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ERSTAUFLAGE/1127: Inhaltliche Zusammenfassung von Nr. 3259 (SB)


Ben Calvin Hary

Detektiv der USO

Perry-Rhodan-Heft Nr. 3259


Milchstraße, Khanonsystem, 10. bis 13. Oktober 2097 NGZ

Am 5. Oktober 2097 NGZ ist die ranghöchste Beamtin der Akonen, die Priorrätin Adorhee tan Thanor bei einem angeblichen Unfall ums Leben gekommen. Das Regierungsoberhaupt wurde bei der Einweihungsfeier einer neuen Transmitterwerft auf dem zweiten Planeten des Khanonsystems, das seit dem Untergang Drorahs als Zentralsystem der Akonen gilt, davon in Kenntnis gesetzt, dass ein regierungsamtlich gesicherter Hyperfunkspruch eingegangen sei. Ein diplomatischer Zwischenfall erfordere umgehend ihre Anwesenheit im Akonium auf dem Hauptplaneten Galazin. Daraufhin war sie mit der regierungseigenen Raumbarkasse UMA YOMIN zum vierten Planeten zurückgeflogen und dabei fast mit einem plötzlich materialisierenden Mehandorraumer kollidiert. Die Schutzschirme berührten sich, was verheerende Folgen für die Raumbarkasse hatte. Alle Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Die letzten Gedanken Adorhees galten ihrer geklonten Nachfolgerin, die ihr Wissen übertragen bekommen würde. Schon im Sterben liegend zwang sie sich mit letzter Kraft, sich die Eindrücke der Katastrophe einzuprägen: Den Namen des Mehandorraumers OLDORON XXII und die Tatsache, dass die UMA YOMIN während des Unfalls von den Kennungen zahlreicher Schiffe umringt war, von denen keines zu Hilfe geeilt ist. Sie entfernten sich genauso wie das Mehandorschiff, als wäre nichts geschehen.

An der am 10. Oktober stattfindenden Trauerfeier nimmt alles teil, was Rang und Namen in der Milchstraße hat. Neben dem terranischen Residenten Cascard Holonder, den ein freundschaftliches Verhältnis mit Adorhee tan Thanor verband, und Homer G. Adams ist auch - auf besonderen Wunsch der achtzehnjährigen Nachfolgerin Adorhees, Nemena tan Thanor - der USO-Chef Monkey geladen. Der achtjährige Ole Severim, um den sich Monkey kümmert, wollte unbedingt dabei sein.

Nemena ist ein Klon - genauso wie auch Adorhee ein Klon ihrer Vorgängerin gewesen ist. Die akonische Organisation Waches Akon unterstützt den Brauch, das höchste Amt mit einem Klon der Vorgängerin zu besetzen, der durch eine Wahl legitimiert wird. Andere politische Kräfte machen sich dafür stark, eine demokratische Wahl durchzuführen, zu der nur natürlich geborene Akonen antreten sollten.

Bevor der Leib der verstorbenen Priorrätin in der Sonne Khanon bestattet wird, soll eine Inskription durchgeführt werden, bei der von dem Ara Pehn der Inhalt ihres Gedächtnisses auf einen Speicherchip übertragen wird. Mit ihm soll später das Gedächtnis der neuen Priorrätin überschrieben werden.

Nemena fordert Monkey dazu auf, den wahrscheinlichen Mord an ihrer Vorgängerin aufzuklären. Monkey wiederum beauftragt den USO-Agenten Ram Wood mit dem Fall. Der Terraner ist spindeldürr, da er an einer extremen Form der Hyperthyreose leidet - einem extrem beschleunigtem Stoffwechsel. Er muss ständig seinen Heißhunger stillen und setzt trotzdem nichts an. Wenn er nicht innerhalb weniger Stunden Unmengen vorzugsweise von Nudelgerichten isst, verhungert er. Ein Nebeneffekt seiner Krankheit ist sein "übertaktetes" Gehirn, das ihn zum gefragtesten Kriminologen der Galaxis macht. Deshalb arbeitet er für die USO, obwohl er körperlich die Eignungstests niemals bestehen könnte.

Während Ram sich im Galaktotel mit Nahrung versorgt, wird er Zeuge eines Attentats auf einen topsidischen Delegierten, der von einem Servoroboter attackiert wird. Obwohl die Mikrogravitatoren, die er am Körper trägt, noch nicht wieder voll aufgeladen sind, kann er dem Opfer mit Hilfe seines Miniaturroboters Kolossos, den er in einem Korb auf dem Rücken trägt, beistehen. Dieser von Siganesen hergestellte und ihnen schablonenhaft nachgebildete Roboter führt selbstständig alle Tätigkeiten aus, zu denen Ram Wood nicht in der Lage ist.

Das Attentat auf den Topsider ist nur ein Ablenkungsmanöver, da bei der Inskription auf dem Mond Xokolon ein anderes verübt wird. Ausgerechnet zwei als Bezeuger der Zeremonie zugelassene Mitarbeiter von Waches Arkon, das sich für die Rechte von Klonen einsetzt, verwandeln sich mitten in der Inskription in lebende Kampfmaschinen. Während ihre Mienen nur totenhafte Masken darstellen, verformen sich ihre Gliedmaßen zu messerscharfen Klingen, mit denen sie sofort zum Angriff übergehen. Monkey bringt Nemena in Sicherheit und steht dann Shunan on Viu, dem Anführer von Waches Akon, bei. Allerdings erleidet Nemenas väterlicher Freund und Mentor Nuur tan Harol schwerste Verletzungen.

Die Untersuchung der beiden toten Attentäter ergibt, dass ihre Gehirne mit neuartigen Neuronalkonstrukten verändert wurden, wobei ihr Willenszentrum manipuliert wurde. Aus ihren Handknochen, die sich zu Klingen verformten, wurde Genmaterial entnommen und analysiert. Es enthält schlafendes Erbgut von Tomopaten, einem weniger bekanntem Milchstraßenvolk, deren Mitglieder gerne als Attentäter angeheuert werden. Tomopaten besitzen Tentakel als Arme, die unkontrolliert um sich schlagen, wenn sie nicht durch eine Art Zwangsjacke gebändigt werden.

Wer derartig aufwändige Anschläge verübt, muss über beträchtliche Mittel und enormen Einfluss verfügen. Monkey vermutet, dass der Club der Lichtträger hinter dem Versuch steckt, die akonische Räterepublik zu destabilisieren, um zu verhindern, dass sie sich an der Suche nach den Fragmenten der Superintelligenz ES beteiligt.

Ram Wood hat inzwischen mit Hilfe von Kolossos herausgefunden, dass das Energiekommando nicht hinter dem Attentat auf die Priorrätin steckt. Sein Einbruch in die Datenbank des Geheimdienstes löst zwar fast einen diplomatischen Eklat aus, aber die Mitarbeit der USO bei der Aufklärung des Mordes wird schließlich anerkannt.

Ein Leitstrahl hatte die UMA YOMIN und die OLDORON XXII nach Galazin gelenkt. Im systemweiten Navigationssystem hatte es offiziell eine Fehlfunktion gegeben, die protokolliert und von den akonischen Ermittlern entdeckt worden ist.

Ram Wood dringt in die Mehandorwalze OLDORON XXII ein, die auf dem Raumhafen steht. Es ist ein uralter Raumer, der im Moment mit hochwertigem Material repariert wird. So viel Geld kann die Sippe eigentlich gar nicht haben. Er beobachtet, wie der Eigner Oldoron und ein Begleiter über einen wertvollen Sextadim-Schwingquarz sprechen, den Oldoron angeblich auf einem abgelegenen atmosphärelosen Eisplaneten gefunden hat und an einen Kunden namens Urek as Simta weitergeben wird, der die Hälfte bereits gezahlt hat. Wood versucht herauszufinden, wer hinter diesem Namen steckt, doch es gibt niemanden, der so heißt.

Nemena gewährt Monkey, bei einem Zusammentreffen der wichtigsten Politiker der Räterepublik dabei zu sein, das im Krankenzimmer des noch nicht genesenen Nuur tan Harol stattfindet, der zu diesem Zweck aus dem Heilschlaf geweckt wird. Er soll als wichtigstes Regierungsmitglied darüber bestimmen, ob der Klon Nemena die Nachfolge der Priorrätin antreten soll. Monkey beobachtet die Politiker während ihrer heftigen Diskussion, um zu ergründen, ob einer von ihnen der Anführer des Clubs der Lichtträger Achill Maccao sein könnte. Als Gestaltwandler könnte der jeden nachbilden. Am Ende des Treffens bleibt Nemena mit Monkey bei Nuur tan Harol allein, um ihn im Beisein ihres Mentors darum zu bitten, weiter zu ermitteln. Monkey schließt nicht aus, dass sich auch hinter dem Schwerverletzten Achill Maccao verbergen könnte, deshalb gibt er vor, den Auftrag abzulehnen und mit der NIKE QUINTO abzureisen, was Nemena schwer enttäuscht. Das USO-Schiff startet - jedoch ohne Monkey an Bord.

Die RATBER TOSTAN, ein Beiboot der NIKE QUINTO, bleibt unerkannt auf Galazin zurück. Monkey lässt sich vom Bordmediker in einen Barniter verwandeln. Er will in Maske herausfinden, wer die Räterepublik stürzen will, denn die Tatsache, dass jemand vollkommen Unbekanntes dem Eigner des Schiffes, das für den Tod der Priorrätin verantwortlich ist, Unsummen für einen Schwingquarz zahlt, von dem bislang noch niemand etwas gehört hat, ist schon verdächtig genug. Dass dieser Jemand auch noch in der Lage ist, einen regierungsamtlich gesicherten Hyperfunkspruch zu fälschen und ein bislang fehlerfreies systemweites Raumschiffsleitsystem zu manipulieren, ohne eine Spur zu hinterlassen, deutet darauf hin, dass hier Kräfte am Werk sind, die über viel Einfluss und beträchtliche Mittel verfügen.

13. Februar 2024


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