Vincoulon zu befreien, während Antanas und Varsaisch ein Ablenkungsmanöver vorbereiten.

Telpecc und ein Baccune, der sich vor lauter Kriegslust mörderisch lange Klingen in die Unterarme hat implantieren lassen, bringen Vincoulon zum Treffpunkt. Um Telpecc hinzuhalten, beginnt Perry Rhodan ein weitschweifiges philosophisches Gespräch über Vollkommenheit und die eigentliche Bedeutung von Reichtum. Als es Telpeccs Begleiter zu dumm wird, und dann auch noch eine von Lato und Varsaisch ferngelenkte Raumgondel startet, treibt er Vincoulon kurzerhand seine Klinge in den Leib. Der Sorgore ist tödlich getroffen. Nachdem er dem Terraner das Versprechen abgenommen hat, seine Kinder zu suchen und ihnen von der Schönheit, Erhabenheit und dem Schrecken der Sterne zu erzählen, stirbt er in Perrys Armen. Telpecc maßregelt seinen Begleiter, mit dem er sich zu einem baccunischen Beiboot zurückzieht, das von der ferngesteuerten Raumgondel angegriffen wird.

Als Rhodan und Poquandar mit einer anderen Raumgondel Richtung Sorgorenland fliehen, werden sie nicht verfolgt, da die baccunischen Krallenraumer nicht so schnell beschleunigen können. Die für Raumüberwachung zuständige Sorgorin Kantu, die sich zwar freut, ihn lebend wiederzusehen, will allerdings nicht, dass Rhodan weiterfliegt, denn mit dem Tod Vincoulons habe er jede Berechtigung verloren, noch länger im System zu bleiben. Er soll das System verlassen und darf die Raumgondel sogar behalten. Da mischt sich Varsaisch, die zusammen mit Antanas Lato ebenfalls an Bord ist, ein. Auch sie dürfte als Rückkehrerin nicht mehr nach Sorgorenland zurückkehren. Mit einem juristischem Kniff könnte dies aber trotzdem gelingen, wenn Perry als Werber um einen sorgorischen Berater auftritt. Sie stellt sich dafür zur Verfügung und behauptet ausserdem, ihre transuniversale Reise sei noch gar nicht beendet. Da sie sie nicht von einem externen Hyperflusshafen aus, sondern mit Sharund angetreten habe, der um das Sorgorenland kreist, habe sie das System auch gar nicht verlassen. Gegen diese Argumente hat Kantu keine Handhabe.

5. Januar 2024


Zur Tagesausgabe / Zum Seitenanfang